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DE-102012025840-B4 - Greifeinrichtung zum Greifen eines Mündungsinnenbereichs eines Kunststoffbehältnisses

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Abstract

Greifeinrichtung (1; 101) zum Greifen eines Mündungsinnenbereichs (10) eines Kunststoffbehältnisses (11), insbesondere eines Vorformlings (12) eines solchen Kunststoffbehältnisses (11), mit einer eine axiale Eingreiftiefe (15) aufweisenden Greifkopfeinheit (2) zum zumindest teilweise axialen Einführen in den Mündungsinnenbereich (10), wobei die Greifkopfeinheit (2) Greifelemente (3, 4, 5, 6) umfasst, welche zum Greifen des Mündungsinnenbereichs (10) radial (9) nach außen gegen eine Innenfläche des Mündungsinnenbereichs (10) ausrückbar an der Greifeinrichtung (1; 101) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifeinrichtung (1) ein Querstiftelement (40) aufweist, welches im Betriebszustand der Greifeinrichtung (1) zum Befestigen der Greifeinrichtung (1) an einer Transportvorrichtung dient und sich das Querstiftelement (40) im oberen Drittel (37) einer Trägerhülse (31) befindet.

Inventors

  • Norbert Kindl

Assignees

  • KRONES AKTIENGESELLSCHAFT

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20120711

Claims (8)

  1. Greifeinrichtung (1; 101) zum Greifen eines Mündungsinnenbereichs (10) eines Kunststoffbehältnisses (11), insbesondere eines Vorformlings (12) eines solchen Kunststoffbehältnisses (11), mit einer eine axiale Eingreiftiefe (15) aufweisenden Greifkopfeinheit (2) zum zumindest teilweise axialen Einführen in den Mündungsinnenbereich (10), wobei die Greifkopfeinheit (2) Greifelemente (3, 4, 5, 6) umfasst, welche zum Greifen des Mündungsinnenbereichs (10) radial (9) nach außen gegen eine Innenfläche des Mündungsinnenbereichs (10) ausrückbar an der Greifeinrichtung (1; 101) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet , dass die Greifeinrichtung (1) ein Querstiftelement (40) aufweist, welches im Betriebszustand der Greifeinrichtung (1) zum Befestigen der Greifeinrichtung (1) an einer Transportvorrichtung dient und sich das Querstiftelement (40) im oberen Drittel (37) einer Trägerhülse (31) befindet.
  2. Greifeinrichtung (1; 101) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die Greifkopfeinheit (2) in radialer Ausrückrichtung (9) der Greifelemente (3, 4, 5, 6) ein Durchmessertoleranzfeld von +/-0,9 mm aufweist, wobei die Greifelemente (3, 4, 5, 6) in Abhängigkeit einer translatorischen Betätigungsrichtung (58) entlang einer axialen Verlagerungsachse (8) radial (9) translatorisch ausrückbar gelagert angeordnet sind.
  3. Greifeinrichtung (1; 101) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass Greifeinrichtung (1) eine Betätigungseinheit (50) zum radialen Aus- bzw. Einrücken der Greifelemente (3, 4, 5, 6) aufweist.
  4. Greifeinrichtung (1; 101) nach dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet , dass die Betätigungseinheit (50) ein axial federvorgespanntes Schaltwellenelement (52) umfasst.
  5. Greifeinrichtung (1; 101) nach dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet , dass das Schaltwellenelement (52) innerhalb eines Trägerhülsenelements der Greifeinrichtung (1; 101) axial verlagerbar angeordnet ist.
  6. Greifeinrichtung (1; 101) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Greifeinrichtung (1; 101) eine Einrückeinrichtung zum radialen Einrücken der einzelnen Greifelemente (3, 4, 5, 6) aufweist.
  7. Greifeinrichtung (1; 101) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Greifeinrichtung (1; 101) einen Bajonettverschluss aufweist.
  8. Greifeinrichtung (1; 101) nach dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet , dass der Bajonettverschluss einen Radialhaltestift aufweist.

