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DE-102018116706-B4 - VERFAHREN UND SYSTEM ZUM DIAGNOSTIZIEREN EINES PARTIKELFILTERSENSORS

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Abstract

Fahrzeugbetriebsverfahren, umfassend: als Reaktion auf eine Diagnoseanforderung eines Abgassystemsensors, Drehen eines Motors in einer Rückwärtsrichtung ohne dem Motor Kraftstoff zuzuführen; Empfangen von Daten von einem Differenzdrucksensor an eine Steuerung, während der Motor in der Rückwärtsrichtung gedreht wird, und Einstellen des Motorbetriebs über die Steuerung als Reaktion auf die Daten von dem Differenzdrucksensor.

Inventors

  • Aed M. Dudar

Assignees

  • FORD GLOBAL TECHNOLOGIES, LLC

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20180710
Priority Date
20170712

Claims (15)

  1. Fahrzeugbetriebsverfahren, umfassend: als Reaktion auf eine Diagnoseanforderung eines Abgassystemsensors, Drehen eines Motors in einer Rückwärtsrichtung ohne dem Motor Kraftstoff zuzuführen; Empfangen von Daten von einem Differenzdrucksensor an eine Steuerung, während der Motor in der Rückwärtsrichtung gedreht wird, und Einstellen des Motorbetriebs über die Steuerung als Reaktion auf die Daten von dem Differenzdrucksensor.
  2. Das Verfahren nach Anspruch 1 , wobei das Einstellen des Motorbetriebs das Regenerieren eines Partikelfilters beinhaltet.
  3. Das Verfahren nach Anspruch 1 , wobei das Einstellen des Motorbetriebs das Begrenzen einer Motorleistungsausgabe beinhaltet.
  4. Das Verfahren nach Anspruch 1 , ferner umfassend Schließen eines Motoransaugdrosselventils, während der Motor in der Rückwärtsrichtung gedreht wird.
  5. Das Verfahren nach Anspruch 1 , ferner umfassend Öffnen eines Motoransaugdrosselventils, während der Motor in der Rückwärtsrichtung gedreht wird.
  6. Das Verfahren nach Anspruch 1 , ferner umfassend Öffnen eines Motoransaugdrosselventils und Schließen eines Auslassventils, während der Motor in der Rückwärtsrichtung gedreht wird.
  7. Das Verfahren nach Anspruch 1 , ferner umfassend Öffnen eines Motoransaugdrosselventils und Öffnen eines Auslassventils, während der Motor in der Rückwärtsrichtung gedreht wird.
  8. Verfahren nach Anspruch 1 , wobei das Einstellen des Motorbetriebs über die Steuerung als Reaktion auf die Daten von dem Differenzdrucksensor, das Einstellen des Motorbetriebs, wenn die Daten von dem Differenzdrucksensor anzeigen, dass eine Druckänderung zwischen einer ersten Bedingung, bei der ein Auslassventil geöffnet ist, und einer zweiten Bedingung, bei der das Auslassventil geschlossen ist, einen Grenzwert unterschreitet, beinhaltet.
  9. Verfahren nach Anspruch 8 , wobei das Einstellen des Motorbetriebs über die Steuerung als Reaktion auf die Daten von dem Differenzdrucksensor, nicht Einstellen des Motorbetriebs, wenn die Daten von dem Differenzdrucksensor anzeigen, dass die Druckänderung zwischen der ersten Bedingung, bei der das Auslassventil geöffnet ist, und der zweiten Bedingung, bei der das Auslassventil geschlossen ist, einen Grenzwert überschreitet, beinhaltet.
  10. System, umfassend: ein Fahrzeug, das einen Verbrennungsmotor beinhaltet; einen Motor, der selektiv an den Verbrennungsmotor gekoppelt ist; und eine Steuerung, die in einem nichtflüchtigen Speicher gespeicherte ausführbare Anweisungen beinhaltet, um den Verbrennungsmotor in einer Rückwärtsrichtung über den Motor zu drehen, ohne Luft und Kraftstoff zu verbrennen, als Reaktion auf eine Abgassensordiagnoseanforderung sowie Anweisungen, um das Fahrzeug über den Motor anzutreiben.
  11. System nach Anspruch 10 , ferner umfassend zusätzliche Anweisungen, um Luft und Kraftstoff in dem Verbrennungsmotor zu verbrennen und den Verbrennungsmotor in einer Vorwärtsrichtung zu drehen.
  12. System nach Anspruch 10 , ferner umfassend einen Partikelfilter und ein Auslassventil, die sich in einem Abgassystem befinden, das an den Verbrennungsmotor gekoppelt ist, wobei sich das Auslassventil stromabwärts des Partikelfilters befindet.
  13. System nach Anspruch 10 , ferner umfassend zusätzliche Anweisungen, um das Auslassventil zu öffnen und zu schließen, während der Verbrennungsmotors in der Rückwärtsrichtung gedreht wird.
  14. System nach Anspruch 10 , ferner umfassend einen Differenzdrucksensor, der dazu konfiguriert ist, Druck an zwei gegenüberliegenden Seiten des Partikelfilters zu erfassen.
  15. System nach Anspruch 14 , ferner umfassend zusätzliche Anweisungen, um die Ausgabe des Differenzdrucksensors bei geöffnetem Auslassventil mit der Ausgabe des Differenzdrucksensors bei geschlossenem Auslassventil zu vergleichen.

