DE-102016119620-B4 - Lehre für die Rekonstruktion eines Segels einer Aortenklappe
Abstract
Lehre (10) für die Rekonstruktion eines Segels einer Aortenklappe, dadurch gekennzeichnet, dass die Lehre (10) aus einem unter manueller Kraftaufwendung plastisch verformbaren Material gefertigt ist.
Inventors
- Gerald Fehling
Assignees
- FEHLING INSTRUMENTS GMBH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20161014
Claims (12)
- Lehre (10) für die Rekonstruktion eines Segels einer Aortenklappe, dadurch gekennzeichnet , dass die Lehre (10) aus einem unter manueller Kraftaufwendung plastisch verformbaren Material gefertigt ist.
- Lehre (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Lehre aus einem biokompatiblen Material gefertigt ist.
- Lehre (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Lehre (10) aus einem sterilisierbaren Material gefertigt ist.
- Lehre (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Lehre (10) aus einem Material mit einer Biegsamkeit von mehr als 10 Grad gefertigt ist.
- Lehre (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Lehre (10) aus biegsamem Stahl, biegsamem Aluminium oder biegsamem Kunststoff gefertigt ist.
- Lehre (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Lehre (10) aus einer Nickel-Tital-Legierung gefertigt ist.
- Lehre (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Lehre (10) aus einer Memory-Legierung gefertigt ist.
- Lehre (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Lehre (10) eine Dicke (d) im Bereich von 0,05 mm bis 2 mm, vorteilhafterweise eine Dicke (d) im Bereich von 0,25 mm bis 0,45 mm, vorzugsweise eine Dicke (d) im Bereich von 0,30 mm bis 0,36 mm, beispielsweise eine Dicke (d) von 0,33 mm aufweist.
- Lehre (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Lehre (10) eine Breite (b) im Bereich von 15 mm bis 40 mm aufweist.
- Lehre (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Lehre (10) an ihrem Außenumfang mindestens eine, vorzugsweise mehrere, insbesondere drei, Ausnehmungen (15) aufweist.
- Lehre (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Lehre (10) atraumatisch abgerundete Kanten aufweist.
- Set aus mehreren Lehren (10) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche in unterschiedlichen Größen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Lehre für die Rekonstruktion eines Segels einer Aortenklappe. Die Aortenklappe (Valva aortae) ist als Ventilsystem im Aortenostium der linken Herzkammer angeordnet, das sich mit der Systole unter dem ventrikulärem Druck des Blutes öffnet und mit der Diastole unter dem arteriellen Druck schließt. Die Aortenklappe weist üblicherweise drei Klappensegel auf, die am Anulus fibrosus durch Kommissuren getrennt ansetzen. Die Klappensegel legen sich mit ihren freien Taschenrändern in der Schließstellung dichtend aneinander an, um einen Blutrückstrom aus der Aorta in die linke Herzkammer zu verhindern. In der Offenstellung werden die freien Ränder der dehnbaren flexiblen Segel voneinander wegbewegt. Aortenklappendefekte können durch verschiedene chirurgische Verfahren behandelt werden. Die defekte Aortenklappe kann vollständig oder teilweise durch eine mechanische oder biologische Klappenprothese ersetzt werden. Dabei ist es insbesondere bekannt, einzelne Segel einer Aortenklappe zu ersetzen. Um die Größe eines Aortenklappensegel-Implantats bestimmen zu können, kommen bekannterweise spezielle standardisierte Lehren als Hilfsmittel zur Größendefinition zum Einsatz, um den Chirurgen bei der Rekonstruktion zu unterstützen und die Operationszeit zu verringern. Bekannt sind Lehren aus einem starren Kunststoff, welche in etwa die Form eines flach ausgebreiteten Aortenklappensegels aufweisen und welche in verschiedenen Größen bereitgestellt werden, um dem Chirurgen bei der Operation einen Anhaltspunkt zu geben, in welcher Größe und Form das Implantatmaterial zur Rekonstruktion des Segels der Aortenklappe zuzuschneiden ist. Bekannt ist ein Set von mehreren derartigen Lehren unterschiedlicher Größe, wobei auf den Lehren der Durchmesser des Anulus vermerkt ist, für welchen die jeweilige Größe der Lehre geeignet wäre. Während der Operation wird der Durchmesser des Anulus des Patienten bestimmt und anschließend die entsprechende Lehre ausgewählt. Die Lehre kann dann nach Art einer Schablone verwendet werden, um die Form und Größe anschließend auf das Implantatmaterial zu übertragen und eine Grundlage für die Rekonstruktion zu ermöglichen. In der Regel gibt die Lehre jedoch nicht die exakte Form und Größe des Klappensegels vor, da die tatsächlich erforderliche Form und Größe von den Chirurgen intraoperativ anhand der bestehenden anatomischen Begegnungen bestimmt wird. Aus der US 2009/0192602 A1 ist eine Vorrichtung zur Bestimmung des Anulus einer Herzklappe mit minimalinvasiven Verfahren bekannt, die zur Größenbestimmung eine Platte aufweist, welche deformierbar ist, um durch Engstellen der minimalinvasiven Einführungsroute hindurchgeführt werden zu können. Aus der US 2009/0192600 A1 ist ebenfalls eine Vorrichtung zur Bestimmung der Größe des Anulus einer Herzklappe bekannt, bei der an zwei einander gegenüberliegenden Enden Größenbestimmungsplatten vorgesehen sind, die unterschiedliche Formen aufweisen, die aber zu derselben Größe eines Anulus gehören. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Lehre für die Rekonstruktion eines Segels einer Aortenklappe bereitzustellen, mit Hilfe derer die Größe und Form des Aortenklappensegel-Implantats besser abgeschätzt werden kann. Insbesondere soll eine schnellere Abschätzung ermöglicht werden, um die Operationszeit zu verringern. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Lehre für die Rekonstruktion eines Segels einer Aortenklappe mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben. Die erfindungsgemäße Lehre für die Rekonstruktion eines Segels einer Aortenklappe ist aus einem unter manueller Kraftaufwendung plastisch verformbaren Material gefertigt. Dies bietet die Möglichkeit, dass der Chirurg bei der Operation die Lehre per Hand mit geringem Kraftaufwand verformen kann, um die räumliche Form des zu ersetzenden Segels nachbilden zu können und sich besser vorstellen zu können. Die bekannten starren Lehren weisen zwar die Konturen des zu ersetzenden Segels auf, jedoch als in einer Ebene ausgebreitetes Segel, während das Segel im in die Aortenklappe eingenähten Zustand eine gewölbte Form aufweist. Dadurch, dass die Lehre aus einem plastisch verformbaren Material gefertigt ist, kann der Chirurg auch die räumliche Form des zu ersetzenden Segels nachbilden, sodass die benötigte Größe in der Regel schneller und genauer bestimmt werden kann. Weiterhin ermöglicht die plastische Verformung der Lehre, dass nach Bestimmung der optimalen Größe der Lehre die Lehre leicht wieder glatt gebogen werden kann und somit flach auf das Implantatmaterial gelegt werden kann, um die Größe des gewünschten Implantats mit Hilfe der Lehre auf dem Implantatmaterial anzuzeichnen und das Implantatmaterial in der gewünschten Größe zuschneiden zu können. Die Lehre ist vorzugsweise zur Sicherheit und zum Schutz des Patienten aus einem biokompatiblen Material gefertigt. Vorzugsweise ist die