DE-102009015928-B4 - Vorrichtung zur Anreicherung von Atemgas mit Sauerstoff
Abstract
Vorrichtung zur Beatmung, die eine mit einem Patienteninterface verbindbare Druckgasquelle und ein Sauerstoffzuschaltventil zur Anreicherung von Atemgas mit Sauerstoff aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuschaltventil über zumindest ein Kopplungselement (15, 18, 19), das mit einem Anschlusselement des Beatmungsgerätes zusammenwirkt, an das Gehäuse des Beatmungsgerätes ankoppelbar ist, wobei über die Kopplung des Sauerstoffausgangs (15) des Zuschaltventils mit einem Sauerstoffeingang (29) des Beatmungsgerätes eine sauerstoffleitende Verbindung in das Beatmungsgerät hergestellt wird, wobei eine Sauerstoffeinleitung vom Sauerstoffeingang (29) über einen Verbindungsschlauch durch das Gerätegehäuse in die Luftstrecke im Bereich der Gebläsebox (27), die das Gebläse des Beatmungsgerätes umgibt, erfolgt.
Inventors
- Wolfgang Wedler
- Björn Tiemann
- Christoph, Dr. Göbel
- Thomas Ress
Assignees
- Löwenstein Medical Technology S.A.
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20090330
- Priority Date
- 20080408
Claims (1)
- Vorrichtung zur Beatmung, die eine mit einem Patienteninterface verbindbare Druckgasquelle und ein Sauerstoffzuschaltventil zur Anreicherung von Atemgas mit Sauerstoff aufweist, dadurch gekennzeichnet , dass das Zuschaltventil über zumindest ein Kopplungselement (15, 18, 19), das mit einem Anschlusselement des Beatmungsgerätes zusammenwirkt, an das Gehäuse des Beatmungsgerätes ankoppelbar ist, wobei über die Kopplung des Sauerstoffausgangs (15) des Zuschaltventils mit einem Sauerstoffeingang (29) des Beatmungsgerätes eine sauerstoffleitende Verbindung in das Beatmungsgerät hergestellt wird, wobei eine Sauerstoffeinleitung vom Sauerstoffeingang (29) über einen Verbindungsschlauch durch das Gerätegehäuse in die Luftstrecke im Bereich der Gebläsebox (27), die das Gebläse des Beatmungsgerätes umgibt, erfolgt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Beatmung, die eine mit einem Patienteninterface verbindbare Druckgasquelle und ein Sauerstoffzuschaltventil zur Anreicherung von Atemgas mit Sauerstoff aufweist, wobei das Sauerstoffzuschaltventil bedarfsabhängig im Bereich des Gerätegehäuses anordbar ist und wobei eine Sauerstoffeinleitung vom Sauerstoffeingang über einen Verbindungsschlauch durch das Gerätegehäuse in die Luftstrecke im Bereich der Gebläsebox, die das Gebläse des Beatmungsgerätes umgibt, erfolgt. Derartige Zuschaltventile werden gemäß dem Stand der Technik häufig innerhalb des Beatmungsgerätes angeordnet und dienen einer Versorgung eines Patienten mit Atemluft, die einen erhöhten Sauerstoffgehalt aufweist. Bei einem fest in das Gehäuse integrierten Zuschaltventil gehen die Kosten des Zuschaltventils sowie die betreffenden Montagekosten immer in den Gerätepreis ein, unabhängig davon, ob der betreffende Patient das Zuschaltventil auch tatsächlich benötigt. Für die Qualität der Sauerstoffversorgung ist - abhängig von den therapeutischen Anforderungen - eine möglichst hohe inspiratorische Sauerstoffversorgung von Bedeutung. Bei Sauerstoffzuschaltventilen, die an das Beatmungsgerät adaptierbar sind, erfolgt die Sauerstoffeinleitung im Bereich des Patienteninterface oder im Bereich des Beatmungsschlauches. In diesen Fällen reicht die Strecke ab dem Einleitpunkt bis zum Patienten häufig nicht aus, um in der Luftstrecke eine ausreichend hohe Anreicherung der Beatmungsluft mit Sauerstoff