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DE-102013220567-B4 - Lenkradschloss, Lenksäule und Lenksystem

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Abstract

Lenksystem, umfassend: eine Lenksäule (1), umfassend: eine im Inneren der Lenksäule (1) verlaufende Lenkspindel (5), eine Öffnung, durch welche ein Verriegelungsmechanismus (7) mit der Lenkspindel (5) oder einem mit der Lenkspindel (5) drehfest verbundenen Element (6) in Eingriff bringbar ist, und mindestens ein an einer Außenseite der Lenksäule (1) in Längsrichtung der Lenksäule (1) verlaufendes Eingriffselement (3), welches ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus einer Nut und einem als Feder dienenden Vorsprung, und ein Lenkradschloss (2), umfassend: eine Aufnahme (8) mit konkavem Querschnitt zur Aufnahme der Lenksäule (1), den Verriegelungsmechanismus (7), welcher zwischen einer ersten entriegelten Position und einer zweiten verriegelten Position bewegbar ist, wobei zumindest ein Teil des Verriegelungsmechanismus (7) in der zweiten Position in die Aufnahme (8) ragt, gekennzeichnet durch mindestens ein Eingriffselement (4), welches in der Aufnahme (8) angeordnet ist und in einer Längsrichtung der Aufnahme (8) verläuft, wobei das Eingriffselement (4) ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus einer Nut und einem als Feder dienenden Vorsprung, wobei das mindestens eine Eingriffselement (3) der Lenksäule (1) mit dem mindestens einen Eingriffselement (4) des Lenkradschlosses (2) in Eingriff steht.

Inventors

  • Michael Algermissen
  • Matthias Kahl
  • Martina Winkel
  • Thomas Fricke

Assignees

  • VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20131011

Claims (10)

  1. Lenksystem, umfassend: eine Lenksäule (1), umfassend: eine im Inneren der Lenksäule (1) verlaufende Lenkspindel (5), eine Öffnung, durch welche ein Verriegelungsmechanismus (7) mit der Lenkspindel (5) oder einem mit der Lenkspindel (5) drehfest verbundenen Element (6) in Eingriff bringbar ist, und mindestens ein an einer Außenseite der Lenksäule (1) in Längsrichtung der Lenksäule (1) verlaufendes Eingriffselement (3), welches ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus einer Nut und einem als Feder dienenden Vorsprung, und ein Lenkradschloss (2), umfassend: eine Aufnahme (8) mit konkavem Querschnitt zur Aufnahme der Lenksäule (1), den Verriegelungsmechanismus (7), welcher zwischen einer ersten entriegelten Position und einer zweiten verriegelten Position bewegbar ist, wobei zumindest ein Teil des Verriegelungsmechanismus (7) in der zweiten Position in die Aufnahme (8) ragt, gekennzeichnet durch mindestens ein Eingriffselement (4), welches in der Aufnahme (8) angeordnet ist und in einer Längsrichtung der Aufnahme (8) verläuft, wobei das Eingriffselement (4) ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus einer Nut und einem als Feder dienenden Vorsprung, wobei das mindestens eine Eingriffselement (3) der Lenksäule (1) mit dem mindestens einen Eingriffselement (4) des Lenkradschlosses (2) in Eingriff steht.
  2. Lenksystem nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass das mindestens eine Eingriffselement (4) des Lenkradschlosses (2) in der Längsrichtung der Aufnahme (8) über eine gesamte Länge der Aufnahme (8) verläuft.
  3. Lenksystem nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass das mindestens eine Eingriffselement (4) des Lenkradschlosses (2) ein erstes Eingriffselement (4) und ein zweites Eingriffselement (4) umfasst.
  4. Lenksystem nach Anspruch 3 , wobei das erste Eingriffselement (4) gegenüberliegend zu dem zweiten Eingriffselement (4) angeordnet ist.
  5. Lenksystem nach Anspruch 3 oder 4 , dadurch gekennzeichnet , dass die Aufnahme (8) eine Basis (8a) und zwei an zwei Enden der Basis anschließende parallele Schenkel (8b) umfasst, wobei das erste Eingriffselement (4) an dem einen der Schenkel (8b) und das zweite Eingriffselement (4) an dem anderen der Schenkel (8b) angeordnet ist.
  6. Lenksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , wobei die Aufnahme (8) einen runden Querschnitt aufweist.
  7. Lenksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6 , dadurch gekennzeichnet , dass das mindestens eine Eingriffselement (3) der Lenksäule (1) an einem Ende der Lenksäule (1) beginnt.
  8. Lenksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7 , wobei das mindestens eine Eingriffselement (3) der Lenksäule (1) an einem Ende einen Anschlag (10) aufweist.
  9. Lenksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8 , dadurch gekennzeichnet , dass das mindestens eine Eingriffselement (3) der Lenksäule (1) ein erstes Eingriffselement (3) und ein zweites Eingriffselement (3) umfasst.
  10. Lenksystem nach Anspruch 9 , wobei das erste Eingriffselement (3) gegenüberliegend zu dem zweiten Eingriffselement (3) angeordnet ist oder das erste Eingriffselement (3) auf einer gegenüberliegenden Seite der Lenksäule (1) als das zweite Eingriffselement (3) angeordnet ist.

