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DE-102014226223-B4 - Regelbasiertes Interaktionsverfahren für ein Kraftfahrzeug mit dessen Umgebung

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Abstract

Ein regelbasiertes Interaktionsverfahren für ein Kraftfahrzeug (1000) mit dessen Umgebung, das regelbasierte Interaktionsverfahren aufweisend: - Vorhalten (10) mindestens einer Ereignisregel (100), wobei die Ereignisregel (100) mindestens eine Kondition (110) aus einer Konditionsgruppe und mindestens eine Aktion (120) aus einer Aktionsgruppe aufweist, und wobei die Konditionsgruppe aufweist: - eine örtliche Kondition, - eine zeitliche Kondition, - eine fahrzeugnutzerbezogene Kondition, - eine fahrzeugexterne Kondition, - eine fahrzeugbezogene Kondition, und - eine logischer-Operator Kondition, und wobei die Aktionsgruppe aufweist: - eine fahrzeuginterne Aktion, und - eine fahrzeugexterne Aktion, das regelbasierte Interaktionsverfahren ferner aufweisend: - Empfangen (20) einer Ereignismenge (300), wobei die Ereignismenge (300) mindestens ein Ereignis (310) aufweist, - Prüfen (30), für jede Ereignisregel (100), ob alle Konditionen (110) der entsprechenden Ereignisregel (100) durch die Ereignismenge (300) erfüllt sind, und - falls die Prüfung ergibt, das alle Konditionen (110) der entsprechenden Ereignisregel (100) erfüllt sind: - Ausführen (40) der entsprechenden Aktion (120) der entsprechenden Ereignisregel (100) als eine Interaktion des Kraftfahrzeuges (1000) mit seiner Umgebung, wobei die Ereignisregel (100) darüber hinaus eine Priorisierung aufweist, und wobei das regelbasierte Interaktionsverfahren darüberhinaus aufweist: - falls für mehr als eine Ereignisregel (100) alle entsprechenden Konditionen (110) erfüllt sind: - Ausführen (90) der entsprechenden Aktion (120) derjenigen Ereignisregel (100) mit der höheren Priorisierung.

Inventors

  • Michael Fitzner
  • Wolfgang Lenders
  • Juergen Steurer
  • Martin Veith

Assignees

  • BAYERISCHE MOTOREN WERKE AKTIENGESELLSCHAFT

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20141217

Claims (11)

