DE-102014207456-B4 - Elektrischer Bremskraftverstärker
Abstract
Ein elektrischer Bremskraftverstärker (100), der einen Hauptzylinder (101) ausgehend von dem Bremspedal (103) steuert, das auf den Steuerstift (102) und den Tauchkolben (8) für eine Notbremsung einwirkt, um sich direkt auf der Reaktionsscheibe (72) und dem Schubstift (7) abzustützen. Der Hilfskolben (6) wird normalerweise durch den Betätigungskolben (4) angetrieben, der seinerseits über Zahnstangen (3, 3') und Ritzel (2, 2') durch den Elektromotor angetrieben wird. Der Hilfskolben (6) kann sich kraft einer Zwischenmuffe (5) und der Einfügung einer Zwischenfeder (53), die ausschließlich die Rückstellung des Schubstifts (7) nach einer Bremsbetätigung sicherstellen, in Bezug auf den Betätigungskolben (4) frei vorwärts bewegen, ohne anfänglich die Rückstellfeder (41) schieben zu müssen. Wenn die Notbremswirkung auf das Bremspedal (103) fortdauert, muss lediglich nach der Kompression der Feder (53) die Kraft jene Kraft überwinden, die durch die Rückstellfeder (41) aufgebaut wird.
Inventors
- M. Roman Winkler
- Philippe Richard
- Francois Gaffe
- Bastien Cagnac
Assignees
- ROBERT BOSCH GMBH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20140417
Claims (4)
- Elektrischer Bremskraftverstärker (100), der einen Bremskreis-Hauptzylinder (101) steuert, der mit einem Steuerstift (102) verbunden ist, der durch das Bremspedal (103) betätigt wird, umfassend: - einen Bremskraftverstärkerkörper (1), der einen Betätigungskolben (4) aufnimmt, der durch einen Elektromotor translatorisch angetrieben wird und den Hauptzylinderkolben mittels eines Hilfskolbens (6) schiebt, der auf den mit dem Kolben des Hauptzylinders (101) verbundenen Schubstift (70) einwirkt, - einen Tauchkolben (8), der in dem Hilfskolben (6) gleitend untergebracht ist und mit dem Steuerstift (102) verbunden ist, der seinerseits mit dem Bremspedal (103) verbunden ist, - wobei sich der Tauchkolben (8) am Beginn einer Bremsbetätigung entgegen der Wirkung einer Angriffsfeder (9) über eine geringe Strecke frei vorwärts bewegt, ohne den Schubstift (70) zu berühren, und den Schubstift (70) im Fall einer sehr schnellen und kraftvollen Betätigung des Bremspedals (103) oder im Fall eines Ausfalls des elektrischen Bremskraftverstärkers (100) direkt schiebt, - wobei die Angriffsfeder (9) den Tauchkolben (8) am Ende einer Bremsbetätigung in die entlastete Pedalposition zurückstellt, indem sie in Bezug auf den Hilfskolben (6) zurückgeschoben wird, wobei der elektrische Bremskraftverstärker (100) dadurch gekennzeichnet ist, dass er Folgendes umfasst: - eine Stützmuffe (5), die zwischen die Rückstellfeder (41) des Betätigungskolbens (4) und den Kolben (4) eingefügt ist, wobei diese Muffe (5) die Abstützung (52) für eine Feder (53) bildet, die außerdem gegen die vordere Fläche des hinteren Endes (71) des Schubstifts (7) wirkt, um diesen zu dem Boden des vorderen Hohlraums (61) des Hilfskolbens (6) zurückzuschieben, - wobei der Hilfskolben (6) mit dem Betätigungskolben (4) durch eine Antriebsverbindung des Hilfskolbens (6) durch den Betätigungskolben (4) in Richtung der Betätigung (FAV) des Bremskraftverstärkers (100) verbunden ist, jedoch frei bleibt, sich in der anfänglichen Phase der Betätigung des Tauchkolbens (8) durch den Steuerstift (102) vorwärts zu bewegen, ohne mit der Rückstellfeder (41) verbunden zu sein.
- Elektrischer Bremskraftverstärker (100) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die Zwischenmuffe (5) einen hinteren Kranz (51), der zwischen die Abstützfeder (41) und den Betätigungskolben (4) eingefügt ist, und einen vorderen Kranz (52), der als Abstützung für die Zwischenfeder (53) dient, umfasst.
- Elektrischer Bremskraftverstärker (100) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die Zwischenmuffe (5) einen Anschlag (54) umfasst, der die Kompression der Feder (53) durch den Schubstift (7) begrenzt.
- Elektrischer Bremskraftverstärker (100) nach Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet , dass der Anschlag (54) eine einspringende Muffe ist, die von dem vorderen Kranz (52) der Zwischenmuffe (5) getragen wird und einen Umfangsaufnahmesitz bildet, der die Zwischenfeder (53) aufnimmt.