Description

Die vorliegende Anmeldung betrifft ein Lenksystem für Fahrzeuge, insbesondere für Kraftfahrzeuge. Lenkradschlösser werden in Fahrzeugen, beispielsweise Personenkraftwagen oder Lastkraftwagen, zur Diebstahlsicherung eingesetzt und dienen dazu, eine mit einem Lenkrad des Fahrzeugs verbundene Lenkspindel oder entsprechende Einrichtung bei Nichtgebrauch des Fahrzeugs gegen eine Verdrehung zu sichern. Hierzu weisen Lenkradschlösser allgemein einen Sperrbolzen oder einen ähnlichen Verriegelungsmechanismus auf, welcher bei Nichtgebrauch des Fahrzeugs beispielsweise mit einer Aussparung einer Lenkspindel oder mit einem mit der Lenkspindel drehfest verbundenen Element (beispielsweise einem Zahnkranz) in Eingriff gelangt und so ein Drehen der Lenkspindel und somit des Lenkrads verhindert. Derartige Lenkradschlösser werden teilweise auch als Lenkanlassschlösser (LAS) oder als Lenkungsschlösser bezeichnet. Dabei ist es für einen effektiven Diebstahlschutz erforderlich, das Lenkradschloss so beispielsweise an der Lenksäule anzubringen, dass es insbesondere im verriegelten Zustand nicht einfach von der Lenksäule entfernt werden kann, da bei einer Demontage die Lenksäulenverriegelung einfach außer Kraft gesetzt werden kann. Zum Diebstahlschutz werden herkömmlicherweise beispielsweise Abreißschrauben verwendet, um das Lenkradschloss an der Lenkradsäule zu befestigen. Bei derartigen Abreißschrauben wird beispielsweise ein Schraubenkopf am Ende des Befestigungsvorgangs entfernt, was es erschwert, die Abreißschrauben wieder herauszudrehen. Andere herkömmliche Lösungen umfassen Halteklammern, eine Sollbruchstelle oder Schutzbleche, beispielsweise um die Zugänglichkeit der Abreißschrauben zu erschweren. Derartige Herangehensweisen haben den Nachteil, dass beim Entfernen der jeweiligen Sicherheitsmaßnahme, beispielsweise der Abreißschrauben, das Lenkradschloss einfach von der Lenksäule genommen werden kann. Eine Vorrichtung, welche derartige Abreißschrauben zum Befestigen eines Lenkradschlosses an einer Lenksäule benutzt, ist beispielsweise aus der DE 10 2007 034198 A1 bekannt. Hier umgreift bei Befestigung eine Schelle des Lenkradschlosses die Lenksäule. Neben den oben genannten Nachteilen derartiger Abreißschrauben muss durch die Verwendung einer derartigen Schelle das Lenkradschloss die Lenkspindel vollständig umgreifen, was entsprechenden Bauraum benötigt. Ein weiteres Lenkradschloss ist aus der DE 196 21 317 C1 bekannt. Hier weist ein Gehäuse des Lenkradschlosses, welches einteilig ausgebildet ist, eine ovale oder in Form eines Langlochs ausgebildete Bohrung auf und wird dann auf ein Mantelrohr einer Lenksäule geschoben. Zum Sichern des Lenkradschlosses in einer gewünschten Lage wird dann ein federnder Toleranzring oder ein Keil eingeführt. Bei einer derartigen Lösung kann zum einen die Ausrichtung des Lenkradschlosses derart, dass ein Sperrbolzen korrekt zur Verriegelung mit der Lenkspindel in Eingriff gelangt, schwierig sein, zum anderen ist wieder Bauraum rund um die Lenksäule herum nötig. Die DE 624 810 A offenbart eine Sicherungsvorrichtung gegen Diebstahl von Kraftfahrzeugen in Form eines Lenkradschlosses. Damit das Lenkradschloss nicht ohne Weiteres von der Lenksäule de-montiert werden kann, umfasst das Lenkradschloss ein zweiteiliges Gehäuse. Die beiden Gehäuseteile werden zusammengeschoben und formschlüssig durch ineinandergreifende Vorsprünge in radialer Richtung an der Lenksäule befestigt. Auf diese Weise ist ein Abziehen des Lenkradschlosses in radialer Richtung nicht möglich. Die CN 202 100 076 U offenbart ebenfalls ein aus dem Stand der Technik übliches Lenkradschloss. Das Lenkradschloss wird mittels einer Schelle und einer Schraubverbindung an einer Lenksäule befestigt und umschließt die Lenksäule entsprechend vollständig. Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Lenksystem mit einem Lenkradschloss bereitzustellen, welches einen guten Diebstahlschutz bereitstellt, möglichst einfach zu montieren ist und bevorzugt auch dann zu verwenden ist, wenn Bauraum nicht um die gesamte Lenksäule herum zur Verfügung steht. Gemäß einem Aspekt wird ein Lenkradschloss bereitgestellt, umfassend:eine Aufnahme mit konkavem Querschnitt zum Aufnehmen einer Lenksäule,einen Verriegelungsmechanismus, welcher zwischen einer ersten entriegelten Position und einer zweiten verriegelten Position verstellbar ist, wobei zumindest ein Teil des Verriegelungsmechanismus in der zweiten Position in die konkave Aufnahme ragt,gekennzeichnet durch mindestens ein in der konkaven Aufnahme in Längsrichtung der konkaven Aufnahme angeordnetes Eingriffselement ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einer Nut und einem als Feder dienenden Vorsprung. Der Begriff „Nut“ bedeutet dabei im Rahmen der vorliegenden Anmeldung eine Vertiefung, insbesondere eine langgestreckte Vertiefung, während der Begriff „Feder“ einen Vorsprung, insbesondere einen langgestreckten Vorsprung, bezeichnet. Unter der Längsrichtung der konkaven Aufnahme ist dabei di