  1. Ein regelbasiertes Interaktionsverfahren für ein Kraftfahrzeug (1000) mit dessen Umgebung, das regelbasierte Interaktionsverfahren aufweisend: - Vorhalten (10) mindestens einer Ereignisregel (100), wobei die Ereignisregel (100) mindestens eine Kondition (110) aus einer Konditionsgruppe und mindestens eine Aktion (120) aus einer Aktionsgruppe aufweist, und wobei die Konditionsgruppe aufweist: - eine örtliche Kondition, - eine zeitliche Kondition, - eine fahrzeugnutzerbezogene Kondition, - eine fahrzeugexterne Kondition, - eine fahrzeugbezogene Kondition, und - eine logischer-Operator Kondition, und wobei die Aktionsgruppe aufweist: - eine fahrzeuginterne Aktion, und - eine fahrzeugexterne Aktion, das regelbasierte Interaktionsverfahren ferner aufweisend: - Empfangen (20) einer Ereignismenge (300), wobei die Ereignismenge (300) mindestens ein Ereignis (310) aufweist, - Prüfen (30), für jede Ereignisregel (100), ob alle Konditionen (110) der entsprechenden Ereignisregel (100) durch die Ereignismenge (300) erfüllt sind, und - falls die Prüfung ergibt, das alle Konditionen (110) der entsprechenden Ereignisregel (100) erfüllt sind: - Ausführen (40) der entsprechenden Aktion (120) der entsprechenden Ereignisregel (100) als eine Interaktion des Kraftfahrzeuges (1000) mit seiner Umgebung, wobei die Ereignisregel (100) darüber hinaus eine Priorisierung aufweist, und wobei das regelbasierte Interaktionsverfahren darüberhinaus aufweist: - falls für mehr als eine Ereignisregel (100) alle entsprechenden Konditionen (110) erfüllt sind: - Ausführen (90) der entsprechenden Aktion (120) derjenigen Ereignisregel (100) mit der höheren Priorisierung.
  2. Das regelbasierte Interaktionsverfahren gemäß Anspruch 1 , wobei das örtliche Ereignis eine Positionsinformation aufweist.
  3. Das regelbasierte Interaktionsverfahren gemäß Anspruch 1 oder 2 , wobei die fahrzeuginterne Aktion eine Anweisung für einen Aktor des Kraftfahrzeuges (1000) aufweist.
  4. Das regelbasierte Interaktionsverfahren gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine fahrzeugexterne Aktion eine Anweisung für einen Aktor einer fahrzeugexternen Vorrichtung aufweist.
  5. Das regelbasierte Interaktionsverfahren gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die fahrzeugbezogene Kondition eine Information über einen Betriebszustand des Kraftfahrzeuges (1000) und/oder eine Information über einen Betriebszustand einer Vorrichtung (500) des Kraftfahrzeuges (1000) und/oder eine Information über einen Betriebszustand einer mit dem Kraftfahrzeug (1000) verbundenen Vorrichtung (600) aufweist.
  6. Das regelbasierte Interaktionsverfahren gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, das regelbasierte Interaktionsverfahren darüberhinaus aufweisend: - Sammeln (50) von Ereignissen (310), - Identifizieren (60) eines wiederkehrenden Ereignisses, mittels eines entsprechenden Auswertens der gesammelten Ereignisse (310), und - Lernen (70) einer weiteren Ereignisregel (200), mittels des identifizierten wiederkehrenden Ereignisses.
  7. Das regelbasierte Interaktionsverfahren gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, das regelbasierte Interaktionsverfahren darüberhinaus aufweisend: - Einlesen (80) einer Ereignisregel (100).
  8. Eine Interaktionsvorrichtung (400) für ein Kraftfahrzeug (1000), die Interaktionsvorrichtung (400) aufweisend: - eine Schnittstelle (410) zur Kommunikation der Interaktionsvorrichtung (400) mit einer fahrzeugeigenen Vorrichtung (500), wobei die fahrzeugeigene Vorrichtung (500) eine Vorrichtung aus der fahrzeugeigenen Vorrichtungsgruppe aufweist, und wobei die fahrzeugeigene Vorrichtungsgruppe aufweist: - einen Kraftfahrzeug-Aktor, - einen Kraftfahrzeug-Sensor, und - eine Kraftfahrzeug-Datenschnittstelle, wobei die Interaktionsvorrichtung (400) ferner aufweist: - eine weitere Schnittstelle (420) zur Kommunikation der Interaktionsvorrichtung (400) mit einer fahrzeugfremden Vorrichtung (600), und wobei die Interaktionsvorrichtung (400) dazu eingerichtet ist, ein Interaktionsverfahren gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche auszuführen.
  9. Ein Kraftfahrzeug (1000), aufweisend eine Interaktionsvorrichtung (400) gemäß Anspruch 8 .
  10. Ein Computerprogrammprodukt für eine Interaktionsvorrichtung (400) gemäß Anspruch 8 , welche nach einem Interaktionsverfahren gemäß irgendeinem der Ansprüche 1 bis 7 betreibbar ist.
  11. Ein Datenträger aufweisend ein Computerprogrammprodukt gemäß Anspruch 10 .

