DE-102009026025-B4 - Spannwerkzeug
Abstract
Spannwerkzeug mit einer am Ende einer in einem Grundkörper (6) verschieblich angeordneten Stange, insbesondere Schubstange (12) angeordneten Spannbacke, insbesondere in Form eines Stempels (13), die mittels eines Schrittschaltgetriebes (8, 9, 10, 11) in einer Spannrichtung vorverlagerbar ist und mit einer ein in einer Hemmstellung an einem Stützanschlag (19) anliegendes Sperrglied (16) aufweisenden lösbaren Rückdrücksperre (14, 15, 16, 17, 18, 19) zur Hemmung einer Rückverlagerung der Stange (12) entgegengesetzt zur Spannrichtung, gekennzeichnet durch einen vom Stützanschlag (19) beabstandeten Bewegungsendanschlag (20), gegen welchen das Sperrglied (16) bei der Vorverlagerung der Stange (12) in der Spannrichtung anschlägt und von dem es sich nach Beendigung der Vorverlagerung durch Druck auf die Spannbacke, insbesondere den Stempel (13) oder durch die Kraft einer Rückstellfeder (17) einhergehend mit einer Rückverlagerung der Stange entgegengesetzt zur Spannrichtung bis in eine Anschlagstellung am Stützanschlag (19) entfernt.
Inventors
- Hans-Jürgen Schüller
- Zbigniew Noniewicz
Assignees
- WOLFCRAFT GMBH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20090624
Claims (6)
- Spannwerkzeug mit einer am Ende einer in einem Grundkörper (6) verschieblich angeordneten Stange, insbesondere Schubstange (12) angeordneten Spannbacke, insbesondere in Form eines Stempels (13), die mittels eines Schrittschaltgetriebes (8, 9, 10, 11) in einer Spannrichtung vorverlagerbar ist und mit einer ein in einer Hemmstellung an einem Stützanschlag (19) anliegendes Sperrglied (16) aufweisenden lösbaren Rückdrücksperre (14, 15, 16, 17, 18, 19) zur Hemmung einer Rückverlagerung der Stange (12) entgegengesetzt zur Spannrichtung, gekennzeichnet durch einen vom Stützanschlag (19) beabstandeten Bewegungsendanschlag (20), gegen welchen das Sperrglied (16) bei der Vorverlagerung der Stange (12) in der Spannrichtung anschlägt und von dem es sich nach Beendigung der Vorverlagerung durch Druck auf die Spannbacke, insbesondere den Stempel (13) oder durch die Kraft einer Rückstellfeder (17) einhergehend mit einer Rückverlagerung der Stange entgegengesetzt zur Spannrichtung bis in eine Anschlagstellung am Stützanschlag (19) entfernt.
- Spannwerkzeug nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass das Sperrglied (16) eine Klemmplatte mit einer Öffnung (16') ist, durch welche die Stange (12) geführt ist.
- Spannwerkzeug nach einem Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass das Sperrglied (16) von einer Rückstellfeder (17) in einer Klemmstellung zur Stange (12) gehalten wird.
- Spannwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , dadurch gekennzeichnet , dass das Sperrglied (16) von einer Vortriebsfeder (18) in Vorverlagerungsrichtung beaufschlagt wird, mit welcher das Sperrglied (16) gegen den Bewegungsendanschlag (20) beaufschlagt wird.
- Spannwerkzeug nach einem Ansprüche 1 bis 4 , gekennzeichnet durch einen Lösehebel (14) zum Lösen der Rückdrücksperre (14 bis 19).
