DE-102016117317-B4 - Karosserie und Kraftfahrzeug mit einer solchen
Abstract
Karosserie (10), mit folgenden Merkmalen: - einen quer zu einer vorgesehenen Fahrtrichtung (16) verlaufenden Querträger (11), - einen längs zu der Fahrtrichtung (16) verlaufenden Längsträger (13) mit mindestens einem Innengurt und einem Außengurt und - eine asymmetrisch geformte, zwischen dem Querträger (11) und dem Längsträger (13) angeordnete Crashbox (14) dergestalt, dass eine entgegen der Fahrtrichtung (16) auf den Querträger (11) wirkende Kraft asymmetrisch in die Gurte geleitet wird, gekennzeichnet durch folgende Merkmale: - die Crashbox (14) weist in Breitenrichtung des Fahrzeugs eine Innenseite und eine Außenseite auf, - eine Seite ist kürzer als die andere Seite, sodass die Kraft zunächst in die andere Seite geleitet wird, und - der Längsträger (13) und die Crashbox (14) sind koaxial ausgerichtet, sodass die Kraft über die eine Seite der Crashbox (14) zunächst in den entsprechenden Gurt des Längsträgers (13) geleitet wird.
Inventors
- Simon Alexander Maurer
- Stephan Brausse
- DENNIS TEGELKAMP
- Rüdiger Wolf
- Thomas Weinberger
Assignees
- DR. ING. H.C. F. PORSCHE AKTIENGESELLSCHAFT
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20160914
Claims (4)
- Karosserie (10), mit folgenden Merkmalen: - einen quer zu einer vorgesehenen Fahrtrichtung (16) verlaufenden Querträger (11), - einen längs zu der Fahrtrichtung (16) verlaufenden Längsträger (13) mit mindestens einem Innengurt und einem Außengurt und - eine asymmetrisch geformte, zwischen dem Querträger (11) und dem Längsträger (13) angeordnete Crashbox (14) dergestalt, dass eine entgegen der Fahrtrichtung (16) auf den Querträger (11) wirkende Kraft asymmetrisch in die Gurte geleitet wird, gekennzeichnet durch folgende Merkmale: - die Crashbox (14) weist in Breitenrichtung des Fahrzeugs eine Innenseite und eine Außenseite auf, - eine Seite ist kürzer als die andere Seite, sodass die Kraft zunächst in die andere Seite geleitet wird, und - der Längsträger (13) und die Crashbox (14) sind koaxial ausgerichtet, sodass die Kraft über die eine Seite der Crashbox (14) zunächst in den entsprechenden Gurt des Längsträgers (13) geleitet wird.
- Karosserie (10) nach Anspruch 1 , gekennzeichnet durch folgende Merkmale: - die Karosserie (10) umfasst ferner ein zwischen dem Querträger (11) und dem Längsträger (13) angeordnetes Abschlussteil (12) und - das Abschlussteil (12) liegt einerseits an der Crashbox (14) und andererseits an dem Längsträger (13) an.
- Karosserie (10) nach einem der Ansprüche 1 oder 2 , gekennzeichnet durch folgendes Merkmal: - der Querträger (11) ist ein Stoßfänger-Querträger (11).
- Kraftfahrzeug mit einer Karosserie (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 .
