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DE-102018131008-B4 - Verfahren zur Überprüfung und gegebenenfalls zur Verbesserung eines Fahrzeugdiagnosesystems

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Abstract

Verfahren zur Überprüfung und gegebenenfalls zur Verbesserung der Einstellung mindestens eines Parameters einer Steuergerätüberwachungsfunktion eines Fahrzeugdiagnosesystems unter Berücksichtigung mindestens einer Robustheitskennzahl, insbesondere unter Berücksichtigung von vier Robustheitskennzahlen, - wobei die mindestens eine Robustheitskennzahl R z [n] nach folgender Gleichung berechnet wird: R z [ n ] = 1 r max_pos / max_neg ⋅ N 0 ∑ i = n n+N 0 r i - wobei r max_pos/max_neg der größte positive oder der größte negative Abstandswert bei Überwachung gegen eine positive oder eine negative Abweichung ist, - wobei N 0 die Anzahl der Datenpunkte der Datenreihe ist, die die Mindestzeit, insbesondere die Entprellzeit, zur Fehlererkennung darstellt, - wobei n ein Element einer Datenreihe von aufeinanderfolgenden Merkmalswerten ist, - wobei r i der auf der Basis des Rohabstandes bestimmte Abstand eines Merkmalswertes von einem positiven oder einem negativen Fehlerschwellenwert ist, - wobei die Einstellung des mindestens einen Parameters beibehalten wird, wenn der berechnete Wert R z oder die berechneten Werte R z oberhalb einer minimalen Robustheitskennzahl R z,min liegt/liegen, - und wobei die Einstellung des mindestens einen Parameters angepasst wird, wenn der berechnete Wert R z oder die berechneten Werte R z unterhalb der minimalen Robustheitskennzahl R z,min liegt/liegen oder der berechnete Wert R z oder die berechneten Werte R z der minimalen Robustheitskennzahl R z,min entspricht/entsprechen, - wobei zur Überprüfung der Einstellung des mindestens einen Parameters die Ergebnisse der Steuergerätüberwachungsfunktion durch Eingabe eines Input-Datensatz eines funktionstüchtigen Systems und eines Input-Datensatz eines nicht funktionstüchtigen Systems in die Steuergerätüberwachungsfunktion berechnet werden, dadurch gekennzeichnet, - dass zur Überprüfung der Einstellung des mindestens einen Parameters die ermittelten Ergebnisse der Steuergerätüberwachungsfunktion durch Vergleich mit bestimmten Werten eines Merkmals eines funktionstüchtigen Systems, zur Überwachung gegen eine positive Fehlerschwellenwertüberschreitung, durch die Berechnung eines Wertes R z,max_threshold,False Fail darauf überprüft werden, ob ein funktionstüchtiges System fälschlicherweise als nicht funktionstüchtig erkannt wird, - dass zur Überprüfung der Einstellung des mindestens einen Parameters die ermittelten Ergebnisse der Steuergerätüberwachungsfunktion durch Vergleich mit bestimmten Werten eines Merkmals eines funktionstüchtigen Systems zur Überwachung gegen eine negative Fehlerschwellenwertunterschreitung durch die Berechnung eines Wertes R z,min_threshold,False Fail darauf überprüft werden, ob ein funktionstüchtiges System fälschlicherweise als nicht funktionstüchtig erkannt wird, - dass zur Überprüfung der Einstellung des mindestens einen Parameters die ermittelten Ergebnisse der Steuergerätüberwachungsfunktion durch Vergleich mit bestimmten Werten eines Merkmals eines nicht funktionstüchtigen Systems zur Überwachung gegen eine positive Fehlerschwellenwertunterschreitung durch die Berechnung eines Wertes R z,max_threshold,False Pass darauf überprüft werden, ob ein nicht funktionstüchtiges System fälschlicherweise als funktionstüchtig erkannt wird, - und dass zur Überprüfung der Einstellung des mindestens einen Parameters die ermittelten Ergebnisse der Steuergerätüberwachungsfunktion durch Vergleich mit bestimmten Werten eines Merkmals eines nicht funktionstüchtigen Systems zur Überwachung gegen eine negative Fehlerschwellenwertüberschreitung durch die Berechnung eines Wertes R z,min_threshold,False Pass darauf überprüft werden, ob ein nicht funktionstüchtiges System fälschlicherweise als funktionstüchtig erkannt wird.