- Spannwerkzeug nach Anspruch 5 , dadurch gekennzeichnet , dass die Rückstellfeder (17) an dem Ende der Sperrplatte (16) angreift, an dem auch eine Betätigungsschulter (15) des Lösehebels (14) angreift, und dass im Bereich des gegenüberliegenden Endes der Sperrplatte (16), welches mit dem Stützanschlag (19) und dem Bewegungsendanschlag (20) zusammenwirkt, die Vortriebsfeder (18) angreift.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß Gattungsbegriff des Anspruchs 1. Eine derartige Vorrichtung wird in der DE 42 31 418 A1 beschrieben. Eine in einem Grundkörper gelagerte Stange kann durch Betätigen eines Schrittschaltgetriebes in einer Spannrichtung vorverlagert werden. Eine lösbare Rückdrücksperre, die von einem pendelnd gelagerten Klemmhebel gebildet ist, hemmt eine Rückverlagerung der Stange entgegen der Spannrichtung. Wird ein Lösehebel betätigt, so lässt sich die Stange entgegen der Spannrichtung zurückverlagern. Eine ähnliche Vorrichtung beschreibt die WO 2005/097354 A1. Hier ist eine Sperrplatte an einer Achse pendelnd gelagert. Auch die US 2007/0181607 A1 beschreibt eine Vorrichtung, bei der eine Stange mit Hilfe eines Schrittschaltgetriebes in eine Spannrichtung vorverlagerbar ist. Eine Rückdrücksperre bewirkt die Sperrung einer Zurückverlagerung der Stange in Gegenrichtung. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Vorrichtung gebrauchsvorteilhaft weiterzubilden. Gelöst wird die Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung. Zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe ist vorgesehen, dass die Rückdrücksperre nach einer Vorverlagerung erst nach einer geringfügigen Rückverlagerung in Wirkung tritt. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn es sich bei dem Spannwerkzeug um eine Kartuschenausdrückvorrichtung handelt. Der Stempel komprimiert die in der Kartusche bevorratete pastöse Masse und drückt sie aus der Austrittsöffnung heraus. Wird der oben beschriebene Mitnehmer durch Verminderung einer Antriebskraft am Vortriebshebel entlastet, so bewirkt die Kraft der komprimierten Masse eine geringfügige Rückverlagerung des Stempels bzw. der Schubstange, bevor deren Verlagerung von der Rückdrücksperre gehemmt ist. Hierdurch kann sich die in der Kartusche komprimierte pastöse Masse entspannen, so dass ein Nachtropfen aus der Austrittsöffnung verhindert wird. Das Sperrglied der Rückdrücksperre kann nach der Verlagerung von einem Stützanschlag beabstandet sein. Erst nach Beendigung der Vorverlagerung kann durch Druck auf die Spannbacke, also den Stempel die Stange bis in eine Anlagestellung des Sperrgliedes an den Stützanschlag zurückverlagert werden. Dem Stützanschlag, an dem sich das Sperrglied zur Entfaltung seiner Hemmstellung abstützt, kann in Vorverlagerungsrichtung ein Bewegungsendanschlag benachbart sein. Gegen diesen Bewegungsendanschlag kann das Sperrglied anschlagen, wenn es bei der Vorverlagerung der Schubstange in Spannrichtung um eine geringe Wegstrecke mitgeschleppt wird. Dies kann gleichzeitig mit einer Kompression der Rückstellfeder erfolgen. Es ist aber auch vorgesehen, dass das Sperrglied im Bereich des Stützanschlages bzw. des Bewegungsendanschlages in Spannrichtung von einer Vortriebsfeder beaufschlagt wird und dass diese Vortriebsfeder eine größere Federkraft entwickelt als die Rückstellfeder, so dass das Sperrglied permanent am Bewegungsendanschlag anliegt. Auch bei dieser Variante ist es möglich, nach Beendigung des Vortriebes durch Betätigung des Vortriebshebels den Stempel bzw. die Schubstange geringfügig zurückzuverlagern. Mit einem bezogen auf die Vortriebsrichtung der Stange vor dem Handgriff bzw. dem Vortriebshebel sitzenden Lösehebel kann ein Randabschnitt des Sperrgliedes in die Lösestellung beaufschlagt werden, welcher Randabschnitt dem Randabschnitt gegenüberliegt, der sich mit Bewegungsspiel zwischen Bewegungsendanschlag und Stützanschlag befindet. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen erläutert. Es zeigen:1 in perspektivischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel einer Kartuschenausdrückvorrichtung;2 einen Schnitt gemäß der Schnittlinie II - II in 1;3 eine Explosionsdarstellung der wesentlichen Elemente der Kartuschenausdrückvorrichtung;4 eine weitere perspektivische Darstellung der Kartuschenausdrückvorrichtung im Bereich einer Einstecköffnung 38 für ein Kartuschenrohr 1 einer Kartusche;5 einen Schnitt gemäß der Linie V - V in 4, wobei das Ende eines Kartuschenrohres 1 in einer Klemmstellung gehalten ist;5a eine Darstellung gemäß 5, wobei das Kartuschenrohr freigegeben worden ist;6 einen Schnitt gemäß der Linie VI - VI in 5a;7 eine Darstellung gemäß 2 mit in Vortriebsrichtung betätigtem Vortriebshebel 8;8 eine Folgedarstellung gemäß 7, wobei der Stempel 13 bzw. die Schubstange 12 geringfügig bis in eine Hemmstellung zurückverlagert worden ist;9 eine Darstellung gemäß 2 mit in Freigabestellung gebrachter Rückdrücksperre und10 ein zweites Ausführungsbeispiel. Das in den 1 bis 9 dargestellte Ausführungsbeispiel besitzt einen aus Kunststoff gefertigten Grundkörper 6, der an seinem vorderen Ende eine Einstecköffnung 38 zum Einstecken eines Kartuschenrohres 1 einer mit einer pastösen Masse gefüllten Kartusche aufweist. Innerhalb des Kartuschenrohres 1 befindet sich ein Kolben 2. An der dem Kolben 2 gegenüberliegenden Seite bildet die Kartusche mit einer Tülle 5 eine Austrittsöffnung 4 aus, durc