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DE-102013112681-B4 - Fahrzeugbremsdrucksteuereinrichtung

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Abstract

Es wird eine Fahrzeugbremsdrucksteuereinrichtung bereitgestellt. Ein BRK_ECU 11 detektiert ein Bremsauslösung-Objekt basierend auf Bildern, die von einer Onboard-Kamera 12 aufgenommen werden, und setzt einen Ziel-Bremsvordruck-Auslösung-Abstand Lpr basierend auf einer relativen Geschwindigkeit zwischen dem Bremsauslösung-Objekt und einem Subjektfahrzeug 1. Wenn ein tatsächlicher Abstand Lbr zwischen dem Subjektfahrzeug 1 und dem Bremsauslösung-Objekt den Ziel-Bremsvordruck-Auslösung-Abstand Lpr erreicht, gibt die BRK_ECU 11 ein Antriebsignal, welches einen Bremsvordruck Ppr erzeugt, an eine Bremsantriebseinheit 17 aus, um den Bremsspalt S einer Scheibenbremse 2 zu minimieren.

Inventors

  • Yoshiyuki Shimizu

Assignees

  • Subaru Corporation

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20131118
Priority Date
20121122

Claims (5)

  1. Fahrzeugbremsdrucksteuereinrichtung, umfassend: einen nichtflüchtigen Speicher, eine Fahrtumgebungerkennungseinheit (12, 13), die an dem Fahrzeug (1) montiert ist und dahingehend konfiguriert ist, eine Fahrtumgebung vor dem Fahrzeug (1) zu erkennen, eine Bremsdetektionseinheit zum Detektieren des Drückens eines Bremspedals (10a), eine Bremsantriebseinheit (17) zum Zuführen eines Bremsflüssigkeitsdruckes zu einer Bremse (2), die in dem Fahrzeug (1) bereitgestellt ist, und zum Pressen eines Reibelements (4b) gegen ein rotierendes Element (2a), das zusammen mit einer Welle der Bremse (2) dreht, und eine Bremssteuerungseinheit (11) zum Steuern des Bremsflüssigkeitsdruckes, der der Bremse (2) von der Bremsantriebseinheit (17) zugeführt wird, wobei die Bremssteuerungseinheit (11) aufweist: eine Bremsauslösung-Objekt-Detektionseinheit zum Detektieren eines Bremsauslösung-Objektes, basierend auf der Fahrtumgebung, die von der Fahrtumgebungerkennungseinheit (12, 13) erkannt wird, eine Ziel-Bremsvordruck-Auslösung-Abstand (Lpr)-Setzeinheit zum Setzen eines Ziel-Bremsvordruc-Auslösung-Abstand (Lpr)s, basierend auf einer relativen Geschwindigkeit (Vre) zwischen dem Bremsauslösung-Objekt und dem Fahrzeug (1), wenn die Bremsauslösung-Objekt-Detektionseinheit ein Bremsauslösung-Objekt detektiert, und eine Bremsvordruckausgabeeinheit zum Ausgeben eines Antriebsignals an die Bremsantriebseinheit (17), wenn ein Abstand zwischen dem Fahrzeug (1) und dem Bremsauslösung-Objekt den Ziel-Bremsvordruck-Auslösung-Abstand (Lpr) erreicht, wobei das Antriebsignal einen Bremsvordruck (Ppr) erzeugt, um das Reibelement (4b) in leichten Kontakt mit oder nahe an das drehende Element zu bringen und um einen Bremsspalt (S) auf Null zu bringen beziehungsweise zu minimalisieren gegen die Vorspannkraft einer Rückstellfeder (5), wobei eine Tabelle und eine Lernkorrekturtabelle in dem nichtflüchtigen Speicher gespeichert sind, wobei in der Tabelle ein vorbestimmter Basis-Bremsvordruck -Auslösung-Abstand (Lb) in Zusammenhang mit der relativen Geschwindigkeit (Vre) zwischen dem Bremsauslösung-Objekt und dem Fahrzeug (1) gespeichert ist, wobei in der Lernkorrekturtabelle ein Lernkorrekturfaktor (Kpr) in Zusammenhang mit der Fahrzeuggeschwindigkeit (Vsp) gespeichert ist, wobei die Ziel-Bremsvordruck-Auslösung-Abstand-Setzeinheit den Ziel-Bremsvordruck-Auslösung-Abstand (Lpr) auf einen Wert setzt, der durch Multiplizieren des aus der Tabelle gelesenen Basis-Bremsvordruck-Auslösung-Abstands (Lb) mit dem aus der Lernkorrekturtabelle gelesenen Lernkorrekturfaktor (Kpr) erhalten wird, wobei der Basis-Bremsvordruck-Auslösung-Abstand (Lb) gesetzt wird basierend auf der relativen