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DE-102015121661-B4 - Verfahren, Vorrichtung und Prägestempel zum Herstellen einer Referenzdüse in einer Vorrichtung für die pneumatische Messtechnik

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Abstract

Verfahren zum Herstellen einer einer Referenzdüse (1) in einer Vorrichtung für die pneumatische Messtechnik, die einen Durchlass (3) mit einer Innenkontur (4, 5) in einem Düsenkörper (2) aufweist, gekennzeichnet durch folgende Schritte: • In den Düsenkörper (2) oder aus dem Düsenkörper wird ein zylindrischer Durchgang (6) geformt. • In den Durchgang (6) wird ein Stift (7) eingeführt, der zumindest teilweise die Innenkontur (4, 5) des gewünschten Durchlasses (3) aufweist. • Der Stift (7) wird so in den Düsenkörper (2.2) eingedrückt, dass sich Material des Düsenkörpers (2.2) um den Stift (7) herum legt und so der gewünschte Durchlass (3) mit der gewünschten Innenkontur (4, 5) gebildet wird.

Inventors

  • Erfinder gleich Patentinhaber

Assignees

  • LeGuin Hermann

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20151211

Claims (6)

  1. Verfahren zum Herstellen einer einer Referenzdüse (1) in einer Vorrichtung für die pneumatische Messtechnik, die einen Durchlass (3) mit einer Innenkontur (4, 5) in einem Düsenkörper (2) aufweist, gekennzeichnet durch folgende Schritte: • In den Düsenkörper (2) oder aus dem Düsenkörper wird ein zylindrischer Durchgang (6) geformt. • In den Durchgang (6) wird ein Stift (7) eingeführt, der zumindest teilweise die Innenkontur (4, 5) des gewünschten Durchlasses (3) aufweist. • Der Stift (7) wird so in den Düsenkörper (2.2) eingedrückt, dass sich Material des Düsenkörpers (2.2) um den Stift (7) herum legt und so der gewünschte Durchlass (3) mit der gewünschten Innenkontur (4, 5) gebildet wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass der Durchgang (6) mit einem größeren Durchmesser als der gewünschte Durchlass (3) ausgebildet wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass der Durchgang (6) etwa zylindrisch, beispielsweise durch Bohren, hergestellt wird.
  4. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass ein Durchlass (3) mit einem etwa trichterförmigen Einlass (5) und einem daran anschließenden etwa zylinderförmigen Auslass (4) ausgeformt wird.
  5. Vorrichtung zum Herstellen einer Referenzdüse (1) in einer Vorrichtung für die pneumatischen Messtechnik, die einen Durchlass (3) mit einer Innenkontur (4, 5) in einem Düsenkörper (2) aufweist, dadurch gekennzeichnet , dass auf eine Einrichtung zum Einformen eines Durchgangs (6) in den Düsenkörper (2.2) ein Prägestempel (8) mit einem Stift (7) folgt, welcher die gewünschte Innenkontur (4, 5) für den gewünschten Durchlass (3) aufweist.
  6. Prägestempel zur Durchführung des Verfahrens nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4 , dadurch gekennzeichnet , dass einer Halterung ein Stift (7) zugeordnet ist, welcher eine Außenkontur entsprechend einer gewünschte Innenkontur (4, 5) für den gewünschten Durchlass (3) aufweist.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren, eine Vorrichtung zum Herstellen einer Referenzdüse in einer Vorrichtung für die pneumatische Messtechnik nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und 5, sowie ein Prägestempel für das Verfahren nach Anspruch 6. Stand der Technik Vorrichtungen in der pneumatischen Messtechnik werden beispielsweise für Messungen eines Innen- oder eines Außendurchmessers eines Werkstücks verwendet. Hierbei wird ein Messfluid, insbesondere Luft, einem Strömungskanal zugeführt. Die Luft durchströmt den Strömungskanal entlang einer Strömungsrichtung. Dabei ist die Luft mit einem ersten Druck beaufschlagt, durchströmt zunächst eine in dem Strömungskanal angeordnete Referenzdüse und wird dann einer mit dem Strömungskanal wirksam verbundenen Messdüse zugeführt. Die Luft strömt aus der Messdüse heraus in einen als Drosselstelle wirkenden Spalt zwischen der Messdüse und dem zu vermessenden Werkstück. Die von der Werkstückgeometrie abhängige Größe des Spalts beeinflusst die Drosselwirkung des Spalts und somit den zwischen der Referenzdüse und der Messdüse anliegenden zweiten Druck stromabwärts der Referenzdüse. Auf diese Weise lässt sich durch Messung des ersten Messfluiddrucks und des zweiten Messfluiddrucks die Werkstückgeometrie bestimmen. Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE 102 36 402 A1 bekannt. Ferner wird zum Stand der Technik noch auf die DE 197 33 984 A1, die DE 199 26 946 A1 und die DE 101 55 135 B4 verwiesen. Bei einer Vielzahl von Werkstücken ist es erforderlich, Werkstückabmessungen mit kleinsten Toleranzen herzustellen und die Einhaltung dieser Werkstückabmessungen zu überprüfen. Hierzu ist es notwendig, dass insbesondere die Referenzdüse sehr genau ausgeformt sein muss und eine Innenkontur der Referenzdüse wiederholgenau hergestellt werden muss. Bislang geschieht dies durch alle möglichen spanabhebenden Arbeitsvorgänge, insbesondere durch Bohren, Schleifen, Honen usw.. Ein großes Problem stellen aber nach wie vor die erforderlichen Genauigkeiten und vor allem die Wiederholgenauigkeiten dar. In diesem Zusammenhang wird im Einzelnen auf die EP 0 132 878 B1 hingewiesen. Dort ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Düsenplatten für Tintenstrahldrucker offenbart. Dabei wird eine Platte zusammen mit einer härteren Metallfolie durch eine Matrizenöffnung gestreckt und in einem Schneidekissen gestanzt. Die Metallfolie wirkt als zusätzliche Matrize, verdichtet das Material und ermöglicht scharfkantige, glatte und symmetrische Düsenränder. Durch Verwendung amorpher oder mikrokristalliner Folien mit hoher Härte wird die Präzision der Düsen deutlich verbessert. In der EP 0 064 263 B1 ist ein Werkzeug zum Herstellen von Senklöchern in Blechen auf NC-Stanzmaschinen offenbart. Der Prägestempel ist über einen Schaftabschnitt eng im Niederhalter geführt, sodass das Material beim Prägen nicht aufgewulstet wird. Eine nach oben gewölbte Matrize sichert gleichzeitig die Parallelität von Ober- und Unterseite des Blechs. Dadurch lassen sich auch dicht nebeneinanderliegende Senklöcher präzise, eben und ohne Oberflächenverformung herstellen. Aufgabe Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren der o.g. Art zu schaffen, mit dem derartige Referenzdüsen äußerst genau und insbesondere wiederholgenau hergestellt werden können. Lösung der Aufgabe Zur Lösung der Aufgabe führen die folgenden Schritte:- In den Düsenkörper oder aus dem Düsenkörper wird ein etwa zylindrischer Durchgang geformt.- In den Durchgang wird ein Stift eingeführt, der zumindest teilweise die Innenkontur des gewünschten Durchlasses aufweist.- Der Stift wird so in den Düsenkörper eingedrückt, dass sich Material des Düsenkörpers um den Stift herum legt und so der gewünschte Durchlass mit der gewünschten Innenkontur gebildet wird. In der Praxis hat sich herausgestellt, dass durch dieses Verfahren eine sehr genaue Referenzdüse wiederholgenau hergestellt werden kann. Die Arbeitsgänge sind einfach und sehr kostengünstig auszuführen. In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens soll der Durchgang einen größeren Durchmesser als der gewünschte Durchlass aufweisen. Das bedeutet in der Praxis, dass der Stift auf einfache Weise in den Durchgang eingesetzt werden kann, dass dann aber Erhöhungen, die sich an dem Stift befinden, Material aus dem Düsenkörper verdrängen, so dass sich dieses um den Stift legen kann. Hierdurch entsteht der gewünscht Durchlass. In einem einfachen Ausführungsbeispiel besitzt der Stift einen zylindrischen vorderen Abschnitt, an den ein trichterförmiger hinterer Abschnitt anschließt. Wird dieser Stift in einen Durchgang mit einem größeren Durchmesser als der später gewünschte Durchlass eingedrückt, so wird durch den trichterförmigen Abschnitt Material des Düsenkörpers in Richtung des zylindrischen Abschnitts verdrängt, so dass sich dort Material des Düsenkörpers um den zylindrischen Abschnitt legt und so der zylindrische Auslass gebildet wird. Damit entsprechendes Material fliessen kann, wird bev