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DE-102016215325-B4 - Erkennung von Wiederholungsmustern von MR-Sequenzen

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Abstract

Verfahren zur Ermittlung einer Sequenzinformation einer MR-Sequenz, wobei das Verfahren eine Ermittlung der Sequenzinformation anhand zumindest eines Musters der MR-Sequenz umfasst, wobei für zumindest einen ersten Unterabschnitt der MR-Sequenz eine erste Unterabschnittsinformation und ein erstes Muster der MR-Sequenz ermittelt werden, wobei die Sequenzinformation anhand einer Extrapolation der ersten Unterabschnittsinformation auf einen Abschnitt der MR-Sequenz ermittelt wird, falls sich das ermittelte erste Muster in dem Abschnitt der MR-Sequenz zumindest einmal wiederholt.

Inventors

  • Andreas Greiser
  • DAVID GRODZKI
  • Daniel Nico Splitthoff

Assignees

  • Siemens Healthineers Ag

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20160817

Claims (12)

  1. Verfahren zur Ermittlung einer Sequenzinformation einer MR-Sequenz, wobei das Verfahren eine Ermittlung der Sequenzinformation anhand zumindest eines Musters der MR-Sequenz umfasst, wobei für zumindest einen ersten Unterabschnitt der MR-Sequenz eine erste Unterabschnittsinformation und ein erstes Muster der MR-Sequenz ermittelt werden, wobei die Sequenzinformation anhand einer Extrapolation der ersten Unterabschnittsinformation auf einen Abschnitt der MR-Sequenz ermittelt wird, falls sich das ermittelte erste Muster in dem Abschnitt der MR-Sequenz zumindest einmal wiederholt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1 , wobei die Sequenzinformation zumindest eine limitierende Größe umfasst.
  3. Verfahren nach Anspruch 2 , wobei die limitierende Größe eine Absorptionsrate und/oder eine Nervenstimulation charakterisiert.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 oder 3 , wobei die limitierende Größe zumindest ein Limit einer MR-Vorrichtung charakterisiert.
  5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das zumindest eine Muster anhand der MR-Sequenz und/oder anhand einer Zusatzinformation ermittelt wird.
  6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Ermittlung der Sequenzinformation nach einer festgelegten Zeit abgebrochen wird.
  7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei jeder des zumindest einen ersten Unterabschnitts weniger als zehn Repetitionszeiten (TR) umfasst.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 oder 6 , wobei nach einer Ermittlung einer Wiederholung des ersten Musters in dem Abschnitt der MR-Sequenz ein weiteres Muster eines weiteren Unterabschnitts innerhalb des Abschnitts der MR-Sequenz ermittelt und mit dem ersten Muster verglichen wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 8 , wobei der weitere Unterabschnitt randomisiert ausgewählt wird.
  10. Auswerteeinheit zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9 .
  11. MR-Vorrichtung mit einer Auswerteinheit nach Anspruch 10 .
  12. Computerprogrammprodukt, welches ein Programm umfasst und direkt in einen Speicher einer programmierbaren Recheneinheit einer Auswerteinheit ladbar ist, mit Programmmitteln, um ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9 auszuführen, wenn das Programm in der Recheneinheit der Auswerteeinheit ausgeführt wird.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung einer Sequenzinformation einer Magnetresonanzsequenz, ein Computerprogrammprodukt und eine Auswerteeinheit zur Durchführung eines derartigen Verfahrens sowie eine Magnetresonanzvorrichtung mit einer derartigen Auswerteeinheit. Die Magnetresonanztomographie (MRT; engl. Magnetic Resonance Imaging, MRI) ist eine bekannte Technik zum Erzeugen von Abbildungen eines Körperinneren eines Patienten, die auf dem physikalischen Phänomen der Magnetresonanz (MR) beruht. Eine MR-Messung umfasst üblicherweise eine zeitliche Abfolge von schnell geschalteten Gradientenpulsen und Hochfrequenz-Pulsen (HF-Pulse), welche durch eine MR-Sequenz festgelegt werden kann. In der Regel werden die Gradientenpulse während einer MR-Messung durch eine Gradientenspuleneinheit