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DE-102013005120-B4 - Verfahren zur Bestimmung einer Beschädigung eines Fahrzeugs

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Abstract

Verfahren zur Bestimmung einer Beschädigung eines Fahrzeugs mittels einer optischen Erfassungseinheit zur dreidimensionalen Erfassung einer Oberfläche eines Fahrzeuges und einer Auswerteeinheit, verbunden mit der optischen Erfassungseinheit, mit der Daten der dreidimensional erfassten Oberfläche verarbeitbar und Raumkoordinatendaten der dreidimensional erfassten Oberfläche ermittelbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheit eine Datenbank aufweist in der Fahrzeugmodelldaten, aufweisend Fahrzeugtypendaten, Norm-Raumkoordinatendaten des Fahrzeugtyps, ein Vorgangsdatensatz, aufweisend Beschädigungsdaten, Reparaturdaten und optional Vorgangszusatzdaten, wobei die Beschädigungsdaten Fahrzeugtypendaten, Flächenkoordinatendaten der Raumkoordinatendaten eines Beschädigungsbereichs der Oberfläche eines Fahrzeugs, Verformungstiefendaten, wobei die Verformungstiefendaten die größte negative Differenz zwischen den Tiefenkoordinatendaten der Raumkoordinatendaten im Beschädigungsbereich und den in der Datenbank abgelegten Norm-Raumkoordinatendaten aufweisen, wobei die Reparaturdaten Ersatzteildaten und Arbeitszeitdaten aufweisen, und wobei die optionalen Vorgangszusatzdaten, Daten wie Reparaturkostendaten, Fahrzeughalterdaten, Laufleistungsdaten und Beschädigungsereignisdaten aufweisen können, speicherbar sind; dass in einem Zustandserfassungsvorgang die Oberfläche des Fahrzeugs in einem Beschädigungsbereich mittels der optischen Erfassungseinheit optisch dreidimensional erfasst wird, die Raumkoordinatendaten des Beschädigungsbereichs und hieraus die Flächenkoordinatendaten der Raumkoordinatendaten des Beschädigungsbereichs ermittelt werden, aus den Raumkoordinatendaten des Beschädigungsbereichs und den Norm-Raumkoordinatendaten des Beschädigungsbereichs die Verformungstiefendaten ermittelt werden und die Flächenkoordinatendaten und die zugehörigen Verformungstiefendaten als Beschädigungsdaten in einem Vorgangsdatensatz gespeichert werden; dass in einem Auswertungs- und Zuordnungsvorgang die Auswerteeinheit eine Datenbankabfrage nach bestehenden Vorgangsdatensätzen mit solchen bestehenden Flächenkoordinatendaten durchführt, die den Flächenkoordinatendaten des Beschädigungsbereichs entsprechen und, sofern bestehende Vorgangsdatensätze mit entsprechenden Flächenkoordinaten aufgefunden werden, diese oder Teile hiervon ausgegeben werden, wobei optional die Ausgabe von bestehenden Vorgangsdatensätze in einer Ordnung nach dem Grad der Übereinstimmung zwischen den im Beschädigungsbereich bestimmten Verformungstiefendaten und den in bestehenden Vorgangsdatensätzen gespeicherten Verformungstiefendaten erfolgt.

Inventors

  • Jozsef Bugovics

Assignees

  • AUTO1 Group SE

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20130326

Claims (8)

