DE-102007021144-B4 - Aufbereitetes Kathetersystem mit einem Stent
Abstract
Gerät zur Glättung einer Ballonoberfläche eines Ballons (9) eines Ballonkatheters (2), insbesondere eines bereits verwendeten und gegebenenfalls gereinigten Ballonkatheters (2), dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät eine temperierte Hülse aufweist, wobei der Durchmesser der temperierten Hülse geringfügig kleiner oder gleich einem festgelegten Durchmesser des Ballons (9) ist, wobei der Ballon (9) im Gerät mindestens auf den festgelegten Durchmesser aufweitbar ist und die Oberfläche des Ballons (9) im Gerät gegen die temperierte Hülse gedrückt wird, wobei hierdurch die Oberfläche des Ballons (9) glättbar ist, und die Hülse einen Durchmesser aufweist, der minimal größer ist, als der Ballon mit einer Faltfixierung.
Inventors
- Holger, Dr. Anhalt
Assignees
- VANGUARD AG
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20070503
Claims (1)
- Gerät zur Glättung einer Ballonoberfläche eines Ballons (9) eines Ballonkatheters (2), insbesondere eines bereits verwendeten und gegebenenfalls gereinigten Ballonkatheters (2), dadurch gekennzeichnet , dass das Gerät eine temperierte Hülse aufweist, wobei der Durchmesser der temperierten Hülse geringfügig kleiner oder gleich einem festgelegten Durchmesser des Ballons (9) ist, wobei der Ballon (9) im Gerät mindestens auf den festgelegten Durchmesser aufweitbar ist und die Oberfläche des Ballons (9) im Gerät gegen die temperierte Hülse gedrückt wird, wobei hierdurch die Oberfläche des Ballons (9) glättbar ist, und die Hülse einen Durchmesser aufweist, der minimal größer ist, als der Ballon mit einer Faltfixierung.
Description
Die Erfindung betrifft ein Kathetersystem mit einem Stent. Kathetersysteme sind allgemein bekannt. Aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 195 32 288 A1 ist ein Ballonkatheter bekannt, der zunächst zur Gefäßerweiterung bei einem Patienten und anschließend zur Stent-Implantation bei dem gleichen Patienten wiederverwendet werden kann. Die deutsche Offenlegungsschrift DE 102 09 993 A1 beschreibt eine Einrichtung zur Aufbereitung von Ballonkathetem. Hierbei werden die Katheter gespült, eine Prüfung, Sterilisation oder Faltung der Katheter oder Teilbereiche der Katheter erfolgt nicht. Die verwendeten Kathetersysteme und die Einrichtung zur Aufbereitung bereits verwendeter Kathetersysteme haben jedoch den Nachteil, dass die bereits verwendeten Kathetersysteme, so wie in der Druckschrift DE 102 09 993 A1 beschrieben, nicht für einen anderen Patienten erneut benutzt werden können. Ohne dass beispielsweise eine Sterilisation sowie eine Prüfung des bereits verwendeten Katheters erfolgt ist, kann an die Verwendung des Kathetersystems bei einem anderen Menschen überhaupt nicht gedacht werden. Zudem könnten die gespülten Katheter gemäß der Druckschrift DE 102 09 993 A1 nicht mehr für jede Behandlungsart verwendet werden. Beispielsweise kann ein Stent nur auf einem exakt gefalteten Ballonkatheter befestigt werden. Somit wäre durch einen lediglich gespülten Katheter ohne einen exakt gefalteten Ballon kein Stent mehr verschiebefest und somit sicher auf dem Ballon anbringbar und somit keine Stent-Implantierung, die den Sicherheitsstandards von heute entspricht, mehr möglich. Es war daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die bisher verwendeten Kathetersysteme und Aufbereitungsverfahren so weiterzuentwickeln, dass bei der Behandlung von unterschiedlichen Patienten mit einem bereits verwendeten Kathetersystem im wesentlichen alle Behandlungsarten (wie beispielsweise die Stentimplantation) durchgeführt werden können, wie auch mit einem neuen Kathetersystem. Zudem sollte die Verwendung eines bereits verwendeten Kathetersystems für einen Patienten im wesentlichen genauso sicher sein, wie die Verwendung eines unbenutzten, neuen Kathetersystems. Gelöst wird die Aufgabe mit einem Kathetersystem mit einem Stent, wobei mindestens ein Teil des Kathetersystems aufbereitet ist. Unter einem aufbereiteten Teil soll dabei ein Teil eines Kathetersystems verstanden werden, das bereits bei der Behandlung eines ersten Patienten eingesetzt und anschließend aufbereitet wurde. Nach der Aufbereitung soll dieses aufbereitete Teil bei der Behandlung eines anderen, zweiten Patienten eingesetzt werden. Durch die Aufbereitung des Teils wird dabei vorteilhaft sichergestellt, dass auch nach der Verwendung des Teils an einem ersten Patienten für einen nachfolgenden zweiten Patienten keine höheren Risiken bestehen, wie bei der Behandlung mit einem neuen, noch nicht verwendeten Teil. Weiterhin sind durch das erfindungsgemäße Kathetersystem im wesentlichen alle Behandlungsarten möglich, da das Kathetersystem, wie neue, ungebrauchte Kathetersysteme auch, einen Stent aufweist. Zudem wird durch mindestens ein aufbereitetes Teil im Kathetersystem der Materialverbrauch wesentlich reduziert, da beispielsweise nur beschädigte Teile ausgetauscht oder ausgebessert werden müssen, oder im Körper verbleibende Baugruppen (beispielsweise der Stent) ausgetauscht werden müssen. In vorteilhafter Weise muss somit nicht immer das gesamte Kathetersystem nach der Verwendung verworfen werden. Bevorzugt weist das Kathetersystem als Teil mindestens einen Ballonkatheter und/oder einen Führungskatheter auf. Im Falle eines Ballonkatheters ist bevorzugt ein Ballon des Ballonkatheters geglättet. Die Glättung erfolgt dabei bevorzugt in der Art, dass der Ballon in eine temperierte Hülse eingeführt wird. Die Hülse weist dabei bevorzugt einen Durchmesser auf, der im wesentlichen minimal kleiner oder gleich einem festgelegten Durchmesser des aufgeblasenen Ballons ist. Wird nun der Ballon mindestens auf den festgelegten Durchmesser gebracht, gelangt die Ballonoberfläche an die temperierte Hülse, wodurch Falten oder Knicke in der Ballonoberfläche, ähnlich einem Bügelvorgang, geglättet werden. Bezüglich der Glättung des Ballons mit einer temperierten Hülse beziehungsweise Formhülse soll auf die Beschreibung der Patentanmeldung DE 10 2007 021 116 A1 mit dem internen Aktenzeichen PY0013, eingereicht am 03. Mai 2007, beim deutschen Patent- und Markenamt verwiesen werden. Die eben genannte Anmeldung soll dabei als Teil dieser Offenbarung angesehen werden. Alternativ hierzu kann der Ballon jedoch auch durch einen Bügelvorgang geglättet werden, wobei hierfür keine temperierte Hülse verwendet wird. Die Glättung des Ballons ist besonders bei bereits verwendeten Ballonkathetern wichtig, da der Ballon durch eine vorrangegangene Behandlung an einem ersten Patienten Materialabdrucke in Form von Verknitterungen aufweist. Die Verknitterungen entstehen dabei beispielsweise durch die Anbringung eines St