DE-102007021116-B4 - Verfahren und Gerät zur Glättung eines Ballons eines Ballonkatheters
Abstract
Verfahren zur Herstellung eines Ballons (1) eines Ballonkatheters, dadurch gekennzeichnet, dass der Ballon (1) geglättet wird, wobei eine temperierte, glatte Oberfläche auf dem Ballon (1) entlanggleitet.
Inventors
- Holger, Dr. Anhalt
- Jan, Dr. Girnus
Assignees
- VANGUARD AG
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20070503
Claims (9)
- Verfahren zur Herstellung eines Ballons (1) eines Ballonkatheters, dadurch gekennzeichnet , dass der Ballon (1) geglättet wird, wobei eine temperierte, glatte Oberfläche auf dem Ballon (1) entlanggleitet.
- Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet , dass der Ballon (1) durch einen Bügelvorgang geglättet wird.
- Verwendung eines Gerätes zur Glättung eines Ballons (1) eines Ballonkatheters mit einer temperierten Formhülse (2), wobei die temperierte Formhülse geringfügig kleiner oder gleich dem festgelegten Durchmesser des aufgeblasenen Ballons ist.
- Verwendung eines Geräts nach Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet , dass der Ballon (1) mindestens bis zum festgelegten Durchmesser (6) aufgeblasen wird und mit der Ballonoberfläche gegen die temperierte Formhülse (2) gedrückt wird, wodurch Verknitterungen in der Ballonoberfläche geglättet werden.
- Verwendung eines Geräts nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 oder 4 , dadurch gekennzeichnet , dass die Temperatur und/oder die Größe der temperierten Formhülse (2) in Abhängigkeit des Ballons (1) eingestellt wird.
- Verwendung eines Geräts nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 5 , dadurch gekennzeichnet , dass die ganze temperierte Formhülse (2) oder nur die Innenseite (3) der temperierten Formhülse (2) besonders glatt ist und/oder besonders wärmeleitfähig ist und/oder eine besonders hohe Biokompatibilität aufweist.
- Verwendung eines Geräts nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 6 , dadurch gekennzeichnet , dass die temperierte Formhülse (2) im Gerät beweglich angeordnet ist und/oder der Ballon (1) in der temperierten Formhülse (2) bewegt wird.
- Ballonkatheter mit einem Ballon (1), dadurch gekennzeichnet , dass der Ballon (1) gemäß dem Verfahren nach Anspruch 1 bis 2 hergestellt wurde.
- Ballonkatheter nach Anspruch 8 , dadurch gekennzeichnet , dass der Ballon (1) gefaltet ist oder der Ballon (1) gefaltet ist und einen gecrimpten Stent aufweist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Ballonkatheters. Verfahren zur Herstellung von Ballonkathetern sind allgemein bekannt. Die europäische Patentschrift EP 0 891 201 B1 offenbart beispielsweise ein Herstellungsverfahren für einen Ballonkatheter, wobei der Ballon des Ballonkatheters unterschiedliche Reibungskoeffizienten aufweist. Die europäische Patentschrift EP 0 730 879 B1 offenbart ein Verfahren zur Herstellung eines Ballonkatheters, wobei der Ballon so hergestellt wird, dass er besonders klein zusammengefaltet werden kann. Die US 5 163 989 A offenbart eine Form und ein Verfahren zur Herstellung von Ballons mit kleinem Durchmesser, die für Dilatationskatheter geeignet sind, wie sie beispielsweise bei Angioplastieverfahren verwendet werden. Die US 7 147 817 B1 offenbart medizinische Geräte, insbesondere intrakorporale Geräte für therapeutische oder diagnostische Zwecke, wie Ballonkatheter und Gefäßtransplantate. Nachteilig bei den bekannten Herstellungsverfahren ist jedoch, dass die anschließende Faltung des Ballons sehr aufwändig ist und zudem die Faltung des Ballons nicht exakt, das heißt mit nicht genauen Faltungskanten, erfolgen kann. Es war daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Herstellungsverfahren anzugeben, bei