DE-102016202412-B4 - Dichtungsanordnung für Wälzlager, insbesondere für eine Nabenlagereinheit von Fahrzeugen und zugehörige Nabenlagereinheit
Abstract
Dichtungsanordnung (5; 105; 205) für Wälzlager, insbesondere für eine Nabenlagereinheit (1) von Fahrzeugen, die geeignet ist, zwischen einem ersten (3), bei Gebrauch rotierenden Ring und einem zweiten (2), bei Gebrauch feststehenden Ring eingesetzt zu werden, zum Schutz vor externen Verunreinigungen eines ringförmigen Raums (7), der zwischen dem ersten und zweiten Ring begrenzt ist, umfassend eine erste ringförmige starre Abschirmung (10), die ausgelegt ist integral durch den ersten Ring getragen zu werden, und eine zweite ringförmige starre Abschirmung (11), die ausgelegt ist, integral durch den zweiten Ring getragen zu werden; wobei: i) - die zweite ringförmige starre Abschirmung (11) ist L-förmig im Radialschnitt und umfasst einen radial äußeren hülsenförmigen Einsetzabschnitt (12) und einen Flanschabschnitt (13), der sich ausgehend von einem ersten Ende (14) des Einsetzabschnitts hin zur Seite gegenüber der ersten ringförmigen Abschirmung radial nach innen auskragend erstreckt; die zweite ringförmige starre Abschirmung trägt integral und radial innenseitig ein erstes ringförmiges Dichtungselement (15) hergestellt aus einem Elastomermaterial; und wobei: ii) - die erste ringförmige starre Abschirmung (10) ist im Radialschnitt wie ein C geformt, aufweisend eine Höhlung in Richtung der zweiten ringförmigen starren Abschirmung (11) und umfasst einen ersten radial inneren Hülsenabschnitt (16) definierend einen Einsetzabschnitt der ersten starren Abschirmung, einen Flanschabschnitt (17), der sich auskragend radial nach außen ausgehend von einem ersten Ende (18) des ersten Hülsenabschnitts in Richtung zur Seite gegenüberstehend der zweiten ringförmigen starren Abschirmung erstreckt, und einen zweiten Hülsenabschnitt (19), der sich axial auskragend vom Flanschabschnitt der ersten Abschirmung auf der gleichen Seite wie der erste Hülsenabschnitt der ersten starren Abschirmung erstreckt; der erste und zweite Hülsenabschnitt der ersten starren Abschirmung (10) sind radial einander zugewandt und koaxial in Bezug auf eine gemeinsame Symmetrieachse (A) der ersten und zweiten starren Abschirmung; iii) - das erste ringförmige Dichtungselement (15) umfasst eine erste, elastisch verformbare, ringförmige Lippe (20; 220), die sich axial auskragend vom Flanschabschnitt (13) der zweiten starren Abschirmung in Richtung der ersten starren Abschirmung erstreckt, um radial zwischen dem ersten (16) und dem zweite (19) Hülsenabschnitt der ersten starren Abschirmung angeordnet zu sein; und eine zweite elastisch verformbare, ringförmige Lippe (21; 131; 221), die radial auf der Innenseite der ersten ringförmigen Lippe (20; 220) angeordnet ist und die sich axial und radial zum berührenden Zusammenwirken mit der ersten starren Abschirmung erstreckt, womit eine Gleitdichtung definiert ist; iv) - die erste ringförmige Lippe (20; 220) ist so geformt, dass sie radial nach außen einen ersten ringförmigen Kanal (22) abgrenzt, der am anderen Ende, als dem des Flanschabschnitts der ersten starren Abschirmung, einem freien Kantenende (23) des zweiten Hülsenabschnitts der ersten starren Abschirmung zugewandt ist; dadurch gekennzeichnet, dass v) - das erste ringförmige Dichtungselement (15) eine dritte ringförmige, elastisch verformbar Lippe (28) umfasst, die sich radial und axial auskragend vom Einsetzabschnitt (12) der zweiten starren Abschirmung in Richtung des Flanschabschnitts (17) der ersten starren Abschirmung erstreckt, um zwischen dem Einsetzabschnitt (12) der zweiten starren Abschirmung und dem zweiten Hülsenabschnitt (19) der ersten starren Abschirmung, schräg zu dem Flanschabschnitt (17) der ersten starren Abschirmung angeordnet zu sein; vi) - die dritte ringförmige Lippe (28) dazu ausgelegt ist, wahlweise anzunehmen: eine erste Konfiguration, unverformt, in der sie eine radial äußere Mantelfläche (29) des zweiten Hülsenabschnitts (19) der ersten starren Abschirmung nicht berührt, damit ein ausreichend kleines Radialspiel definiert ist, um eine erste radial ausgerichtete Labyrinthdichtung (30) zu bilden; und eine zweite Konfiguration, verformt, in welcher, in Reaktion auf das Aufbringen einer Kraft von außen auf die Dichtungsanordnung, sie die radial äußere Mantelfläche (29) des zweiten Hülsenabschnitts der ersten starren Abschirmung berührt, darauf ausbildend eine Gleitdichtung, vii) - die dritte elastisch verformbare ringförmige Lippe (28) radial nach außen gebogen ist, um durch die Schwerkraft den Abfluss von möglichen Verunreinigungen zu erlauben, die die erste Labyrinthdichtung überwinden, aus zumindest einer Sammelkammer (37) für die Verunreinigungen, die zwischen dem ersten ringförmigen Kanal (22) und dem zweiten Hülsenabschnitt (19) der ersten starren Abschirmung abgegrenzt ist.
Inventors
- Carmelo Gullì
- Davide Antonio OLIVIERI
- Michel Organisciak
- Marco Panchetti
- Héctor Villalobos
Assignees
- AKTIEBOLAGET SKF
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20160217
- Priority Date
- 20150217
Claims (11)
- Dichtungsanordnung (5; 105; 205) für Wälzlager, insbesondere für eine Nabenlagereinheit (1) von Fahrzeugen, die geeignet ist, zwischen einem ersten (3), bei Gebrauch rotierenden Ring und einem zweiten (2), bei Gebrauch feststehenden Ring eingesetzt zu werden, zum Schutz vor externen Verunreinigungen eines ringförmigen Raums (7), der zwischen dem ersten und zweiten Ring begrenzt ist, umfassend eine erste ringförmige starre Abschirmung (10), die ausgelegt ist integral durch den ersten Ring getragen zu werden, und eine zweite ringförmige starre Abschirmung (11), die ausgelegt ist, integral durch den zweiten Ring getragen zu werden; wobei: i) - die zweite ringförmige starre Abschirmung (11) ist L-förmig im Radialschnitt und umfasst einen radial äußeren hülsenförmigen Einsetzabschnitt (12) und einen Flanschabschnitt (13), der sich ausgehend von einem ersten Ende (14) des Einsetzabschnitts hin zur Seite gegenüber der ersten ringförmigen Abschirmung radial nach innen auskragend erstreckt; die zweite ringförmige starre Abschirmung trägt integral und radial innenseitig ein erstes ringförmiges Dichtungselement (15) hergestellt aus einem Elastomermaterial; und wobei: ii) - die erste ringförmige starre Abschirmung (10) ist im Radialschnitt wie ein C geformt, aufweisend eine Höhlung in Richtung der zweiten ringförmigen starren Abschirmung (11) und umfasst einen ersten radial inneren Hülsenabschnitt (16) definierend einen Einsetzabschnitt der ersten starren Abschirmung, einen Flanschabschnitt (17), der sich auskragend radial nach außen ausgehend von einem ersten Ende (18) des ersten Hülsenabschnitts in Richtung zur Seite gegenüberstehend der zweiten ringförmigen starren Abschirmung erstreckt, und einen zweiten Hülsenabschnitt (19), der sich axial auskragend vom Flanschabschnitt der ersten Abschirmung auf der gleichen Seite wie der erste Hülsenabschnitt der ersten starren Abschirmung erstreckt; der erste und zweite Hülsenabschnitt der ersten starren Abschirmung (10) sind radial einander zugewandt und koaxial in Bezug auf eine gemeinsame Symmetrieachse (A) der ersten und zweiten starren Abschirmung; iii) - das