  1. Verfahren zur Bestimmung einer Beschädigung eines Fahrzeugs mittels einer optischen Erfassungseinheit zur dreidimensionalen Erfassung einer Oberfläche eines Fahrzeuges und einer Auswerteeinheit, verbunden mit der optischen Erfassungseinheit, mit der Daten der dreidimensional erfassten Oberfläche verarbeitbar und Raumkoordinatendaten der dreidimensional erfassten Oberfläche ermittelbar sind, dadurch gekennzeichnet , dass die Auswerteeinheit eine Datenbank aufweist in der Fahrzeugmodelldaten, aufweisend Fahrzeugtypendaten, Norm-Raumkoordinatendaten des Fahrzeugtyps, ein Vorgangsdatensatz, aufweisend Beschädigungsdaten, Reparaturdaten und optional Vorgangszusatzdaten, wobei die Beschädigungsdaten Fahrzeugtypendaten, Flächenkoordinatendaten der Raumkoordinatendaten eines Beschädigungsbereichs der Oberfläche eines Fahrzeugs, Verformungstiefendaten, wobei die Verformungstiefendaten die größte negative Differenz zwischen den Tiefenkoordinatendaten der Raumkoordinatendaten im Beschädigungsbereich und den in der Datenbank abgelegten Norm-Raumkoordinatendaten aufweisen, wobei die Reparaturdaten Ersatzteildaten und Arbeitszeitdaten aufweisen, und wobei die optionalen Vorgangszusatzdaten, Daten wie Reparaturkostendaten, Fahrzeughalterdaten, Laufleistungsdaten und Beschädigungsereignisdaten aufweisen können, speicherbar sind; dass in einem Zustandserfassungsvorgang die Oberfläche des Fahrzeugs in einem Beschädigungsbereich mittels der optischen Erfassungseinheit optisch dreidimensional erfasst wird, die Raumkoordinatendaten des Beschädigungsbereichs und hieraus die Flächenkoordinatendaten der Raumkoordinatendaten des Beschädigungsbereichs ermittelt werden, aus den Raumkoordinatendaten des Beschädigungsbereichs und den Norm-Raumkoordinatendaten des Beschädigungsbereichs die Verformungstiefendaten ermittelt werden und die Flächenkoordinatendaten und die zugehörigen Verformungstiefendaten als Beschädigungsdaten in einem Vorgangsdatensatz gespeichert werden; dass in einem Auswertungs- und Zuordnungsvorgang die Auswerteeinheit eine Datenbankabfrage nach bestehenden Vorgangsdatensätzen mit solchen bestehenden Flächenkoordinatendaten durchführt, die den Flächenkoordinatendaten des Beschädigungsbereichs entsprechen und, sofern bestehende Vorgangsdatensätze mit entsprechenden Flächenkoordinaten aufgefunden werden, diese oder Teile hiervon ausgegeben werden, wobei optional die Ausgabe von bestehenden Vorgangsdatensätze in einer Ordnung nach dem Grad der Übereinstimmung zwischen den im Beschädigungsbereich bestimmten Verformungstiefendaten und den in bestehenden Vorgangsdatensätzen gespeicherten Verformungstiefendaten erfolgt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass den aus bestehenden Vorgangsdatensätzen ausgegebenen, bestehenden Reparaturdaten Einheitspreise zugeordnet werden und mittels der Auswerteeinheit aus den Reparaturdaten und den Einheitspreisen eine Berechnung der Reparaturkosten durchgeführt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass, sofern mit dem Auswertungs- und Zuordnungsvorgang in der Datenbank der Auswerteeinheit keine bestehenden Vorgangsdatensätze mit entsprechenden, bestehenden Flächenkoordinaten der Beschädigung aufgefunden werden, von der Auswerteeinheit eine Aufforderung zur manuellen Eingabe von Reparaturdaten und optional von Vorgangszusatzdaten ergeht und die Reparaturdaten und optional die Vorgangszusatzdaten daraufhin manuell eingegeben werden.
  4. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass, die in aufgefundenen, bestehenden Vorgangsdatensätzen gespeicherten, bestehenden Reparaturdatensätze in den Vorgangsdatensatz übernommen werden.
  5. Verfahren nach Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet , dass, die in den Vorgangsdatensatz übernommenen, bestehenden Reparaturdatensätze mit tatsächlich ermittelten Reparaturdaten abgeglichen werden.
  6. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass aus mehreren bestehenden Vorgangsdatensätzen die Reparaturdaten des Vorgangsdatensatzes aus den bestehenden Reparaturdaten in Abhängigkeit von den Verformungstiefendaten mit den jeweiligen bestehenden Verformungstiefendaten berechnet werden.
  7. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass von der Auswerteeinheit Daten aus der dreidimensionalen Erfassung der Oberfläche des Fahrzeugs mit Norm-Raumkoordinatendaten, die als Fahrzeugmodelldaten in der Datenbank gespeichert sind, verglichen werden und bei Übereinstimmung eine automatische Identifizierung des Fahrzeugtyps erfolgt.
