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DE-102020102705-B4 - SCHNAPPVERBINDUNG

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Abstract

Eine Schnappverbindung (16) zum Anbringen einer zweiten Einheit (14, 18) an einer ersten Einheit (14, 18) durch Verrasten eines Einrastelements (22), das an der ersten Einheit (14, 18) vorgesehen ist, mit einem eingreifenden Element (20), das an der zweiten Einheit (14, 18) vorgesehen ist, wobei das eingreifende Element (20) umfasst: eine Klaue (28), die dazu ausgestaltet ist, die Bewegung der zweiten Einheit (14, 18) relativ zu der ersten Einheit (14, 18) in einer Entfernrichtung zu beschränken, einen elastischen Träger (30), der dazu ausgestaltet ist, die Klaue (28) so zu halten, dass sie in einer Freigaberichtung bewegbar ist, in welcher die Klaue (28) aus der Verrastung mit dem Einrastelement (22) freigegeben wird, wobei die Freigaberichtung die Entfernrichtung schneidet, und einen Betätigungsabschnitt (38), der an dem elastischen Träger (30) vorgesehen und dazu ausgestaltet ist, eine Verrastung des eingreifenden Elements (20) mit dem Einrastelement (22) freizugeben, wobei der Betätigungsabschnitt (38) wenigstens einen Teil (40) aufweist, welcher die Klaue (28) in der Entfernrichtung überlappt, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsabschnitt (38) dazu ausgestaltet ist, über das Einrastelement (22) hinaus in einer der Freigaberichtung entgegengesetzten Richtung vorzustehen, dass die Klaue (28) eine erste Länge (L1) hat, die sich in der Freigaberichtung erstreckt, und dass der Betätigungsabschnitt (38) dazu ausgestaltet ist, um eine zweite Länge (L3), die gleich oder größer ist als die erste Länge (L1), in einer der Freigaberichtung entgegengesetzten Richtung über das Einrastelement (22) hinaus vorzustehen.

Inventors

  • Junichi Sakamoto

Assignees

  • FANUC CORPORATION

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20200204
Priority Date
20190207

Claims (8)

