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DE-102018209565-B4 - Optimierter Sportartikel

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Abstract

Verfahren zum Entwerfen eines Sportartikels, umfassend: (a) Scannen zumindest eines Körperteils von zumindest einer ersten Person; (b) Erstellen eines ersten digitalen Modells des Körperteils (11a) der ersten Person; (c) Erstellen eines digitalen Modells des Sportartikels (12); (d) digitales Anordnen des digitalen Modells des Sportartikels (12) auf dem ersten digitalen Modell des Körperteils (11a), während digitales Dehnen des digitalen Modells des Sportartikels (12) ermöglicht wird; und (e) digitales Modifizieren zumindest einer Eigenschaft des digitalen Modells des Sportartikels (12) basierend auf dem ersten digitalen Modell des Körperteils (11a) und dem digitalen Modell des Sportartikels (12), wobei das Verfahren zudem die Berechnung zumindest einer Kraft auf Basis des ersten digitalen Modells des Körperteils (11a) und des digitalen Modells des Sportartikels (12) umfasst, wobei das digitale Modifizieren der Eigenschaft des digitalen Modells des Sportartikels (12) zumindest teilweise auf der berechneten Kraft basiert, wobei die Kraft eine vertikale Scherkraft ist, und wobei das digitale Modifizieren der zumindest einen Eigenschaft des digitalen Modells des Sportartikels (12) ein Reduzieren der vertikalen Scherkraft umfasst.

Inventors

  • Deborah Yeomans
  • Alain Walter
  • Jochen Björn Suessmuth
  • Marco Albert DITTRICH
  • Henry Niles HANSON
  • lain James Sabberton
  • Simon Peter WILSHER
  • Keir Samuel Jackson
  • Oliver Nathaniel Ambrose Price

Assignees

  • ADIDAS AG

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20180614

Claims (15)

