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DE-102020109717-B4 - Verfahren zur Autoadressierung eines bidirektionalen Zweidrahtbusses

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Abstract

Verfahren zur Zuweisung gültiger Busknotenadressen zu Busknoten (SL1 bis SLn) eines Zweidrahtdatenbussystems wobei das Zweidrahtdatenbussystem einen Busmaster (BM) aufweist und wobei das Zweidrahtdatenbussystem n Busknoten (SL1 bis SLn) mit n als ganzer positiver Zahl größer 1 aufweist und wobei der Zweidrahtdatenbus einen ersten Eindrahtdatenbus (KMH, K1H, K2H bis KnH, KTH) aufweist und wobei der Zweidrahtdatenbus einen zweiten Eindrahtdatenbus (KML, K1L, K2L bis KnL, KTL) aufweist und wobei der Busmaster (BM) einen Bus-Master-High-Side-Treiber (I MH , T XMH , T XENMH ) aufweist und wobei der Busmaster (BM) einen Bus-Master-Low-Side-Treiber (I ML , T XML , T XENML ) aufweist und wobei der Bus-Master-High-Side-Treiber (I MH , T XMH , T XENMH ) einen elektrischen Strom in den ersten Eindrahtdatenbus (KMH, K1H, K2H bis KnH, KTH) an einem ersten Ende (KMH) des ersten Eindrahtdatenbus (KMH, K1H, K2H bis KnH, KTH) einspeisen kann und wobei der Bus-Master-Low-Side-Treiber (I MH , T XMH , T XENMH ) einen elektrischen Strom aus dem zweiten Eindrahtdatenbus (KML, K1L, K2L bis KnL, KTL) an einem ersten Ende (KML) des zweiten Eindrahtdatenbus (KML, K1L, K2L bis KnL, KTL) entnehmen kann und wobei das zweite Ende (KTH) des ersten Eindrahtdatenbusses (KMH, K1H, K2H bis KnH, KTH) über einen Terminationswiderstand (R TR ) mit dem zweiten Ende (KTL) des zweiten Eindrahtdatenbusses (KML, K1L, K2L bis KnL, KTL) elektrisch verbunden ist und wobei der Zweidrahtdatenbus u.a. durch die n Busknoten (SL1 Bis SLn) in n+2 Zweidrahtbusteilstücke ([KMH, KML]; [K1H, K1L]; [K2H, K2L] bis [KnH, KnL]; [KTH, KTL]) unterteilt wird und wobei jedes Zweidrahtdatenbusteilstück ([KjH, KjL] mit j als ganzer Zahl oder j=„M“ oder j=„T“) der Zweidrahtdatenbusteilstücke ([KMH, KML]; [K1H, K1L]; [K2H, K2L] bis [KnH, KnL] ; [KTH, KTL]) ein zugehöriges erstes Eindrahtdatenbusteilstück (KjH) und ein zugehöriges zweites Eindrahtdatenbusteilstück (KjL) umfasst und wobei die ersten Eindrahtdatenbusteilstücke (KMH, K1H bis KnH, KTH) den ersten Eindrahtdatenbus (KMH, K1H, K2H bis KnH, KTH) bilden und wobei die zweiten Eindrahtdatenbusteilstücke (KML, K1L bis KnL, KTL) den zweiten Eindrahtdatenbus (KML, K1L, K2L bis KnL, KTL) bilden und womit der erste Eindrahtdatenbus in n+2 Teilstücke (KHM, K1H bis KnH, KTH) u.a. durch die n Busknoten (SL1 bis SLn) unterteilt wird und womit der zweite Eindrahtdatenbus in n+2 Teilstücke (KLM, K1L bis KnL, KTL) u.a. durch die n Busknoten (SL1 bis SLn) unterteilt wird und wobei jeder Busknoten (SLj) der (n-1) Busknoten einem Busknoten vom Master aus nachfolgenden Busknoten ((SL1) bis [SL(n-1)]) bis auf den n-ten Busknoten (SLn) einem nachgeschalteten Busknoten (SL(j+1)) im Zweidrahtdatenbus vorgeschaltet ist, wobei hier der Index j für eine ganze Zahl