zu erreichen. Folglich ist die vom Patienten eingeatmete Sauerstoffmenge phasenweise zu gering. Zudem ist für die Verbindung mit dem Patienteninterface oder dem Beatmungsschlauch ein Adapter, beispielsweise ein T-Stück, notwendig. Bei Verwendung von Druck- oder Fluss-Sensoren, die häufig im Bereich des Luftausgangs des Beatmungsgerätes angeordnet sind, verfälscht die Einleitung von Sauerstoff stromabwärts der Sensoren, bedingt durch das Vorhandensein einer Flussquelle stromab dieser Sensoren, die Sensormesswerte und in der Folge die Regelung der Beatmung. Aus der US 6 269 811 B1 ist bereits eine Vorrichtung zur Beatmung bekannt, die eine mit einem Patienteninterface verbindbare Druckgasquelle und ein Sauerstoffzuschaltventil zur Anreichung von Atemgas mit Sauerstoff aufweist. Aus der DE 10 2005 012 753 A1 ist eine Sauerstoffeinleitung in eine Beatmungsmaske bekannt. Eine vergleichbare Sauerstoffeinleitung unter Verwendung eines Anfeuchters wird in der DE 10 2007 039 004 A1 beschrieben. Aus der US 2007 / 0 044 799 A1 ist die Ausbildung eines Sauerstoffzuschaltventils als ein eigenständiges Modul bekannt. Das Sauerstoffzuschaltventil ist mit Drucksensoren bzw. Flusssensoren versehen. Norm DIN EN ISO 5359. 2006-04-00. offenbart Niederdruck-Schlauchleitungssysteme zur Verwendung mit medizinischen Gasen. Norm DIN EN ISO 1307. 2007-11-00. offenbart Gummi- und Kunststoffschläuche - Schlauchmaße, Kleinst- und Größt-Innendurchmesser, und Toleranzen bei abgelängten Schläuchen. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung der einleitend genannten Art derart zu konstruieren, dass eine bedarfsabhängige Verwendung eines Zuschaltventils unterstützt wird. Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, den Einleitpunkt von Sauerstoff derart in der Luftstrecke anzuordnen, dass dem Patienten eine möglichst hohe Sauerstoffkonzentration zur Verfügung gestellt wird und dass bei Verwendung von Druck- oder Fluss-Sensoren das gesamte Volumen von Beatmungsluft plus Sauerstoff sensorisch erfasst wird. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Zuschaltventil bedarfsabhängig an das Gehäuse eines Beatmungsgerätes adaptierbar ist und eine Sauerstoffeinleitung in die Luftstrecke im Bereich dieses Gerätegehäuses realisiert ist. Durch die adaptierbare Anordbarkeit des Zuschaltventils am Gerätegehäuse ist es möglich, das Zuschaltventil mit wenigen Handgriffen nur dann am Beatmungsgerät anzuordnen, wenn auch tatsächlich Sauerstoff eingeleitet werden soll. Das adaptierbare Zuschaltventil ist sowohl für den Heimbereich als auch für klinische Verwendungen geeignet. Bei allen Anwendungen wird eine sehr einfache Handhabung durch den Anwender gewährleistet. Eine besonders gute Zugänglichkeit wird dadurch bereitgestellt, dass das Zuschaltventil außenseitig am Gerätegehäuse des Beatmungsgerätes anordbar ist. Die Vorteile einer leichten Adaptierbarkeit können mit einer kompakten Gerätegestaltung dadurch kombiniert werden, dass das Zuschaltventil mindestens bereichsweise einschubartig von einer Vertiefung am Gerätegehäuse aufgenommen ist. Eine zuverlässige Gerätehandhabung wird dadurch unterstützt, dass das Zuschaltventil von mindestens einer Rastkupplung mit dem Gerätegehäuse verbunden ist. Eine funktionelle Integration des Zuschaltventils in die Steuerung des Beatmungsgerätes wird dadurch erleichtert, dass das Zuschaltventil elektrisch gesteuert ist. Andere Realisierungsvarianten bestehen in einer pneumatischen, magnetischen oder mechan