  1. Verfahren zum Entwerfen eines Sportartikels, umfassend: (a) Scannen zumindest eines Körperteils von zumindest einer ersten Person; (b) Erstellen eines ersten digitalen Modells des Körperteils (11a) der ersten Person; (c) Erstellen eines digitalen Modells des Sportartikels (12); (d) digitales Anordnen des digitalen Modells des Sportartikels (12) auf dem ersten digitalen Modell des Körperteils (11a), während digitales Dehnen des digitalen Modells des Sportartikels (12) ermöglicht wird; und (e) digitales Modifizieren zumindest einer Eigenschaft des digitalen Modells des Sportartikels (12) basierend auf dem ersten digitalen Modell des Körperteils (11a) und dem digitalen Modell des Sportartikels (12), wobei das Verfahren zudem die Berechnung zumindest einer Kraft auf Basis des ersten digitalen Modells des Körperteils (11a) und des digitalen Modells des Sportartikels (12) umfasst, wobei das digitale Modifizieren der Eigenschaft des digitalen Modells des Sportartikels (12) zumindest teilweise auf der berechneten Kraft basiert, wobei die Kraft eine vertikale Scherkraft ist, und wobei das digitale Modifizieren der zumindest einen Eigenschaft des digitalen Modells des Sportartikels (12) ein Reduzieren der vertikalen Scherkraft umfasst.
  2. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, zudem umfassend: Scannen des Körperteils einer zweiten Person; Erstellen eines zweiten digitalen Modells des Körperteils der zweiten Person; Erstellen eines durchschnittlichen digitalen Modells des Körperteils (11b) basierend auf einem Durchschnitt zwischen dem ersten digitalen Modell (11a) und dem zweiten digitalen Modell; digitales Anordnen des digitalen Modells des Sportartikels (12) auf dem durchschnittlichen digitalen Modell des Körperteils (11b), während digitales Dehnen des digitalen Modells des Sportartikels (12) ermöglicht wird, wobei digitales Modifizieren der Eigenschaft des digitalen Modells des Sportartikels (12) auf dem durchschnittlichen digitalen Modell des Körperteils (11b) und dem digitalen Modell des Sportartikels (12) basiert.
  3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Scannen des zumindest einen Körperteils das Bereitstellen von zumindest zwei Kameras zur Erfassung eines dreidimensionalen Bildes des Körperteils umfasst.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Körperteil ein Kopf ist und der Sportartikel eine Badekappe (32) ist.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Eigenschaft des digitalen Modells des Sportartikels (12) einen Umfang des Sportartikels umfasst; und wobei das digitale Modifizieren des Umfangs umfasst: digitales Modifizieren des Umfangs, sodass, beim digitalen Anordnen des digitalen Modells des Sportartikels (12) auf dem ersten digitalen Modell des Körperteils (11a) oder dem durchschnittlichen digitalen Modell des Körperteils (11b): der Umfang eines ersten Abschnitts (15) des digitalen Modells des Sportartikels (12) sich um einen ersten Anteil dehnt; der Umfang eines zweiten Abschnitts (16) des digitalen Modells des Sportartikels (12) sich um einen zweiten Anteil dehnt.
  6. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der erste Abschnitt (15) ein oberer Abschnitt und der zweite Abschnitt (16) ein unterer Abschnitt des Sportartikels ist; und wobei der erste Anteil kleiner ist, als der zweite Anteil.
  7. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der erste Anteil zwischen 0 % und 10 % liegt und der zweite Anteil zwischen 20 % und 50 % liegt.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Eigenschaft des digitalen Modells des Sportartikels (12) eine Form des Sportartikels umfasst.
  9. Das Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das digitale Modell des Sportartikels (12) und/oder das erste digitale Modell des Körperteils (11a) und/oder das durchschnittliche digitale Modell des Körperteils (11b) zudem zumindest eine Materialeigenschaft des Sportartikels und/oder des Körperteils umfasst/umfassen.
  10. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die zumindest eine Materialeigenschaft ein Elastizitätsmodul des Sportartikels umfasst.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 10 , zudem umfassend die Berechnung zumindest einer Kraft auf Basis des durchschnittlichen digitalen Modells des Körperteils (11b) und des digitalen Modells des Sportartikels (12), wobei das digitale Modifizieren der Eigenschaft des digitalen Modells des Sportartikels (12) zumindest teilweise auf der berechneten Kraft basiert.
  12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kraft auf Basis einer Finite-Elemente-Analyse berechnet wird.
  13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das digitale Modifizieren der zumindest einen Eigenschaft des digitalen Modells des Sportartikels (12) digitales Modifizieren einer Dicke des Sportartikels (12) umfasst.
  14. Verfahren zur Herstellung eines Sportartikels, umfassend: (a) Erstellen eines Entwurfs eines Sportartikels nach einem der vorhergehenden Ansprüche; und (b) Herstellen des Sportartikels entsprechend dem Entwurf.
  15. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Herstellen des Sportartikels Spritzgießen oder Pulversintern des Sportartikels umfasst.