zwischen 1 und (n-1) einschließlich steht, und wobei der Bus-Master (BM) dem ersten Busknoten (SL1) vorgeschaltet ist und wobei der n-te Busknoten (SLn) dem Terminationswiderstand (R TR ) vorgeschaltet ist, gekennzeichnet dadurch, dass jeder der am Adressierungsverfahren beteiligten Busknoten (SLj) über Mittel (RPCB_L_j) zur Erfassung des Stromes aus dem diesem Busknoten nachgeschalteten zweiten Eindrahtdatenbusteilstück (K(j+1)L bzw. KTL) und/oder in den diesem Busknoten vorgeschalteten zweiten Eindrahtdatenbusteilstück (KjL bzw. KML) und zur Ermittlung eines zugehörigen Strommesswerts verfügt und dass jeder der am Adressierungsverfahren beteiligten Busknoten (SLj) über Mittel zur Erkennung einer Buskollision, wenn er gleichzeitig mit einem höher priorisierten Busknoten zu senden versucht, verfügt und dass das Busprotokoll so gestaltet ist, - dass im Falle einer Buskollision das Datum genau eines der Busknoten sich durchsetzt und - dass ein Busknoten, dessen Datum sich nicht durchgesetzt hat, diese Buskollision erkennt und die Übertragung seiner Daten abbricht, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: Schritt 1: Beginn eines Adressierungszyklus durch Signalisierung des Bus-Masters (BM) an alle Busknoten (SL1 bis SLn), dass nun ein Adressierungszyklus erfolgt; Schritt 2: Empfang des besagten Signals des Bus-Masters (BM), dass nun ein Adressierungszyklus erfolgt, durch die Busknoten (SL1 bis SLn); Schritt 3: Verwendung des High-Side-Treibers (I MH , T XMH , T XMENH ) des Bus-Masters (BM) zum Einspeisen eines Adressierungsstromes, dessen Adressierungsstromwert innerhalb eines vorgegebenen Adressierungsstromintervalls liegt, in die erste Eindrahtdatenbusleitung (KMH, K1H bis KnH, KTH); Schritt 4: Verwendung des Low-Side-Treibers (I ML , T XML , T XMENL ) des Bus-Masters (BM) zur Entnahme des Adressierungsstromes aus der zweiten Eindrahtdatenbusleitung; Schritt 5: Entnahme eines lokalen Busknotenadressierungsstromes aus der zweiten Eindrahtdatenbusleitung (KML, K1L bis KnL, KTL) durch jeden Busknoten, der an dem Adressierungsverfahren teilnimmt und der über keine gültige Busknotenadresse verfügt, im Folgenden als betreffender Busknoten bezeichnet; Schritt 6: Erfassung des jeweiligen Stromwerts des elektrischen Stromes durch den zweiten Eindrahtdatenbus (KLM, K1L bis KnL, KTL) am Ort eines jeden betreffenden Busknotens (SLj) ohne gültige Busknotenadresse durch das jeweilige Mittel (RPCB_L_j) des betreffenden Busknotens (SLj) zur Erfassung des Stromes aus dem diesen betreffenden Busknoten (SLj) nachgeschalteten zweiten Eindrahtdatenbusteilstück (K(j+1)L) und/oder in den diesem Busknoten (SU) vorgeschalteten zweiten Eindrahtdatenbusteilstück (KjL); Schritt 7: Erzeugung einer jeweiligen provisorischen Busknotenadresse eines jeweiligen betreffenden Busknotens auf Basis des durch den jeweiligen betreffenden Busknoten (SLj) ermittelten jeweiligen Stromwertes durch eine lineare Abbildung des Strommesswerts auf die Menge der möglichen