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DE-102017113955-B4 - Flächenspriegel-Verdeck mit mindestens einem Mittelspriegel

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Abstract

Verdeck eines Cabriolet-Fahrzeugs, umfassend einen Verdeckbezug (12) und ein Verdeckgestänge (17), das zwischen einer Schließstellung, in der ein Fahrzeuginnenraum überspannt ist, und einer Ablagestellung verstellbar ist, in der der Fahrzeuginnenraum nach oben freigeben ist, und das bezogen auf eine vertikale Verdecklängsmittelebene beidseits jeweils eine Gestängeanordnung (14) aufweist, die eine Hauptmehrgelenkanordnung mit zwei Hauptlenkern (28, 30) umfasst, die an einem jeweiligen fahrzeugfesten Hauptlager (23) schwenkbar gelagert sind und von denen zumindest einer mittels eines Hauptantriebs (24) angetrieben ist, wobei sich zwischen den Gestängeanordnungen (14) Flächenspriegel (15, 16, 17, 18) erstrecken, die in der Schließstellung in Verdecklängsrichtung eine zumindest weitgehend durchgängige Auflagefläche für den Verdeckbezug (12) bilden und von denen ein erster einen Frontspriegel bildet, ein zweiter einen Heckscheibenspriegel bildet und ein dritter einen Mittelspriegel bildet, der in der Schließstellung mit einem heckseitigen Rand an einen bugseitigen Rand des Heckscheibenspriegels grenzt, wobei die beidseits angeordneten Gestängeanordnungen (14) jeweils einen Absenkmechanismus (100) für den Mittelspriegel und mindestens einen Flächenspriegellenker (73, 74) umfassen, so dass der Mittelspriegel ausgehend von der Schließstellung des Verdeckgestänges (13) bei einer Betätigung des Absenkmechanismus (100) eine Absenkbewegung gegenüber dem Hauptlager (23) erfährt und dann mittels des Flächenspriegellenkers (73, 74) unter den Heckscheibenspriegel verlagerbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Flächenspriegellenker (73, 74) an den Hauptlagern (23) schwenkbar gelagert sind, und dass die Absenkmechanismen (100) jeweils einen Antrieb umfassen, der ein Antriebsrad (25) oder einen Antriebslenker umfasst, an das oder an den ein Steuerlenker (71) des jeweiligen Absenkmechanismus (100) angelenkt ist.

Inventors

  • Alexander Haimerl
  • Magnus Sviberg

Assignees

  • Webasto SE

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20170623

Claims (9)