Description
Gebiet der Erfindung Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Bremskraftverstärker, der einen Brems-kreis-Hauptzylinder steuert, der mit einem Steuer-stift verbunden ist, der durch das Bremspedal betä-tigt wird, der Folgendes umfasst:- einen Bremskraftverstärkerkörper, der einen Be-tätigungskolben aufnimmt, der durch einen Elektromotor translatorisch angetrieben wird und den Kolben des Hauptzylinders durch den Schubkolben mittels eines Hilfskolbens schiebt,- einen Tauchkolben, der in dem Hilfskolben glei-tet und mit dem Steuerstift verbunden ist, der seinerseits mit dem Bremspedal verbunden ist,- wobei sich der Tauchkolben am Beginn einer nor-malen Bremsbetätigung entgegen der Gegenkraft einer Angriffsfeder über eine geringe Strecke frei vorwärts bewegt, ohne den Schubstift zu berühren, und im Fall einer sehr schnellen und kräftigen Betätigung des Bremspedals oder bei Ausfall des elektrischen Bremskraftverstärkers den Schubstift direkt schiebt,- wobei die Angriffsfeder den Tauchkolben in die Position des entlasteten Bremspedals am Ende einer Bremsbetätigung zurückstellt, indem er in Bezug auf den Hilfskolben zurückgeschoben wird. Stand der Technik Eine solche elektrische Servobremse 100A (3A, 3B), die aus einem Körper 1A gebildet ist, der mit einem Bremshauptzylinder und über einen Betätigungsstift 102A mit einem Bremspedal verbunden ist, wobei die Gesamtheit auf die Achse XX ausgerichtet ist und der Hauptzylinder mit dem Radbremskreis verbunden ist, ist bekannt. Der Körper 1A ist mit einem Elekt-romotor ausgerüstet, der zwei miteinander gekoppelte gerade Ritzel 2A, 2'A antreibt, die jeweils mit einer Zahnstange 3A, 3'A in Eingriff sind, die von einem in dem zylindrischen Aufnahmesitz 11A des Körpers 1A des Bremskraftverstärkers gleitenden Betätigungskolben 4 getragen wird. Der Betätigungskolben 4A nimmt einen Hilfskolben 6A auf, der den Schubstift 7A aufnimmt, der auf den Hauptzylinder wirkt. Der Kopf 71A des Stifts 7A befindet sich in einem Hohlraum 61A vor dem Hilfskolben 6A und trägt an seiner hinteren Fläche eine Reaktionsscheibe 72A. Der Hilfskolben 6A schiebt den Schubstift 7A, indem er sich auf der Reaktions-scheibe 72A abstützt. Der Hilfskolben 6A gleitet in dem Betätigungskolben 4A und nimmt seinerseits einen Tauchkolben 8A auf, der längs der Achse beweglich ist und wovon sich das vordere Ende 81A auf einem Zwi-schenkolben 82A abstützt, der sich gegenüber jenem Teil der Reaktionsscheibe 72A befindet, der zu der Achse XX benachbart ist. Der Tauchkolben 8A wird durch eine Angriffsfeder 9A, die sich auf dem Boden des hinteren Hohlraums 62A des Hilfskolbens 6A ab-stützt, nach hinten zurückgestellt. Der Hilfskolben 6A besitzt einen Kranz 63A, der sich vor dem Betäti-gungskolben 4A befindet und sich auf der Rückstellfe-der 41A des Hilfskolbens abstützt. Unter normalen Betriebsbedingungen (3A) wird ei-ne Betätigung des Bremspedals in eine Vorwärtsbewe-gung (Pfeil F1) des Steuerstifts 102A überführt, die von einem nicht gezeigten Verlagerungssensor detek-tiert wird, der den elektrischen Bremskraftverstärker 100A betätigt, der über Zahnstangen 3A, 3'A den Betä-tigungskolben 4A antreibt, der sich, indem er sich auf dem Kranz 63A abstützt, den Hilfskolben 6A an-treibt, der über die Reaktionsscheibe 72A den Schub-stift 7A und somit den Hauptzylinder schiebt. Diese Bewegung erfolgt unter Kompression der Rückstellfeder 41A. Unter außergewöhnlichen Betriebsbedingungen im Not-fallmodus (3B) wird angenommen, dass der elekt-rische Bremskraftverstärker 100A ausgefallen ist und deswegen unbeweglich bleibt, derart, dass nur eine über das Bremspedal ausgeübte mechanische Wirkung die Notbremsung unter den folgenden Bedingungen ermög-licht: Der Steuerstift 102A bewegt sich vorwärts und schiebt den Tauchkolben 8A gegen die Reaktionsscheibe 72A, die somit den Schubstift 7A schiebt, der den Hauptbremszylinder betätigt, um den Druck in der Bremsflüssigkeit der Bremskreise aufzubauen. Das hintere Ende 83A des Tauchkolbens 8A stützt sich auf dem Hilfskolben 6A ab, der notwendig die Rück-stellfeder 41A komprimieren muss. Für diese Notbrems-bewegung muss daher die an dem Bremspedal aufgebaute Kraft die von der Abstützfeder 41A aufgebaute Kraft überwinden, um den Schubstift 7A vorwärts zu bewegen. Die EP 2 559 601 A1 zeigt ein elektro-hydraulisches dynamisches Bremssystem und ein zugehöriges Steuerverfahren. Aufgabe der Erfindung Die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, einen elektrischen Bremskraftverstärker zu entwickeln, der die Funktionsweise des Bremskraftverstärkers im Not-fallmodus und bei einem Ausfall des elektrischen Bremskraftverstärkers zu verbessern ermöglicht, um die Kraft, die für die Ausführung der Notbremsung un-abhängig von dem Bremskraftverstärker auszuüben ist, zu verringern. Darlegung und Vorteile der Erfindung Hierzu hat die Erfindung einen elektrischen Brems-kraftverstärker des oben definierten Typs zum Gegen-stand, dadurch gekennzeichnet, dass er Folgendes um-fasst:- eine Stützmuffe,