Inventors

  • Ralf Cerna
  • Alexandre Blanchard

Assignees

  • AVL LIST GMBH

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20181205
Priority Date
20171205

Claims (15)

  1. Verfahren zur Überprüfung und gegebenenfalls zur Verbesserung der Einstellung mindestens eines Parameters einer Steuergerätüberwachungsfunktion eines Fahrzeugdiagnosesystems unter Berücksichtigung mindestens einer Robustheitskennzahl, insbesondere unter Berücksichtigung von vier Robustheitskennzahlen, - wobei die mindestens eine Robustheitskennzahl R z [n] nach folgender Gleichung berechnet wird: R z [ n ] = 1 r max_pos / max_neg ⋅ N 0 ∑ i = n n+N 0 r i - wobei r max_pos/max_neg der größte positive oder der größte negative Abstandswert bei Überwachung gegen eine positive oder eine negative Abweichung ist, - wobei N 0 die Anzahl der Datenpunkte der Datenreihe ist, die die Mindestzeit, insbesondere die Entprellzeit, zur Fehlererkennung darstellt, - wobei n ein Element einer Datenreihe von aufeinanderfolgenden Merkmalswerten ist, - wobei r i der auf der Basis des Rohabstandes bestimmte Abstand eines Merkmalswertes von einem positiven oder einem negativen Fehlerschwellenwert ist, - wobei die Einstellung des mindestens einen Parameters beibehalten wird, wenn der berechnete Wert R z oder die berechneten Werte R z oberhalb einer minimalen Robustheitskennzahl R z,min liegt/liegen, - und wobei die Einstellung des mindestens einen Parameters angepasst wird, wenn der berechnete Wert R z oder die berechneten Werte R z unterhalb der minimalen Robustheitskennzahl R z,min liegt/liegen oder der berechnete Wert R z oder die berechneten Werte R z der minimalen Robustheitskennzahl R z,min entspricht/entsprechen, - wobei zur Überprüfung der Einstellung des mindestens einen Parameters die Ergebnisse der Steuergerätüberwachungsfunktion durch Eingabe eines Input-Datensatz eines funktionstüchtigen Systems und eines Input-Datensatz eines nicht funktionstüchtigen Systems in die Steuergerätüberwachungsfunktion berechnet werden, dadurch gekennzeichnet , - dass zur Überprüfung der Einstellung des mindestens einen Parameters die ermittelten Ergebnisse der Steuergerätüberwachungsfunktion durch Vergleich mit bestimmten Werten eines Merkmals eines funktionstüchtigen Systems, zur Überwachung gegen eine positive Fehlerschwellenwertüberschreitung, durch die Berechnung eines Wertes R z,max_threshold,False Fail darauf überprüft werden, ob ein funktionstüchtiges System fälschlicherweise als nicht funktionstüchtig erkannt wird, - dass zur Überprüfung der Einstellung des mindestens einen Parameters die ermittelten Ergebnisse der Steuergerätüberwachungsfunktion durch Vergleich mit bestimmten Werten eines Merkmals eines funktionstüchtigen Systems zur Überwachung gegen eine negative Fehlerschwellenwertunterschreitung durch die Berechnung eines Wertes R z,min_threshold,False Fail darauf überprüft werden, ob ein funktionstüchtiges System fälschlicherweise als nicht funktionstüchtig erkannt wird, - dass zur Überprüfung der Einstellung des mindestens einen Parameters die ermittelten Ergebnisse der Steuergerätüberwachungsfunktion durch Vergleich mit bestimmten Werten eines Merkmals eines nicht funktionstüchtigen Systems zur Überwachung gegen eine positive Fehlerschwellenwertunterschreitung durch die Berechnung eines Wertes R z,max_threshold,False Pass darauf überprüft werden, ob ein nicht funktionstüchtiges System fälschlicherweise als funktionstüchtig erkannt wird, - und dass zur Überprüfung der Einstellung des mindestens einen Parameters die ermittelten Ergebnisse der Steuergerätüberwachungsfunktion durch Vergleich mit bestimmten Werten eines Merkmals eines nicht funktionstüchtigen Systems zur Überwachung gegen eine negative Fehlerschwellenwertüberschreitung durch die Berechnung eines Wertes R z,min_threshold,False Pass darauf überprüft werden, ob ein nicht funktionstüchtiges System fälschlicherweise als funktionstüchtig erkannt wird.
