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DE-102010003429-B4 - Kommunikation zwischen mobilen Endgeräten

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Abstract

Verfahren zur Kommunikation zwischen einem ersten und einem zweiten mobilen Endgerät, bei dem - das erste mobile Endgerät ein mobiles Endgerät eines Fahrzeugs ist; - das zweite mobile Endgerät ein Mobiltelefon ist; - das erste mobile Endgerät ein Signal, das von dem zweiten mobilen Endgerät ausgesendet wird, direkt empfängt, wenn es in die Nähe des zweiten Endgeräts kommt; - abhängig von dem empfangenen Signal von dem Fahrzeug eine vorgegebene Aktion durchgeführt wird, - auf dem zweiten mobilen Endgerät eine Clientapplikation abläuft, die das Signal als eine Broadcastnachricht an erste mobile Endgeräte in der Umgebung versendet, - das Fahrzeug eine Steuereinheit aufweist, auf der eine Hostapplikation abläuft, die abhängig von dem empfangenen Signal die vorgegebene Aktion durchführt, - zwischen dem ersten mobilen Endgerät und dem zweiten mobilen Endgerät infolge des empfangenen Signals eine Kommunikationsverbindung aufgebaut wird und - die Hostapplikation so konfiguriert ist, so dass eine Geschwindigkeit des Fahrzeugs einstellbar ist, bis zu der ein Hinweis oder eine Warnung betreffend weitere Verkehrsteilnehmer erfolgt.

Inventors

  • Frerk Fitzek
  • Daniel Schwarz

Assignees

  • BAYERISCHE MOTOREN WERKE AKTIENGESELLSCHAFT

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20100330

Claims (14)

