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DE-102012005785-B4 - Color Booster beim Auftragswechsel

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Abstract

Verfahren zur Steuerung der Farbmenge in einem zonalen Farbwerk einer Druckmaschine (1) mit einem Steuerungsrechner, wobei zeitweise die Einspeisung der Farbmenge im Vergleich zum normalen Bedarf während des Druckbetriebs erhöht wird, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Steuerungsrechners Färbungsdifferenzen zwischen zwei aufeinanderfolgenden Druckaufträgen berechnet werden und die Färbungsdifferenzen durch zweitweise Veränderung der Einspeisung der Farbmenge zwischen den beiden Druckaufträgen ausgeregelt werden.

Inventors

  • Nikolaus Pfeiffer
  • Peter Elter

Assignees

  • HEIDELBERGER DRUCKMASCHINEN INTELLECTUAL PROPERTY AG & CO. KG

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20120321
Priority Date
20110428

Claims (8)

  1. Verfahren zur Steuerung der Farbmenge in einem zonalen Farbwerk einer Druckmaschine (1) mit einem Steuerungsrechner, wobei zeitweise die Einspeisung der Farbmenge im Vergleich zum normalen Bedarf während des Druckbetriebs erhöht wird, dadurch gekennzeichnet , dass mittels des Steuerungsrechners Färbungsdifferenzen zwischen zwei aufeinanderfolgenden Druckaufträgen berechnet werden und die Färbungsdifferenzen durch zweitweise Veränderung der Einspeisung der Farbmenge zwischen den beiden Druckaufträgen ausgeregelt werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die Veränderung der Einspeisung der Farbmenge bei zu wenig Farbe zu Beginn des zweiten Druckauftrags vorgenommen wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass die Veränderung der Einspeisung der Farbmenge bei zu viel Farbe zum Ende des ersten Druckauftrags vorgenommen wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet , dass bei der Entfernung sehr großer Farbmengen bei Druckbeginn des zweiten Druckauftrags für eine kurze Zeitspanne die Feuchtmittelzufuhr durch den Steuerungsrechner abgeschaltet und nach Ablauf der Zeitspanne die Feuchtmittelzufuhr wieder zugeschaltet wird.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Steuerungsrechner das passende Verfahren auf Basis des Vergleichs der Druckbilder des ersten und des zweiten Druckauftrags auswählt.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Steuerungsrechner beim Druckauftragswechsel zwischen dem ersten und zweiten Druckauftrag bei einem kleineren Bedruckstoffformat beim zweiten Druckauftrag als beim ersten Druckauftrag die beim zweiten Druckauftrag nicht mehr druckenden Bereiche berücksichtigt.
  7. Verfahren nach Anspruch 6 , dadurch gekennzeichnet , dass der Farbüberschuss bei der Formatverkleinerung über die seitliche Verreibung der Verreiberwalzen im Farbwerk der Druckmaschine (1) und eine überhöhte Farbabgabe an die letzten druckenden Randzonen ausgeglichen wird.
  8. Verfahren nach Anspruch 7 , dadurch gekennzeichnet , dass die nicht druckenden Farbzonen ihre überschüssige Farbe an die druckenden Randzonen abgeben.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung der Farbmenge in einem zonalen Farbwerk einer Druckmaschine mit einem Steuerungsrechner, wobei zeitweise die Einspeisung der Farbmenge im Vergleich zum normalen Bedarf während des Druckbetriebs erhöht wird. Ein derartiges Verfahren zum Steuern der Farbmenge in einer Druckmaschine ist aus der Offenlegungsschrift DE 100 56 247 A1 bekannt. Es geht dabei um ein Verfahren zum Steuern der Farbmenge in verschiedenen Farbzonen im Farbwerk einer Druckmaschine, bei dem in den verschiedenen Farbzonen die Farbmenge schnell eingestellt wird, wobei auch die benachbarten Farbzonen möglichst schnell ihre stationäre Farbmenge erreichen. Dies geschieht dadurch, dass in den verschiedenen Farbzonen der Druckmaschine die Sollwerte der Farbmenge für jede Farbzone zeitabhängig vorgegeben werden, dass jedem Sollwert der Farbmenge ein Wert des von einer Farbquelle für die Farbzone abgegebenen Farbmengenstroms entspricht und dass, wenn