DE-102019208975-B4 - Verfahren zur Herstellung eines Montageverbundes, bestehend aus einem Kraftfahrzeug-Stoßdämpfer und einem diesen schützend zumindest teilweise umgebenden Schutzrohr
Abstract
Verfahren zur Herstellung eines Montageverbundes (M), bestehend aus einem Kraftfahrzeug-Stoßdämpfer (1) und einem diesen schützend zumindest teilweise umgebenden Schutzrohr (15), wobei zunächst das Schutzrohr (15) über den Kraftfahrzeug-Stoßdämpfer (1) geschoben und anschließend gegen ein Abrutschen vom Kraftfahrzeug-Stoßdämpfer (1) gesichert wird, wobei zur Herstellung des Montageverbundes (M) das Schutzrohr (15) zunächst vom Ende eines unteren Dämpferlagers (13b) aus auf ein oberes Dämpferlager (13a) des Kraftfahrzeug-Stoßdämpfers (1) aufgeschoben wird dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherung des Schutzrohrs (15) durch ein ringartiges Sicherungselement (2a) erfolgt, welches um das Schutzrohr (15) positioniert und erhitzt wird, derart, dass sich das Sicherungselement (2a) zusammenzieht, klemmend um das Schutzrohr (15) legt und das Schutzrohr (15) an seinem oberen Ende am oberen Dämpferlager (13a) fixiert, wobei eine ebenfalls ringartige Vorrichtung (3) auf der Höhe der Befestigungsnut (15a) um das ringartige Sicherungselement (2a) zur Positionierung des Sicherungselementes (2a) angeordnet ist, die einen ringförmigen Kanal (32) mit einer zentralen Einströmöffnung (30) und mit Ausströmöffnungen (31), die in gleichmäßigen Abständen am Innendurchmesser entlang des Kanals (32) angeordnet sind, aufweist.
Inventors
- Ralf Slatosch
- Marco Schreiner
- Georg Klöker
Assignees
- VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20190619
Claims (7)
- Verfahren zur Herstellung eines Montageverbundes (M), bestehend aus einem Kraftfahrzeug-Stoßdämpfer (1) und einem diesen schützend zumindest teilweise umgebenden Schutzrohr (15), wobei zunächst das Schutzrohr (15) über den Kraftfahrzeug-Stoßdämpfer (1) geschoben und anschließend gegen ein Abrutschen vom Kraftfahrzeug-Stoßdämpfer (1) gesichert wird, wobei zur Herstellung des Montageverbundes (M) das Schutzrohr (15) zunächst vom Ende eines unteren Dämpferlagers (13b) aus auf ein oberes Dämpferlager (13a) des Kraftfahrzeug-Stoßdämpfers (1) aufgeschoben wird dadurch gekennzeichnet , dass die Sicherung des Schutzrohrs (15) durch ein ringartiges Sicherungselement (2a) erfolgt, welches um das Schutzrohr (15) positioniert und erhitzt wird, derart, dass sich das Sicherungselement (2a) zusammenzieht, klemmend um das Schutzrohr (15) legt und das Schutzrohr (15) an seinem oberen Ende am oberen Dämpferlager (13a) fixiert, wobei eine ebenfalls ringartige Vorrichtung (3) auf der Höhe der Befestigungsnut (15a) um das ringartige Sicherungselement (2a) zur Positionierung des Sicherungselementes (2a) angeordnet ist, die einen ringförmigen Kanal (32) mit einer zentralen Einströmöffnung (30) und mit Ausströmöffnungen (31), die in gleichmäßigen Abständen am Innendurchmesser entlang des Kanals (32) angeordnet sind, aufweist.
- Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass das ringartige Sicherungselement (2a) durch Beaufschlagung mit Heißluft (L) erhitzt wird.
- Verfahren nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass die Beaufschlagung mit Heißluft (L) zumindest entlang eines Großteils des Umfangs des ringartigen Sicherungselementes (2a) erfolgt.
- Verfahren nach Anspruch 2 oder 3 , dadurch gekennzeichnet , dass die Beaufschlagung mit Heißluft (L) durch radiales Anströmen des ringartigen Sicherungselementes (2a) mit Heißluft (L) erfolgt.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Zufuhr der Heißluft (L) allein auf das ringartige Sicherungselement (2a) fokussiert wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das ringartige Sicherungselement (2a) ein Schrumpfschlauch (2) aus thermoplastischem Kunststoff oder zumindest ein Teil davon ist, welcher die Eigenschaft besitzt, sich unter Hitzeeinwirkung schnell zusammenzuziehen.
- Montageverbund (M) aus einem Kraftfahrzeug-Stoßdämpfer (1) und einem diesen schützend zumindest teilweise umgebendes Schutzrohr (15), hergestellt durch ein Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6 .
