DE-102016211531-B4 - Druckanschlagpuffer für einen Schwingungsdämpfer
Abstract
Schwingungsdämpfer (2) umfassend - ein mindestens teilweise mit Dämpfungsflüssigkeit gefülltes Dämpferrohr, in dem eine Kolbenstange hin und her bewegbar ist, wobei mit der Kolbenstange ein Arbeitskolben mitbewegbar ist, durch den der Innenraum des Dämpferrohres in einen kolbenstangenseitigen Arbeitsraum und einen kolbenstangenfernen Arbeitsraum aufgeteilt ist, - mindestens einen Druckanschlagpuffer (1), wobei der mindestens eine Druckanschlagpuffer (1) zur wenigstens teilweisen Aufnahme in einem Domlagergehäuse (3) eine Außenkontur (4) und zur koaxialen Anordnung an eine Kolbenstange (5) des Schwingungsdämpfers (2) eine hohlzylindrische Grundstruktur mit einer Innenkontur (6) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenkontur (4) des Druckanschlagpuffers (1) zumindest in einem Bereich zu der wenigstens teilweisen Aufnahme in dem Domlagergehäuse (3) eine dreidimensional strukturierte Oberfläche (7) mit mehreren Erhebungen (8, 8', 8'', 8''') und/oder mehreren Vertiefungen (9, 9', 9'', 9''') aufweist, wobei die mehreren Erhebungen (8, 8', 8'', 8''') und/oder Vertiefungen (9, 9', 9'', 9''') wenigstens teilweise homogen verteilt sind, zumindest in dem Bereich zu der wenigstens teilweisen Aufnahme in dem Domlagergehäuse (3), wobei mehr als 5 % der zumindest in dem Bereich zu der wenigstens teilweisen Aufnahme in dem Domlagergehäuse (3) mehreren Erhebungen (8, 8’, 8’’, 8’’’) eine Höhe in einem Bereich von 0,2 bis 0,3 mm bezogen auf die Nullebene eines Formwerkzeuges aufweisen, mit welchem der Druckanschlagpuffer (1) hergestellt wurde.
Inventors
- Alexander Ehinger
- Amin Nezami
Assignees
- THYSSENKRUPP AG
- THYSSENKRUPP BILSTEIN GMBH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20160627
Claims (8)
- Schwingungsdämpfer (2) umfassend - ein mindestens teilweise mit Dämpfungsflüssigkeit gefülltes Dämpferrohr, in dem eine Kolbenstange hin und her bewegbar ist, wobei mit der Kolbenstange ein Arbeitskolben mitbewegbar ist, durch den der Innenraum des Dämpferrohres in einen kolbenstangenseitigen Arbeitsraum und einen kolbenstangenfernen Arbeitsraum aufgeteilt ist, - mindestens einen Druckanschlagpuffer (1), wobei der mindestens eine Druckanschlagpuffer (1) zur wenigstens teilweisen Aufnahme in einem Domlagergehäuse (3) eine Außenkontur (4) und zur koaxialen Anordnung an eine Kolbenstange (5) des Schwingungsdämpfers (2) eine hohlzylindrische Grundstruktur mit einer Innenkontur (6) umfasst, dadurch gekennzeichnet , dass die Außenkontur (4) des Druckanschlagpuffers (1) zumindest in einem Bereich zu der wenigstens teilweisen Aufnahme in dem Domlagergehäuse (3) eine dreidimensional strukturierte Oberfläche (7) mit mehreren Erhebungen (8, 8', 8'', 8''') und/oder mehreren Vertiefungen (9, 9', 9'', 9''') aufweist, wobei die mehreren Erhebungen (8, 8', 8'', 8''') und/oder Vertiefungen (9, 9', 9'', 9''') wenigstens teilweise homogen verteilt sind, zumindest in dem Bereich zu der wenigstens teilweisen Aufnahme in dem Domlagergehäuse (3), wobei mehr als 5 % der zumindest in dem Bereich zu der wenigstens teilweisen Aufnahme in dem Domlagergehäuse (3) mehreren Erhebungen (8, 8’, 8’’, 8’’’) eine Höhe in einem Bereich von 0,2 bis 0,3 mm bezogen auf die Nullebene eines Formwerkzeuges aufweisen, mit welchem der Druckanschlagpuffer (1) hergestellt wurde.