und/oder erlaubten Busknotenadressen; Schritt 8: Übermittlung einer Botschaft, die die provisorische Busknotenadresse und den Strommesswert umfasst, an den Bus-Master (BM) durch jeden betreffenden Busknoten, der an dem Adressierungsverfahren teilnehmenden Busknoten, wobei jeder betreffende Busknoten im Falle von Buskollisionen seine jeweilige Botschaft solange versucht zu senden, bis er seine jeweilige Botschaft ohne Buskollision an den Busmaster (BM) senden konnte oder bis eine andere Abbruchbedingung erfüllt ist; Schritt 9: Analyse der von den betreffenden Busknoten (SL1 bis SLn) auf diesem Wege vom Busmaster (BM) erhaltenen Stromwerte durch den Busmaster (BM) und Berechnung der Reihenfolge der Busknoten (SL1 bis SLn) längs des Zweidrahtdatenbusses der am Adressierungsverfahren teilnehmenden betreffenden Busknoten; Schritt 10: Zuweisung einer gültigen Busknotenadresse zu jedem am Adressierungsverfahren teilnehmenden betreffenden Busknoten in Abhängigkeit von der provisorischen Busknotenadresse; Schritt 11: Signalisierung an alle betreffenden Busknoten (SL1 bis SLn), dass die zugewiesene Busknotenadresse verwendet werden soll und dass das Adressierungsverfahren beendet ist und Beendigung des Adressierungsverfahrens durch die Busknoten (SI1 bis SLN) und den Bus-Master (BM).

Inventors

  • Michael Fiedler
  • Andreas Bauer
  • Holger Jung

Assignees

  • ELMOS SEMICONDUCTOR SE

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20200407

Claims (4)

  1. Verfahren zur Zuweisung gültiger Busknotenadressen zu Busknoten (SL1 bis SLn) eines Zweidrahtdatenbussystems wobei das Zweidrahtdatenbussystem einen Busmaster (BM) aufweist und wobei das Zweidrahtdatenbussystem n Busknoten (SL1 bis SLn) mit n als ganzer positiver Zahl größer 1 aufweist und wobei der Zweidrahtdatenbus einen ersten Eindrahtdatenbus (KMH, K1H, K2H bis KnH, KTH) aufweist und wobei der Zweidrahtdatenbus einen zweiten Eindrahtdatenbus (KML, K1L, K2L bis KnL, KTL) aufweist und wobei der Busmaster (BM) einen Bus-Master-High-Side-Treiber (I MH , T XMH , T XENMH ) aufweist und wobei der Busmaster (BM) einen Bus-Master-Low-Side-Treiber (I ML , T XML , T XENML ) aufweist und wobei der Bus-Master-High-Side-Treiber (I MH , T XMH , T XENMH ) einen elektrischen Strom in den ersten Eindrahtdatenbus (KMH, K1H, K2H bis KnH, KTH) an einem ersten Ende (KMH) des ersten Eindrahtdatenbus (KMH, K1H, K2H bis KnH, KTH) einspeisen kann und wobei der Bus-Master-Low-Side-Treiber (I MH , T XMH , T XENMH ) einen elektrischen Strom aus dem zweiten Eindrahtdatenbus (KML, K1L, K2L bis KnL, KTL) an einem ersten Ende (KML) des zweiten Eindrahtdatenbus (KML, K1L, K2L bis KnL, KTL) entnehmen kann und wobei das zweite Ende (KTH) des ersten Eindrahtdatenbusses (KMH, K1H, K2H bis KnH, KTH) über einen Terminationswiderstand (R TR ) mit dem zweiten Ende (KTL) des zweiten Eindrahtdatenbusses (KML, K1L, K2L bis KnL, KTL) elektrisch verbunden ist und wobei der Zweidrahtdatenbus u.a. durch die n Busknoten (SL1 Bis SLn) in n+2 Zweidrahtbusteilstücke ([KMH, KML]; [K1H, K1L]; [K2H, K2L] bis [KnH, KnL]; [KTH, KTL]) unterteilt wird und wobei jedes Zweidrahtdatenbusteilstück ([KjH, KjL] mit j als ganzer Zahl oder j=„M“ oder j=„T“) der Zweidrahtdatenbusteilstücke ([KMH, KML]; [K1H, K1L]; [K2H, K2L] bis [KnH, KnL] ; [KTH, KTL]) ein zugehöriges erstes Eindrahtdatenbusteilstück (KjH) und ein zugehöriges zweites Eindrahtdatenbusteilstück (KjL) umfasst und wobei die ersten Eindrahtdatenbusteilstücke (KMH, K1H bis KnH, KTH) den ersten Eindrahtdatenbus (KMH, K1H, K2H bis KnH, KTH) bilden und wobei die zweiten Eindrahtdatenbusteilstücke (KML, K1L bis KnL, KTL) den zweiten Eindrahtdatenbus (KML, K1L, K2L bis KnL, KTL) bilden und womit der erste Eindrahtdatenbus in n+2 Teilstücke (KHM, K1H bis KnH, KTH) u.a. durch die n Busknoten (SL1 bis SLn) unterteilt wird und womit der zweite Eindrahtdatenbus in n+2 Teilstücke (KLM, K1L bis KnL, KTL) u.a. durch die n Busknoten (SL1 bis SLn) unterteilt wird und wobei jeder Busknoten (SLj) der (n-1) Busknoten einem Busknoten vom Master aus nachfolgenden Busknoten ((SL1) bis [SL(n-1)]) bis auf den n-ten Busknoten (SLn) einem nachgeschalteten Busknoten (SL(j+1)) im Zweidrahtdatenbus vorgeschaltet ist, wobei hier der Index j für eine ganze Zahl zwischen 1 und (n-1) einschließlich steht, und wobei der Bus-Master (BM) dem ersten Busknoten (SL1) vorgeschaltet ist und wobei der n-te Busknoten (SLn) dem Terminationswiderstand (R TR ) vorgeschaltet ist, gekennzeichnet dadurch, dass jeder der am Adressierungsverfahren beteiligten Busknoten (SLj) über Mittel (RPCB_L_j) zur Erfassung des Stromes aus dem diesem Busknoten nachgeschalteten zweiten Eindrahtdatenbusteilstück (K(j+1)L bzw. KTL) und/oder in den diesem Busknoten vorgeschalteten zweiten Eindrahtdatenbusteilstück (KjL bzw. KML) und zur Ermittlung eines zugehörigen Strommesswerts verfügt und dass jeder der am Adressierungsverfahren beteiligten Busknoten (SLj) über Mittel zur Erkennung einer Buskollision, wenn er gleichzeitig mit einem höher priorisierten Busknoten zu senden versucht, verfügt und dass das Busprotokoll so gestaltet ist, - dass im Falle einer Buskollision das Datum genau eines der Busknoten sich durchsetzt und - dass ein Busknoten, dessen Datum sich nicht durchgesetzt hat, diese Buskollision erkennt und die Übertragung seiner Daten abbricht, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: Schritt 1: Beginn eines Adressierungszyklus durch Signalisierung des Bus-Masters (BM) an alle Busknoten (SL1 bis SLn), dass nun ein Adressierungszyklus erfolgt; Schritt 2: Empfang des besagten Signals des Bus-Masters (BM), dass nun ein Adressierungszyklus erfolgt, durch die Busknoten (SL1 bis SLn); Schritt 3: Verwendung des High-Side-Treibers (I MH , T XMH , T XMENH ) des Bus-Masters (BM) zum Einspeisen eines Adressierungsstromes, dessen Adressierungsstromwert innerhalb eines vorgegebenen Adressierungsstromintervalls liegt, in die erste Eindrahtdatenbusleitung (KMH, K1H