  1. Verfahren zur Kommunikation zwischen einem ersten und einem zweiten mobilen Endgerät, bei dem - das erste mobile Endgerät ein mobiles Endgerät eines Fahrzeugs ist; - das zweite mobile Endgerät ein Mobiltelefon ist; - das erste mobile Endgerät ein Signal, das von dem zweiten mobilen Endgerät ausgesendet wird, direkt empfängt, wenn es in die Nähe des zweiten Endgeräts kommt; - abhängig von dem empfangenen Signal von dem Fahrzeug eine vorgegebene Aktion durchgeführt wird, - auf dem zweiten mobilen Endgerät eine Clientapplikation abläuft, die das Signal als eine Broadcastnachricht an erste mobile Endgeräte in der Umgebung versendet, - das Fahrzeug eine Steuereinheit aufweist, auf der eine Hostapplikation abläuft, die abhängig von dem empfangenen Signal die vorgegebene Aktion durchführt, - zwischen dem ersten mobilen Endgerät und dem zweiten mobilen Endgerät infolge des empfangenen Signals eine Kommunikationsverbindung aufgebaut wird und - die Hostapplikation so konfiguriert ist, so dass eine Geschwindigkeit des Fahrzeugs einstellbar ist, bis zu der ein Hinweis oder eine Warnung betreffend weitere Verkehrsteilnehmer erfolgt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1 , bei dem die Clientapplikation des zweiten mobilen Endgeräts einen Schlafmodus aufweist, in dem Schlafmodus auf ein Wecksignal der Hostapplikation des ersten mobilen Endgeräts wartet und auf das Wecksignal hin das zweite mobile Endgerät das Signal an das erste mobile Endgerät übermittelt.
  3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das erste mobile Endgerät das Signal empfängt sobald es einen Empfangsbereich des zweiten mobilen Endgeräts erreicht.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem sich die Clientapplikation nach Herstellen der Kommunikationsverbindung bei der Hostapplikation anmeldet und nach der Anmeldung der Hostapplikation Informationen bereitstellt und/oder die Hostapplikation eine Entfernung zu dem zweiten mobilen Endgerät bestimmt.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Hostapplikation die vorgegebene Aktion durchführt, falls eine Kontextbedingung erfüllt ist.
  6. Verfahren nach Anspruch 5 , bei dem die Kontextbedingung mindestens eine der folgenden Bedingungen umfasst: - das Fahrzeug fährt langsamer als eine vorgegebene Geschwindigkeit; - das Fahrzeug fährt in einem vorgegebenen Geschwindigkeitsbereich; - das Fahrzeug befindet sich in einem verkehrsberuhigten Gebiet.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die vorgegebene Aktion mindestens eine der folgenden Aktionen umfasst: - Ausgabe eines akustischen, haptischen oder optischen Hinweises; - Ausgabe einer akustischen, haptischen oder optischen Warnung; - Einleitung und/oder Durchführung eines Bremsvorgangs des Fahrzeugs.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das zweite mobile Endgerät eine Information über einen Typ eines Verkehrsteilnehmers überträgt.
  9. Verfahren nach Anspruch 8 , bei dem die Clientapplikation mit dem Typ des Verkehrsteilnehmers konfiguriert wird.
  10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das zweite mobile Endgerät mindestens eine der folgenden Information überträgt: - eine Ortsinformation; - Sensorinformation; - eine Bewegung; und/oder - eine Bewegungsrichtung.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10 , bei dem die Information von dem ersten mobilen Endgerät ausgewertet wird und abhängig von der ausgewerteten Information die vorgegebene Aktion durchgeführt wird.
  12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das mobile Endgerät des Fahrzeugs ein mobiles Endgerät in dem Fahrzeug ist.
  13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Kontextbedingung, dass sich das Fahrzeug sich in einem verkehrsberuhigten Gebiet befindet, umfasst, dass sich das Fahrzeug in einem verkehrsberuhigten Gebiet in Form einer Ortschaft und/oder einer Spielstraße befindet.
  14. Fahrzeug umfassend ein erstes mobiles Endgerät, das derart eingerichtet ist, dass das Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche durchführbar ist.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kommunikation zwischen mobilen Endgeräten sowie entsprechende mobile Endgeräte bzw. ein Fahrzeug mit einem solchen mobilen Endgerät. Es ist bekannt, dass Mobiltelefone Applikationen wie eine GPS-Navigation oder einen (magnetischen) Kompass bereitstellen. Dazu weisen die Mobiltelefone entsprechende Sensoren auf. Auch gibt es Mobiltelefone, die weitere Sensoren, z.B. Lage- oder Drehsensoren, umfassen. Mobiltelefone oder andere mobile Endgeräte (z.B. sogenannte Smartphones) verfügen oft über mehrere Kommunikationsschnittstellen (z.B. Infrarot-, Bluetooth-, WLAN-, GSM-, und/oder UMTS-Schnittstelle). DE 10 2008 035 942 A1 offenbart eine Erkennung eines anderen Verkehrsteilnehmers, indem die Radarwellen eines Radarsensors zur Aktivierung eines Senders, den der andere Verkehrsteilnehmer mit sich trägt, verwendet werden. Der Sender des anderen Verkehrsteilnehmers sendet ein Rücksignal an das Fahrzeug, welches den Verkehrsteilnehmer eindeutig identifiziert und zusätzlich Metainformationen über den Verkehrsteilnehmer enthält. DE 103 34 203 A1 offenbart ein interaktives Verkehrsabwicklungsverfahren, bei welchem die Standort- und Bewegungsdaten verschiedener Verkehrsteilnehmer zum Zweck der Unfallverhinderung miteinander koordiniert werden. Um hierbei die Prävention von Verkehrsunfällen erheblich zu verbessern, ist vorgeschlagen, dass zumindest innerhalb einer einstellbaren Reichweite zueinander mindestens zwei Verkehrsteilnehmer über die aktuelle Bewegung des jeweils anderen automatisch gegenseitig in direkter Interkommunikation informiert werden. DE 103 52 952 A1 offenbart eine Einrichtung zur Erfassung eines sich bewegenden oder nicht bewegenden, mit wenigstens einer Markierung versehenen Objekts mittels einer in einem Kraftfahrzeug angeordneten Erfassungseinrichtung, wobei die Markierung ein ein Funksignal gebendes Sendemittel und die Erfassungseinrichtung ein dieses Signal erfassendes Empfangsmittel aufweist, das mit einer das Signal auswertenden Verarbeitungseinrichtung kommuniziert, über die in Abhängigkeit des Informationsgehalts des Signals ein oder mehrere fahrzeugseitige Drittgegenstände ansteuerbar sind. DE 102 53 192 A1 offenbart ein mobiles Kollisionswarnsystem, welches zum Beispiel von Kraftfahrzeugen, Fußgängern und/oder Radfahrern mitgeführt werden kann. Das Kollisionswarnsystem enthält eine Positionsbestimmungseinheit wie zum Beispiel einen GPS-Empfänger und sendet über einen Sender fortlaufend die aktuelle räumliche Position aus. Analog kann es mittels eines Empfängers die in ähnlicher Weise von anderen Kollisionswarnsystemen ausgesendeten Positionsinformationen empfangen. Auf der Basis der Positionsinformationen wird in einer Steuereinheit die Gefahr einer Kollision vorherberechnet. Einer drohenden Kollision kann dabei mit verschiedenen Maßnahmen begegnet werden, insbesondere mit der Ausgabe einer visuellen und/oder akustischen Warnung auf einer Anzeige oder mit der Aktivierung eines Aktuators, der in die Steuerung des Fahrzeuges eingreift. Weiterhin ist es möglich, in einem Fahrtenschreiber die verarbeiteten Informationen zu dokumentieren. DE 10 2008 060 231 A1 offenbart eine C2X-Kommunikation wird über WLAN effizient ermöglicht durch Vorrichtungen und ein Verfahren zum Filtern von über eine WLAN-Verbindung von einem Empfänger seitens eines Fahrzeugs empfangenen Daten-Frames, wobei anhand eines in einem empfangenen Daten-Frame angegebenen Frame-Typs entschieden wird, an welche Einrichtung Daten des Daten-Frames übertragen werden. Die C2X-Kommunikation kann zur Fußgängererkennung eingesetzt werden. Auch können mehrere Übertragungswege und/oder UDP eingesetzt werden. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein mobiles Endgerät zur Verbesserung der Verkehrssicherheit einzusetzen. Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich auch aus den abhängigen Ansprüchen. Zur Lösung der Aufgabe wird ein Verfahren zur Kommunikation zwischen einem ersten und einem zweiten mobilen Endgerät angegeben, bei dem- das erste mobile Endgerät ein mobiles Endgerät eines Fahrzeugs ist;- das zweite mobile Endgerät ein Mobiltelefon ist;- das erste mobile Endgerät ein Signal, das von dem zweiten mobilen Endgerät übertragen wird, empfängt, wenn es in die Nähe des zweiten Endgeräts kommt;- abhängig von dem empfangenen Signal von dem Fahrzeug eine vorgegebene Aktion durchgeführt wird,- auf dem zweiten mobilen Endgerät eine Clientapplikation abläuft, die das Signal insbesondere als eine Broadcastnachricht an erste mobile Endgeräte in der Umgebung versendet,- das Fahrzeug eine Steuereinheit aufweist, auf der eine Hostapplikation abläuft, die abhängig von dem empfangenen Signal die vorgegebene Aktion durchführt,- zwischen dem ersten mobilen Endgerät und dem zweiten mobilen Endgerät infolge des empfangenen Signals eine Kommunikationsverbindung aufgebaut wird und- die Hostapplikation so konfiguriert ist, so dass eine Ge