Description

1. Technisches Gebiet Die vorliegende Erfindung betrifft optimierte Verfahren zum Entwerfen und Herstellen eines Sportartikels, insbesondere einer Badekappe. 2. Stand der Technik Eine genaue Passform eines Sportartikels, insbesondere von Sportbekleidung oder Schuhwerk, ist besonders wichtig, da diese die Leistung eines Athleten enorm beeinflussen kann. Beispielsweise würde ein Sportschuh, der nicht angemessen sitzt, es einem Athleten nicht ermöglichen, das Beste aus seinen Fähigkeiten herauszuholen. Eine schlechte Passform kann zudem zu erhöhtem Widerstand führen. Dies ist besonders wichtig bei Sportbekleidung, beispielsweise für eine Badekappe. Viele Badekappen werfen an der Oberseite Falten oder wölben sich, was den Widerstand während eines Wettkampfs oder dem Training erhöht und somit eine Höchstleistung verhindern kann. Zudem klappen vorbekannte Badekappen gelegentlich um die Ohren herum hoch oder verrutschen auf dem Kopf eines Trägers. Dies stellt ein besonderes Problem für Athleten mit langem Haar dar, bei denen die Passform häufig schlecht ist. In der Praxis tragen viele Athleten zwei Kappen statt nur einer, um einige dieser Probleme zu überwinden. Jedoch stellt dies eine Unannehmlichkeit für den Athleten dar, welche überflüssiges Gewicht hinzufügt und den während dem Schwimmen erfahrenen Widerstand erhöhen kann. Ein weiteres übliches Problem, mit dem viele Athleten konfrontiert werden, ist, dass Badekappen dazu neigen, einen nach oben gerichteten Zug auf die Haut des Trägers auszuüben, was zu Unbequemlichkeit führt und einen Athleten oft dazu zwingt, die Position der Badekappe zu korrigieren. Die WO 2010/ 088 459 A2 betrifft eine Badekappe, die eine Außenhülle beinhaltet, welche einen konkaven Bereich bildet, der an einem umlaufenden Rand endet, und einen elastischen Saum, der entlang des umlaufenden Rands an der Außenhülle befestigt ist, beinhaltet. Die WO 01/ 39 051 A2 betrifft ein Verfahren zum Wählen eines Produktes und zum Anpassen eines Produktes an die Maße eines Verbrauchers durch Feststellung der Maße des besagten Verbrauchers unter Verwendung eines Scanners. Vorproduzierte Produkte werden durch Vermessen des echten menschlichen Körpers mittels drei-dreidimensionalen (3D) Scannens und Verarbeitung der ermittelten Daten zur Erstellung eines virtuellen Körpers zugeschnitten. Die US 2007 / 0 032 989 A1 betrifft eine Vorrichtung zur Verwaltung von Informationen, die aus entfernten Quellen, wie beispielsweise Telemetriegeräten, gesammelt wurden. Die Vorrichtung kann die Konfiguration von Informationssammelsystemen ermöglichen, die es den Benutzern ermöglichen, die Verwaltung der gesammelten Informationen individuell anzupassen. Die US 2016 / 0 155 186 A1 bezieht sich auf Techniken zur Erzeugung einer digitalen Garderobe. Ein Sender-Empfänger kann konfiguriert werden, um eine Anforderung mit einer Kleidungskennzeichnung und einer Benutzerkennung zu empfangen. Zusätzlich kann ein Zugriffsmodul konfiguriert werden, um auf ein erstes Kleidungsmodell zuzugreifen, auf ein Körpermodell des Benutzers zuzugreifen, das der Benutzerkennung entspricht, und auf ein zweites Kleidungsmodell zuzugreifen, das der Benutzerkennung entspricht. Darüber hinaus kann ein Prozessor durch ein Kleidungssimulationsmodul konfiguriert werden, um das Körpermodell innerhalb des ersten Kleidungsmodells und des zweiten Kleidungsmodells zu positionieren und simulierte Kräfte basierend auf der Positionierung zu berechnen. Die US 2004 / 0 261 153 A1 betrifft eine halbstarre Badekappe mit einer einheitlichen Konstruktion. Die Badekappe ist im Allgemeinen an der Unterseite offen und beinhaltet eine Vorderkante, eine Hinterkante, gegenüberliegende Ohrabdeckabschnitte und einen Mittelabschnitt. Die Badekappe ist aus einem thermoplastischen Polyurethan hergestellt. Das bevorzugte Polyurethan hat eine Shore A Härte zwischen ca. 60 und 80. Die DE 549 715 A bezieht sich auf Badekappen bzw. Badeschuhe, bei denen der dem Körper anliegende Innenrand des Hauptteils mit kleinen Luftkammern etwa von rundem, vieleckigem oder ovalem Querschnitt versehen ist, die sich infolge der Elastizität des Randteils an den Körper anlegen und einen wasserdichten Saugverschluß bilden. Die CN 1 06 235 486 A betrifft ein Verfahren zur Herstellung personalisierter Kleidungsstücke auf der Grundlage eines dreidimensionalen Scans des menschlichen Körpers. Jedoch sind die vorbekannten Verfahren zur Verbesserung der Passform von Sportartikeln nicht zureichend, um die vorstehend beschriebenen Probleme zu überwinden. Daher ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Entwerfen eines Sportartikels bereitzustellen, das im Vergleich zu vorbekannten Verfahren eine verbesserte Passform ermöglicht. Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Badekappe mit einer verbesserten Passform bereitzustellen, die bequem zu tragen ist, Falten auf der Oberseite vermeidet oder vermindert und die selbst während plötzlichen Bewegungen, wie einer Rollwend