- Schwingungsdämpfer (2) mit Druckanschlagpuffer (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die mehreren Erhebungen (8, 8', 8'', 8''') und/oder Vertiefungen (9, 9', 9'', 9''') wenigstens teilweise heterogen verteilt sind, zumindest in dem Bereich zu der wenigstens teilweisen Aufnahme in dem Domlagergehäuse (3).
- Schwingungsdämpfer (2) mit Druckanschlagpuffer (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 2 , dadurch gekennzeichnet , dass an der Innenkontur (6) des Druckanschlagpuffers (1) mehrere Klemmelemente (10, 10', 10'', 10''') zur Ausbildung einer Klemmverbindung angeordnet sind, wobei mit den mehreren Klemmelementen (10, 10', 10'', 10''') eine klemmende Verbindung zwischen der Kolbenstange (5) und dem Druckanschlagpuffer (1) bei koaxialer Anordnung des Druckanschlagpuffers (1) an der Kolbenstange (5) ausbildbar ist.
- Schwingungsdämpfer (2) mit Druckanschlagpuffer (1) nach Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet , dass die mehreren Klemmelemente (10, 10', 10'', 10''') zumindest abschnittsweise eine gewindeförmige geometrische Ausgestaltung aufweisen und an der Innenkontur (6) des Druckanschlagpuffers (1) gewindeartig angeordnet sind.
- Schwingungsdämpfer (2) mit Druckanschlagpuffer (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 4 , dadurch gekennzeichnet , dass die mehreren Klemmelemente (10, 10', 10'', 10''') gruppiert als Klemmmodule (11, 11', 11'') in Kolbenstangenlängsrichtung an der Innenkontur (6) des Druckanschlagpuffers (1) angeordnet sind.
- Schwingungsdämpfer (2) mit Druckanschlagpuffer (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 5 , dadurch gekennzeichnet , dass die mehreren Klemmelemente (10, 10', 10'', 10''') und/oder Klemmmodule (11, 11', 11'') gegenläufig spiralförmig in Kolbenstangenlängsrichtung an der Innenkontur (6) des Druckanschlagpuffers (1) angeordnet sind.
- Schwingungsdämpfer (2) mit Druckanschlagpuffer (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 6 , dadurch gekennzeichnet , dass die mehreren Klemmelemente (10, 10', 10'', 10''') und/oder Klemmmodule (11, 11', 11'') zumindest in einem Bereich zu der koaxialen Anordnung an die Kolbenstange (5) eine dreidimensionale strukturierte Oberfläche (7) aufweisen.
- Schwingungsdämpfer (2) mit Druckanschlagpuffer (1) nach Anspruch 7 , dadurch gekennzeichnet , dass die dreidimensional strukturierte Oberfläche (7) der mehreren Klemmelemente (10, 10', 10'', 10''') und/oder Klemmmodule (11, 11', 11'') mehrere Erhebungen (8, 8', 8'', 8''') und/oder mehrere Vertiefungen (9, 9', 9'', 9''') aufweist.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schwingungsdämpfer mit einem Druckanschlagpuffer. Stand der Technik Druckanschlagpuffer sind im Stand der Technik in einer Vielzahl von Ausführungsformen bekannt. Druckanschlagpuffer, auch als Druckanschläge bezeichnet, werden üblicherweise an der Kolbenstange eines Schwingungsdämpfer angebracht und haben die Aufgabe, den Einfederweg von Schwingungsdämpfern ohne Geräuschbelästigung zu begrenzen. Beispielsweise sind unter Geräuschemission auch Störgeräusche, welche auch in dem Innenraum von Kraftfahrzeugen wahrgenommen werden können, zu verstehen. Oftmals kann die Geräuschbelästigung auf Relativbewegungen zwischen dem Druckanschlagpuffer und in Kontakt mit dem Druckanschlagpuffer stehenden Komponenten des Schwingungsdämpfers zurückgeführt werden. Insbesondere können dies Relativbewegungen zwischen der Kolbenstange und dem auf dieser Kolbenstange angeordneten Druckanschlagpuffers sein. Zudem kann die Geräuschbelästigung beispielsweise auch auf Relativbewegungen zwischen einem Domlager, insbesondere einer Domlageraufnahme und dem darin angeordneten Druckanschlagpuffer zurückzuführen sein. Als Hauptursache der Geräuschproblematik wird der physikalische