bis KnH, KTH); Schritt 4: Verwendung des Low-Side-Treibers (I ML , T XML , T XMENL ) des Bus-Masters (BM) zur Entnahme des Adressierungsstromes aus der zweiten Eindrahtdatenbusleitung; Schritt 5: Entnahme eines lokalen Busknotenadressierungsstromes aus der zweiten Eindrahtdatenbusleitung (KML, K1L bis KnL, KTL) durch jeden Busknoten, der an dem Adressierungsverfahren teilnimmt und der über keine gültige Busknotenadresse verfügt, im Folgenden als betreffender Busknoten bezeichnet; Schritt 6: Erfassung des jeweiligen Stromwerts des elektrischen Stromes durch den zweiten Eindrahtdatenbus (KLM, K1L bis KnL, KTL) am Ort eines jeden betreffenden Busknotens (SLj) ohne gültige Busknotenadresse durch das jeweilige Mittel (RPCB_L_j) des betreffenden Busknotens (SLj) zur Erfassung des Stromes aus dem diesen betreffenden Busknoten (SLj) nachgeschalteten zweiten Eindrahtdatenbusteilstück (K(j+1)L) und/oder in den diesem Busknoten (SU) vorgeschalteten zweiten Eindrahtdatenbusteilstück (KjL); Schritt 7: Erzeugung einer jeweiligen provisorischen Busknotenadresse eines jeweiligen betreffenden Busknotens auf Basis des durch den jeweiligen betreffenden Busknoten (SLj) ermittelten jeweiligen Stromwertes durch eine lineare Abbildung des Strommesswerts auf die Menge der möglichen und/oder erlaubten Busknotenadressen; Schritt 8: Übermittlung einer Botschaft, die die provisorische Busknotenadresse und den Strommesswert umfasst, an den Bus-Master (BM) durch jeden betreffenden Busknoten, der an dem Adressierungsverfahren teilnehmenden Busknoten, wobei jeder betreffende Busknoten im Falle von Buskollisionen seine jeweilige Botschaft solange versucht zu senden, bis er seine jeweilige Botschaft ohne Buskollision an den Busmaster (BM) senden konnte oder bis eine andere Abbruchbedingung erfüllt ist; Schritt 9: Analyse der von den betreffenden Busknoten (SL1 bis SLn) auf diesem Wege vom Busmaster (BM) erhaltenen Stromwerte durch den Busmaster (BM) und Berechnung der Reihenfolge der Busknoten (SL1 bis SLn) längs des Zweidrahtdatenbusses der am Adressierungsverfahren teilnehmenden betreffenden Busknoten; Schritt 10: Zuweisung einer gültigen Busknotenadresse zu jedem am Adressierungsverfahren teilnehmenden betreffenden Busknoten in Abhängigkeit von der provisorischen Busknotenadresse; Schritt 11: Signalisierung an alle betreffenden Busknoten (SL1 bis SLn), dass die zugewiesene Busknotenadresse verwendet werden soll und dass das Adressierungsverfahren beendet ist und Beendigung des Adressierungsverfahrens durch die Busknoten (SI1 bis SLN) und den Bus-Master (BM).
  2. Verfahren nach Anspruch 1 mit den dem Schritt 1 vorausgehenden Schritten: Schritt A: Signalisierung durch den Bus-Master an alle oder zumindest einen Teil der am Adressierungsverfahren beteiligten Busknoten, dass ihre Busknotenadressen ungültig sind; Schritt B: Markieren der dem jeweiligen Busknoten zugehörigen Busknotenadresse als ungültig durch alle am Adressierungsverfahren teilnehmenden Busknoten.