erste ringförmige Dichtungselement (15) umfasst eine erste, elastisch verformbare, ringförmige Lippe (20; 220), die sich axial auskragend vom Flanschabschnitt (13) der zweiten starren Abschirmung in Richtung der ersten starren Abschirmung erstreckt, um radial zwischen dem ersten (16) und dem zweite (19) Hülsenabschnitt der ersten starren Abschirmung angeordnet zu sein; und eine zweite elastisch verformbare, ringförmige Lippe (21; 131; 221), die radial auf der Innenseite der ersten ringförmigen Lippe (20; 220) angeordnet ist und die sich axial und radial zum berührenden Zusammenwirken mit der ersten starren Abschirmung erstreckt, womit eine Gleitdichtung definiert ist; iv) - die erste ringförmige Lippe (20; 220) ist so geformt, dass sie radial nach außen einen ersten ringförmigen Kanal (22) abgrenzt, der am anderen Ende, als dem des Flanschabschnitts der ersten starren Abschirmung, einem freien Kantenende (23) des zweiten Hülsenabschnitts der ersten starren Abschirmung zugewandt ist; dadurch gekennzeichnet , dass v) - das erste ringförmige Dichtungselement (15) eine dritte ringförmige, elastisch verformbar Lippe (28) umfasst, die sich radial und axial auskragend vom Einsetzabschnitt (12) der zweiten starren Abschirmung in Richtung des Flanschabschnitts (17) der ersten starren Abschirmung erstreckt, um zwischen dem Einsetzabschnitt (12) der zweiten starren Abschirmung und dem zweiten Hülsenabschnitt (19) der ersten starren Abschirmung, schräg zu dem Flanschabschnitt (17) der ersten starren Abschirmung angeordnet zu sein; vi) - die dritte ringförmige Lippe (28) dazu ausgelegt ist, wahlweise anzunehmen: eine erste Konfiguration, unverformt, in der sie eine radial äußere Mantelfläche (29) des zweiten Hülsenabschnitts (19) der ersten starren Abschirmung nicht berührt, damit ein ausreichend kleines Radialspiel definiert ist, um eine erste radial ausgerichtete Labyrinthdichtung (30) zu bilden; und eine zweite Konfiguration, verformt, in welcher, in Reaktion auf das Aufbringen einer Kraft von außen auf die Dichtungsanordnung, sie die radial äußere Mantelfläche (29) des zweiten Hülsenabschnitts der ersten starren Abschirmung berührt, darauf ausbildend eine Gleitdichtung, vii) - die dritte elastisch verformbare ringförmige Lippe (28) radial nach außen gebogen ist, um durch die Schwerkraft den Abfluss von möglichen Verunreinigungen zu erlauben, die die erste Labyrinthdichtung überwinden, aus zumindest einer Sammelkammer (37) für die Verunreinigungen, die zwischen dem ersten ringförmigen Kanal (22) und dem zweiten Hülsenabschnitt (19) der ersten starren Abschirmung abgegrenzt ist.
- Dichtungsanordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die dritte ringförmige Lippe (28) sich auskragend von einer axial mittleren Position des Einsetzabschnitts (12) der zweiten starren Abschirmung (11) erstreckt, so dass, radial auf der Außenseite der dritten ringförmigen Lippe (28) eine erste ringförmige Ausnehmung (32) zwischen ihr und dem Einsetzabschnitt (12) abgegrenzt ist, wobei die erste Ausnehmung sich in axialer Richtung auf den Flanschabschnitt (17) der ersten starren Abschirmung zu radial vergrößert.
- Dichtungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass die dritte ringförmige Lippe (28) sich auskragend von einem ersten Abschnitt (31) des ersten elastomeren Dichtungselements (15) erstreckt, das radial nach innen zumindest einen Teil des Einsetzabschnitts (12) der zweiten starren Abschirmung abdeckt, die erste ringförmige Ausnehmung (32) zwischen der dritten ringförmigen Lippe (28) und dem ersten Abschnitt (31) des ersten ringförmigen Dichtungselements abgrenzend.
