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DE-102015118179-B4 - Wandmodul

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Abstract

Wandmodul (1), umfassend, - eine Betonwand (11) mit einer Außenseite (12) und einer Innenseite (13), wobei die Betonwand (11) mindestens einen ersten Durchgang (14) von der Innenseite (13) zu der Außenseite (12) bildet; - eine an der Außenseite (12) um den mindestens einen ersten Durchgang (14) herum angeordnete Dämmeinrichtung (20), wobei die Dämmeinrichtung (20) eine Fläche der Dämmeinrichtung (20) und eine Fläche der Dämmwirkung aufweist, wobei die Dämmeinrichtung (20) im Bereich des mindestens einen ersten Durchgangs (14) um den mindestens einen ersten Durchgang (14) herum eine Wärmedämmung bereitstellt, wobei die Dämmeinrichtung (20) einen mit dem mindestens einen ersten Durchgang (14) zumindest teilweise fluchtenden zweiten Durchgang (21) definiert; - mindestens ein erstes Verbindungsmittel (2), wobei die Dämmeinrichtung (20) und die Außenseite (12) der Betonwand (11) über das erste Verbindungsmittel (2) druckwasserfest verbunden sind , wobei das erste Verbindungsmittel (2) zwischen der Dämmeinrichtung (20) und der Betonwand (11) angeordnet ist; dadurch gekennzeichnet, dass - die Dämmeinrichtung (20) einen ersten umlaufenden Flansch (22) aufweist, wobei die Fläche der Dämmeinrichtung (20) sich aus der Fläche der Dämmwirkung und der Fläche des umlaufenden Flansches (22) zusammensetzt, und wobei sowohl die Fläche der Dämmeinrichtung (20) als Ganzes als auch die Fläche der Dämmwirkung sowie die Fläche des ersten Flansches (22) flächig an der Außenseite (12) der Betonwand (11) aufliegen , und dass - das erste Verbindungsmittel (2) bei der Herstellung der Betonwand (11) einen Frischbetonverbund zwischen der Betonwand (11) und der Dämmeinrichtung (20) bildet , und dass - nur der erste Flansch (22) der Dämmeinrichtung (20) über das erste Verbindungsmittel (2) mit der Betonwand (11) unmittelbar verbunden ist, und dass - eine Fensterzarge (40) vorgesehen ist, wobei die Fensterzarge (40) in dem mindestens einen ersten Durchgang (14) der Betonwand (11) oder in dem zweiten Durchgang (21) der Dämmeinrichtung (20) angeordnet ist und wobei die Fensterzarge (40) einen zweiten Flansch (41) aufweist, der über mindestens ein zweites Verbindungsmittel (42) mit der Betonwand (11) verbunden ist, wobei das zweite Verbindungsmittel (42) einen Frischbetonverbund zwischen der Betonwand (11) und dem zweiten Flansch (41) bildet .

Inventors

  • Sven Reinisch

Assignees

  • ACO AHLMANN SE & CO. KG

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20151026

Claims (11)

