Search

DE-102019203945-B4 - Verfahren zum Betrieb eines Assistenzsystems eines Kraftfahrzeugs

DE102019203945B4DE 102019203945 B4DE102019203945 B4DE 102019203945B4DE-102019203945-B4

Abstract

Verfahren (14) zum Betrieb eines Assistenzsystems (6) eines Kraftfahrzeugs (2), das auf einer Fahrbahn (18) in eine Fahrtrichtung (20) bewegt wird, bei welchem - in Fahrtrichtung (20) vor dem Kraftfahrzeug (2) ein zweites Kraftfahrzeug (30) erfasst wird, das auf einer benachbarten Fahrbahn (26) in die entgegengesetzte Fahrtrichtung (28) bewegt wird, und - eine Warnung (40) an ein ein drittes Kraftfahrzeug (22) überholendes viertes Kraftfahrzeug (24) mittels Funk übermittelt wird, das in die Fahrtrichtung (20) bewegt wird und sich in Fahrtrichtung (20) hinter dem zweiten Kraftfahrzeug (30) befindet, wobei ein Abstand des vierten Kraftfahrzeugs (24) zu dem Kraftfahrzeug (2) größer als 500m ist.

Inventors

  • Isabelle Borgert
  • Peter Lacher
  • Johannes Wallner

Assignees

  • AUDI AG

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20190322

Claims (9)

  1. Verfahren (14) zum Betrieb eines Assistenzsystems (6) eines Kraftfahrzeugs (2), das auf einer Fahrbahn (18) in eine Fahrtrichtung (20) bewegt wird, bei welchem - in Fahrtrichtung (20) vor dem Kraftfahrzeug (2) ein zweites Kraftfahrzeug (30) erfasst wird, das auf einer benachbarten Fahrbahn (26) in die entgegengesetzte Fahrtrichtung (28) bewegt wird, und - eine Warnung (40) an ein ein drittes Kraftfahrzeug (22) überholendes viertes Kraftfahrzeug (24) mittels Funk übermittelt wird, das in die Fahrtrichtung (20) bewegt wird und sich in Fahrtrichtung (20) hinter dem zweiten Kraftfahrzeug (30) befindet, wobei ein Abstand des vierten Kraftfahrzeugs (24) zu dem Kraftfahrzeug (2) größer als 500m ist.
  2. Verfahren (14) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass das zweite Kraftfahrzeug (30) optisch oder mittels Schallwellen oder Radarwellen erfasst wird.
  3. Verfahren (14) nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass festgestellt wird, dass das zweite Kraftfahrzeug (30) nicht mittels Funk mit dem vierten Kraftfahrzeug (24) signaltechnisch verbunden ist.
  4. Verfahren (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , dadurch gekennzeichnet , dass das vierte Kraftfahrzeug (24) mittels Funk erfasst wird.
  5. Verfahren (14) nach Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet , dass die Warnung (40) gerichtet übermittelt wird.
  6. Verfahren (14) nach Anspruch 4 oder 5 , dadurch gekennzeichnet , dass eine Geschwindigkeit des dritten Kraftfahrzeugs (22) und/oder des vierten Kraftfahrzeugs (24) erfasst und mit einer Position des zweiten Kraftfahrzeugs (30) vergleichen wird, und dass die Warnung (40) in Abhängigkeit des Vergleichs übermittelt wird.
  7. Verfahren (14) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass eine Geschwindigkeit und eine Position des zweiten Kraftfahrzeugs (30) erfasst und in die Warnung (40) integriert werden.
  8. Assistenzsystem (6) eines Kraftfahrzeugs (2), mit einer Steuereinheit (8), die gemäß einem Verfahren (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 betrieben ist.
  9. Kraftfahrzeug (2) mit einem Assistenzsystem (6) nach Anspruch 8 .