- Dichtungsanordnung nach Anspruch 2 oder 3 , dadurch gekennzeichnet , dass es zwischen dem ersten Abschnitt (31) des ersten elastomeren Dichtungselements (15), das radial nach innen zumindest einen Teil des Einsetzabschnitts der zweiten starren Abschirmung abdeckt, und dem zweite Hülsenabschnitt (19) der ersten starren Abschirmung ein ausreichend kleines Radialspiel gibt, eine zweite radiale Labyrinthdichtung (33) mit axialer Ausbildung zu definieren; die zweite Labyrinthdichtung erstreckt sich axial über mindestens eine Strecke der axialen Ausdehnung des zweiten Hülsenabschnitts (19) der ersten starren Abschirmung.
- Dichtungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die erste starre Abschirmung (10) am Flanschabschnitt (17) und davon ausgehend, an der Seite in Richtung hin zur zweiten starren Abschirmung (11) ein zweites ringförmiges Dichtungselement (24) integral trägt, das aus einem elastomeren Material ist und eine vierte ringförmige Lippe (25) beinhaltet, die sich axial auskragend von der ersten starren Abschirmung (10) und in Richtung der zweiten starren Abschirmung (11) erstreckt, und die radial zwischen der ersten (20) und der zweiten (21) ringförmig Lippe angeordnet ist; die vierte ringförmige Lippe (25) ist derart geformt, dass sie radial nach außen einen zweiten ringförmigen Kanal (26) abgrenzt, der einem freien Ende (27) der ersten ringförmigen Lippe (20) zugewandt ist.
- Dichtungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der zweite Hülsenabschnitt (19) der ersten starren Abschirmung, ausgehend vom Flanschabschnitt (17) der ersten starren Abschirmung, einen ersten, einen zweiten und einen dritten ringförmigen Abschnitt (34, 35, 36) umfasst; der erste ringförmige Abschnitt (34) gerade ist, der zweite ringförmige Abschnitt (35) geneigt ist, so dass er auf der dem ersten Abschnitt abgewandten Seite von der Symmetrieachse (A) weiter beabstandet ist, und der dritte ringförmige Abschnitt (36), voranschreitend in axialer Richtung zunächst einen radial nach außen gewölbt und dann in radialer Richtung hin zu einem freien Kantenende (23) des zweiten Hülsenabschnitts dünner werdend ist; der erste, zweite und dritte ringförmige Abschnitt in Richtung des Einsetzabschnitts (12) der zweiten starren Abschirmung eine zweite Labyrinthdichtung (33) definieren, die sich axial über zumindest einen Teil der axialen Erstreckung des dritten Abschnitts (36) des zweiten Hülsenabschnitts der ersten Abschirmung erstreckt und die stromaufwärts der zumindest einen Sammelkammer (37) für die Verunreinigungen angeordnet ist.
- Dichtungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die erste ringförmige Abschirmung (10) axial innerhalb der zweiten ringförmigen Abschirmung (11) angeordnet ist, so dass ein zweites Ende (39) des Einsetzabschnitts (12) der zweiten starren Abschirmung, am anderen als dem ersten Ende des Einsetzabschnitts, von der ersten starren Abschirmung nach außen, davor und auf der anderen Seite als der des Flanschabschnitts der zweiten starren Abschirmung, eine zweite ringförmige Ausnehmung (40) axial abgrenzt.
- Dichtungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die zweite, elastisch verformbare ringförmige Lippe (131) sich axial über die erste ringförmige Lippe (20) hinaus erstreckt, um berührend mit dem Flanschabschnitt (17) der ersten starren Abschirmung zusammenzuwirken, mit der sie eine axiale Gleitdichtung definiert; die zweite ringförmige Lippe (131) im Radialschnitt wie ein offenes V gestaltet ist und unmittelbar benachbart zu dem Flanschabschnitt der zweiten starren Abschirmung einen Wurzelabschnitt (132) und einen in Bezug auf die Symmetrieachse (A) schräg angeordneten Endabschnitt (133) umfasst, der sich wegverlaufend vom ersten Hülsenabschnitt (16) der ersten starren Abschirmung dem Flanschabschnitt (17) der ersten starren Abschirmung annähert.
- Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 , dadurch gekennzeichnet , dass die erste elastisch verformbare ringförmige Lippe (220) einen Bogen von einer Kreisform besitzt und den ersten ringförmigen Kanal (22) mit ihrer eigenen Konkavität definiert, die dem zweiten Hülsenabschnitt (19) der ersten starren Abschirmung (10) zugewandt ist; die erste ringförmige Lippe (220) eine Krümmung hat, so dass sie mit dem zweiten Hülsenabschnitt (19) und mit der ersten elastisch verformbaren ringförmigen Lippe (28) eine Sammelkammer (237) für mögliche Verunreinigungen abgrenzt, die die erste Labyrinthdichtung (30) passieren, wobei die Sammelkammer (237) in Richtung auf die erste starre Abschirmung (10) zu wie ein C geformt ist und eine Tiefe in radialer Richtung im Wesentlichen gleich oder größer als ihre eigene Breite in Axialrichtung hat.
- Dichtungsanordnung nach Anspruch 9 , dadurch gekennzeichnet , dass sich die erste elastisch verformbare ringförmige Lippe (220) axial auf der gleichen Seite wie die dritte ringförmige Lippe (28) und sich axial über die letztere hinaus erstreckt, um mit dem Flanschabschnitt (17) der ersten starren Abschirmung (10) entweder eine Gleitdichtung oder eine Labyrinthdichtung zu bilden; die zweite, elastisch verformbare ringförmige Lippe (221) in gleitender Weise mit dem ersten Hülsenabschnitt (16) der ersten starren Abschirmung (10) mittels eines freien Endes (234) zusammenwirkt, wobei das Ende im Radialschnitt eine Dicke (D) größer als die Dicke (d) eines Wurzelabschnitts (235) der zweiten ringförmigen Lippe (221) in Richtung auf den Flanschabschnitt (13) der zweiten starren Abschirmung (11) zu hat.
- Eine Nabenlagereinheit (1) für Fahrzeuge, umfassend einen bei Gebrauch feststehenden äußeren Ring (2), einen inneren Ring (3), der bei Gebrauch um eine gemeinsame relative Rotationsachse (A) des inneren und äußeren Rings drehend ist, eine Vielzahl von Wälzkörpern (4), die zwischen dem inneren und äußeren Ring und in einem ringförmigen Raum (7), der radial zwischen dem inneren und äußeren Ringen begrenzt ist, angeordnet sind, und mindestens eine Dichtungsanordnung (5; 105; 205), die angeordnet ist, den ringförmigen Raum beinhaltend die Wälzkörper (4) zu verschließen, und die nach einem der vorhergehenden Ansprüche verwirklicht ist.
Description
Technisches Gebiet der Erfindung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Dichtungsanordnung für Wälzlager, insbesondere für den Einsatz in einer Nabenlagereinheit von Fahrzeugen, die insbesondere, aber nicht ausschließlich, sowohl an der „Außen“-Seite, d.h. bei Gebrauch der Fahrzeugkarosserieaußenseite der Einheit selbst zugewandt, und „innenseitig“, d.h. der Innenseite des Fahrzeugs zugewandt, verwendbar ist, und eine hohe Dichtwirkung gegen äußere Verunreinigungen und geringe Reibung aufweist, sowie eine Nabenlagereinheit, die mit derselben versehen ist. Stand der Technik Wie bekannt umfassen die Nabenlagereinheiten von Fahrzeugen einen äußeren Ring, beispielsweise bei Betrieb feststehend, und einen inneren Ring, beispielsweise bei Betrieb drehend, und einen, an der Außenseite der Nabenlagereinheit vorgesehenen Befestigungsflansch für ein Fahrzeugrad. Zwischen dem inneren und äußeren Ring sind jeweilige Dichtungsanordnungen eingefügt, eine auf der Außenseite und eine auf der gegenüberliegenden Seite, bezeichnet als „innenseitig“. Unter den am häufigsten verwendeten Dichtungsanordnungen, nicht nur für Nabenlagereinheiten sondern allgemein für Wälzlager gibt es die so genannten „Kassetten“-Dichtungen, umfassend zwei starre im Radialschnitt L-förmig Abschirmungen, von denen eine mit einer elastomeren Dichtung versehen