  2. Verfahren nach Patentanspruch 1 dadurch gekennzeichnet , dass zur Berechnung von R z,max_threshold,False Fail folgende Definition vorgenommen wird: R z ,max_threshold ,False Fail [ n ] = 1 N 0 ∑ n n+N 0 r i | e [ i ] − g Qpos [ i ] e Q0 [ i ] − g Qpos [ i ] | e [ i ] = { e Q [ i ] … e Q0 [ i ] ≤ e Q [ i ] ≤ g Qpos [ i ] e Q0 [ i ] … e Q [ i ] < e Q0 [ i ] g Qpos e [ i ] … e Q [ i ] > g Qpos [ i ] - wobei -N 0 die Anzahl der Datenpunkte der Datenreihe ist, die die Mindestzeit, insbesondere die Entprellzeit, zur Fehlererkennung darstellt, - wobei n ein Element einer Datenreihe von aufeinanderfolgenden Merkmalswerten ist, - wobei e Q [i] der Merkmalwert ist, - wobei g Qpos [i] der positive Schwellenwert ist, - wobei e Q0 [i] der Normalwert ist, - und wobei e[i] der limitierte Messwert ist.
  3. Verfahren nach Patentanspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet , dass zur Berechnung von R z,min_threshold,False Fail folgende Definition vorgenommen wird: R z ,min_threshold ,False Fail [ n ] = 1 N 0 ∑ n n+N 0 r i | e [ i ] − g Qneg [ i ] e Q0 [ i ] − g Qneg [ i ] | e [ i ] = { e Q [ i ] … g Qneg [ i ] ≤ e Q [ i ] ≤ g Q0 [ i ] e Q0 [ i ] … e Q [ i ] < e Q0 [ i ] g Qneg e [ i ] … e Q [ i ] > g Qneg [ i ] - wobei N 0 die Anzahl der Datenpunkte der Datenreihe ist, die die Mindestzeit, insbesondere die Entprellzeit, zur Fehlererkennung darstellt, - wobei n ein Element einer Datenreihe von aufeinanderfolgenden Merkmalswerten ist, - wobei e Q [i] der Merkmalwert ist, - wobei g Qneg [i] der negative Schwellenwert ist, - wobei e Q0 [i] der Normalwert ist, - und wobei e[i] der limitierte Messwert ist.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , dadurch gekennzeichnet , dass zur Berechnung von R z,max_threshold,False Pass folgende Definition vorgenommen wird: R z ,max_threshold ,False Fail [ n ] = 1 N 0 ∑ n n+N 0 r i | e [ i ] − g Qpos [ i ] e Q0 [ i ] − g Qpos [ i ] | e [ i ] = { e Q [ i ] … g Qpos [ i ] ≤ e Q [ i ] ≤ e Q0 [ i ] e Q0 [ i ] … e Q [ i ] < e Q0 [ i ] g Qpos e [ i ] … e Q [ i ] > g Qpos [ i ] e Q0 [ i ] = { g Qpos [ i ] × ( 1 + m 100 ) … g Qpos [ i ] > 0 g Qpos [ i ] × ( 1 − m 100 ) … g Qpos [ i ] < 0 - wobei N 0 die Anzahl der Datenpunkte der Datenreihe ist, die die Mindestzeit, insbesondere die Entprellzeit, zur Fehlererkennung darstellt, - wobei n ein Element einer Datenreihe von aufeinanderfolgenden Merkmalswerten ist, - wobei e Q [i] der Merkmalwert ist, - wobei g Qpos [i] der positive Schwellenwert ist, - wobei e Q0 [i] der Normalwert ist, - und wobei e[i] der limitierte Messwert ist.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , dadurch gekennzeichnet , dass zur Berechnung von R z,min_threshold,False Pass folgende Definition vorgenommen wird: R z ,min_threshold ,False Pass [ n ] = 1 N 0 ∑ n n+N 0 r i | e [ i ] − g Qneg [ i ] e Q0 [ i ] − g Qneg [ i ] | e [ i ] = { e Q [ i ] … e Q0 [ i ] ≤ e Q [ i ] ≤ g Q0 [ i ] e Q0 [ i ] … e Q [ i ] < e Q0 [ i ] g Qneg e [ i ] … e Q [ i ] > g Qneg [ i ] - wobei N 0 die Anzahl der Datenpunkte der Datenreihe ist, die die Mindestzeit, insbesondere die Entprellzeit, zur Fehlererkennung darstellt, - wobei n ein Element einer Datenreihe von aufeinanderfolgenden Merkmalswerten ist, - wobei e Q [i] der Merkmalwert ist, - wobei g Qneg [i] der negative Schwellenwert ist, - wobei e Q0 [i] der Normalwert ist, - und wobei e[i] der limitierte Messwert ist.