einer MR-Vorrichtung erzeugt und einem statischen Grundmagnetfeld überlagert. Die Gradientenpulse können insbesondere periphere Nervenstimulationen (PNS) eines zu untersuchenden Patienten bewirken. Die HF-Pulse werden typischerweise mit einer Hochfrequenzantenneneinheit der MR-Vorrichtung erzeugt und zum Auslösen von MR-Signalen in den Patienten eingestrahlt. Die dabei pro Zeiteinheit und pro Kilogramm Körpergewicht absorbierte Energie der HF-Pulse wird üblicherweise als spezifische Absorptionsrate (SAR, engl. Specific Absorption Rate) bezeichnet. Die Absorption der HF-Energie kann zu einer Erwärmung des Körpergewebes des Patienten führen. Um eine Gefährdung des Patienten zu vermeiden, fordern Normungsgremien, dass MR-Messungen bezüglich ihrer Auswirkungen strenge Grenzwerte einhalten. Um Abbrüche durch Überschreitung der Grenzwerte während der MR-Messung zu verhindern, wird üblicherweise deren Einhaltung vor Beginn der MR-Messung abgeschätzt. Diese Abschätzung wird konventionell von einem Sequenzentwickler parametriert, der z.B. direkt im Code der MR-Sequenz zu überprüfende Zeitbereiche definiert, um etwa die Nervenstimulationen des Patienten abzuschätzen und/oder die durch ihn absorbierte Energie zu berechnen. Durch eine Vielzahl an möglichen Eingabeparametern, die die MR-Sequenz beeinflussen, ist diese Parametrierung nicht trivial und daher auch fehleranfällig. Neben den beschriebenen Limitierungen, um den Patienten sicher zu untersuchen, sind außerdem Grenzwerte zu beachten, die durch die Leistungsfähigkeit der MR-Vorrichtung gegeben sind. Beispielsweise kann die Gradientenspuleneinheit nur ein begrenztes Gradientenfeld und die Hochfrequenzantenneneinheit nur ein begrenztes B1-Feld erzeugen. Das Dokument DE 10 2014 219 785 A1 offenbart ein Verfahren zum Betrieb eines bildgebenden medizinischen Untersuchungsgeräts, wobei funktionelle Teilsequenzen einer Messsequenz auf ein korrespondierendes Wirkvolumen lokal optimiert werden. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sequenzinformation, die insbesondere eine oder mehrere durch Grenzwerte eingeschränkte Größen betrifft, einer MR-Sequenz schnell und zuverlässig zu ermitteln. Die Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben. Demnach wird ein Verfahren zur Ermittlung einer Sequenzinformation einer MR-Sequenz vorgeschlagen, wobei das Verfahren eine Ermittlung der Sequenzinformation anhand zumindest eines Musters der MR-Sequenz umfasst. Die Ermittlung der der Sequenzinformation kann mit Hilfe einer Auswerteeinheit erfolgen, die insbesondere über einen Prozessor und/oder einen Speicher verfügt. Vorzugsweise wird die MR-Sequenz bereitgestellt, beispielsweise mit Hilfe einer Bereitstellungseinheit, wie z.B. einer Datenbank, die die MR-Sequenz an die Auswerteeinheit übergibt. Die MR-Sequenz kann mit Hilfe von Sequenzparametern beschrieben werden. Vorzugsweise wird die MR-Sequenz zunächst über ihren gesamten Verlauf simuliert, d.h. anhand der Sequenzparameter kann die komplette MR-Sequenz aufbereitet werden. Insbesondere kann damit ein Sequenzdiagramm erstellt werden, d.h. das Resultat einer solchen Simulation und/oder Aufbereitung kann ein ebensolches Sequenzdiagramm sein. Ein Sequenzdiagramm kann mehrere Abtastpunkte aufweisen, denen ein oder mehrere Werte der MR-Sequenz, wie beispielsweise eine Amplitude eines HF-Pulses und/oder eines Gradientenpulses, zugeordnet sind. Die Muster der simulierten und/oder aufbereiteten MR-Sequenz und/oder des resultierenden Sequenzdiagramms können dann zur Ermittlung der Sequenzinformation eingesetzt werden. Unter einem Muster kann eine, insbesondere regelmäßige und/oder sich wiederholende, Struktur verstanden werden. Das zumindest eine Muster der MR-Sequenz kann eine, insbesondere regelmäßige und/oder sich wiederholende, Abfolge von Gradientenpulsen und/oder HF-Pulsen umfassen. Diese Abfolge von Gradientenpulsen und/oder HF-Pulsen kann ferner Ähnlichkeiten und/oder Gesetzmäßigkeiten aufweisen. Dabei macht sich die Erfindung zu Nutze, dass üblicherweise der durch die MR-Sequenz festgelegte Ablauf der MR-Messung starken Regelmäßigkeiten gehorcht