dem die anschließende Faltung des Ballons einfacher und exakter erfolgen kann als bei den bisher bekannten Herstellungsverfahren. Gelöst wird die Aufgabe mit einem Verfahren zur Herstellung eines Ballons eines Ballonkatheters, wobei der Ballon geglättet wird. Durch die Glättung des Ballons wird in vorteilhafter Weise eine anschließende Faltung vereinfacht, da keine Verknitterungen des Ballons bei der Faltung stören. Zudem kann ein geglätteter Ballon wesentlich exakter gefaltet werden, da die Faltkanten nicht durch Verknitterungen beeinflusst werden. Insbesondere bei einer mehrfachen Verwendung der Ballonkatheter in der Art wie sie die Anmeldung DE 10 2007 021 144 A1 mit dem internen Aktenzeichen PY0011, eingereicht am 03. Mai 2007 beim deutschen Patent- und Markenamt beschreibt, ist eine Glättung des Ballons für eine spätere einwandfreie Behandlung von neuen Patienten wichtig. Die eben genannte Patentanmeldung wird hiermit als Referenz eingeführt und ist Teil der Offenbarung. Das erfindungsgemäße Verfahren gemäß des Hauptanspruchs und die Ausführungsformen gemäß der Unteransprüche sind somit sowohl für neue, noch nicht verwendete Ballonkatheter, als auch für bereits verwendete Ballonkatheter anwendbar. Bezüglich der Faltung des Ballons soll auf die Anmeldung DE 10 2007 021 117 A1 mit dem internen Aktenzeichen PY0012, eingereicht am 03. Mai 2007, beim deutschen Patent- und Markenamt verwiesen werden. Die Patentanmeldung wird hiermit als Referenz eingeführt und ist Teil der Offenbarung. Unter Verknitterrungen sollen alle Knicke und/oder Fältchen im Ballonmaterial verstanden werden, die beispielsweise durch den Herstellungsprozess, aber auch durch einen vorhergehenden Gebrauch des Ballonkatheters und/oder während eines Aufbereitungsverfahrens in den Ballon gelangt sind. Beispielsweise entstehen Knicke oder Fältchen bei der Herstellung des Ballons durch die verwendeten Maschinen. Ein bereits benutzter Ballon kann als Verknitterungen beispielsweise Abdrucke von einem Stent oder einer Gefäßwand aufweisen oder Verknitterungen beim Reinigen oder während eines Aufbereitungsverfahren erhalten haben. Bevorzugt wird der Ballon durch einen Bügelvorgang und/oder einen Pressvorgang und/oder durch einen Dampfvorgang geglättet. Bei einem Bügelvorgang wird der Ballon bevorzugt auf einen festgelegten Durchmesser aufgeblasen. Eine temperierte, glatte Oberfläche gleitet dann auf dem Ballon entlang, wodurch vorteilhaft Verknitterungen geglättet werden können. Selbstverständlich kann die temperierte, glatte Oberfläche auch auf den nicht aufgeblasenen Ballon entlang fahren und die Verknitterungen glätten. Bei einem Dampfvorgang wird der Ballon bevorzugt durch Dampf erwärmt und minimal über einen festgelegten Durchmesser aufgeweitet. Durch die Erwärmung des Ballonmaterials und der leichten Überdehnung des Ballons werden Verknitterungen geglättet. Der festgelegte Durchmesser eines Ballons ist der Durchmesser des Ballons bei einem auf ihn wirkenden festgelegten Überdruck. Der festgelegte Durchmesser ist dabei abhängig von der Größe des Ballons, wobei der Ballon je nach Anwendungsgebiet unterschiedliche festgelegte Durchmesser aufweisen kann. In der Regel wird ein festgelegter Überdruck, der auf den Ballon wirken soll, und/oder ein festgelegter Durchmesser des Ballons von dem Hersteller des Ballonskatheters angegeben. Selbstverständlich kann der Ballon auch über den festgelegten Durchmesser aufgeweitet werden, ohne dass der Ballon hierbei beschädigt wird. Für das erfindungsgemäße Verfahren kann der Ballon beispielsweise geringfügig unter oder über oder auch auf einen Nominaldurchmesser aufgeweitet werden. Alle drei Varianten sind ohne eine Beschädigung des Ballons möglich. Welche der