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5 , dadurch gekennzeichnet , - dass die Einstellung des mindestens einen Parameters beibehalten wird, wenn der berechnete Wert R z,max_threshold,False Fail und der berechnete Wert R z,min_threshold,False Fail oberhalb einer minimalen Robustheitskennzahl R z,min,False Fail liegen, - oder dass die Einstellung des mindestens einen Parameters beibehalten wird, wenn die berechneten Werte R z,max_threshold,False Fail und die berechneten Werte R z,min_threshold,False Fail oberhalb einer minimalen Robustheitskennzahl R z,min,False Fail liegen, - und dass die Einstellung des mindestens einen Parameters angepasst wird, wenn der berechnete Wert R z,max_threshold,False Fail und der berechnete Wert R z,min_threshold,False Fail unterhalb der minimalen Robustheitskennzahl R z,min,False Fail liegen oder der minimalen Robustheitskennzahl R z,min,False Fail entsprechen, - oder dass die Einstellung des mindestens einen Parameters angepasst wird, wenn die berechneten Werte R z,max_threshold,False Fail und die berechneten Werte R z,min_threshold,False Fail unterhalb der minimalen Robustheitskennzahl R z,min,False Fail liegen oder der minimalen Robustheitskennzahl R z,min,False Fail entsprechen.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6 , dadurch gekennzeichnet , - dass die Einstellung des mindestens einen Parameters beibehalten wird, wenn der berechnete Wert R z,max_threshold,False Pass und der berechnete Wert R z,min_threshold,False Pass oberhalb einer minimalen Robustheitskennzahl R z,min,False Pass liegen, - oder dass die Einstellung des mindestens einen Parameters beibehalten wird, wenn die berechneten Werte R z,max_threshold,False Pass und die berechneten Werte R z,min_threshold,False Pass oberhalb einer minimalen Robustheitskennzahl R z,min,False Pass liegen, - und dass die Einstellung des mindestens einen Parameters angepasst wird, wenn der berechnete Wert R z,max_threshold,False Pass und der berechnete Wert R z,min_threshold,False Pass unterhalb der minimalen Robustheitskennzahl R z,min,False Pass liegen oder der minimalen Robustheitskennzahl R z,min,False Pass entsprechen, - oder dass die Einstellung des mindestens einen Parameters angepasst wird, wenn die berechneten Werte R z,max_threshold,False Pass und die berechneten Werte R z,min_threshold,False Pass unterhalb der minimalen Robustheitskennzahl R z,min,False Pass liegen oder der minimalen Robustheitskennzahl R z,min,False Pass entsprechen.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7 , dadurch gekennzeichnet , - dass R z,min,False Fail und/oder R z,min,False Pass in einem Bereich von 0,5 bis 0,9, insbesondere in einem Bereich von 0,6 bis 0,8 liegt.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8 , dadurch gekennzeichnet , - dass R z,min,False Fail und/oder R z,min,False Pass 0,7 ist.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9 , dadurch gekennzeichnet , - dass die bestimmten Werte des Merkmals an einem System gemessene Werte sind, oder dass die bestimmten Werte des Merkmals empirisch oder willkürlich bestimmte Werte sind.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10 , dadurch gekennzeichnet , - dass Fahrzeugdiagnosesystem ein Teil eines Fahrzeuges ist - und/oder dass das Fahrzeugdiagnosesystem ein On-Board-Diagnose „OBD“ System ist, - und/oder dass das Fahrzeugdiagnosesystem ein Teil eines Steuergeräts „ECU = Engine Control Unit“ oder ein Steuergerät „ECU = Engine Control Unit“ eines Kraftfahrzeuges ist.
