Search

DE-102018202153-B4 - Abdeckung für einen Sitz und Verfahren zur Herstellung einer Abdeckung

DE102018202153B4DE 102018202153 B4DE102018202153 B4DE 102018202153B4DE-102018202153-B4

Abstract

Feste Abdeckung (1) für einen Fahrzeugsitz, geformt aus einer Deckmaterialschicht (2) und einer Trägermaterialschicht (4) und einer zwischen diesen angeordneten und aus Klebevlies (3) gebildeten Klebeschicht, wobei ein Trägermaterial der Trägermaterialschicht (4) ein Trägervlies ist und wobei entlang einer umlaufenden Kante (1.3) die feste Abdeckung (1) ein Befestigungsmittel (5) in Form eines Reißverschlusses für einen anzubringenden Bezug aufweist.

Inventors

  • Niels Mondelaers
  • Uwe Schulze

Assignees

  • ADIENT US LLC

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20180212

Claims (10)

  1. Feste Abdeckung (1) für einen Fahrzeugsitz, geformt aus einer Deckmaterialschicht (2) und einer Trägermaterialschicht (4) und einer zwischen diesen angeordneten und aus Klebevlies (3) gebildeten Klebeschicht, wobei ein Trägermaterial der Trägermaterialschicht (4) ein Trägervlies ist und wobei entlang einer umlaufenden Kante (1.3) die feste Abdeckung (1) ein Befestigungsmittel (5) in Form eines Reißverschlusses für einen anzubringenden Bezug aufweist.
  2. Feste Abdeckung (1) nach Anspruch 1 , wobei ein Deckmaterial der Deckmaterialschicht (2) und das Trägermaterial der Trägermaterialschicht (4) mittels des Klebevlieses (3) durch ein Druckumform- und Druckfügeverfahren miteinander gefügt sind.
  3. Feste Abdeckung (1) nach Anspruch 1 oder 2 , wobei das Deckmaterial und das Trägermaterial mittels des Klebevlieses (3) durch ein Druckumform- und Druckfügeverfahren mittels Hochfrequenzenergie miteinander gefügt sind.
  4. Feste Abdeckung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Deckmaterial ein Vinylmaterial, ein Textilmaterial oder ein Naturmaterial ist.
  5. Feste Abdeckung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Trägermaterial als Endlosmaterial vorliegt und die Trägermaterialschicht (4) aus diesem zugeschnitten ist.
  6. Feste Abdeckung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Klebevlies (3) ein Co-Polyester-Vlies oder ein thermoplastisches Vlies ist.
  7. Feste Abdeckung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, aufweisend eine Dicke (D) in einem Bereich von 3 mm bis 5 mm.
  8. Feste Abdeckung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, aufweisend eine Härte von größer 60 Shore-A, insbesondere von 65 Shore-A bei einem 1000 g Trägervlies oder von 62 Shore-A bei einem 800 g Trägervlies.
  9. Feste Abdeckung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine dreidimensionale Form.
  10. Verfahren zur Herstellung einer festen Abdeckung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend folgende Schritte: - Öffnen einer Umform- und Fügeeinheit (6), umfassend zumindest ein positives Formteil (6.1.2) und ein negatives Formteil (6.1.1), welche eine einer 3D-Endform der Abdeckung (1) entsprechende negative bzw. positive Matrizenform (M2, M1) aufweist, - Positionieren eines aus einem Trägervlies gebildeten Trägermaterialzuschnitts (4.1) und eines Deckmaterialzuschnitts (2.1) mit einem zwischen diesen angeordneten Klebevlies (3) in der geöffneten Umform- und Fügeeinheit (6) auf einem der Formteile (6.1.2), - Schließen der Umform- und Fügeeinheit (6) durch Bewegen des negativen Formteils (6.1.1) in Richtung des positiven Formteils (6.2.1) oder umgekehrt, - Fügen des Deckmaterialzuschnitts (2.1) mit dem Trägermaterialzuschnitt (4.1) mittels des Klebevlieses (3) durch Hochfrequenzschweißen und Formen der Abdeckung (1) durch Druckumformen, und - Öffnen der Umform- und Fügeeinheit (6) und Entnehmen der geformten Abdeckung (1).