für eine Zone der Sollwert konstant bleibt, eine konstante Farbmenge in dieser Zone durch Abgegeben des dem Sollwert entsprechenden Farbmengenstroms aus der Farbquelle aufrecht erhalten wird und im Falle der Änderung des Sollwerts für eine gegebene Zone von einem ersten auf einen zweiten Wert die Farbmenge in dieser Farbzone verändert wird, indem ein Korrekturfarbmengenstrom festgelegt wird, welcher für ein Übergangszeitintervall auf die Summe aus Korrekturfarbmengenstrom und dem zweiten Sollwert eingestellt wird. Dies führt dazu, dass kurzzeitig eine erhöhte Farbmenge in das Farbwerk eingespeist wird, wenn im Betrieb der Druckmaschine die Sollwerte für die Farbmenge geändert werden. Dieses Einspeisen einer erhöhten Farbmenge wird auch als „Color Booster“ bezeichnet. Dieses Verfahren eignet sich jedoch nur dazu, Veränderungen der Einstellungen im Druckbetrieb während eines Druckauftrags zu beschleunigen, um die Übergangszeit und damit auch gegebenenfalls Makulatur zu vermindern. Aus der Offenlegungsschrift DE 41 28 537 A1 ist ein Verfahren zum Einstellen eines Fortdruckfarbprofils in einer Offsetdruckmaschine mit zonalem Farbwerk bekannt. Dabei wird zunächst im Farbwerk ein zu einem gewünschten Farbprofil inverses Farbprofil eingestellt und dann dieses inverse Farbprofil dem tatsächlich gewünschten Farbprofil angepasst. Inverses Farbprofil meint in diesem Zusammenhang, dass ein gegenüber dem gewünschten Fortdruckfarbprofil über- bzw. unterdimensioniertes Farbprofil erzeugt wird. Dieses Verfahren dient zum schnellen Erreichen des optimalen Fortdruckzustands und findet Anwendung zu Druckbeginn nach Unterbrechung des Druckprozesses. Die Offenlegungsschrift DE 197 39 283 A1 zeigt ein Verfahren zum Erreichen des Fortdruckzustands in einer Rollenrotationsdruckmaschine, bei dem bei der Farbwerkseinstellung Farbzonenmesser kurzzeitig entsprechend dem zu druckenden Sujet geöffnet werden, wobei sie übersteuert werden und wobei vorzugsweise diejenigen Farbzonen, in denen nur sehr wenig Druckfarbe benötigt wird, mit einer ausgeprägteren Abweichung von der endgültigen Farbzoneneinstellung übersteuert werden als diejenigen Farbzonen, in denen viel Druckfarbe benötigt wird. Aus der Patentschrift DE 197 27 387 C1 ist ein Verfahren zur Steuerung der Farbzufuhr bei Druckmaschinen bekannt, bei welchen in nebeneinanderliegenden Dosierzonen auf einer Farbkastenwalze entsprechend dem Farbbedarf der Druckform Schichtdicken mit vorgegebenen Werten eingestellt werden, wobei in den Dosierzonen außerhalb des Druckformats keine Farbzufuhr erfolgt. Dabei ist vorgesehen, dass zur Erzeugung eines Farbfilms auf der Heberwalze im Bereich außerhalb des Druckformats auf der Farbkastenwalze in wenigstens einer Dosierzone zumindest zeitweise eine von Null verschiedene Farbschichtdicke eingestellt wird. Es ist nun Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Steuerung der Farbmenge in einem zonalen Farbwerk einer Druckmaschine mit einem Steuerungsrechner zu schaffen, welches auch beim Druckauftragswechsel zwischen zwei Druckaufträgen ein schnelleres Erreichen der benötigten Farbmenge erlaubt. Aus den Patenten US 7,515,267 und US 7,884,926 B2 sind weitere Verfahren zur Steuerung der Farbgebung in einer Druckmaschine bekannt. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Patentanspruch 1 gelöst, vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen und den Zeichnungen zu entnehmen. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist der Steuerungsrechner so programmiert, dass er zunächst Färbungsdifferenzen zwischen zwei aufeinanderfolgenden Druckaufträgen anhand der Drucksujets der beiden Druckaufträge berechnet und diese Färbungsdifferenzen durch zweiweise Erhöhung der Einspeisung der Farbmenge zwischen den beiden Druckaufträgen ausregelt. Dies bedeutet, dass zwischen den beiden Druckaufträgen zusätzlich benötigte Farbe schneller eingespeist und überschüssige Farbe schneller abgebaut wird. In einer ersten Ausgestaltung der Erfindung ist dabei vorgesehen, dass die Erhöhun