  12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet , - dass die Steuergerätüberwachungsfunktion und die überprüften und gegebenenfalls verbesserten Parameter in dem Fahrzeugdiagnosesystem enthalten sind, - oder dass die Steuergerätüberwachungsfunktion und die überprüften und gegebenenfalls verbesserten Parameter auf ein Fahrzeugdiagnosesystem übertragen werden.
  13. Verfahren zur Steuerung eines Fehlerindikators eines Fahrzeugdiagnosesystems, insbesondere zur Steuerung einer MIL-Lampe „Malfunction Indicator Light - Motorkontrollleuchte“ eines Fahrzeuges, wobei der Fehlerindikator einen Fehler signalisiert, wenn das Fahrzeugdiagnosesystem einen Fehler diagnostiziert, dadurch gekennzeichnet , dass die Einstellung des mindestens einen Parameters der Steuergerätüberwachungsfunktion des Fahrzeugdiagnosesystems nach einem der Patentansprüche 1 bis 12 erfolgt.
  14. Verfahren nach Patentanspruch 13 , dadurch gekennzeichnet , dass das Fahrzeugdiagnosesystem einen Fehler diagnostiziert: - wenn eine Abweichung zwischen mindestens einem bestimmten Wert eines Merkmals und mindestens einem berechneten Wert eines Merkmals größer ist als mindestens ein positiver Fehlerschwellenwert, - und/oder wenn eine Abweichung zwischen mindestens einem bestimmten Wert eines Merkmals und mindestens einem berechneten Wert eines Merkmals kleiner ist als mindestens ein negativer Fehlerschwellenwert, - und/oder wenn bei Auftreten dieser Abweichung die mindestens eine Freigabebedingung erfüllt ist, - und/oder wenn bei Auftreten dieser Abweichung eine Entprellzeit überschritten ist.
  15. Verfahren nach Patentanspruch 13 oder 14 , dadurch gekennzeichnet , - dass der mindestens eine bestimmten Wert eines Merkmals vom Fahrzeugdiagnosesystem gemessen, ermittelt oder an das Fahrzeugdiagnosesystem übermittelt wird, - und dass der mindestens eine berechnete Wert eines Merkmals vom Fahrzeugdiagnosesystem insbesondere von der Steuergerätüberwachungsfunktion ermittelt oder an das Fahrzeugdiagnosesystem, übermittelt wird.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Überprüfung und gegebenenfalls zur Verbesserung eines Fahrzeugdiagnosesystems. Bevorzugt wird bei diesem Verfahren einerseits überprüft, ob ein funktionstüchtiges System fälschlicherweise als nicht funktionstüchtig erkannt wird und andererseits, ob ein nicht funktionstüchtiges System fälschlicherweise als funktionstüchtig erkannt wird. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur verbesserten Steuerung eines Fehlerindikators eines Fahrzeugdiagnosesystems, wobei durch die Überprüfung und/oder die Verbesserung des Fahrzeugdiagnosesystems Fehldiagnosen des Fahrzeugdiagnosesystems verringert werden. Das Gebiet der Erfindung betrifft insbesondere Verfahren, wie sie in der DE 10 2014 115 485 A1 der Anmelderin beschrieben sind. Die Software eines Fahrzeugdiagnosesystems beinhaltet neben Funktionen zur Steuerung und Regelung innermotorischer Prozesse auch zahlreiche Funktionen zur Überwachung verschiedener Systeme und Komponenten. Ein wichtiges Ziel des Fahrzeugdiagnosesystems ist es, Störungen, welche zu abnormalem Verhalten der Brennkraftmaschine führen, möglichst frühzeitig zu erkennen und auf die kleinste austauschbare Einheit zurückzuführen. Da aber die Anzahl der Sensoren aus Kostengründen minimal gehalten wird, werden modellbasierte Fehlererkennungs- und Diagnoseverfahren eingesetzt, um dieses Ziel zu erreichen. Modellbasierte Fehlererkennungs- und Diagnoseverfahren