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Montageverbundes, bestehend aus einem Kraftfahrzeug-Stoßdämpfer und einem diesen schützend zumindest teilweise umgebenden Schutzrohr mit den Merkmalen vom Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Derartige Montageverbunde werden vornehmlich bei der Hinterachse von Kraftfahrzeugen eingesetzt und dienen dazu, Federbewegungen des Kraftfahrzeugs, welche durch Fahrbahnunebenheiten hervorgerufen werden, zu dämpfen und somit eine sichere Straßenlage und einen hohen Fahrkomfort des Kraftfahrzeugs zu gewährleisten. Dabei dient das Schutzrohr, welches den Kraftfahrzeug-Stoßdämpfer bzw. eine Kolbenstange und ein Dämpferrohr des Kraftfahrzeug-Stoßdämpfers schützend umgibt, zum Schutz vor eindringendem Schmutz. Zumeist wird das Dämpferrohr noch mit einer Abdeckkappe (auch Pufferkappe genannt) abgedeckt, welche radial zwischen dem Schutzrohr und dem Dämpferrohr angeordnet ist. Eine solche Abdeckkappe dient dazu, dass eine Beschädigung der Lackschicht vom Dämpferrohr auf Grund auftretender Relativbewegungen zwischen Schutzrohr und Dämpferrohr vermieden werden kann. Aus dem allgemeinen Stand der Technik ist es bislang bekannt, eine Sicherung des Schutzrohrs gegen ein Abrutschen vom Kraftfahrzeug-Stoßdämpfer durch Kabelbinder, Federringe oder Schellen zu bewerkstelligen. Die bekannten Lösungen sind hinsichtlich der Montage bzw. der Automatisierung der Montage problematisch und erfordern zum Teil aufwändige Montage- und Positioniervorrichtungen. Außerdem ist der Platzbedarf der bekannten Sicherungselemente mitunter nicht gering. Aus der DE 10 2007 046 219 A1 ist der Anmelderin ein Stützlager für ein Fahrzeug bekannt. Das Stützlager weist ein Gummilager auf, das ein Ende eines Stoßdämpferelementes umschließt und das die Seiten- und Längskräfte des Stoßdämpferelementes in die Fahrzeugkarosserie einleitet. Darüber hinaus werden über das Gummilager Dämpfungskräfte des Stoßdämpfers auf die Fahrzeugkarosserie übertragen. Ein steifes Gummilagergehäuse umhüllt ein gummielastisches Element des Gummilagers und ein Kugellager ermöglicht Drehbewegungen zwischen einem Federelement und der Fahrzeugkarosserie. Die DE 10 2008 010 247 A1 beschreibt ein Kolben-Zylinderaggregat für eine schwenkbare Kraftfahrzeugklappe. Das Kolben-Zylinderaggregat weist einen Zylinder auf, an dessen einem Ende ein erstes Lager angeordnet ist. Am gegenüberliegenden, offenen Ende des Zylinders ist ein Dichtungs- und Führungspaket angeordnet, durch das eine Kolbenstange abgedichtet und axial geführt ist. An dem nach außen ragenden Ende der Kolbenstange ist ein zweites Lager vorhanden. Auf dem Zylinder sind ein Schaltelement und ein Magnet angeordnet. Durch Bewegung der Kolbenstange wird das Magnetfeld des Magneten geändert und das Schaltelement zum Schalten angeregt. In einer Ausführungsform können das Schaltelement und der Magnet mit einem Schrumpfschlauch bedeckt sein, der sich über den gesamten Zylinder erstreckt. Aus der den Oberbegriff des Anspruchs 1 bildenden DE 40 36 704 A1 ist ein Schwingungsdämpfer mit einem Dämpferzylinder bekannt, in dem ein Dämpferkolben geführt ist. Der Dämpferkolben ist an einer Kolbenstange gehalten, die durch einen Führungsverschluss aus dem Dämpferzylinder herausgeführt ist. Über den Dämpferzylinder ist eine Abdeckung (Schutzrohr) gestülpt. In der Abdeckung ist eine Sensorwicklung eingebettet, die sich über die gesamte Länge der Abdeckung erstreckt. Zwei weitere Messwicklungen befinden sich am oberen und unteren Ende der Abdeckung. Ein Dauermagnet ist auf dem Führungsverschluss angeordnet. Bei Bewegungen des Dämpferzylinders aufgrund von Fahrbahnunebenheiten wird durch die Bewegung des Dauermagneten innerhalb der Sensorwicklung eine Spannung induziert, die proportional zur Relativgeschwindigkeit von Dämpferzylinder und Dämpferkolben ist. In den zulässigen Endlagen des Dämpferkolbens gelangt der Dauermagnet in den Bereich einer der Messwicklungen, wodurch eine zusätzliche Spannung in der Messwicklung induziert und eine zulässige Endlage des Dämpferkolbens signalisiert wird. In der JP 2008 - 138 814 A wird ein Verfahren zur Herstellung eines Schwingungsdämpfers beschrieben. Der Schwingungsdämpfer ist über Befestigungselemente an einem Bauteil befestigt, dessen Schwingungen kontrolliert werden sollen. Ein längliches, zylindrisches Masseelement des Schwingungsdämpfers ist an seinen Enden über elastische Halteteile mit den Befestigungselementen verbunden. Stirnseitige Sicherungselemente dienen zum Schutz gegen ein Herabfallen des Masseelementes 2. Das Masseelement besteht aus einem Körper aus Stahl, welcher mit einem elastomeren Überzug versehen ist. Bei der Herstellung des Masseelementes wird der Körper in einem elastomeren Schrumpfschlauch positioniert und dann mittels eines Transportbandes an Düsen einer Heißluftzuführeinrichtung vorbeigeführt. Durch die Heißluftbehandlung schrumpft der Schrumpfschlauch und legt sich eng an den Körper 20 an. Der US 2018 / 0 142 726 A1 ist eine Le