ist, die mit einer Mehrzahl von gleitenden Lippen versehen ist. Die bekannten Dichtungsanordnungen sind relativ zufriedenstellend, haben aber oft große Gesamtabmessungen und eine relativ hohe Reibung. Zur Erzielung geringer Reibung kann die Anzahl der gleitenden Lippen verringert werden, sich ganz oder teilweise auf berührungslose Dichtungen des Labyrinthtyps stützend. Dies kann jedoch die Effizienz der Dichtung verringern, da es einem kleinen Teil der Verunreinigungen ermöglicht, in Kontakt mit der einen gleitenden Lippe zu kommen, was zu vorzeitigem Verschleiß derselben führt. Zusätzlich, sowohl durch Fertigungstoleranzen als auch durch die sogenannten „Kurvenfahrt“-Belastungen bei Betrieb, funktionieren die gleitenden Dichtungen, insbesondere die axialen, möglicherweise fehlerhaft. Die beschriebenen Nachteile werden durch die Lösung gemäß der EP 1 795 787 A1 nicht eliminiert, die auf der Verwendung einer Labyrinthdichtung zwischen den beiden Abschirmungen basiert, die durch im Wesentlichen starre und gegenüberliegende elastomere Auskragungen gebildet ist. Tatsächlich sind dann die Verunreinigungen, die die Labyrinthdichtung überwinden, nur schwer von einem Sammelraum innerhalb der Dichtung abzuführen und erhöhen so den Verschleiß der kontaktierenden Lippe. Darüber hinaus ist das „Kurvenfahrt“-Problem nicht gelöst. In der DE 11 2006 001 262 T5 ist eine Dichtungsvorrichtung für Radaufhängungssysteme von Kraftfahrzeugen, insbesondere zur Abdichtung zwischen festen und rotierenden Bauteilen offenbart. Diese Vorrichtung besteht aus einem Schleuderring und einem Kernmetall, das ein elastisches Dichtungselement fixiert. Der Schleuderring verfügt über einen zylindrischen Passabschnitt und einen Außenflansch, während das Kernmetall einen zylindrischen Passabschnitt aufweist, der sich verlängert und so eine dichte Abdichtung mit dem festen Bauteil bildet. In der JP 2008 202 737 A ist eine Dichtungsvorrichtung für Anwendungen in Kraftfahrzeugen offenbart. Die Dichtungsvorrichtung weist ein doppelseitiges Lippendesign auf, das das erzeugte Drehmoment minimiert und die Dichtleistung verbessert. Zusammenfassung der Erfindung Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es eine Dichtungsanordnung für Wälzlager, insbesondere aber nicht ausschließlich geeignet in einer Nabenlagereinheit eines Fahrzeugrades verwendet zu werden, zu schaffen, die ausgezeichnete hydraulische Dichtungseigenschaften gegen äußere Verunreinigungen, geringe Gesamtabmessungen und geringe Reibung aufweist. Gemäß der Erfindung ist somit eine Dichtungsanordnung für Wälzlager und eine mit der Dichtungsanordnung versehene Nabenlagereinheit vorgesehen, die die in den anhängenden Ansprüchen dargelegten Merkmale haben. Kurzbeschreibung der Zeichnungen Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, die nicht einschränkende Ausführungsformen zeigen, wobei:- 1 zeigt schematisch eine Ansicht im Radialschnitt eines Teils einer Fahrzeugnabenlagereinheit (Teilansicht bzw. Teilschnitt), die mit einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Dichtungsanordnung versehen ist;- 2 zeigt schematisch und in vergrößertem Maßstab ein Detail von 1, die die Gestalt einer ersten Ausführungsform der Dichtungsanordnung gemäß der Erfindung zeigt.- 3 zeigt schematisch eine Ansicht im Radialschnitt eines Teils einer Fahrzeugnabenlagereinheit (Teilansicht bzw. Teilschnitt), die mit einer Dichtungsanordnung gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung versehen ist;- 4 zeigt schematisch und in vergrößertem Maßstab ein Detail der 3, die die Gestalt des zweiten Ausführungsbeispiels der Dichtungsanordnung gemäß der Erfindung zeigt; und- 5