Effekt des Stick-Slip (Ruckgleiten) betrachtet. Dies bezeichnet das Ruckgleiten von gegeneinander bewegten Festkörpern. Aus der DE 202 10 603 U1 ist ein hohles zylindrisches Dämpfungselement als Druckanschlagpuffer bekannt. Aus der DE 10 2005 029 996 A1 sowie der CN 102 941 802 A ist ein Isolator/Schwingungsdämpfer für einen Fahrzeugkühler bekannt. Aus der US 2002 / 0 021 655 A1 ist eine Antivibrationsvorrichtung für ein Laufwerk bekannt. Aus der EP 0 480 649 A1 ist ein Schwingungsdämpferkopflager bekannt. Aus der EP 2 251 218 A1 ist ein gelenkiges Stützlager bekannt. Aus der DE 43 36 034 A1 ist ein Schwingungsdämpfer mit einem Anschlagpuffer bekannt. Ein hydraulischer Schwingungsdämpfer ist außerdem aus der DE 40 29 490 A1 bekannt. Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Schwingungsdämpfer mit einem verbesserten Druckanschlagpuffer bereitzustellen, bei welchem die zuvor genannten Nachteile vermieden werden. Insbesondere soll mit diesem verbesserten Druckanschlagpuffer eine Alternativlösung zu bekannten Druckanschlagpuffern zur Verfügung gestellt werden. Zudem soll der Austausch von Druckanschlagpuffern sicher, schnell und variabel möglich sein und somit insbesondere Geräuschbelästigungen schnell behoben werden können. Offenbarung der Erfindung Diese Aufgabe wird mit einem Schwingungsdämpfer mit Druckanschlagpuffer nach Anspruch 1 gelöst. Der erfindungsgemäße Schwingungsdämpfer mit Druckanschlagpuffer weist gegenüber konventionellen Druckanschlagpuffern den Vorteil auf, dass gezielt Einfluss auf den physikalischen Effekt des Stick-Slip genommen und somit die Geräuschemission reduziert oder beseitigt werden kann. Gegenstand der Erfindung ist daher ein Schwingungsdämpfer umfassendein mindestens teilweise mit Dämpfungsflüssigkeit gefülltes Dämpferrohr, in dem eine Kolbenstange hin und her bewegbar ist, wobei mit der Kolbenstange ein Arbeitskolben mitbewegbar ist, durch den der Innenraum des Dämpferrohres in einen kolbenstangeseitigen Arbeitsraum und einen kolbenstangenfernen Arbeitsraum aufgeteilt ist,mindestens einen Druckanschlagpuffer, wobei der Druckanschlagpuffer zur wenigstens teilweisen Aufnahme in einem Domlagergehäuse eine Außenkontur und zur koaxialen Anordnung an eine Kolbenstange des Schwingungsdämpfers eine hohlzylindrische Grundstruktur mit einer Innenkontur umfasst,wobei die Außenkontur des Druckanschlagpuffers zumindest in einem Bereich zu der wenigstens teilweisen Aufnahme in dem Domlagergehäuse eine dreidimensional strukturierete Oberfläche mit mehreren Erhebungen und/oder mehrere Vertiefungen aufweist und wobei die mehreren Erhebungen und/oder Vertiefungen wenigstens teilweise homogen verteilt sind, zumindest in dem Bereich zu der wenigstens teilweisen Aufnahme in dem Domlagergehäuse, wobei mehr als 5 % der zumindest in dem Bereich zu der wenigstens teilweisen Aufnahme in dem Domlagergehäuse mehreren Erhebungen eine Höhe in einem Bereich von 0,2 bis 0,3 mm bezogen auf die Nullebene eines Formwerkzeuges, mit welchem der Druckanschlagpuffer hergestellt wurde, aufweisen. Detaillierte Beschreibung der Erfindung Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird unter einer dreidimensional strukturierten Oberfläche eine Oberfläche verstanden, welche sich in mindestens drei Dimensionen, bezogen auf die Konstruktionsebene des Druckanschlagpuffers, erstreckt. Die Konstruktionsebene entspricht der sogenannten Nullebene eines Formwerkzeuges zur Herstellung von Druckanschlagpuffern, wobei im Herstellungsprozess negative Ausformungen des Formwerkzeugs die Erhebungen bezogen auf die Nullebene und positive Ausformungen des Formwerkzeugs die Vertiefungen bezogen auf die Nullebene ausbilden. Die dreidimensional strukturierte Oberfläche weist mehrere Erhebungen und/oder mehrere Vertiefungen auf. Im Rahmen