DE-102017115435-B4 - Verfahren zur Überwachung eines Fahrzeugs sowie zur Durchführung der Verfahren ausgebildetes Fahrzeug und Fahrzeugsteuerung
Abstract
Verfahren zur Überwachung eines Fahrzeugs (30), umfassend: Überwachen (405) eines Kraftstofffüllstands vor einer Kollision; Detektieren (410) eines Kollisionsereignisses; Detektieren (420, 435, 450, 460) einer Fahrzeugausrichtung basierend auf mindestens dem Kraftstofffüllstand vor einer Kollision und dem Kraftstofffüllstand nach einer Kollision; und Übermitteln (480) einer Benachrichtigung über den Fahrzeugzustand an einen entfernten Server (88), wobei das Detektieren der Fahrzeugausrichtung (420, 435, 450, 460) das Detektieren einer überschlagenen Ausrichtung (420) beinhaltet, wenn der Kraftstofffüllstand nach einer Kollision gleich einer Differenz einer Kraftstofftankkapazität in Bezug auf den Kraftstofffüllstand vor einer Kollision ist.
Inventors
- Aed M. Dudar
Assignees
- FORD GLOBAL TECHNOLOGIES, LLC
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20170710
- Priority Date
- 20160713
Claims (11)
- Verfahren zur Überwachung eines Fahrzeugs (30), umfassend: Überwachen (405) eines Kraftstofffüllstands vor einer Kollision; Detektieren (410) eines Kollisionsereignisses; Detektieren (420, 435, 450, 460) einer Fahrzeugausrichtung basierend auf mindestens dem Kraftstofffüllstand vor einer Kollision und dem Kraftstofffüllstand nach einer Kollision; und Übermitteln (480) einer Benachrichtigung über den Fahrzeugzustand an einen entfernten Server (88), wobei das Detektieren der Fahrzeugausrichtung (420, 435, 450, 460) das Detektieren einer überschlagenen Ausrichtung (420) beinhaltet, wenn der Kraftstofffüllstand nach einer Kollision gleich einer Differenz einer Kraftstofftankkapazität in Bezug auf den Kraftstofffüllstand vor einer Kollision ist.
- Verfahren nach Anspruch 1 , wobei die überschlagene Ausrichtung einem erhöhten Kraftstoffleck-Risiko (430) zugeordnet ist.
- Verfahren zur Überwachung eines Fahrzeugs (30), umfassend: Überwachen (405) eines Kraftstofffüllstands vor einer Kollision; Detektieren (410) eines Kollisionsereignisses; Detektieren (420, 435, 450, 460) einer Fahrzeugausrichtung basierend auf mindestens dem Kraftstofffüllstand vor einer Kollision und dem Kraftstofffüllstand nach einer Kollision; und Übermitteln (480) einer Benachrichtigung über den Fahrzeugzustand an einen entfernten Server (88), wobei das Detektieren der Fahrzeugausrichtung (420, 435, 450, 460) das Detektieren einer Seitenlage (435) beinhaltet, wenn der Kraftstofffüllstand nach einer Kollision gleich einem gespeicherten Wert ist, der einem Kraftstofffüllstand vor einer Kollision zugeordnet ist.
- Verfahren nach Anspruch 3 , wobei die Seitenlage einem erhöhten Kraftstoffleck-Risiko (445) zugeordnet ist.
- Verfahren zur Überwachung eines Fahrzeugs (30), umfassend: Überwachen (405) eines Kraftstofffüllstands vor einer Kollision; Detektieren (410) eines Kollisionsereignisses; Detektieren (420, 435, 450, 460) einer Fahrzeugausrichtung basierend auf mindestens dem Kraftstofffüllstand vor einer Kollision und dem Kraftstofffüllstand nach einer Kollision; und Übermitteln (480) einer Benachrichtigung über den Fahrzeugzustand an einen entfernten Server (88), wobei das Detektieren der Fahrzeugausrichtung (420, 435, 450, 460) das Detektieren (450) einer korrekten Ausrichtung beinhaltet, wenn der Kraftstofffüllstand nach einer Kollision gleich dem Kraftstofffüllstand vor einer Kollision ist.
- Verfahren nach Anspruch 5 , wobei die korrekte Ausrichtung einem nicht erhöhten Kraftstoffleck-Risiko (475) zugeordnet ist.
- Verfahren nach Anspruch 1 , wobei das Detektieren der Fahrzeugausrichtung (420, 435, 450, 460) das Detektieren (470) eines erhöhten Kraftstoffleck-Risikos beinhaltet, wenn der Kraftstofffüllstand nach einer Kollision abnimmt (465).
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend das Empfangen von Kraftstofffüllstand-Messwerten von mindestens zwei Kraftstoffanzeigen.
- Steuerung (31), umfassend einen Prozessor (82a) und einen Speicher (82b), der prozessorausführbare Anweisungen speichert, wobei der Prozessor (82a) zum Durchführen eines Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8 programmiert ist.
- Fahrzeug (30), das eine Steuerung (31) nach Anspruch 9 umfasst.
- Fahrzeug (30) nach Anspruch 10 , ferner umfassend einen Kraftstofftank (36).
