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DE-102016006600-B4 - Ballastaufnahmeeinrichtung für einen Kran

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Abstract

Ballastaufnahmeeinrichtung (100) für einen Kran (200), umfassend: einen Halterahmen (1) zum Befestigen an einem drehbaren Oberwagen (201) eines Krans (200), einen Verbindungskasten (2), der mit einer Ballastträgerplatte (3) zum Aufnehmen von Ballast (4) verbindbar ist, mindestens ein Führungselement (5), das an dem Verbindungskasten (2) und dem Halterahmen (1) angelenkt ist, und mindestens eine Zylinderanordnung (6), die in ihrer Ausdehnung variierbar ist und mit einem Ende gelenkig mit dem Halterahmen (1) und mit dem anderen Ende gelenkig mit dem Verbindungskasten (2) verbunden ist.

Inventors

  • Hans-Dieter Willim
  • Markus Bitz
  • Heinz König

Assignees

  • LIEBHERR-WERK EHINGEN GMBH

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20160530

Claims (15)

  1. Ballastaufnahmeeinrichtung (100) für einen Kran (200), umfassend: einen Halterahmen (1) zum Befestigen an einem drehbaren Oberwagen (201) eines Krans (200), einen Verbindungskasten (2), der mit einer Ballastträgerplatte (3) zum Aufnehmen von Ballast (4) verbindbar ist, mindestens ein Führungselement (5), das an dem Verbindungskasten (2) und dem Halterahmen (1) angelenkt ist, und mindestens eine Zylinderanordnung (6), die in ihrer Ausdehnung variierbar ist und mit einem Ende gelenkig mit dem Halterahmen (1) und mit dem anderen Ende gelenkig mit dem Verbindungskasten (2) verbunden ist.
  2. Ballastaufnahmeeinrichtung (100) nach Anspruch 1 , wobei die Zylinderanordnung (6) einen Hydraulikzylinder umfasst.
  3. Ballastaufnahmeeinrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das mindestens eine Führungselement (5) ein starres Führungselement (5) ist und bei einem Ausdehnen der Zylinderanordnung (6) dafür sorgt, dass der Halterahmen (1) in Bezug auf den Verbindungskasten (2) eine Schwenkbewegung vollzieht.
  4. Ballastaufnahmeeinrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zwei Führungselemente (5) vorhanden sind, die in Form eines Hebel-Parallelogramms an dem Halterahmen (1) und dem Verbindungskasten (2) angeordnet sind.
  5. Ballastaufnahmeeinrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Halterahmen (1) einen Hakenabschnitt (7) aufweist, der dazu ausgelegt ist, in einen Eingriffsabschnitt (8) eines Oberwagens (201) einzugreifen.
  6. Ballastaufnahmeeinrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Halterahmen (1) eine Ausnehmung (8) zum Durchstecken eines Bolzens aufweist, die vorzugsweise dazu dient, eine lösbare Verbindung mit einem Oberwagen (201) eines Krans (200) herzustellen.
  7. Ballastaufnahmeeinrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Halterahmen (1) einen etwa C-förmigen Abschnitt, der in seinem oberen Teil einen Hakenabschnitt (7) aufweist, der dazu ausgelegt ist, in einen Eingriffsabschnitt (8) eines Oberwagens (201) einzugreifen, und in seinem unteren Teil eine Ausnehmung (8) zum Durchstecken eines Bolzens aufweist, die vorzugsweise dazu dient, eine lösbare Verbindung mit einem Oberwagen (201) eines Krans (200) herzustellen.
  8. Ballastaufnahmeeinrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die jeweiligen Gelenkachsen der Verbindungen von der Zylinderanordnung (6) zu Halterahmen (1) und Verbindungskasten (2) sowie von dem mindestens einem Führungselement (5) zu Halterahmen (1) und Verbindungskasten (2) parallel, vorzugsweise jedoch verschieden sind.