  1. Verdeck eines Cabriolet-Fahrzeugs, umfassend einen Verdeckbezug (12) und ein Verdeckgestänge (17), das zwischen einer Schließstellung, in der ein Fahrzeuginnenraum überspannt ist, und einer Ablagestellung verstellbar ist, in der der Fahrzeuginnenraum nach oben freigeben ist, und das bezogen auf eine vertikale Verdecklängsmittelebene beidseits jeweils eine Gestängeanordnung (14) aufweist, die eine Hauptmehrgelenkanordnung mit zwei Hauptlenkern (28, 30) umfasst, die an einem jeweiligen fahrzeugfesten Hauptlager (23) schwenkbar gelagert sind und von denen zumindest einer mittels eines Hauptantriebs (24) angetrieben ist, wobei sich zwischen den Gestängeanordnungen (14) Flächenspriegel (15, 16, 17, 18) erstrecken, die in der Schließstellung in Verdecklängsrichtung eine zumindest weitgehend durchgängige Auflagefläche für den Verdeckbezug (12) bilden und von denen ein erster einen Frontspriegel bildet, ein zweiter einen Heckscheibenspriegel bildet und ein dritter einen Mittelspriegel bildet, der in der Schließstellung mit einem heckseitigen Rand an einen bugseitigen Rand des Heckscheibenspriegels grenzt, wobei die beidseits angeordneten Gestängeanordnungen (14) jeweils einen Absenkmechanismus (100) für den Mittelspriegel und mindestens einen Flächenspriegellenker (73, 74) umfassen, so dass der Mittelspriegel ausgehend von der Schließstellung des Verdeckgestänges (13) bei einer Betätigung des Absenkmechanismus (100) eine Absenkbewegung gegenüber dem Hauptlager (23) erfährt und dann mittels des Flächenspriegellenkers (73, 74) unter den Heckscheibenspriegel verlagerbar ist, dadurch gekennzeichnet , dass die Flächenspriegellenker (73, 74) an den Hauptlagern (23) schwenkbar gelagert sind, und dass die Absenkmechanismen (100) jeweils einen Antrieb umfassen, der ein Antriebsrad (25) oder einen Antriebslenker umfasst, an das oder an den ein Steuerlenker (71) des jeweiligen Absenkmechanismus (100) angelenkt ist.
  2. Verdeck nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die Antriebe jeweils von dem jeweiligen Hauptantrieb (24) gebildet sind.
  3. Verdeck nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass die Steuerlenker (71) jeweils eine Mehrgelenkmechanik (60) des jeweiligen Absenkmechanismus (100) betätigen.
  4. Verdeck nach Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet , dass die Mehrgelenkmechaniken jeweils zwei Stelllenker (61, 62) umfassen, die an den Mittelspriegel angelenkt sind und die über mindestens einen Koppellenker (65, 68) miteinander verbunden sind.
  5. Verdeck nach Anspruch 3 oder 4 , dadurch gekennzeichnet , dass an die Mehrgelenkmechaniken (60) jeweils zwei Flächenspriegellenker (73, 74) angelenkt sind, die an dem jeweiligen Hauptlager schwenkbar gelagert sind und von denen einer mit einer Antriebseinrichtung verbunden ist, die vorzugsweise von dem jeweiligen Hauptantrieb (24) gebildet ist.
  6. Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 5 , gekennzeichnet durch mindestens einen weiteren, einen Flächenspriegel (16) bildenden Mittelspriegel, der in der Schließstellung bugseitig von dem ersten Mittelspriegel und heckseitig von dem Frontspriegel angeordnet ist.
  7. Verdeck nach Anspruch 6 , dadurch gekennzeichnet , dass der weitere Mittelspriegel und der Frontspriegel mittels der Hauptlenker (28, 30) der Gestängeanordnungen (14) angetrieben sind.
  8. Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 7 , dadurch gekennzeichnet , dass der Heckscheibenspriegel bezogen auf die vertikale Verdecklängsmittelebene beidseits jeweils mit einem Heckscheibenlenker (55) der jeweiligen Gestängeanordnung (14) verbunden ist, der vorzugsweise von dem jeweiligen Hauptantrieb (24) angetrieben ist.
  9. Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 8 , gekennzeichnet durch einen heckseitigen Spannbügel (19), der in der Schließstellung den Verdeckbezug (12) heckseitig begrenzt und bezogen auf die vertikale Verdecklängsmittelebene vorzugsweise beidseits an einem der Hauptlenker (28) der Gestängeanordnungen angelenkt ist.