  1. Eine Schnappverbindung (16) zum Anbringen einer zweiten Einheit (14, 18) an einer ersten Einheit (14, 18) durch Verrasten eines Einrastelements (22), das an der ersten Einheit (14, 18) vorgesehen ist, mit einem eingreifenden Element (20), das an der zweiten Einheit (14, 18) vorgesehen ist, wobei das eingreifende Element (20) umfasst: eine Klaue (28), die dazu ausgestaltet ist, die Bewegung der zweiten Einheit (14, 18) relativ zu der ersten Einheit (14, 18) in einer Entfernrichtung zu beschränken, einen elastischen Träger (30), der dazu ausgestaltet ist, die Klaue (28) so zu halten, dass sie in einer Freigaberichtung bewegbar ist, in welcher die Klaue (28) aus der Verrastung mit dem Einrastelement (22) freigegeben wird, wobei die Freigaberichtung die Entfernrichtung schneidet, und einen Betätigungsabschnitt (38), der an dem elastischen Träger (30) vorgesehen und dazu ausgestaltet ist, eine Verrastung des eingreifenden Elements (20) mit dem Einrastelement (22) freizugeben, wobei der Betätigungsabschnitt (38) wenigstens einen Teil (40) aufweist, welcher die Klaue (28) in der Entfernrichtung überlappt, dadurch gekennzeichnet , dass der Betätigungsabschnitt (38) dazu ausgestaltet ist, über das Einrastelement (22) hinaus in einer der Freigaberichtung entgegengesetzten Richtung vorzustehen, dass die Klaue (28) eine erste Länge (L1) hat, die sich in der Freigaberichtung erstreckt, und dass der Betätigungsabschnitt (38) dazu ausgestaltet ist, um eine zweite Länge (L3), die gleich oder größer ist als die erste Länge (L1), in einer der Freigaberichtung entgegengesetzten Richtung über das Einrastelement (22) hinaus vorzustehen.
  2. Die Schnappverbindung (16) nach Anspruch 1 , wobei die Klaue (28) durch ein distales Ende (32) des elastischen Trägers (30) getragen wird.
  3. Die Schnappverbindung (16) nach Anspruch 1 oder 2 , wobei die Klaue (28) des eingreifenden Elements (20) zwei Klauen (28) aufweist, wobei der Betätigungsabschnitt (38) so angeordnet ist, dass der Teil zwischen den beiden Klauen (28) angeordnet ist, und wobei das Einrastelement (22) dazu ausgestaltet ist, mit jeder der beiden Klauen (28) zu verrasten.
  4. Die Schnappverbindung (16) nach Anspruch 3 , wobei die beiden Klauen (28) so angeordnet sind, dass sie symmetrisch zueinander sind und der Betätigungsabschnitt (38) zwischen den Klauen (28) angeordnet ist.
  5. Die Schnappverbindung (16) nach Anspruch 2 oder 3 , wobei das Einrastelement (22) einen Schlitz (46) aufweist, der sich in der Entfernrichtung erstreckt, und wobei der Betätigungsabschnitt (38) in dem Schlitz (46) angeordnet ist, wenn das eingreifende Element (20) und das Einrastelement (22) miteinander verrasten.
  6. Ein Verbindungssystem mit einer ersten Einheit (14, 18), einer zweiten Einheit (14, 18) und der Schnappverbindung (16) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5 , wobei das eingreifende Element (20) der zweiten Einheit (14, 18) wenigstens zwei eingreifende Elemente (20) aufweist, die jeweils den Betätigungsabschnitt (38) aufweisen, und wobei das Einrastelement (22) der ersten Einheit (14, 18) wenigstens zwei Einrastelemente (22) derart aufweist, dass sie Positionen der eingreifenden Elemente (20) zugeordnet sind.
  7. Das Verbindungssystem nach Anspruch 6 , wobei die zweite Einheit (14, 18) eine erste Fläche (24) und eine zweite Fläche (26) aufweist, die einander zugewandt sind und einen Abstand voneinander aufweisen, wobei die erste Fläche (24) und die zweite Fläche (26) jeweils wenigstens eines der eingreifenden Elemente (20) aufweisen, und wobei das eingreifende Element (20), das an der ersten Fläche (24) vorgesehen ist, und das eingreifende Element (20), das an der zweiten Fläche (26) vorgesehen ist, in einer Anordnungsrichtung, welche die Entfernrichtung schneidet, an der ersten Fläche (24) und der zweiten Fläche (26) zueinander versetzt sind.
  8. Das Verbindungssystem nach einem der Ansprüche 6 oder 7 , wobei eine der ersten und zweiten Einheiten (14, 18) ein Gehäuse einer Steuerung (10) ist und wobei eine andere der Einheiten (14, 18) ein Gehäuse einer Displayeinheit (12) ist.