Description

Die Erfindung betrifft eine Greifeinrichtung zum Greifen eines Mündungsinnenbereichs eines Kunststoffbehältnisses, insbesondere eines Vorformlings eines solchen Kunststoffbehältnisses, mit einer eine axiale Eingreiftiefe aufweisenden Greifkopfeinheit zum zumindest teilweise axialen Einführen in den Mündungsinnenbereich, wobei die Greifkopfeinheit Greifelemente umfasst, welche zum Greifen des Mündungsinnenbereichs radial nach außen gegen eine Innenfläche des Mündungsinnenbereichs ausrückbar an der Greifeinrichtung angeordnet sind. Derartige Greifeinrichtungen sind aus dem Stand der Technik bereits gut bekannt und dienen dazu, insbesondere Vorformlinge, welche mit Hilfe von Streckblasvorrichtungen zu Kunststoffbehältnissen, wie etwa Kunststoffgetränkeflaschen, expandiert werden, zu greifen, um diese sicher innerhalb einer Herstellungsanlage händeln und transportieren zu können. Aufgrund sehr hoher Toleranzanforderungen, beispielsweise einer geringen Durchmessertoleranz von +0,05 -0,04, welche ein Vorformling insbesondere in seinem Mündungsbereich aufweisen sollte, ist es derzeit erforderlich, sehr viele Varianten dieser Greifeinrichtungen vorzuhalten. Beträgt zudem die Mündungshöhe weniger als 6 mm, ergeben sich durch diese enge Durchmessertoleranz auch Fixierungsprobleme. Insofern hängen die zu berücksichtigenden Werte hinsichtlich der Mündungshöhe und der Durchmessertoleranz untrennbar miteinander zusammen. Aus der erforderlichen sehr hohen Vielzahl an unterschiedlich gestalteten bzw. unterschiedlich großen Vorformlingen resultieren ein nachteilig hoher Herstellungsaufwand und dementsprechend teure Greifeinrichtungen. So beschreibt beispielweise die deutsche Offenlegungsschrift DE 10 2009 009 885 A1 der Anmelderin ein Greifelement zum Greifen von Kunststoffvorformlingen. Hierbei handelt es sich um einen Innengreifer, bei dem Greifelemente gegen eine Innenwandung des Kunststoffvorformlings ausgedrückt werden. Eine weitere deutsche Offenlegungsschrift DE 100 60 405 A1 beschreibt einen Innengreifer für Rohre und Bohrungen. Hierbei wird ein großer Spannbereich dadurch erzielt, dass die axiale Baulänge des Innengreifers wächst, da über ein Verfahrweg eines Druckstückes der Hubbereich von ausfahrbaren Backen vorgegeben wird. Eine noch weitere deutsche Offenlegungsschrift DE 196 18 206 A1 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Beschichtung von Glasbehältern und beschichteter Glasbehälter. Die Glasbehälter werden in einem Kühlofen auf erhöhte Temperatur gebracht und vom Kühlofenband durch Greifeinheiten einer Greifvorrichtung ergriffen. Es ist Aufgabe vorliegender Erfindung, insbesondere die vorstehend genannten Nachteile zu überwinden. Die Aufgabe der Erfindung wird nach einem ersten Aspekt der Erfindung von einer Greifeinrichtung zum Greifen eines Mündungsinnenbereichs eines Kunststoffbehältnisses, insbesondere eines Vorformlings eines solchen Kunststoffbehältnisses, mit einer eine axiale Eingreiftiefe aufweisenden Greifkopfeinheit zum zumindest teilweise axialen Einführen in den Mündungsinnenbereich gelöst, wobei die Greifkopfeinheit Greifelemente umfasst, welche zum Greifen des Mündungsinnenbereichs radial nach außen gegen eine Innenfläche des Mündungsinnenbereichs ausrückbar an der Greifeinrichtung angeordnet sind, wobei sich die Greifeinrichtung durch eine Einstelleinrichtung zum variablen Einstellen der axialen Eingreiftiefe der Greifkopfeinheit in Abhängigkeit der Mündungstiefe des Mündungsinnenbereichs auszeichnet. Mit Hilfe dieser erfindungsgemäßen Einstelleinrichtung gelingt es vorteilhafter Weise, die vorliegende Greifeinrichtung an unterschiedliche Mündungshöhen verschiedener Vorformlinge exakt anpassen zu können, ohne hierfür die Greifeinrichtung oder Bauteile hiervon austauschen zu müssen. Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung wird die vorliegende Aufgabe auch von einer Greifeinrichtung zum Greifen eines Mündungsinnenbereichs eines Kunststoffbehältnisses, insbesondere eines Vorformlings eines solchen Kunststoffbehältnisses, mit einer eine axiale Eingreiftiefe aufweisenden Greifkopfeinheit zum zumindest teilweise axialen Einführen in den Mündungsinnenbereich gelöst, wobei die Greifkopfeinheit Greifelemente umfasst, welche zum Greifen des Mündungsinnenbereichs radial nach außen gegen eine Innenfläche des Mündungsinnenbereichs ausrückbar an der Greifeinrichtung angeordnet sind, und wobei die Greifkopfeinheit in radialer Ausrückrichtung der Greifelemente ein Durchmessertoleranzfeld von +/-0,9 mm aufweist, wobei die Greifelemente in Abhängigkeit einer translatorischen Betätigungsrichtung entlang einer axialen Verlagerungsachse radial translatorisch ausrückbar gelagert angeordnet sind. Vorteilhafter Weise kann mit Hilfe der vorliegend hohen erzielbaren Durchmessertoleranz von +/-0,9 hinsichtlich des Toleranzfelds M2 bezüglich des Mündungsinnenbereichsdurchmessers eines Vorformlings eine wesentlich größere Anzahl an unterschiedlichen Vorformlinge mit einer einzigen Greifeinrichtung gehandhabt w