  1. Wandmodul (1), umfassend, - eine Betonwand (11) mit einer Außenseite (12) und einer Innenseite (13), wobei die Betonwand (11) mindestens einen ersten Durchgang (14) von der Innenseite (13) zu der Außenseite (12) bildet; - eine an der Außenseite (12) um den mindestens einen ersten Durchgang (14) herum angeordnete Dämmeinrichtung (20), wobei die Dämmeinrichtung (20) eine Fläche der Dämmeinrichtung (20) und eine Fläche der Dämmwirkung aufweist, wobei die Dämmeinrichtung (20) im Bereich des mindestens einen ersten Durchgangs (14) um den mindestens einen ersten Durchgang (14) herum eine Wärmedämmung bereitstellt, wobei die Dämmeinrichtung (20) einen mit dem mindestens einen ersten Durchgang (14) zumindest teilweise fluchtenden zweiten Durchgang (21) definiert; - mindestens ein erstes Verbindungsmittel (2), wobei die Dämmeinrichtung (20) und die Außenseite (12) der Betonwand (11) über das erste Verbindungsmittel (2) druckwasserfest verbunden sind , wobei das erste Verbindungsmittel (2) zwischen der Dämmeinrichtung (20) und der Betonwand (11) angeordnet ist; dadurch gekennzeichnet , dass - die Dämmeinrichtung (20) einen ersten umlaufenden Flansch (22) aufweist, wobei die Fläche der Dämmeinrichtung (20) sich aus der Fläche der Dämmwirkung und der Fläche des umlaufenden Flansches (22) zusammensetzt, und wobei sowohl die Fläche der Dämmeinrichtung (20) als Ganzes als auch die Fläche der Dämmwirkung sowie die Fläche des ersten Flansches (22) flächig an der Außenseite (12) der Betonwand (11) aufliegen , und dass - das erste Verbindungsmittel (2) bei der Herstellung der Betonwand (11) einen Frischbetonverbund zwischen der Betonwand (11) und der Dämmeinrichtung (20) bildet , und dass - nur der erste Flansch (22) der Dämmeinrichtung (20) über das erste Verbindungsmittel (2) mit der Betonwand (11) unmittelbar verbunden ist, und dass - eine Fensterzarge (40) vorgesehen ist, wobei die Fensterzarge (40) in dem mindestens einen ersten Durchgang (14) der Betonwand (11) oder in dem zweiten Durchgang (21) der Dämmeinrichtung (20) angeordnet ist und wobei die Fensterzarge (40) einen zweiten Flansch (41) aufweist, der über mindestens ein zweites Verbindungsmittel (42) mit der Betonwand (11) verbunden ist, wobei das zweite Verbindungsmittel (42) einen Frischbetonverbund zwischen der Betonwand (11) und dem zweiten Flansch (41) bildet .
  2. Wandmodul (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass eine Schutzeinrichtung (30) an der Außenseite (12) der Betonwand (11) um die Dämmeinrichtung (20) herum angeordnet ist.
  3. Wandmodul (1) nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass die Schutzeinrichtung (30) eine Perimeterdämmung ist.
  4. Wandmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Betonwand (11) eine zweischalig ausgebildete oder eine monolithisch ausgebildete Betonwand (11) ist.
  5. Wandmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass ein Laibungselement (44) vorgesehen ist, wobei das Leibungselement (44) an der Fensterzarge (40) angeordnet und mit dieser verbunden ist.
  6. Wandmodul (1) nach Anspruch 5 , gekennzeichnet durch , dass das Laibungselement (44) mit der Fensterzarge (40) mittels einer Klebeverbindung verbunden ist.
  7. Wandmodul (1) nach Anspruch 6 , gekennzeichnet durch , dass die Klebeverbindung wasserdicht ist.
  8. Wandmodul (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 7 , gekennzeichnet durch , dass das Laibungselement (44) durch den gesamten zweiten Durchgang (21) der Dämmeinrichtung (20) ragt.
  9. Wandmodul (1) nach Anspruch 7 , gekennzeichnet dadurch, dass das an der Fensterzarge (40) angeordnete Laibungselement (44) durch den von der Betonwand (11) definierten mindestens einen ersten Durchgang (14) zu der Innenseite (13) der Betonwand (11) ragt.
  10. Wandmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass erste und zweite Verbindungsmittel (2, 42) dieselbe Art von Verbindungsmittel sind.