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verdeck eines Cabriolet-Fahrzeugs mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1. Aus der Praxis ist ein Verdeck bekannt, das als so genanntes Flächenspriegelverdeck ausgebildet ist, bei dem ein Verdeckbezug in einer einen Fahrzeuginnenraum überspannenden Schließstellung sogenannte Flächenspriegel überspannt, die in Fahrzeuglängsrichtung eine zumindest weitgehend durchgängige Auflagefläche für den Verdeckbezug bilden. Die Flächenspriegel stellen also Flächenelemente dar, die sich sowohl in Verdeckquerrichtung als auch in Verdecklängsrichtung erstrecken und damit in der Schließstellung des Verdecks ein zumindest weitgehend wellen- und kantenfreies Erscheinungsbild des Verdeckbezugs ermöglichen. Die Flächenspriegel sind Bestandteil eines Verdeckgestänges, das zwischen der den Fahrzeuginnenraum überspannenden Schließstellung und einer den Fahrzeuginnenraum nach oben freigebenden Ablagestellung verstellbar ist und das bezogen auf eine vertikale Verdecklängsmittelebene beidseits jeweils eine Gestängeanordnung aufweist. Die Gestängeanordnungen, die sich im Wesentlichen in Verdecklängsrichtung erstrecken, umfassen jeweils eine Hauptmehrgelenkanordnung mit zwei Hauptlenkern, die an einem jeweiligen fahrzeugfesten Hauptlager schwenkbar gelagert sind. Die Flächenspriegel sind zwischen den beiden Gestängeanordnungen angeordnet. Einer der Flächenspriegel bildet einen Frontspriegel, der in der Schließstellung des Verdecks an einem vorderen Windlauf des betreffenden Fahrzeugs festgelegt werden kann. Ein zweiter der Flächenspriegel bildet einen so genannten Heckscheibenspriegel, der eine Heckscheibe aufnimmt. Ein dritter der Flächenspriegel bildet einen hinteren Mittelspriegel, der in der Schließstellung mit einem heckseitigen Rand an einem bugseitigen Rand des Heckscheibenspriegels grenzt. Zudem ist noch ein vorderer Mittelspriegel vorgesehen sein, der heckseitig von dem Frontspriegel und bugseitig von dem hinteren Mittelspriegel angeordnet ist. Bei bekannten Flächenspriegelverdecken der vorstehend beschriebenen Art haben die Flächenspriegel in der Ablagestellung des Verdecks eine Stapelfolge, bei der von oben nach unten zunächst der Frontspriegel, dann der vordere Mittelspriegel, dann der hintere Mittelspriegel und zuunterst der Heckscheibenspriegel angeordnet ist. Dies ist hinsichtlich der Package nicht optimal, da unterhalb des Heckscheibenspriegels nicht genutzter Raum verbleibt. Zusätzlich führt dies auch zu einer nicht optimalen Stoffablage. Ein Verdeck der einleitend genannten Gattung ist aus der Druckschrift DE 10 2006 042 295 A1 bekannt. Dieses als Flächenspriegelverdeck ausgebildete Verdeck umfasst ein Verdeckgestänge, das bezogen auf eine vertikale Verdecklängsmittelebene beidseits jeweils eine Gestängeanordnung aufweist, die eine Hauptmehrgelenkanordnung mit zwei Hauptlenkern umfasst, die an einem fahrzeugfesten Hauptlager schwenkbar gelagert sind. Zwischen den beidseits angeordneten Gestängeanordnungen sind vier Flächenspriegel angeordnet, von denen ein mittlerer mit zwei Haltearmen versehen ist. Einer der Haltearme ist an einen der betreffenden Hauptlenker angelenkt. Bei einer Betätigung der Hauptmehrgelenkanordnung wird der Flächenspriegel über die Haltearme abgesenkt und unter einen heckseitigen Flächenspriegel verfahren. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein hinsichtlich des Antriebs optimiertes Verdeck der einleitend genannten Gattung zu schaffen. Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch das Verdeck mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Bei dem Verdeck nach der Erfindung wird also der Mittelspriegel, der in der Schließstellung an den Heckscheibenspriegel grenzt, ausgehend von der Schießstellung des Verdeckgestänges zunächst mittels des Absenkmechanismus abgesenkt, und zwar ohne dass die weiteren Verdeckelemente bzw. Flächenspriegel eine wesentliche Bewegung ausführen. Denkbar ist es, dass beispielsweise der Heckscheibenspriegel aufgrund kinematischer Kopplungen eine gegenüber der Bewegung des Mittelspriegels sehr langsame Abwärtsbewegung ausführt. In der abgesenkten Stellung kann dann der Mittelspriegel durch Betätigung des Flächenspriegellenkers unter den Heckscheibenspriegel verlagert werden. In der Ablagestellung liegt also der Mittelspriegel unterhalb von dem Heckscheibenspriegel bzw. Heckscheibenelement. Bei der Verlagerung des Mittelspriegels unter den Heckscheibenspriegel kann auch die Bewegung der weiteren Verdeckelemente, das heißt die Bewegung der Hauptlenker bzw. der von diesem angetriebenen Flächenspriegel, eingeleitet werden. Der Heckscheibenspriegel wird beim Absenken des Mittelspriegels nicht gegenüber den Hauptlagern angehoben, das heißt die Relativbewegung zwischen dem Mittelspriegel und dem Heckscheibenspriegel wird bei dem Verdeck nach der Erfindung im Wesentlichen allein durch den Absenkmechanismus für den Mittelspriegel ausgelöst. Beim Verstellen des Verdecks aus der Ablagestellung in die Schließstellung löst der Absenkmechanismu