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein regelbasiertes Interaktionsverfahren für ein Kraftfahrzeug mit dessen Umgebung und diesbezügliche Vorrichtungen. Aktuelle Fahrzeuge stellen eine Reihe von Funktionen bereit, die durch den Fahrer, Beifahrer und von weiteren Insassen genutzt werden. Zu diesen zählen Funktionen aus dem Bereich Infotainment und Entertainment, wie beispielsweise die Eingabe von Navigationszielen, Senderwahl, Lautstärke, Telefonie, Musiktitelwahl und vieles mehr. Zudem wird diese Domäne um Funktionen aus dem Bereich Fahrerassistenz und Komfort ergänzt. Zu diesen zählen Funktionen wie die Sitzverstellung, Spiegelverstellung, Innentemperatur, Garagentoröffner oder Warninformationen. Um derartige Funktionen zu ermöglichen, stellen heutige Fahrzeuge eine Reihe von Sensoren und Aktoren zur Verfügung. Durch deren Kombination lässt sich ein großer Teil der angebotenen Funktionalität ermöglichen. Die Überwachung und das Auslösen der Funktionalitäten erfolgen heute jedoch überwiegend manuell und noch sehr unflexibel in Bezug auf ihre Anpassbarkeit. Beispiele sind die Spiegelverstellung, die betätigt werden muss, wenn in die Tiefgarage eingefahren wird, Stummschaltung des Radios bei Gefahrennäherung, Verstellung der Klimaanalage, betätigen des Lichtschalters, SMS und Telefonanrufe oder die Zieleingabe. Ein Teil dieser Funktionalität wird heute automatisiert, wie beispielsweise die Licht-Automatik, Spiegel-Automatik beim Einparken oder die automatische Aktivierung von Park-Distance-Control sowie die Rückfahrkamera. Leider müssen solche Abläufe heute meist noch manuell durchgeführt werden oder sie arbeiten nach einem starren und sehr eingeschränkten Automatisierungs-Schema. Daher wäre es wünschenswert, eine Möglichkeit bereitzustellen, welche solche Abläufe flexibilisieren kann. Druckschrift DE 10 2008 064 022 A1 offenbart eine Anordnung und ein Verfahren zur Bereitstellung von gefahrensituationsabhängigen Warninformationen, die mindestens eine Warninformationsausgabeeinheit unter Nutzung von mindestens einem Sinneskanal an den Fahrer eines Fahrzeugs ausgibt, wobei eine Auswerte- und Steuereinheit Informationen von mindestens einer Sensoreinheit empfängt und auswertet. Druckschrift DE 10 2006 013 971 A1 offenbart, dass automatisch mindestens ein Merkmal bezüglich eines zweiten Informationssystems an das erste Informationssystem über eine Kommunikationsverbindung übermittelt wird, um eine Interaktion eines Benutzers mit einer Anwendung mittels einer Umgebung angepasster Interaktionselemente besonders flexibel zu ermöglichen. Druckschrift DE 10 2004 042 940 A1 offenbart Ein Verfahren zur Verwaltung von Ereigniseinträgen eines digitalen Tachographs verbessert die Nutzerbeeinflussung, indem Ereignisse zentral mit Prioritäten gespeichert und für die weitere Verarbeitung ausgewählt werden. Druckschrift EP 1 415 864 A1 offenbart ein Verfahren, welches Fahrzeugfunktionen basierend auf Fahrzeugmerkmalen, Fahrerpräferenzen und einer Fahrbelastungsschätzung anpasst, um deren Aktivierung oder Deaktivierung zu steuern. Druckschrift DE 603 13 373 T2 offenbart ein interaktives System und Verfahren zur Fahrzeugsteuerung. Es ist Ziel der Erfindung eine Möglichkeit vorzuschlagen, welche zumindest einen Teil der im Stand der Technik bekannten Nachteile vermeidet oder zumindest vermindert. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mittels eines Verfahrens gemäß dem Hauptanspruch, sowie mittels Vorrichtungen gemäß nebengeordneten Ansprüchen. Der Gegenstand des Hauptanspruches betrifft dabei ein regelbasiertes Interaktionsverfahren für ein Kraftfahrzeug mit dessen Umgebung, das regelbasierte Interaktionsverfahren aufweisend: Vorhalten mindestens einer Ereignisregel, wobei die Ereignisregel mindestens eine Kondition aus einer Konditionsgruppe und mindestens eine Aktion aus einer Aktionsgruppe aufweist. Dabei weist die Konditionsgruppe auf: Eine örtliche Kondition, eine zeitliche Kondition, eine fahrzeugnutzerbezogene Kondition, eine fahrzeugexterne Kondition, eine fahrzeugbezogene Kondition und eine logischer-Operator Kondition. Die Aktionsgruppe weist dabei auf: Eine fahrzeuginterne Aktion und eine fahrzeugexterne Aktion. Ferner weist das regelbasierte Interaktionsverfahren auf: Empfangen einer Ereignismenge, wobei die Ereignismenge mindestens ein Ereignis aufweist. Prüfen, für jede Ereignisregel, ob alle Konditionen der entsprechenden Ereignisregel durch die Ereignismenge erfüllt sind. Und falls die Prüfung ergibt, dass alle Konditionen der entsprechenden Ereignisregel erfüllt sind: Ausführen der entsprechenden Aktion der entsprechenden Ereignisregel als eine Interaktion des Kraftfahrzeuges mit seiner Umgebung. Die Verfahrensschritte können dabei automatisiert ausgeführt werden. Ein Ereignis im Sinne der Erfindung kann dabei ein Teil einer eintretenden Situation sein. Beispielsweise kann eine Situation sein, dass das Kraftfahrzeug vor ein Garagentor fährt. Als Ergebnis wäre ein Ereignis die Zeit an der dies geschieht. Ein wei