Description

Hintergrund der Erfindung Gebiet der Erfindung Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schnappverbindung (snap-fit). Beschreibung des Standes der Technik Schnappmontage ist eine Technik zum Verbinden von zwei Elementen, wie es in JP 2002 - 106 533 A beschrieben ist. US 2010 / 0 015 821 A1 offenbart eine Schnappverbindung zum Verrasten eines ersten Elements an einem zweiten Element, wobei an dem ersten Element ein eingreifendes Element und an dem zweiten Element ein Einrastelement ausgebildet ist. An dem eingreifenden Element sind ein Rastvorsprung und ein Betätigungsabschnitt angeordnet. Bei der Verrastung greift der Rastvorsprung in eine Rastnase des Einrastelements ein und der Betätigungsabschnitt wird in einer Durchbrechung des Einrastelements aufgenommen. Durch Betätigung des Betätigungsabschnitts in einer Freigaberichtung wird die Verrastung gelöst, so dass das eingreifende Element senkrecht zu der Freigaberichtung bewegbar ist. WO 2017 / 134 766 A1 zeigt eine Schnappverbindung mit einem eingreifenden Element und einem Rastelement. Das eingreifende Element umfasst einen Rastvorsprung und einen Betätigungsabschnitt. Bei der Verrastung des eingreifenden Elements und des Rastelements kontaktiert der Rastvorsprung eine Rastnase des Rastelements. US 7 878 822 B2 offenbart eine Schnappverbindung mit einem Rastelement und einem eingreifenden Element. Das Rastelement umfasst Rastnasen, welche dazu eingerichtet sind, mit Rastvorsprüngen des eingreifenden Elements zu verrasten. Das eingreifende Element umfasst ferner einen Betätigungsabschnitt. US 6 992 901 B1 zeigt eine Abschirmvorrichtung für elektronische Geräte mit einer Rastverbindung und JP 2001 - 308 555 A offenbart ein Gehäuse mit einer Schnappverbindung. Zusammenfassung der Erfindung Eine Schnappverbindung erlaubt es zwei Elementen, einfach miteinander zu verrasten. Es ist aber bei manchen Schnappverbindungsgestaltungen schwierig, diesen Eingriff zu lösen. Beispielsweise muss die Schnappverbindung, die in JP 2002 - 106 533 A beschrieben ist, zerstört oder deformiert werden, um die Verrastung freizugeben. Wenn eine Schnappverbindung zerstört ist, kann sie selbstverständlich nicht wiederverwendet werden. Auch wenn eine Schnappverbindung durch Deformieren der Schnappverbindung aus dem Verbindungszustand freigegeben wird, kann es Zeit und Aufwand erfordern, die Schnappverbindung zu deformieren. Insbesondere erfordert eine solche Deformation eine große Kraft. Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Schnappverbindung vorzuschlagen, die eine leichte Operation zum Lösen der Schnappverbindung aus dem verrasteten Zustand gewährleistet. Diese Aufgabe wird durch die Schnappverbindung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie das Verbindungssystem mit den Merkmalen des Anspruchs 6 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen. Die vorliegende Erfindung stellt eine Schnappverbindung zur Verfügung, die einen leichten Vorgang zum Lösen der Schnappverbindung aus dem verrasteten Zustand gewährleistet. Die obigen und weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich noch deutlicher aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen, in denen eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung beispielhaft dargestellt ist. Kurze Beschreibung der Zeichnungen 1A ist eine perspektivische Ansicht einer Steuerung und einer Anzeigeeinheit gemäß einer Ausführungsform,1B ist eine perspektivische Ansicht der gleichen Elemente aus einem anderen Blickwinkel als dem gemäß 1A,2 ist eine Draufsicht auf die Steuerung und die Anzeigeeinheit gemäß der Ausführungsform,3 ist eine perspektivische Ansicht (Zustand 1) einer Schnappverbindung gemäß der Ausführungsform,4 ist ein Schnitt entlang der Linie IV-IV in 3,5 ist eine perspektivische Ansicht (Zustand 2) der Schnappverbindung gemäß der Ausführungsform, und6 ist ein Schnitt durch die Schnappverbindung entlang der Linie IV-IV in 3, wenn ein Betätigungselement der Ausführungsform gedrückt wird. Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Hierbei folgen die nachfolgend beschriebenen Richtungen den in den Zeichnungen dargestellten Pfeilen. [Ausführungsform] 1A ist eine perspektivische Ansicht einer Steuerung (Controller) 10 und einer Anzeigeeinheit (Displayeinheit) 12 bei einer Ausführungsform. 1B ist eine perspektivische Ansicht dieser Elemente aus einem anderen Blickwinkel als dem in 1A. 2 ist eine Draufsicht auf die Steuerung 10 und die Anzeigeeinheit 12 der Ausführungsform. Die Steuerung 10 ist beispielsweise eine numerische Steuerung, die eine Rechenfunktion übernimmt. Die Steuerung 10 gemäß der vorliegenden Ausführungsform weist ein Gehäuse 14 (zweite Einheit) auf, das eine Leiterplatte oder dergleichen mit einer darauf ausgebildeten elektrischen Schaltung aufnimmt