Geschwindigkeit (Vre) zwischen dem Bremsauslösung-Objekt und dem Fahrzeug (1), und wobei der Lernkorrekturfaktor (Kpr) gesetzt wird basierend auf einer Fahrzeuggeschwindigkeit (Vsp) des Fahrzeugs (1), wobei die Bremssteuerungseinheit (11) eine Bremsvordruck-Lernkorrekturfaktor-Aktualisierungseinheit aufweist zum Aktualisieren des in der Lernkorrekturtabelle gespeicherten Lernkorrekturfaktors (Kpr) gemäß einem Unterschied zwischen dem Ziel-Bremsvordruck-Auslösung-Abstand (Lpr) und dem Abstand zu dem Bremsauslösung-Objekt, wobei das Bremsauslösung-Objekt detektiert wird von der Fahrtumgebungerkennungseinheit (12, 13), wenn der Bremsdetektor das Niederdrücken des Bremspedals (10a) detektiert.
  2. Fahrzeugbremsdrucksteuereinrichtung nach Anspruch 1 , weiterhin umfassend eine Gaspedalöffnungsgrad-Detektionseinheit zum Detektieren des Öffnungsgrades eines Gaspedals, wobei, wenn das Niederdrücken des Gaspedals detektiert wird, basierend auf dem von der Gaspedalöffnungsgrad-Detektionseinheit detektierten Öffnungsgrad des Gaspedals, die Bremsvordruckausgabeeinheit nicht das Antriebsignal, das den Bremsvordruck (Ppr) erzeugt, an die Bremsantriebseinheit (17) ausgibt, selbst wenn der Abstand zwischen dem Fahrzeug (1) und dem Bremsauslösung-Objekt den Ziel-Bremsvordruck-Auslösung-Abstand (Lpr) erreicht.
  3. Fahrzeugbremsdrucksteuereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2 , wobei die Bremssteuerungseinheit (11) eine Bremsvordruck-Löse-Steuereinheit aufweist, um an die Bremsantriebseinheit (17) ein Signal abzugeben, das den Bremsvordruck (Ppr) löst, nachdem eine gesetzte Verzugszeit abgelaufen ist, wenn die Bremsvordruckausgabeeinheit das Antriebsignal ausgibt, das den Bremsvordruck (Ppr) erzeugt, und die Bremsdetektionseinheit das Lösen des Bremspedals (10a) detektiert, nachdem das Drücken des Bremspedals (10a) detektiert wurde.
  4. Fahrzeugbremsdrucksteuereinrichtung nach Anspruch 3 , wobei die Bremsvordruck-Löse-Steuereinheit die gesetzte Verzugszeit löscht, wenn der Bremsdetektor das Drücken des Bremspedals (10a) innerhalb der gesetzten Verzugszeit detektiert.
  5. Fahrzeugbremsdrucksteuereinrichtung nach Anspruch 3 oder 4 , wobei die Bremsvordruck-Löse-Steuereinheit ein Signal zum Lösen des Bremsvordrucks (Ppr) an die Bremsantriebseinheit (17) ausgibt, wenn die Gaspedalöffnungsgrad-Detektionseinheit das Drücken des Gaspedals innerhalb der gesetzten Verzugszeit detektiert.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft Fahrzeugbremsdrucksteuereinrichtungen, die vorab einen Bremszeitpunkt erfassen, mit dem ein Fahrer eine Bremse niederdrückt, um Räder zu bremsen, und einen Bremsvordruck liefern, der ein Reibelement einer Bremse in leichten Kontakt oder in die Nähe eines rotierenden Elements bringt. Übliche Fahrzeugscheibenbremsen erzeugen einen Widerstand, wenn ein Bremsklotz in Berührung mit einer Bremsscheibe unter Nicht-Brems-Bedingungen verbleibt. Der Widerstand setzt nicht nur die Leistungsfähigkeit herab, sondern trägt auch zum Verschleiß des Bremsklotzes bei. Daher trennt unter Nicht-Brems-Bedingungen eine Rückstellfeder den Bremsklotz beziehungsweise den Bremsbelag von der Bremsscheibe mit einem vorbestimmten Spalt. Wenn der Fahrer jedoch auf ein Bremspedal tritt, wird der Bremsspalt zwischen dem Bremsbelag und der Bremsscheibe ein Leerhub, der eine Bremsverzögerung erzeugt. Der Bremsspalt wird daher vorzugsweise auf ein Minimum reduziert. Die japanische ungeprüfte Patentanmeldungsveröffentlichung (JP-A) Nr. 2002-321609 offenbart eine Technik zum Durchführen, was eine erste Fülloperation genannt wird. Genauer gesagt, in einem frühen Stadium, wenn der Fahrer das Bremspedal niederdrückt, wird Bremsflüssigkeit schnell zu der