nutzen die Abhängigkeiten verschiedener messbarer Signale eines Prozesses mit Hilfe mathematischer Modelle aus, um Informationen über den Prozesszustand zu gewinnen. Der Gesamtprozess modellbasierter On-Board-Diagnostik (OBD) setzt sich aus einer gewissen Anzahl Aktuatoren, dem eigentlichen physikalischen Prozess und aus verschiedenen Sensoren zusammen. Basierend auf Eingangssignalen und Ausgangssignalen werden im Modell charakteristische Größen bzw. Merkmale berechnet, welche Aufschluss über den Prozesszustand geben. Ein häufig eingesetztes Verfahren bei Fehlererkennungs- und Diagnoseverfahren im automobilen Bereich ist die Fehlererkennung mittels Paritätsgleichungen. Bei diesen bilden Modelle mit im Voraus bekannter Struktur und Parameter das Prozessverhalten ab. Diese Modelle werden parallel zu den modellierten Prozessen angeordnet. Dabei wird ein gemessenes Signal eines Prozesses mit einem modellierten Referenzwert mittels Subtraktion oder Quotientenbildung verglichen. Dieses Merkmal wird als Residuum eR bezeichnet. Das Residuum wird, wenn der Vergleich durch Substraktion gebildet wird, genau dann Null bzw., wenn der Vergleich durch Quotientenbildung gebildet wird, genau dann Eins, wenn das Referenzmodell den Prozess exakt abbildet. Umgekehrt betrachtet, wenn von einer exakten Modellierung ausgegangen wird, kann mithilfe des Residuums auf eine Abweichung des Messsignals und somit auf einen Fehler geschlossen werden. Es wird also das erzeugte Merkmal, insbesondere das Residuum auf Abweichungen vom Erwartungswert überwacht. Dadurch können Veränderungen des Prozesses aufgespürt und Störungen vom Normalzustand unterschieden werden. Als Robustheit wird die Unempfindlichkeit gegen kleine Abweichungen von den Annahmen, insbesondere von den Erwartungswerten, bezeichnet. Angewandt auf die OBD ist damit die Fähigkeit gemeint, zufällige Schwankungen der überwachten Merkmalswerte zu tolerieren und von signifikanten, fehlerrelevanten Abweichungen zu unterscheiden. Zufällige Abweichungen sind auf die stochastische Variation der Eingangssignale in die Funktionen der Fehlererkennungs- und Diagnoseverfahren zurückzuführen und können als Ursachen Umweltbedingungen, Fahrverhalten, Alterung, Toleranzen in Produktionsprozessen, Defekte und/oder Messungenauigkeiten haben. Zusätzlich zu stochastisch variierenden Eingangssignalen führen auch Ungenauigkeiten der mathematischen Modelle in den Funktionen der Fehlererkennungs- und Diagnoseverfahren zu Streuungen der überwachten Merkmalswerte. Diese unbeherrschbaren Streuungen sind Gründe für die Forderung, die Parameter einer Steuergerätüberwachungsfunktion derart zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern, so dass das Risiko von Fehldiagnosen des Fahrzeugdiagnosesystems verringert wird. Eine Fehldiagnose ist einerseits die Annahme des Fahrzeugdiagnosesystems, dass ein funktionstüchtiges System nicht funktionstüchtig ist - sogenannter „False Fail“-Fehler, und andererseits die Annahme eines Fahrzeugdiagnosesystems, dass ein nicht funktionstüchtiges System funktionstüchtig ist - sogenannter „False Pass“-Fehler. Herkömmliche Fehlererkennungs- und Diagnoseverfahren verwenden zur Robustheitssteigerung Entprellverfahren. Dadurch ist es möglich, tatsächliche Fehlfunktionen einer Komponente bzw. eines Systems von Fehldiagnosen zu unterscheiden. Eine Fehldiagnose kann beispielsweise auftreten, wenn ein Merkmalswert einen Schwellenwert nur kurz überschreitet. Ein bisher häufig ein