  3. Verfahren zur Zuweisung gültiger Busknotenadressen zu den Busknoten (SL1 bis SLn) eines Zweidrahtdatenbussystems wobei das Zweidrahtdatenbussystem einen Busmaster (BM) aufweist und wobei das Zweidrahtdatenbussystem n Busknoten (SL1 bis SLn) mit n als ganzer positiver Zahl größer 1 aufweist und wobei der Zweidrahtdatenbus einen ersten Eindrahtdatenbus (KMH, K1H bis KnH, KTH) aufweist und wobei der Zweidrahtdatenbus einen zweiten Eindrahtdatenbus (KML, K1L bis KnL, KTL) aufweist und wobei der Busmaster (BM) einen Bus-Master-High-Side-Treiber (I MH , T XMH , T XENMH ) aufweist und wobei der Busmaster (BM) einen Bus-Master-Low-Side-Treiber (I ML , T XML , T XENML ) aufweist und wobei der Bus-Master-High-Side-Treiber (I MH , T XMH , T XENMH ) einen elektrischen Strom in den ersten Eindrahtdatenbus (KMH, K1H bis KnH, KTH) an einem ersten Ende (KMH) des ersten Eindrahtdatenbus (KMH, K1H bis KnH, KTH) einspeisen kann und wobei der Bus-Master-Low-Side-Treiber (I MH , T XMH , T XENMH ) einen elektrischen Strom aus dem zweiten Eindrahtdatenbus (KML, K1L bis KnL, KTL) an einem ersten Ende (KML) des zweiten Eindrahtdatenbus (KML, K1L bis KnL, KTL) entnehmen kann und wobei das zweite Ende (KTH) des ersten Eindrahtdatenbusses (KMH, K1H bis KnH, KTH) über einen Terminationswiderstand (R TR ) mit dem zweiten Ende (KTL) des zweiten Eindrahtdatenbusses (KML, K1L bis KnL, KTL) elektrisch verbunden ist und wobei der Zweidrahtdatenbus u.a. durch die n Busknoten (SL1 Bis SLn) in n+2 Zweidrahtbusteilstücke ([KMH, KML]; [K1H, K1L]; [K2H, K2L] bis [KnH, KnL]; [KTH, KTL]) unterteilt wird und wobei jedes Zweidrahtdatenbusteilstück ([KjH, KjL] mit j als ganzer Zahl oder j=„M“ oder j=„T“) der Zweidrahtdatenbusteilstücke ([KMH, KML]; [K1H, K1L]; [K2H, K2L] bis [KnH, KnL]; [KTH, KTL]) ein zugehöriges erstes Eindrahtdatenbusteilstück (KjH) und ein zugehöriges zweites Eindrahtdatenbusteilstück (KjL) umfasst und wobei die ersten Eindrahtdatenbusteilstücke (KMH, K1H bis KnH, KTH) den ersten Eindrahtdatenbus (KMH, K1H, K2H bis KnH, KTH) bilden und wobei die ersten Eindrahtdatenbusteilstücke (KML, K1L bis KnL, KTL) den zweiten Eindrahtdatenbus (KML, K1L, K2L bis KnL, KTL) bilden und womit der erste Eindrahtdatenbus in n+2 Teilstücke (KHM, K1H bis KnH, KTH) u.a. durch die n Busknoten (SL1 bis SLn) unterteilt wird und womit der zweite Eindrahtdatenbus in n+2 Teilstücke (KLM, K1L bis KnL, KTL) u.a. durch die n Busknoten (SL1 bis SLn) unterteilt wird und wobei jeder Busknoten (SLj) der (n-1) einem Busknoten vom Master aus nachfolgenden Busknoten ((SL1) bis [SL(n-1)]) bis auf den n-ten Busknoten (SLn) einem nachgeschalteten Busknoten (SL(j+1)) im Zweidrahtdatenbus vorgeschaltet ist, wobei hier der Index j für eine ganze Zahl zwischen 1 und (n-1) einschließlich steht, und wobei der Bus-Master dem ersten Busknoten (SL1) vorgeschaltet ist und wobei der n-te Busknoten (SLn) dem Terminationswiderstand (R TR ) vorgeschaltet ist, gekennzeichnet dadurch, dass jeder der am Adressierungsverfahren beteiligten Busknoten (SLj) über Mittel (RPCB_L_j) zur Erfassung des Stromes aus dem diesem Busknoten nachgeschalteten zweiten