  8. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass Vorgangsdatensätze oder Teile hiervon von externen Datenbanken in die Datenbank der Auswerteeinheit übernommen werden.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung einer Beschädigung eines Fahrzeugs, insbesondere der Karosserie infolge eines Unfalls oder anderer äußerer Einwirkungen. Zum Bestimmen von Reparaturkosten bei Karosserieschäden erfolgt üblicherweise eine visuelle Kontrolle und bedarfsweise die Ermittlung bestimmter Messwerte durch Werkstattpersonal oder Gutachter, auf deren Basis entschieden wird, welche Teile zu ersetzen und welche Richtarbeiten gegebenenfalls erforderlich sind. Mit Hilfe bekannter computergestützter Schadenkalkulationssysteme, die auf Ersatzteilpreise und den für die Reparatur erforderlichen Arbeitszeitaufwand zurückgreifen, können zu erwartendende Reparaturkosten ermittelt werden. Verdeckte Schäden, die durch Deformationen in bestimmten Bereichen in Abhängigkeit von der Eindringtiefe entstanden sind, werden nicht immer oder nur nach Demontage verdeckender Teile erkannt. Eine automatische Kalkulation der Reparaturkosten ist mit bekannten Schadenkalkulationssystemen nicht in vollem Umfang möglich. Durch DE 10 2006 048 578 A1 wird eine Lösung zur Bestimmung der Formveränderung eines dreidimensionalen Objekts, beispielsweise eines Kraftfahrzeugs vorgeschlagen. Nach dieser Lösung ist es vorgesehen, aus einer zweidimensionalen Bildaufnahme mithilfe einer hinterlegten unverformten dreidimensionalen Form die Verformung dreidimensional auszudrücken und mit der unverformten dreidimensionalen Form zu vergleichen. Ferner wird durch WO 2005/109263 A1 ein System zur Anlalyse von Fahrzeugbeschädigungen beschrieben, dass ein dreidimensionales Abbild eines beschädigten Fahrzeugs erfassen und einem dreidimensionalen Abbild eines unbeschädigten Fahrzeugs gegenüberstellen kann. Eine Auswertungseinheit ist in der Lage, beschädigte Kompoenten zu ermitteln und diesen beschädigten Kompoenten einen Beschädigungsgrad zuzuordnen. Weiterhin beschreibt US-2009/0138290 A1 eine Lösung zur Bewertung von Versicherungsschäden an einem Fahrzeug. Hierzu ist es vorgesehen, ein Bild der Beschädigung mit einem Bild in einem unbeschädigten Zustand zu vergleichen. In WO 2007/028011 A2 wird ein System und Verfahren zur automatisierten Schadensbewertung, -dokumentation und -abwicklung beschrieben. Diese Lösung zielt insbesondere darauf ab, für beschädigte Militärflugzeuge an entfernten oder schwer zugänglichen Orten anhand von Bildaufnahmen Erstentscheidungen zu Dispositionen zur Bereitstellung von Ersatzteilen und Reparaturpersonal zu treffen. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Bestimmung von Beschädigungen von Fahrzeugen mittels optischer Erfassung der Oberfläche eines Fahrzeuges, welches einfach und kostengünstig durchführbar ist, aufzuzeigen. Die Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den im Patentanspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen. Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Bestimmen einer Beschädigung eines Fahrzeugs werden eine optische Erfassungseinheit, mit der eine Oberfläche eines Fahrzeuges dreidimensional erfassbar ist, und eine Auswerteeinheit, die mit der optischen Erfassungseinheit verbunden ist und mit der die Daten der dreidimensional erfassten Oberfläche verarbeitbar und die Raumkoordinatendaten der dreidimensional erfassten Oberfläche ermittelbar sind, genutzt. Die Auswerteeinheit weist eine Datenbank auf, in der Fahrzeugmodelldaten und Vorgangsdatensätze speicherbar sind. Als Datenbank ist jede Datenbasis zu verstehen, wobei auch physisch oder räumlich verteilte Datenträger als Datenbank im Sinne der Erfindung zu verstehen sind. Fahrzeugmodelldaten weisen Fahrzeugtypendaten, also Daten zur Identifikation eines Fahrzeugtyps, und Norm-Raumkoordinatendaten, die der unverformten dreidimensionalen Form der Oberfläche eines Fahrzeugs des entsprechenden Fahrzeugtyps entsprechen, auf. Ein Vorgangsdatensatz weist Beschädigungsdaten, Reparaturdaten sowie optional Vorgangszusatzdaten auf. Die Beschädigungsdaten weisen Fahrzeugtypendaten, also Daten zur Identifikation des Fahrzeugtyps des beschädigten Fahrzeugs, Flächenkoordinatendaten der Raumkoordinatendaten eines Beschädigungsbereichs der Oberfläche eines Fahrzeugs, und Verformungstiefendaten auf. Die Reparaturdaten weisen Ersatzteildaten, also Daten zu den aufgrund der Beschädigung auszutauschenden bzw. zu reparierenden Ersatzteilen, sowie Arbeitszeitdaten, also Daten zu der aufzuwendenden Arbeitszeit für die Reparaturtätigkeiten, vorzugsweise geordnet nach der Art der Reparaturtätigkeiten, auf. Die optionalen Vorgangszusatzdaten können insbesondere Reparaturkostendaten, also Daten zu den tatsächlichen Reparaturkosten, Fahrzeughalterdaten wie Namen, Alter, Region, Beruf und so weiter, Laufleistungsdaten sowie Beschädigungsereignisdaten, also beispielsweise Angaben zu einem Unfallhergang oder zu einem Kollisionspartner, aufweisen. In der Datenbank der Auswerteeinheit wird für jeden Schadensfall mit Bestimmung der Beschädigung des Fahrzeugs ein Vorgangsdatensatz angelegt, der B