Description

Gebiet Die vorliegende Erfindung betrifft Verfahren und ein System zum Bestimmen des Vorhandenseins oder Nichtvorhandenseins einer Beeinträchtigung eines Differenzdrucksensors, der eine Druckänderung über einen Bezinpartikelfilter erfasst. Die Verfahren und Systeme können besonders nützlich für Direktkraftstoffeinspritzmotoren sein, die von Zeit zu Zeit in einem geschichteten Lademodus betrieben werden. Hintergrund und Kurzdarstellung Ein fremdgezündeter Benzin- oder Ottomotor kann Direktkraftstoffeinspritzung beinhalten. Kraftstoff kann direkt in einen Motorzylinder eingespritzt werden, sodass eine Verdampfung des eingespritzten Kraftstoffs eine Ladung in dem Motorzylinder kühlen kann. Durch Kühlen der Zylinderladung kann der Motor mit höheren Lasten betrieben werden bevor Motorklopfen auftritt als im Vergleich zu einem Motor mit Einlasskanaleinspritzung. Demnach kann der Motor effizienter betrieben werden und kann mehr Leistung bereitstellen als ein Motor mit Einlasskanaleinspritzung. Die direkte Einspritzung von Kraftstoff in einen Zylinder kann jedoch auch Anlass zur Schichtung von eingespritztem Kraftstoff in einem Motorzylinder geben, was zu kohlenstoffhaltigem Abgas führt. Das kohlenstoffhaltige Abgas kann sich in einem Partikelfilter ablagern, wo es anschließend oxidiert werden kann, sodass weniger Feinstaub in die Atmosphäre abgegeben werden kann. Im Laufe der Zeit kann sich der Partikelfilter mit kohlenstoffhaltigem Ruß füllen, sodass eine Regenerierung des Partikelfilters erforderlich sein kann. Eine Möglichkeit, um zu bestimmen, ob sich eine Menge von kohlenstoffhaltigem Ruß, die über einem Grenzwert liegt, in dem Partikelfilter abgelagert hat oder nicht, besteht darin eine Druckänderung oder Druckdifferenz am Partikelfilter zu messen. Wenn der Partikelfilter mit kohlenstoffhaltigem Ruß belastet ist, kann bei hohem Luftstrom eine höhere Druckdifferenz angezeigt werden. Es ist jedoch möglich, dass sich ein Schlauch eines Differenzdrucksensors aufgrund einer Wartung oder von unvorhergesehenen Umständen aus seiner verankerten Position löst. Wenn sich der Schlauch des Differenzdrucksensors löst, kann es schwierig, sein zu bestimmen, ob der Differenzdrucksensor zuverlässige Informationen liefert oder nicht. Demnach kann es wünschenswert sein, eine Möglichkeit bereitzustellen, um zu ermitteln, ob die Differenzdrucksensordaten zuverlässig sind oder nicht. Die Druckschriften US 2008 / 0 202 096 A1 und US 2004 / 0 226 530 A1 beschreiben Verfahren und Systeme zur Diagnose eines Partikelfiltersensors eines Abgassystems. Gemäß US 2008 / 0 202 096 A1 wird, um einen Motor zu starten, eine Kurbelwelle zunächst um einen Zielbetrag der Rückwärtsdrehung rückwärts gedreht und dann vorwärts gedreht. Wenn die Kurbelwelle rückwärts gedreht wird, wird das Restgas aus dem Auslasskanal in die Brennkammer gesaugt und Restgas aus der Brennkammer in den Einlasskanal abgegeben. Wenn sich die Kurbelwelle vorwärts dreht, wird das Restgas zusammen mit Luft aus dem Ansaugkanal in die Brennkammer gesaugt und in der Brennkammer verbrannt. Der Zielwert der Rückwärtsdrehung wird so eingestellt, dass in allen Zylindern ein Rückwärtsgasstrom von der Brennkammer zum Ansaugkanal erzeugt wird oder in mindestens einem Zylinder ein Rückwärtsgasstrom vom Abgaskanal durch die Brennkammer zum Ansaugkanal erzeugt wird. US 2004 / 0 226 530 A1 offenbart ein Partikelregenerationssystem für einen Motor. Das Partikelregenerationssystem kann einen Partikelfilter aufweisen, der so konfiguriert ist, dass er Partikel aus einem Motorabgasstrom entfernt, und einen Dieseloxidationskatalysator, der sich vor dem Partikelfilter befindet, um die Oxidation der aufgefangenen Partikel zu erleichtern. Das Partikelregenerationssystem kann ferner eine Regenerationsvorrichtung aufweisen, die sich vor dem Dieseloxidationskatalysator befindet und so konfiguriert ist, dass sie das Abgas selektiv über eine Oxidationstemperatur der eingefangenen Partikel erhitzt, sowie eine Vorrichtung zur selektiven katalytischen Reduktion, die sich nach dem Partikelfilter befindet, um NOx aus dem Motorabgas zu entfernen. Das Partikelregenerationssystem kann auch über eine Steuerung verfügen, die mit der Regenerationsvorrichtung und dem Motor in Verbindung steht. Der Controller kann so konfiguriert sein, dass er den Motorbetrieb als Reaktion auf die Einleitung eines Regenerationsereignisses ändert. Ausgehend von bekannten Verfahren, bei denen zur Durchführung einer Sensordiagnose der Verbrennungsmotor gestartet wird, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeugbetriebsverfahren und ein System bereitzustellen, das eine Sensor-Diagnose im Abgassystem ermöglichen kann, deren Durchführung der Fahrzeugnutzer nicht wahrnimmt. Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche. Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben. Demnach umfasst ein Fahrzeugbetriebsverfahren Folgendes: als Reaktion auf eine Diagnoseanforderung eines Abgassy