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines Assistenzsystems eines Kraftfahrzeugs sowie ein Assistenzsystem eines Kraftfahrzeugs als auch ein Kraftfahrzeug. Kraftfahrzeuge, wie Personenkraftwägen, werden üblicherweise entlang einer Fahrbahn bewegt. Hierbei ist es möglich, dass die Kraftfahrzeuge jeweils unterschiedliche Geschwindigkeiten aufweisen. Infolgedessen finden üblicherweise Überholmanöver statt, bei dem ein langsam fahrendes Kraftfahrzeug von einem schneller fahrenden Kraftfahrzeug überholt wird. Falls hierbei zwei Fahrbahnen vorhanden sind, die dafür vorgesehen sind, in die gleiche Fahrtrichtung befahren zu werden, ist für den Fahrer des das Überholmanöver ausführenden Kraftfahrzeug erforderlich, auf die weitere Fahrbahn zu wechseln. Hierbei muss überwacht werden, dass ein sich auf der weiteren Fahrbahn kein anderer Verkehrsteilnehmer befindet oder sich nähert. Zur Überprüfung hiervon sind üblicherweise Seitenspiegel vorhanden, sodass ein vergleichsweise großer Abschnitt der weiteren Fahrbahn überwacht werden kann. Eine derartige Situation findet sich beispielsweise auf vergleichsweise geradlinig verlaufenden Autobahnen. Bei Nebenstraßen, die insbesondere keinen geradlinigen Verlauf aufweisen, ist jedoch meist vorgesehen, dass auf der weiteren Fahrbahn die Verkehrsteilnehmer üblicherweise in die entgegengesetzte Fahrtrichtung bewegt werden sollen. Bei einem Wechsel der Fahrbahn aufgrund eines Überholmanövers ist es somit möglich, dass auf der weiteren Fahrbahn bereits ein weiteres Kraftfahrzeug in die entgegengesetzte Richtung bewegt wird. Da sich dieses Kraftfahrzeug entgegen der Fahrtrichtung des überholenden Fahrzeugs bewegt, wird ein Abstand zwischen diesen vergleichsweise schnell verkürzt. Somit ist eine Unfallgefahr gegeben. Auch ist es für den Fahrer des überholenden Kraftfahrzeugs nicht stets möglich, an dem vorausfahrenden Kraftfahrzeug vorbei die weitere Fahrbahn vollständig zu überblicken. Aus DE 10 2018 002 239 A1 ist ein Verfahren zur Ausgabe eines Warnhinweises an Verkehrsteilnehmer in einer Umgebung eines Fahrzeuges bekannt. Hierbei wird das Überholmanöver eines dem Fahrzeug unmittelbar nachfolgenden Fahrzeugs erfasst. In DE 10 2015 207 977 A1 ist ein Verfahren zur Übermittlung einer verkehrsrelevanten Information beschrieben. Es werden Objekteigenschaften von mehreren Verkehrsteilnehmern erfasst. Aus DE 10 2014 008 980 A1 ist ein Verfahren zur Kollisionsvermeidung von Fahrzeugen in Überholsituationen mit Gegenverkehr bekannt. Ein nachfolgendes Fahrzeug wird detektiert und die Kollisionsgefahr mit einem entgegenkommenden Fahrzeug wird abgeschätzt. In DE 10 2016 010 017 A1 ist ein Verfahren zur Unterstützung eines Fahrers eines Fahrzeuges bei einem Überholvorgang offenbart, bei welchem das erste Fahrzeug mit einem zweiten Fahrzeug über ein drahtloses Netzwerk kommuniziert. Bei einem Verfahren fahren die Fahrzeuge hintereinander und das nachfolgende, zu dem Überholvorgang ansetzende erste Fahrzeug greift über das drahtlose Netzwerk auf Daten des vorausfahrenden zweiten Fahrzeuges zu und zeigt diese im ersten Fahrzeug an. DE 10 2009 027 755 A1 betrifft ein Verfahren zum Unterstützen eines Fahrbetriebs eines Kraftfahrzeugs. Eine momentane Position eines zumindest bereichsweise verdeckten Hindernisses wird von einer externen Einrichtung an das Kraftfahrzeug übermittelt, und einem Fahrer des Kraftfahrzeugs wird die momentane und/oder zukünftige Position des Hindernisses angezeigt. Aus DE 10 2016 203 725 A1 ist ein Verfahren bekannt, bei dem seitens eines ersten Kraftfahrzeugs eine Umgebung des ersten Kraftfahrzeugs optisch abgetastet wird. Es wird eine Nachricht auf der Basis der abgetasteten Informationen bestimmt, und die Nachricht wird vom ersten Kraftfahrzeug an ein zweites Kraftfahrzeug übermittelt, wobei ein Abstand zwischen dem ersten und dem zweiten Kraftfahrzeug einen vorbestimmten Maximalwert nicht übersteigt. In DE 10 2018 004 573 A1 ist ein Verfahren zum Informieren eines Fahrers eines Fahrzeugs gezeigt. Bei diesem wird der Fahrer über ein jeweiliges von hinten herannahendes anderes Fahrzeug und/oder über ein jeweiliges langsam vorausfahrendes anderes Fahrzeug informiert, indem eine Geschwindigkeit des jeweiligen anderen Fahrzeugs ermittelt und dem Fahrer mittels einer Anzeigeeinheit des Fahrzeugs angezeigt wird. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein besonders geeignetes Verfahren zum Betrieb eines Assistenzsystems eines Kraftfahrzeugs sowie ein besonders geeignetes Assistenzsystem eines Kraftfahrzeugs als auch ein besonders geeignetes Kraftfahrzeug anzugeben, wobei vorteilhafterweise eine Sicherheit erhöht ist. Hinsichtlich des Verfahrens wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1, hinsichtlich des Assistenzsystems durch die Merkmale des Anspruchs 8 und hinsichtlich des Kraftfahrzeugs durch die Merkmale des Anspruchs 9 erfindungsgemäß gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind Gegenstand der jeweiligen Unteransprüche. Das Verfa