  9. Kran (200), umfassend eine Ballastaufnahmeeinrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und einen drehbaren Oberwagen (201), wobei die Ballastaufnahmeeinrichtung (100) mit dem Oberwagen (201) lösbar, vorzugsweise starr, verbunden ist.
  10. Kran (200) nach Anspruch 9 , ferner umfassend eine Hydraulikversorgung, die mit der mindestens einen Zylinderanordnung (6) der Ballastaufnahmeeinrichtung (100) verbunden ist.
  11. Kran (200) nach einem der Ansprüche 9 oder 10 , wobei ein Ausdehnen der Zylinderanordnung (6) zu einem Anheben des Verbindungskastens (2) führt, wodurch sich vorzugsweise gleichzeitig der Radialabstand des Verbindungskastens (2) und der damit verbundenen Ballastträgerplatte (3) zur Oberwagendrehachse verringert.
  12. Verfahren zum Verbinden einer Ballastaufnahmeeinrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem Kran (200), umfassend die Schritte: Positionieren der Ballastaufnahmeeinrichtung (100) auf einem Unterwagen des Krans (200), Verbinden einer Hydraulikversorgung des Krans (200) mit der mindestens einen Zylinderanordnung (6) der Ballastaufnahmeeinrichtung (100), und Verschwenken des Halterahmens (1) mit Hilfe einer Änderung der Ausdehnung der Zylinderanordnung (6), um Halterahmen (1) und Oberwagen (201) miteinander zu verbinden oder so zueinander auszurichten, dass eine Verbindung vorgenommen werden kann.
  13. Verfahren nach Anspruch 12 , wobei beim Verschwenken des Halterahmens (1) Verbindungsstellen von Halterahmen (1) und Oberwagen (201) zueinander so ausgerichtet werden, damit diese fluchten und eine Bolzenverbindung hergestellt werden kann und/oder ein Hakenabschnitt (7) des Halterahmens (1) in einen entsprechenden Eingriffsabschnitt (8) des Oberwagens (201) eingreift.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 oder 13 , wobei nach einem Verbinden von Halterahmen (1) und Oberwagen (201), die Zylinderanordnung (6) weiter ausgefahren wird, sodass sich der Verbindungskasten (2) vom Unterwagen abhebt und die Ballastaufnahmeeinrichtung (100) zusammen mit dem Oberwagen (201) des Krans (200) gedreht werden kann.
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14 , wobei das Positionieren der Ballastaufnahmeeinrichtung (100) auf dem Unterwagen des Krans (200) durch die Hebevorrichtung des Krans (200) selbst vorgenommen wird.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ballastaufnahmeeinrichtung, einen Kran mit einer solchen Ballastaufnahmeeinrichtung und ein Verfahren zum Verbinden der Ballastaufnahmeeinrichtung mit einem Kran. Der Einsatz von Mobilkränen auf Baustellen unterliegt oftmals gewissen räumlichen Einschränkungen. Insbesondere ist dabei das Drehen eines Oberwagens eines Krans auf engen Baustellen problematisch, da der am Oberwagen befestigte Ballast beim Drehen einen gewissen Radius einnimmt, der frei von Hindernissen sein muss. Ein großer Ballastradius, also eine große Entfernung zwischen Ballast und Oberwagendrehachse, erzeugt ein großes Ballastmoment und trägt somit zu einer großen Traglast des Krans bei. Wie oben bereits aufgeführt, ist ein großer Ballastradius, insbesondere bei beengten Platzverhältnissen, im 360°-Drehbereich nicht immer frei von Störkanten. Oftmals ist es aber vorteilhaft, den Oberwagen vollständig in einem Bereich von 360° frei drehen zu können. Darüber hinaus sind aus dem Stand der Technik bekannte Ballastiersysteme für Mobilkrane komplex und kostenintensiv. Auch ist zu beachten, dass ein großes Ballastmoment problematisch für ein Kippen des Krans nach hinten ist. Dies ist bei kleinen Lastradien oder bei abgesetzter Last und dann beim Zurückdrehen des Oberwagens der Fall. Aus der DE 11 2010 003 966 T5 ist bereits eine Ballastaufnahmeeinrichtung