Description

Die Erfindung betrifft eine Abdeckung für einen Sitz, insbesondere eine Lehnenabdeckung oder Seitenabdeckung für einen Fahrzeugsitz. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Abdeckung. Aus der DE 30 22 017 C2 ist ein Faserverbundwerkstoff für ein Trägerbauteil bekannt. Aus der DE 198 15 115 A1 ist ein lederkaschiertes Innenausstattungsteil für ein Fahrzeug bekannt. Aus der DE 94 01 121 U1 ist ein textiles Flächengebilde für Sitzbezüge oder Polster für Sitze in Kraftfahrzeugen bekannt. Allgemein sind Abdeckungen für einen Fahrzeugsitz als Verkleidung von Seiten- und/oder Rückenlehnenbereichen des Fahrzeugsitzes bekannt. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserter Abdeckung, insbesondere eine leichte und feste Abdeckung, sowie ein verbessertes Verfahren zur Herstellung einer solchen Abdeckung anzugeben. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mit einer Abdeckung für einen Sitz, insbesondere mit einer Lehnenabdeckung und/oder Seitenabdeckung für einen Fahrzeugsitz, wobei die Abdeckung aus einem Deckmaterialzuschnitt oder einer Deckmaterialschicht und einem Trägermaterialzuschnitt oder einer Trägermaterialschicht und einem zwischen diesen angeordneten Klebevlies geformt ist. Das Klebevlies kann als separate Lage oder Schicht ausgebildet und eingelegt oder auf dem Trägermaterial vorkonfektioniert sein. Mit anderen Worten: Die erfindungsgemäße Abdeckung oder Verkleidung ist als ein separates Bauteil, insbesondere Verbundbauteil oder 3D-Formteil, gefertigt, dessen Deckmaterialzuschnitt oder Deckmaterialschicht mit dem Trägermaterialzuschnitt oder der Trägermaterialschicht mittels des zwischen diesen angeordneten, insbesondere porösen und/oder atmungsaktiven, Klebevlies oder Klebeschicht stoffschlüssig miteinander verbunden ist. Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass das Gewicht einer solchen Abdeckung oder Verkleidung besonders leicht ist. Zudem kann ein- und dieselbe Presse für verschiedene Deckmaterialien, wie Leder, Vinyl oder Gewebe, verwendet werden. Hierdurch wird die Herstellung der Abdeckung in verschiedenen Formen einfacher und kostengünstiger. Eine solche Abdeckung bildet dabei insbesondere eine Lehnen- oder Seitenabdeckung/-verkleidung für einen Fahrzeugsitz. In einer möglichen Ausführungsform sind das Deckmaterial und das Trägermaterial mittels des Klebevlieses oder -schicht durch ein Druckumform- und Druckfügeverfahren, insbesondere ein Schweißverfahren, miteinander gefügt. Beispielsweise können das Deckmaterial und das Trägermaterial mittels des Klebevlieses oder der Klebeschicht durch ein Druckumform- und Druckfügeverfahren mittels Hochfrequenzenergie in Form eines elektromagnetischen Feldes (auch kurz Hochfrequenzschweißverfahren genannt) miteinander gefügt sein. Durch ein solches Druckumform- und Druckfügeverfahren wird das zwischen der/dem Deckmaterialschicht/-zuschnitt und der/dem Trägermaterialschicht/- zuschnitt angeordnete Klebevlies/-schicht aktiviert. Dabei beeinflussen insbesondere Pressdruck, Schweißleistung, Schweißdauer und Kühldauer die Fügeverbindung zwischen Deckmaterialzuschnitt/-schicht und Trägermaterialzuschnitt/-schicht. Das Klebevlies weist eine poröse Struktur und somit offene Zwischenräume auf. Das Klebevlies kann als separate Lage zwischen Trägermaterialschicht und Deckmaterialschicht angeordnet sein. Alternativ kann das Klebematerial auf dem Trägermaterial vorkonfektioniert sein. Dabei ist das Klebematerial auf der zum Deckmaterial weisenden Oberflächenseite des Trägermaterials aufgebracht. In einer möglichen Ausführungsform ist das Deckmaterial ein Vinylmaterial, insbesondere ein laminiertes oder nicht-laminiertes Vinylmaterial, beispielsweise ein Polyvinylchlorid (kurz PVC genannt). Alternativ kann das Deckmaterial ein laminiertes oder nichtlaminiertes Textilmaterial, insbesondere ein Gewebe, oder ein laminiertes oder nichtlaminiertes Naturmaterial, insbesondere Leder, sein. Das Deckmaterial ist gegebenenfalls vorbehandelt und liegt beispielsweise als ein Endlosmaterial vor, das zur Herstellung der Abdeckung oder Sitzverkleidung zugeschnitten wird. Ein daraus resultierender Deckmaterialzuschnitt weist eine an eine Endform der Abdeckung angepasste Zuschnittform auf. Diese Zuschnittform des Deckmaterials wird auch Deckmaterialzuschnitt genannt. Das Deckmaterial kann verstärkt und/oder beschichtet sein. Auch kann das Deckmaterial glatt oder porig ausgebildet sein. Im Bezug zum Trägermaterial ist das Deckmaterial dünn, wohingegen das Trägermaterial eine größere Dicke aufweist. In einer weiteren Ausführungsform ist das Trägermaterial ein Trägervlies, insbesondere ein Pressfilz oder ein Teppich oder eine Wirkware, beispielsweise aus Kunststofffasern und/oder Naturfasern und/oder Verstärkungsfasern. Das Fasermaterial kann vorgeformt und gegebenenfalls vorbehandelt sein. Das Fasermaterial liegt beispielsweise als ein Endlosmaterial vor, das zur Herstellung d