DE-102011075016-B4 - Vorrichtung und Verfahren zum Herstellen von Anzündern für ein Kamin- oder Grillfeuer oder zum Anzünden von Festbrennstofföfen
Abstract
Vorrichtung zum Herstellen von Anzündern für ein Kamin- oder Grillfeuer oder zum Anzünden von Festbrennstofföfen, aufweisend: eine als Hobel- /Schneide- oder Schälmesser (8) ausgebildete erste Schneideinrichtung (2), zum Schneiden wenigstens eines Holzblattes (10) von/aus einem Holzrohling (4); eine als Kammmesser (22), Nadelbrett oder mehrere Messerräder ausgebildete zweite Schneideinrichtung (12) zum Schneiden wenigstens eines Holzblattes (10) in im Wesentlichen gleichlange Holzfäden (16); eine Zusammenfass- und Verdrilleinrichtung (32) zum Zusammenfassen und Verdrillen einer Menge von Holzfäden (16) zu einem verdrillten Strang aus Holzfäden (42); eine Einrichtung (40) zum wenigstens teilweisen Ausfüllen von Zwischenräumen zwischen Holzfäden (16) des Holzfäden-Strangs (42) mit einem Wachs-/Paraffinmaterial, insbesondere Wachs-/Paraffinmaterial-Bad (44) oder Wachs-/Paraffin-Besprüheinrichtung; und eine Ablängeinrichtung (50) zum Ablängen der Holzfäden-Stränge (48) in gleichlange, im Wesentlichen zylindrische Anzünder mit jeweils einer Vielzahl von Holzfäden (16), die sich von einer Stirnseite des Holzfäden-Strangs (48) bis zu der gegenüberliegenden Stirnseite des Holzfäden-Strangs (48) erstrecken.
Inventors
- Thomas Dunkel
Assignees
- SCHERDEL INNOTEC FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGS-GMBH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20110429
Claims (13)
- Vorrichtung zum Herstellen von Anzündern für ein Kamin- oder Grillfeuer oder zum Anzünden von Festbrennstofföfen, aufweisend: eine als Hobel- /Schneide- oder Schälmesser (8) ausgebildete erste Schneideinrichtung (2), zum Schneiden wenigstens eines Holzblattes (10) von/aus einem Holzrohling (4); eine als Kammmesser (22), Nadelbrett oder mehrere Messerräder ausgebildete zweite Schneideinrichtung (12) zum Schneiden wenigstens eines Holzblattes (10) in im Wesentlichen gleichlange Holzfäden (16); eine Zusammenfass- und Verdrilleinrichtung (32) zum Zusammenfassen und Verdrillen einer Menge von Holzfäden (16) zu einem verdrillten Strang aus Holzfäden (42); eine Einrichtung (40) zum wenigstens teilweisen Ausfüllen von Zwischenräumen zwischen Holzfäden (16) des Holzfäden-Strangs (42) mit einem Wachs-/Paraffinmaterial, insbesondere Wachs-/Paraffinmaterial-Bad (44) oder Wachs-/Paraffin-Besprüheinrichtung; und eine Ablängeinrichtung (50) zum Ablängen der Holzfäden-Stränge (48) in gleichlange, im Wesentlichen zylindrische Anzünder mit jeweils einer Vielzahl von Holzfäden (16), die sich von einer Stirnseite des Holzfäden-Strangs (48) bis zu der gegenüberliegenden Stirnseite des Holzfäden-Strangs (48) erstrecken.
- Vorrichtung nach Anspruch 1 , weiterhin umfassend eine Aufdreheinrichtung (46) zum Aufdrehen des mit Wachsmaterial versehenen Holzfäden-Strangs (42), insbesondere durch Aufdrehen der Enden des Strangs (42) entgegen der Verdrillrichtung der Holzfäden (16);
- Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 , weiterhin umfassend einen Tisch (6) zur Positionierung der Holzrohlinge (4) darauf, wobei der Tisch (6) und die erste Schneideinrichtung (2) relativ zueinander bewegbar sind.
- Vorrichtung nach Anspruch 1 , 2 oder 3 , wobei die zweite Schneideinrichtung (12) dafür ausgelegt ist, mehrere übereinandergelegte Holzblätter (10) in im Wesentlichen gleichlange Holzfäden (16) zu schneiden.
- Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin umfassend einen Speicher-/Ablagebereich für die geschnittenen Holzfäden (16).
- Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin umfassend einen Abkühlbereich zum Abkühlenlassen des Holzfäden-Strangs (42) nach dem Wachs-/Paraffinmaterial-Bad (44).
- Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin umfassend Fördermittel zwischen der ersten und zweiten Schneideinrichtung (2, 12) und/oder zwischen den Schneideinrichtungen (2, 12) und der Zusammenfass- und Verdrilleinrichtung (32) und/oder zwischen der Zusammenfass- und Verdrilleinrichtung (32) und der Einrichtung (40) zum Ausfüllen von Zwischenräumen und/oder zwischen der Einrichtung (40) zum Ausfüllen von Zwischenräumen und einer Aufdreheinrichtung (46) und/oder zwischen einer Aufdreheinrichtung (46) und der Ablängeinrichtung (50; 54) und/oder zwischen einer Aufdreheinrichtung (46) und dem Abkühlbereich und/oder zwischen dem Abkühlbereich und der Ablängeinrichtung (50, 54).
- Verfahren zum Herstellen von Anzündern für ein Kamin- oder Grillfeuer oder zum Anzünden von Festbrennstofföfen, aufweisend die folgenden Schritte: Schneiden eines Holzrohlings (4) in im Wesentlichen gleichlange Holzfäden (16), indem zunächst mittels einer als Hobel- /Schneide- oder Schälmesser (8) ausgebildeten ersten Schneideinrichtung (2) Holzblätter (10) von/aus einem Holzrohling (4) geschnitten werden und diese mittels einer als Kammmesser (22), Nadelbrett oder mehrere Messerräder ausgebildeten zweiten Schneideinrichtung (12) in im Wesentlichen gleichlange Holzfäden (16) geschnitten werden; Bilden wenigstens eines Strangs (42) aus den Holzfäden (16) durch Zusammenfassen und Verdrillen einer Menge von Holzfäden (16); Wenigstens teilweises Ausfüllen von Zwischenräumen zwischen Holzfäden (16) des Holzfäden-Strangs (42) mit einem Wachs-/Paraffinmaterial, insbesondere durch Eintauchen des Holzfäden-Strangs in ein Bad (44) mit einem heißen Wachs-/Paraffinmaterial oder durch Besprühen des Holzfäden-Strangs mit Wachs-/Paraffinmaterial in einer Wachs-/Paraffin-Besprüheinrichtung; und Ablängen der Holzfäden-Stränge (42) in gleichlange, im Wesentlichen zylindrische Anzünder mit jeweils einer Vielzahl von Holzfäden (16), die sich von einer Stirnseite des Holzfäden-Strangs (48) bis zu der gegenüberliegenden Stirnseite des Holzfäden-Strangs (48) erstrecken.
- Verfahren nach Anspruch 8 , wobei nach dem Schritt des Ausfüllens von Zwischenräumen zwischen Holzfäden (16) des Holzfäden-Strangs (42) ein zumindest teilweises Aufdrehen des mit Wachs-/Paraffinmaterial versehenen Holzfäden-Strangs (42) entgegen der Verdrillrichtung der Holzfäden erfolgt.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 9 , wobei mehrere Holzblätter (10), insbesondere mehrere übereinander gelegte Holzblätter (10) in im Wesentlichen gleichlange Holzfäden (16) geschnitten werden.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10 , wobei die Holzfäden (16) in einem Speicher-/Ablagebereich abgelegt werden.
- Verfahren nach Anspruch 11 , wobei für den Schritt des Bildens eines Holzfäden-Strangs (34) die zu verdrillende Teilmenge der Holzfäden (16) aus dem Speicher-/ Ablagebereich entnommen wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12 , wobei nach dem wenigstens teilweisen Ausfüllen von Zwischenräumen zwischen den Holzfäden (16) des Holzfäden-Strangs (42) mit einem Wachs-/Paraffinmaterial und insbesondere nach dem Aufdrehen des Holzfäden-Strangs (42) ein Schritt des Abkühlenlassens erfolgt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Herstellen von Anzündern für ein Kamin- oder Grillfeuer oder zum Anzünden von Festbrennstofföfen. Bekannte Anzünder aus Holzwolle für ein Kamin- oder Grillfeuer, werden üblicherweise aus Holzwolle in Form von Holzwolleballen hergestellt. Die DE 102 27 750 A1 offenbart z.B. eine Anzündhilfe zum Anzünden von festen Brennstoffen, wie Holz oder Holzkohle, insbesondere für die Anwendung in Feuerstätten für feste Brennstoffe, wie Kamin, Kaminofen, Kachelofen jeder Bauart und Holzkohlegrillgeräte, die als ein mit Paraffin getränkter naturbelassener Holzwolle-Seilabschnitt mit einer definierten Restfeuchte ausgebildet ist, wobei das Paraffin einen festen, wachsartigen Paraffin kern bildet. In solchen Holzwolleballen besitzen die einzelnen Holzfäden der Holzwolle unterschiedliche Längen und sind chaotisch miteinander verworren. Bei der Weiterverarbeitung dieser Holzwolleballen zur Herstellung der Anzünder sowie bei der Handhabung solcher Anzünder aus Holzwolle entsteht ein erheblicher Ausschuss an Holzfäden. Des Weiteren sind bekannte Herstellungsverfahren von Anzündern aus Holzwolle aufwendig, kostenintensiv und lassen sich nicht oder nur teilweise automatisieren. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur kostengünstigen, einfachen und automatisierbaren Herstellung von Anzündern für ein Kamin- oder Grillfeuer oder zum Anzünden von Festbrennstofföfen anzugeben. Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß des unabhängigen Patentanspruchs 1 und durch ein Verfahren zum Herstellen von Anzündern für ein Kamin- oder Grillfeuer oder zum Anzünden von Festbrennstofföfen mit den Merkmalen des unabhängigen Verfahrensanspruchs 8 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen. Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Herstellen von Anzündern für ein Kamin- oder Grillfeuer oder zum Anzünden von Festbrennstofföfen umfasst eine erste Schneideeinrichtung, ausgebildet als ein Hobel oder ein Schneide-/Schälmesser, zum Schneiden wenigstens eines Holzblattes von/aus einem Holzrohling. Des Weiteren umfasst die Vorrichtung eine zweite Schneideeinrichtung, ausgebildet als ein Messerkamm, ein Nadelbrett oder mehrere Messerräder, zum Schneiden wenigstens eines Holzblattes in im Wesentlichen gleichlange Holzfäden. Außerdem weist die Vorrichtung eine Zusammenfass- und Verdrilleinrichtung zum Zusammenfassen und Verdrillen einer Menge von Holzfäden zu einem verdrillten Strang aus Holzfäden sowie eine Einrichtung zum wenigstens teilweisen Ausfüllen von Zwischenräumen zwischen Holzfäden des Holzfäden-Strangs mit einem Wachs-/Paraffinmaterial, insbesondere ein Wachs-/Paraffinmaterialbad oder Wachs-/Paraffin-Besprüheinrichtung, auf. Darüber hinaus beinhaltet die Vorrichtung eine Ablängeinrichtung zum Ablängen der Holzfäden-Stränge in gleich lange, im Wesentlichen zylindrische Anzünder mit jeweils einer Vielzahl von Holzfäden, die sich von einer Stirnseite des Holzfäden-Strangs bis zu der gegenüberliegenden Stirnseite des Holzfäden-Strangs erstrecken. In einer derartigen Vorrichtung werden durch eine erste Schneideeinrichtung Holzblätter von einem Holzrohling abgeschnitten, wobei es sich bei dem Holzrohling beispielsweise um ein Kantholz handeln kann. Die abgeschnittenen Holzblätter weisen eine sehr geringe Dicke von in etwa 0,5 bis 2 mm auf und werden über die gesamte Oberfläche des Holzrohlings abgeschnitten, so dass jedes der Holzblätter'in etwa die gleichen Maße aufweist. Um zu verhindern, dass sich die Holzblätter nach dem Abschneiden von dem Holzrohling aufrollen, ist es denkbar, mehrere Schneidemesser der ersten Schneideeinrichtung parallel, in einem sehr geringen Abstand zueinander anzuordnen und so mehrere Holzblätter gleichzeitig von einem Holzrohling abzuschneiden. Dadurch liegen die abgeschnittenen Holzblätter sehr eng aneinander und ein Aufrollen der Holzblätter wird verhindert. Des Weiteren kann durch eine solche erste Schneideeinrichtung die Herstellung der Holzblätter beschleunigt werden, da mehrere Holzblätter gleichzeitig abgeschnitten werden. Mit der zweiten Schneideeinrichtung wird das von der ersten Schneideeinrichtung abgeschnittene Holzblatt, mit Hilfe eines Messerkamms, eines Nadelbretts oder mehrerer Messerräder, in gleichlange Holzfäden geschnitten. Im Unterschied zu herkömmlicher Holzwolle, wie sie zum Herstellen von Anzündern für Kamin- oder Grillfeuer oder zum Anzünden von Festbrennstofföfen üblicherweise verwendet wird, besitzen die durch die zweite Schneideeinrichtung hergestellten Holzfäden alle die gleiche Länge und Dicke und sind in die gleiche Richtung ausgerichtet. Diese so hergestellten Holzfäden müssen nicht in einem zusätzlichen Schritt, beispielsweise durch Kämmen, ausgerichtet werden, der somit erfindungsgemäß eingespart werden kann. Beim Kämmen der Holzfäden werden diese teilweise beschädigt und reißen ab, wodurch ein erheblicher Ausschuss an Holzfäden entsteht. Die mit Hilfe