für einen Rohrverleger bekannt. Die vorliegende Erfindung löst die vorstehend aufgeführten Probleme durch eine Ballastaufnahmeeinrichtung, die sämtliche Merkmale des Anspruchs 1 umfasst. Die Ballastaufnahmeeinrichtung für einen Kran umfasst demnach einen Halterahmen zum Befestigen an einem Oberwagen eines Krans, einen Verbindungskasten, der mit einer Ballastträgerplatte zum Aufnehmen von Ballast verbindbar ist, mindestens ein Führungselement, das an den Verbindungskasten und dem Halterahmen angelenkt ist, und mindestens eine Zylinderanordnung, die in ihrer Ausdehnung variierbar ist und mit einem Ende gelenkig mit dem Halterahmen und mit dem anderen Ende gelenkig mit dem Verbindungskasten verbunden ist. Dabei kann die Zylinderanordnung ein in seiner Ausdehnung/Länge variierbarer Zylinder sein, der ein Zylindergehäuse und einen Zylinderkolben, der bezüglich des Zylindergehäuses ein- und ausfahrbar ist, umfasst. Ein Ende der Zylinderanordnung beschreibt hierbei der vom Zylindergehäuse entfernte Abschnitt des Zylinderkolbens und das andere Ende beschreibt hierbei den vom Zylinderkolben abgewandten Abschnitt des Zylindergehäuses. Für die Zwecke der Erfindung ist es nicht von Belang, ob der Zylinderkolben oder das Zylindergehäuse mit dem Halterahmen bzw. dem Verbindungskasten verbunden ist. Durch das Führungselement, das den Halterahmen und den Verbindungskasten miteinander über eine Gelenkverbindung verbindet, ist es möglich, den am Verbindungskasten aufgenommenen Ballast in seiner Höhe und in seinem Abstand gegenüber dem Halterahmen zu variieren. Dies geschieht indem bei einem Aus- bzw. Einfahren der Zylinderanordnung eine durch das Führungselement vorgegebene Relativbewegung von Halterahmen und Verbindungskasten ausgeführt wird, die den Abstand der beiden Bauteile (Halterahmen und Verbindungskasten) verändern kann. Nach einer optionalen Modifikation der Erfindung ist das mindestens eine Führungselement ein starres Führungselement, das bei einem Ausdehnen der Zylinderanordnung dafür sorgt, dass der Halterahmen in Bezug auf den Verbindungskasten eine Schwenkbewegung vollzieht. Vorzugsweise sind dabei zwei Führungselemente vorhanden, die jeweils den Verbindungskasten mit dem Halterahmen über eine Gelenkverbindung verbinden, sodass die Führungselemente die Form eines Hebel-Parallelogramms an dem Halterahmen und dem Verbindungskasten einnehmen. Die für das Hebel-Parallelogramm erforderlichen Führungselemente sind dabei typischerweise an in Höhenrichtung voneinander beabstandeten Verbindungspunkten des Halterahmens und des Verbindungskastens angelenkt. Nach einer Fortbildung der Erfindung weist der Halterahmen einen Hakenabschnitt auf, der dazu ausgelegt ist, in einen Eingriffsabschnitt eines Oberwagens einzugreifen. Dieser Hakenabschnitt zum Eingreifen an einen Oberwagen ist für eine schnelle Montage der Ballastaufnahmeeinrichtung an einem Kran von Vorteil. Ferner kann vorgesehen sein, dass der Halterahmen eine Ausnehmung zum Durchstecken eines Bolzens aufweist, die vorzugsweise dazu dient, eine lösbare Verbindung mit einem Oberwagen eines Krans herzustellen. Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist der Halterahmen einen etwa C-förmigen Abschnitt auf, der in seinem oberen Teil einen Hakenabschnitt besitzt, der dazu ausgelegt ist, in einen Eingriffsabschnitt eines Oberwagens einzugreifen. Ferner weist der Halterahmen in seinem unteren Teil eine Ausnehmung zum Durchstecken eines Bolzens auf, die vorzugsweise dazu dient, eine lösbare Verbindung mit einem Oberwagen eines Krans herzustellen. Vorzugsweise sind die jeweiligen Gelenkachsen der Verbindungen