DE-102011051699-B4 - Kraftfahrzeug
Abstract
Kraftfahrzeug mit einem im Bereich einer A-Säule in Fahrzeugquerrichtung verlaufenden Strukturquerträger (1) einer Karosserie, an welchem ein Knieairbag (2) über zwei Befestigungsstellen (3) brückenartig befestigt ist, wobei der Strukturquerträger (1) an jeder Befestigungsstelle (3) eine Einschrauböffnung (4) und ein Hakenelement (5) aufweist, wogegen der Knieairbag (2) an jeder Befestigungsstelle (3) eine zur Einschrauböffnung (4) am Strukturquerträger (1) fluchtende erste Öffnung (6) sowie eine zweite Öffnung (7) aufweist, in welcher das strukturquerträgerseitige Hakenelement (5) eingreifen kann, oder umgekehrt, dadurch gekennzeichnet, dass die knieairbagseitige Befestigungsstelle (3) an einem Flansch (10) angeordnet ist, der in einen brückenartigen Träger (9) übergeht und dass der Träger (9) eine Masseanbindung (12) aufweist, die einen integralen Bestandteil des Trägers (9) bildet.
Inventors
- Thomas Rost
- Florian Rückert
- Herbert Boegge
Assignees
- DR. ING. H.C. F. PORSCHE AKTIENGESELLSCHAFT
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20110708
Claims (8)
- Kraftfahrzeug mit einem im Bereich einer A-Säule in Fahrzeugquerrichtung verlaufenden Strukturquerträger (1) einer Karosserie, an welchem ein Knieairbag (2) über zwei Befestigungsstellen (3) brückenartig befestigt ist, wobei der Strukturquerträger (1) an jeder Befestigungsstelle (3) eine Einschrauböffnung (4) und ein Hakenelement (5) aufweist, wogegen der Knieairbag (2) an jeder Befestigungsstelle (3) eine zur Einschrauböffnung (4) am Strukturquerträger (1) fluchtende erste Öffnung (6) sowie eine zweite Öffnung (7) aufweist, in welcher das strukturquerträgerseitige Hakenelement (5) eingreifen kann, oder umgekehrt, dadurch gekennzeichnet , dass die knieairbagseitige Befestigungsstelle (3) an einem Flansch (10) angeordnet ist, der in einen brückenartigen Träger (9) übergeht und dass der Träger (9) eine Masseanbindung (12) aufweist, die einen integralen Bestandteil des Trägers (9) bildet.
- Kraftfahrzeug nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass der Strukturquerträger (1) als Gussbauteil oder als Leichtmetallgussbauteil ausgebildet ist.
- Kraftfahrzeug nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass der Knieairbag (2) ein Gehäuse (11) aufweist, welches mit dem Träger (9) verbunden ist.
- Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , dadurch gekennzeichnet , dass der Träger (9) aus einem elektrisch leitenden Werkstoff, ausgebildet ist.
- Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , dadurch gekennzeichnet , dass der Träger (9) eine Masseanbindung (12) aufweist.
- Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5 , dadurch gekennzeichnet , dass der Träger (9) eine Anlagefläche (13) aufweist, die bei am Strukturquerträger (1) montiertem Knieairbag (2) an einer zugehörigen Anlagefläche (13') des Strukturquerträgers (1) anliegt und dadurch eine Verdrehsicherung bildet.
- Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6 , dadurch gekennzeichnet , dass an den Flanschen (10) Versteifungssicken (14) vorgesehen sind.
- Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7 , dadurch gekennzeichnet , dass im Gehäuse (11) des Knieairbags (2) ein Luftsack (15) angeordnet ist, wobei zwischen dem Luftsack (15) und der Masseanbindung (12) eine Schutzfolie (16) vorgesehen ist.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug mit einem im Bereich einer A-Säule in Fahrzeugquerrichtung verlaufenden Strukturträger, an welchem ein Knieairbag über zwei Befestigungsstellen brückenartig befestigt ist, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Aus der DE 10 2005 004 452 A1 ist ein gattungsgemäßes Kraftfahrzeug mit einem im Bereich einer A-Säule in Fahrzeugquerrichtung verlaufenden Strukturquerträger einer Karosserie bekannt, an welchem ein Knieairbag über zwei Befestigungsstellen brückenartig befestigt ist. Aus der DE 10 2004 006 845 A1 und der US 2010/ 0 096 840 A1 sind weitere Kraftfahrzeuge bekannt. Aus der DE 103 13 730 A1 ist ein Kraftfahrzeug bekannt, bei welchem ein Knieairbag auf einer Fahrerseite unterhalb einer Armaturentafel befestigt ist. Der Knieairbag umfasst dabei ein mindestens einen Airbag aufnehmendes Gehäuse, das an einem Strukturquerträger der Fahrzeugkarosserie unterhalb eines Halters einer Lenksäule brückenartig festgelegt ist. Hierdurch soll eine bessere Befestigung des Knieairbags erreicht werden. Aus der US 7 878 532 B2 ist ein weiteres Kraftfahrzeug mit einem Knieairbag bekannt. In modernen Kraftfahrzeugen werden Airbags nicht nur wie bisher üblich im Bereich einer Armaturentafel oder eines Lenkrades verbaut, sondern zunehmend auch im Bereich der Seitentüren oder als Knieairbag. Knieairbags befinden sich im unteren Teile einer Armaturentafel und sollen sowohl ein Aufschlagen der Schienbeine auf die Armaturentafel als auch das Durchrutschen unter dem Sicherheitsgurt zuverlässig verhindern. Knieairbags sind dabei üblicherweise nur auf der Fahrerseite eingebaut, als Zusatzausstattung jedoch auch für die Beifahrerseite erhältlich. Schwierigkeiten bei Knieairbags bestehen insbesondere in deren Montage, was bisher einen vergleichsweise hohen Aufwand erfordert. Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich daher mit dem Problem, für ein Kraftfahrzeug der gattungsgemäßen Art eine verbesserte oder zumindest eine alternative Ausführungsform anzugeben, die sich insbesondere durch einen leicht zu montierenden Knieairbag auszeichnet. Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche. Die vorliegende Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, eine Montagehilfe zur erleichterten Montage eines Knieairbags an einem Strukturquerträger anzugeben. Diese Montagehilfe ist in der Art von Hakenelementen ausgebildet, mittels welchen der Knieairbag zur Montage zunächst eingehängt und erst in einem weiteren Arbeitsschritt festgeschraubt wird, so dass ein aufwändiges Halten während des eigentlichen Schraubvorgangs entfällt und sich die Montage dadurch erheblich erleichtert. Das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug weist einen im Bereich einer A-Säule in Fahrzeugquerrichtung verlaufenden Strukturquerträger einer Karosserie auf, an welchem der Knieairbag über zwei Befestigungsstellen brückenartig befestigt ist. Erfindungsgemäß weist dabei der Strukturquerträger an jeder Befestigungsstelle eine Einschrauböffnung sowie ein Hakenelement auf, wogegen der Knieairbag an jeder Befestigungsstelle eine zur Einschrauböffnung am Strukturquerträger fluchtende erste Öffnung sowie eine zweite Öffnung aufweist, wobei in der zweiten Öffnung das strukturträgerseitige Hakenelement eingehängt werden kann. Denkbar ist selbstverständlich auch, dass das Hakenelement nicht am Strukturquerträger, sondern am Knieairbag angeordnet und die zweite Öffnung in diesem Fall am Strukturquerträger vorgesehen wird. Durch die erfindungsgemäße Ausbildung lässt sich nicht nur die Montage des Knieairbags deutlich vereinfachen, sondern zudem kann auch eine Reduzierung einer Knieairbaganbindung auf maximal zwei Befestigungsstellen bzw. zwei Befestigungspunkte inkl. einer Montagevorfixierung erreichen. Die bisher erforderlichen, weiteren Schrauben zur Festlegung des Knieairbags am Strukturquerträger können durch das erfindungsgemäß vorgesehene Hakenelement entfallen, das im Zusammenwirken mit einer entsprechenden Schraube eine leichte und zugleich sichere Fixierung des Knieairbags am Strukturquerträger erlaubt. Erfindungsgemäß ist die knieairbagseitige Befestigungsstelle an einem Flansch angeordnet, der in einen brückenartigen Träger übergeht, der wiederum eine Masseanbindung aufweist, die einen integralen Bestandteil des Trägers bildet. Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung, ist der Strukturquerträger als Gussbauteil, insbesondere als Leichmetallgussbauteil, ausgebildet. Bei einer derartigen Ausführungsform kann auch das daran angeordnete Hakenelement in der Gießform vorgesehen werden, so dass das Hakenelement zusammen mit dem Strukturquerträger in einem einzigen Arbeitsschritt und dadurch nahezu ohne Mehrkosten herstellbar ist. Zweckmäßig ist die knieairbagseitige Befestigungsstelle an einem Flansch angeordnet, der zugleich einen brückenartigen Träger bildet, wobei dieser Träger eine Anlageflä