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Karosserie nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Die vorliegende Erfindung betrifft darüber hinaus ein entsprechendes Kraftfahrzeug. Stand der Technik Bei der üblicherweise für Personenkraftwagen und Transporter verwendeten selbsttragenden Karosserie bildet das Tragwerk zur Aufnahme von Antrieb und Fahrwerk eine Einheit mit dem Fahrzeugaufbau. Die nach dem Stand der Technik eingesetzten Träger werden typischerweise jeweils aus mindestens zwei Schalen aus tiefgezogenen Blechen zusammengefügt. Im Zuge der Gestaltung von Trägerquerschnitten, Knotenstrukturen zwischen den Trägern und verschiedener Blechfelder finden sowohl die geometrischen als auch die mechanisch-strukturellen Anforderungen an die Karosserie Berücksichtigung. Bei modernen Kraftfahrzeugen fällt insbesondere das Crashverhalten ins Gewicht. Auf dem Gebiet der Fahrzeugsicherheit hinlänglich bekannt sind in diesem Zusammenhang etwa sogenannte Crashboxen, innerhalb derer bei einem Auffahrunfall durch Verformung geeigneter Werkstoffe Bewegungsenergie abgebaut werden kann, um die Fahrzeuginsassen sowie die gesamte Karosserie einer geringeren Verzögerungskraft auszusetzen und so unzulässige Deformationen des Fahrzeugaufbaus und Verletzungen der Passagiere zu verhindern. Die gattungsbildende DE 196 35 285 A1 offenbart den Gegenstand des Oberbegriffs von Anspruch 1. DE 101 26 065 C2 offenbart ein Deformationselement zwischen einem Längsträger und einem bezüglich seiner horizontalen Mittellängsebene gegenüber der horizontalen Mittellängsebene des Längsträgers vertikal versetzten Querträger eines Kraftfahrzeugs. Zentraler Bauteil eines solchen Deformationselements ist ein im Querschnitt mehreckiger, länglich hohler Basiskörper mit einer größeren Höhe als Breite. Diesem Basiskörper wird nun in Abhängigkeit von dem jeweiligen Fahrzeugtyp mindestens eine im Querschnitt U-förmige Versteifungsschale so gezielt zugeordnet, dass die durch den Versatz der horizontalen Mittellängsebenen von Querträger und Längsträger in der vertikalen Mittellängsebene auftretenden Biegemomente optimal aufgefangen werden. Dazu übergreift die Versteifungsschale mit den Längsrändern ihrer Schenkel den Basiskörper. Der Basiskörper und die Versteifungsschale werden schweißtechnisch verbunden, wobei eine Punktschweißung oder auch kurze Längsnähte zur einwandfreien Verbindung ausreichen sollen. Speziell werden die Längsränder außenseitig der Seitenwände des Basiskörpers verschweißt. DE 101 28 114 A1 offenbart einen Aufpralldämpfer für Kraftfahrzeuge zur Energieaufnahme bei einer Kollision des Kraftfahrzeugs mit einem Hindernis, mit einem aus Metall bestehenden, eine Längsrichtung des Aufpralldämpfers definierenden zylindrischen Hohlkörper mit Verformungssicken im Mantel zur Realisierung einer definierten Stauchung des Hohlkörpers bei Kraftbeaufschlagung in Längsrichtung, mit einer im Wesentlichen quer ausgerichteten, ersten Befestigungsfläche an einem Ende des Hohlkörpers zur Befestigung an einem Fahrzeuglängsträger oder einem anderen Strukturbauelement der Kraftfahrzeugkarosserie, mit einer zweiten Befestigungsfläche am gegenüberliegenden, zweiten Ende des Hohlkörpers zur Befestigung an einer Gegenfläche eines Stoßfängerquerträgers oder eines anderen Strukturbauelementes der Kraftfahrzeugkarosserie, wobei der Hohlkörper am zweiten Ende im Wesentlichen geschlossen ist und die zweite Befestigungsfläche eine Befestigung des Stoßfängerquerträgers o. dgl. mit in einem spitzen Winkel zur ersten Befestigungsfläche verlaufender Gegenfläche erlaubt. WO 97/ 03 865 A1 offenbart eine energieabsorbierende Fahrzeugstoßstangenanordnung, die ein Paar sich in Längsrichtung erstreckender Verformungselemente umfasst, die zwischen einer vorderen Karosseriestruktur und einer Stoßstangenverstärkung eingesetzt sind. Die Verformungselemente bestehen aus einem Verformungsrohrteil und einem aufnehmenden Trägerteil, wobei sich das Verformungsrohrteil in einen Hohlraum der Stoßstangenverstärkung erstreckt. Aus EP 2 401 190 B1 ist eine Fahrzeugstruktur bekannt, wobei im vorderen Bereich in Längsrichtung Rahmenelemente vorgesehen und eine vordere Anbindung und eine hintere Anbindung an die Fahrzeugstruktur in Breitenrichtung voneinander beanstandet sind. EP 2 112 981 B1 beschreibt einen Abschnitt eines Längsträgers, welcher eine definierte Knickstelle und Anbindungspunkte aufweist, die aus einer seitlichen Ansicht in vertikaler Richtung voneinander versetzt sind. Aus EP 1 631 752 B1 ist eine Verformungsstruktur im Frontbereich eines Fahrzeugs bekannt, wobei ein Zusammenquetschen der Verformungsstruktur infolge einer Krafteinwirkung in Längsrichtung und ein Schwenken in eine Querachse eingeleitet wird. In DE 103 09 626 A1 schließlich ist ein Karosserieträger mit Sicken beschrieben, welche bei einem Zusammenstauchen in eine bevorzugte Raumrichtung gebogen werden. Offenbarung der Erfindung Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Trägerkinematik derart auszubilden, das