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft Verfahren zur Überwachung eines Fahrzeugs sowie ein zur Durchführung der Verfahren ausgebildetes Fahrzeug und eine entsprechend ausgebildete Fahrzeugsteuerung. STAND DER TECHNIK Kraftstoffbetriebene Fahrzeuge haben ein Kraftstoffsystem mit einem Kraftstofftank, einer Kraftstoffanzeige und einer Kraftstoffpumpe. Einige Kraftstoffsysteme haben des Weiteren ein Verdampfungsemissionssteuersystem. Der Kraftstofftank speichert Kraftstoff für das Fahrzeug. Der Kraftstofftank enthält die Kraftstoffpumpe, die dem Kraftstofftank zum Abgeben an einen Motor Kraftstoff entnimmt, und die Kraftstoffanzeige. Die Kraftstoffanzeige hat einen Schwimmer, eine Stange, einen Abstreifer und einen variablen Widerstand. Der Schwimmer ist an einem Ende der Stange befestigt. Die Stange und der Abstreifer sind in Bezug aufeinander befestigt und drehbar mit dem variablen Widerstand verbunden. Der Schwimmer schwimmt und liegt auf der Oberfläche des Kraftstoffs im Kraftstofftank auf. Die Stange ist in Bezug auf den variablen Widerstand frei drehbar. Wenn sich der Schwimmer auf- oder abbewegt, dreht die Stange in Bezug auf den variablen Widerstand entsprechend. Der Abstreifer ist derart positioniert, dass, wenn sich der Schwimmer von der Oberseite des Kraftstofftanks zum Boden des Kraftstofftanks bewegt, die Stange den Abstreifer von einem Ende des variablen Widerstands zum anderen Ende des variablen Abstreifers dreht. Der Abstreifer ist elektrisch mit einem Kraftstoffmesser und dem variablen Widerstand verbunden. Der variable Widerstand ist elektrisch mit dem Abstreifer verbunden und geerdet. Während der Abstreifer die Position in Bezug auf den variablen Widerstand ändert, ändert sich ein elektrischer Widerstand, der von dem variablen Widerstand bereitgestellt wird. Der Kraftstoffmesser detektiert einen Strompegel, der durch den Abstreifer und den variablen Widerstand zur Masse fließt. Der Strom ändert sich, wenn sich der Widerstand ändert, und der Kraftstoffmesser übersetzt den Strom in einen Kraftstofffüllstand. Aus der US 2008 / 0 314 674 A1 ist ein Verfahren zum Überwachen der Neigungslage bzw. eines Überschlagens eines Fahrzeugs, insbesondere eines Jetski-Bootes, anhand der Signale von Kraftstoff-Füllstandsensoren zwecks Einspritzsteuerung bekannt, womit auf einen dedizierten Neigungssensor ggf. verzichtet werden kann. Aus der US 2005 / 0 236 213 A1 ist es bekannt, eine Kraftstoffpumpe nicht nur im Falle einer Airbag-Auslösung aus Sicherheitsgründen abzuschalten, sondern auch die Signale von Kraftstoffniveausensoren zur Kollisionserkennung und Kraftstoffpumpenabschaltung unter Redundanzaspekten auszuwerten. Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kollisionsbedingte anomale Fahrzeuglage (Überschlagen, Seitwärtslage) unabhängig von den Signalen evtl. nicht vorhandener oder beschädigter Lageerkennungssysteme zu erfassen und weiter zu melden, insbesondere an eine Notrufzentrale. Die Lösung der vorgenannten Aufgabe erfolgt mittels Verfahren mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche 1, 3 und/oder 5, sowie mittels eines Fahrzeugs bzw. einer Fahrzeugsteuerung, das bzw. die zur Durchführung einer oder mehrerer dieser Verfahren ausgebildet ist. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen beschrieben. KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN 1 ist eine perspektivische Ansicht eines Fahrzeugs.2 ist ein Kraftstoffsystem des Fahrzeugs aus 1 in einer korrekten Ausrichtung.3 ist das Kraftstoffsystem des Fahrzeugs aus 1 in einer Überschlagsausrichtung.4 ist eine Blockdarstellung eines Steuersystems des Fahrzeugs aus 1.5 ist ein Prozessflussdiagramm eines Prozesses zum Steuern einer Fahrzeugausrichtung des Fahrzeugs aus 1. AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG Mit Bezug auf die Figuren, in denen gleiche Zahlen gleiche Teile innerhalb der verschiedenen Ansichten bezeichnen, weist eine Steuerung 31 (die eine eigenständige Vorrichtung oder eine eingebettete in z. B. einer Fahrzeugsteuerung 32, einem Rückhaltesteuermodul 80 oder einem Antriebsstrang-Steuermodul 82 sein kann) einen Prozessor und einen Speicher, der prozessorausführbare Anweisungen speichert, auf. Der Prozessor ist zum Überwachen eines Kraftstofffüllstands, Detektieren eines Kollisionsereignisses und Detektieren eines Fahrzeugzustands basierend auf mindestens einem Kraftstofffüllstand vor einer Kollision und einem Kraftstofffüllstand nach einer Kollision programmiert. Wenn sich ein Fahrzeug 30 in einer Kollision befindet, besteht die Möglichkeit, dass sich das Fahrzeug 30 teilweise oder vollständig überschlägt, und die Überschlagsausrichtung des Fahrzeugs 30 ist für die Ersthelfer zum Kennen des Unfallorts vor Ankunft nützlich, wie unten erläutert. Einige Fahrzeuge 30 sind mit Überschlagssensoren 86 ausgestattet, die detektieren, ob sich das Fahrzeug 30 überschlagen hat oder wird. Einige Fahrzeuge 30 sind jedoch ggf. nicht mit Überschlagssensoren 86 ausgestattet, oder die Überschlagssensoren 86 oder Steuerungen, d