Bremse zugeführt von einem Hauptzylinder, um sofort den Leerhub des Bremspedals zu überbrücken. Hinsichtlich eines anderen Beispiels offenbart die JP-A Nr. 201-239929 eine motorgetriebene Bremssteuerung. Genauer gesagt, wenn der Fahrer das Bremspedal niederdrückt, wird zuerst eine Positionssteuerung durchgeführt, um den Bremsbelag nahe an die Bremsscheibe zu bringen und daraufhin wird eine Leistungssteuerung durchgeführt, um den Bremsbelag gegen die Bremsscheibe zu drücken. Die in der JP-A Nr. 2002-321609 offenbarte Technologie erfordert jedoch eine Bremsflüssigkeit-Druckkammer in dem Hauptzylinder, um die erste Fülloperation auszuführen, die hinsichtlich ihrer Struktur kompliziert ist, die Größe des Hauptzylinders erhöht und die Produktionskosten ebenfalls erhöht. Die in der JP-A Nr. 2001-239929 offenbarte Technologie erfordert einen Elektromotor, der die Anzahl der Komponenten sowie das Gewicht erhöht, und die Installation des Elektromotors schränkt die Auslegung der Komponenten ein. DE 10 2012 101 954 A1 beschreibt eine Fahrzeugfahrtunterstützungsvorrichtung. DE 10 2007 049 249 A1 beschreibt ein System zur Reduktion des Bremsweges eines Fahrzeuges. DE 10 2005 012 037 A1 beschreibt ein Verfahren zum Betreiben eines Kollisionsvermeidungs- oder Kollisionsfolgenminderungssystem eines Fahrzeugs sowie Kollisionsvermeidungs- oder Kollisionsfolgenminderungssystem. DE 10 2005 011 415 A1 beschreibt eine Fahrzeugbremssteuerungsvorrichtung und ein Fahrzeugbremssteuerungsverfahren. EP 1 557 332 A2 beschreibt eine Regelvorrichtung für Kraftfahrzeuge. JP 2006-298310 A beschreibt eine Fahrsteuerungseinrichtung für ein Fahrzeug. US 6 415 230 B1 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Unterstützung des Fahrzeugführers beim Bremsen. Die Internetveröffentlichung Notbremsassistent; in Wikipedia; 15.09.2012; DOI: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Notbremsassistent&oldid=108098649, beschreibt Notbremsassistenten. Bremsenhandbuch; 4. Auflage; Hrsg.: Breuer, B.; Bill, KH. H.; Springer-Vieweg-Verlag; 2012; S.10-12 beschreibt elektronische Bremsregelsysteme. Im Hinblick auf die oben beschriebenen Umstände ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Fahrzeugbremsdrucksteuereinrichtung bereitzustellen, die nicht eine spezielle Komponente für das Bremssystem einschließlich des Hauptzylinders, der Bremse und des Bremsflüssigkeitdruckkreislaufes verwendet, die geeignet ist, den Leerhub auf Null zu reduzieren oder zu minimalisieren, wenn der Fahrer auf das Bremspedal tritt, und eine Verbesserung hinsichtlich des Bremsgefühls sowie eine Reduktion einer Bremsreibung erzielt. Die Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen dazu sind in den abhängigen Patentansprüchen genannt. Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird bereitgestellt eine Fahrzeugbremsdrucksteuereinrichtung, welche aufweist: einen nichtflüchtigen Speicher, eine Fahrtumgebungerkennungseinheit, die an einem Fahrzeug angebracht ist, um eine Fahrtumgebung vor dem Fahrzeug zu erkennen, eine Bremsdetektionseinheit zum Detektieren des Drückens eines Bremspedals, eine Bremsantriebseinheit zum Bereitstellen eines Bremsflüssigkeitsdruckes an eine Bremse, die in dem Fahrzeug vorgesehen ist, und zum Drücken eines Reibelements gegen ein rotierendes Element, das zusammen mit einer Welle der Bremse dreht, und eine Bremssteuerungseinheit zum Steuern des Bremsflüssigkeitsdruckes, der an die Bremse von der Bremsantriebseinheit geliefert wird. Die Bremssteuerungseinheit beinhaltet: eine Bremsauslösung-Objekt-Detektionseinheit zum Detektieren eines Bremsauslösung-Objektes basierend auf der Fahrtumgebung, die von der Fahrtumgebungerkennungseinheit erkannt wird, eine Zie