  11. Wandmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass das erste und/oder zweite Verbindungsmittel (2, 42) ein Abdichtungsband ist.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Wandmodul, insbesondere ein Element einer Hauswandkellerwand oder dergleichen Elemente einer Hauswand. Unter dem Begriff Dämmeinrichtung sind im Umfang dieser Erfindung alle Arten von Dämmeinrichtungen umfasst, so z.B. schalldämmende Einrichtungen oder auch wärmedämmende Einrichtungen. Verbindungsmittel können auch aller Art sein, wie z.B. Klebstoffe aller Art, Klebebänder, Abdichtungsbänder oder sonstige Mittel, die in der Lage sind, eine druckwasserfeste Verbindung zwischen zwei Elementen herzustellen. Es ist bekannt, Lichtschächte an Häuserwänden so anzubringen, dass Kellerfenster verbaut werden können, damit Licht in einen unterirdisch liegenden Teil eines Hauses gelangen kann. Ein dabei auftretendes Problem ist, dass die Lichtschächte und Fenster aufgrund von stehendem Grundwasser, starkem Regen oder Überschwemmungen druckwasserfest mit der Hauswand verbunden sein müssen. Weiter ist es wünschenswert, dass beim Einbau eines Kellerfensters keine Wärmebrücken entstehen, die z.B. zu Bildung von Kondenswasser an dem Kellerfenster führen. Hierzu ist es üblich, wie in der DE 20 2011 000 637 U1 sowie in dem Prospekt ACO Therm® Block mit integrierter Fensterzarge oder - Aussparung für Standard und druckwasserdichte Montage 01/2011, dass auf die fertig errichtete Hauswand um eine Fensteröffnung herum eine Dämmeinrichtung angebracht wird, die druckwasserfest mit der Hauswand verbunden wird. Um die Dämmeinrichtung herum kann dann die im unterirdisch liegenden Teil eines Hauses übliche Perimeterdämmung angebracht werden. Auf die Dämmeinrichtung kann nun ein Lichtschacht, der meist aus einem Kunststoff oder Beton hergestellt ist, druckwasserdicht angebracht werden. Alle die beschriebenen Schritte finden normalerweise auf der Baustelle statt und es ist somit aufwendig, die verschiedenen Arbeitsschritte der Gewerke zu koordinieren. Es hat sich dabei herausgestellt, dass es auf der Baustelle oft dazu kommt, dass zunächst im Bereich um die Fenster herum und direkt auf die Beton-Kellerwand die Lichtschächte wasserdicht montiert werden. Eine wasserdichte Lichtschachtmontage direkt auf der Perimeterdämmung ist nicht möglich. Nach der Lichtschachtmontage wird die Perimeterdämmung aufwendig im und um den Lichtschacht herum angebracht. Im weiteren Verlauf wird die Perimeterdämmung um die ganze Hauswand. herum angebracht. Diese wird üblicherweise z.B. mit einem Bitumenanstrich befestigt. Dieses führt zu großen Mehrkosten und einer verlängerten Bauzeit. Eine Hauswand, welche aus mehreren Fertigteil-Wandelementen besteht, ist aus der DE 10 2004 040 201 A1 bekannt. Dabei wird auf der Baustelle eine Kernbetonschicht zwischen einen Innenschale und eine Außenschale aus Dämmmaterial gegossen. Die DE 10 2004 040 201 A1 zeigt die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1. Ferner können bestimmte Materialien nicht unter allen Wetterbedingungen verarbeitet werden, wodurch sich wiederum der Bau verzögert und somit die Gesamtkosten schnell steigen können. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein Wandmodul der eingangs genannten Art bereitzustellen, das außerhalb der Baustelle vollständig zusammengebaut werden kann. Diese Aufgabe wird durch das Wandmodul nach Patentanspruch 1. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst durch ein Wandmodul, welches unter anderem folgende Merkmale umfasst - eine Betonwand, insbesondere eine Hauskellerwand, mit einer Außenseite und einer Innenseite, wobei die Betonwand mindestens einen ersten Durchgang, insbesondere eine Kellerfensteröffnung, von der Innenseite zu der Außenseite bildet;- eine an der Außenseite angeordnete Dämmeinrichtung, die einen mit dem ersten Durchgang zumindest teilweise fluchtenden zweiten Durchgang definiert;- mindestens ein erstes Verbindungsmittel zur druckwasserfesten Verbindung der Dämmeinrichtung mit der Wand, wobei das erste Verbindungsmittel zwischen der Dämmeinrichtung und der Betonwand angeordnet ist, und das erste Verbindungsmittel bei der Herstellung der Betonwand einen Frischbetonverbund zwischen der Betonwand und der Dämmeinrichtung bildet. Es wird also ein komplettes Wandmodul bereitgestellt, wobei das erste Verbindungsmittel einen Frischbetonverbund zwischen der Betonwand und der Dämmeinrichtung bildet. Dieses hat den Vorteil, dass schon während der Beton noch frisch ist, insbesondere noch feucht ist, die Dämmeinrichtung an den Beton angebracht wird. Somit können Schritte, die auf der Baustelle sehr aufwendig sind, einfach in einer Werkshalle unter kontrollierten Bedingungen ausgeführt werden. Dieses spart Kosten und Zeit. Erfindungsgemäß weist die Dämmeinrichtung einen ersten Flansch auf, der flächig an der Außenseite der Betonwand aufliegt. Solch ein erster Flansch an der Dämmeinrichtung hat den Vorteil, dass die Fläche der Dämmeinrichtung über die Fläche der Dämmwirkung hinaus vergrößert ist. Dabei setzt sich die Fläche der Dämmeinrichtung aus der Fläche der Dämmwirkung und der Fläche des umlaufenden Flansches zusammen. S