Eindrahtdatenbusteilstück (K(j+1)L bzw. KTL) und/oder in den diesem Busknoten vorgeschalteten zweiten Eindrahtdatenbusteilstück (KjL bzw. KML) und zur Ermittlung eines zugehörigen Strommesswerts verfügt und dass jeder der am Adressierungsverfahren beteiligten Busknoten (SLj) über Mittel zur Erkennung einer Buskollision, wenn er gleichzeitig mit einem höher priorisierten Busknoten zu senden versucht, verfügt und dass das Busprotokoll so gestaltet ist, - dass im Falle einer Buskollision das Datum genau eines der Busknoten sich durchsetzt und - dass ein Busknoten, dessen Datum sich nicht durchgesetzt hat, diese Buskollision erkennt und die Übertragung seiner Daten abbricht, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: Schritt 1: Beginn eines Adressierungszyklus durch Signalisierung des Bus-Masters (BM) an alle Busknoten (SL1 bis SLn), dass nun ein Adressierungszyklus erfolgt; Schritt 2: Empfang des besagten Signals des Bus-Masters (BM), dass nun ein Adressierungszyklus erfolgt, durch die Busknoten (SL1 bis SLn); Schritt 3: Verwendung des High-Side-Treibers (I MH , T XMH , T XMENH ) des Bus-Masters (BM) zum Einspeisen eines Adressierungsstromes, dessen Adressierungsstromwert innerhalb eines vorgegebenen Adressierungsstromintervalls liegt, in die erste Eindrahtdatenbusleitung (KMH, K1H bis KnH, KTH); Schritt 4: Verwendung des Low-Side-Treibers (I ML , T XML , T XMENL ) des Bus-Masters (BM) zur Entnahme des Adressierungsstromes aus der zweiten Eindrahtdatenbusleitung (KML, K1L bis KnL, KTL); Schritt 5: Entnahme eines lokalen Busknotenadressierungsstromes aus der zweiten Eindrahtdatenbusleitung (KML, K1L bis KnL, KTL) durch jeden Busknoten, der an dem Adressierungsverfahren teilnimmt und der über keine gültige Busknotenadresse verfügt, im Folgenden als betreffender Busknoten bezeichnet; Schritt 6: Erfassung des jeweiligen Stromwerts des elektrischen Stromes durch den zweiten Eindrahtdatenbus (KLM, K1L bis KnL, KTL) am Ort eines jeden betreffenden Busknotens (SLj) ohne gültige Busknotenadresse durch das jeweilige Mittel (RPCB_L_j) des betreffenden Busknotens (SLj) zur Erfassung des Stromes aus dem diesen betreffenden Busknoten (SLj) nachgeschalteten zweiten Eindrahtdatenbusteilstück (K(j+1)L) und/oder in den diesem Busknoten (SU) vorgeschalteten zweiten Eindrahtdatenbusteilstück (KjL); Schritt 7: Vergleich des jeweiligen erfassten Stromwertes eines jeweiligen betreffenden Busknotens (SLj) mit einem Schwellwert in jedem am Adressierungsverfahren teilnehmenden betreffenden Busknoten (SLj) und Identifizierung desjenigen betreffenden Busknotens, dessen Stromwert über dem Schwellwert liegt als letzter unadressierter Busknoten, im Folgenden als letzter unadressierter Busknoten bezeichnet; Schritt 8: Beendigung der Stromeinspeisungen und Stromentnahmen durch den Bus-Master (BM) und die Busknoten (SL1 bis SLn); Schritt 9: Übermittlung einer zu vergebenden gültigen Busknotenadresse an den letzten unadressierten Busknoten durch den Bus-Master (BM); Schritt 10: Nichtübernahme der an den letzten unadressierten Busknoten übermittelten Busknotenadresse durch die betreffenden Busknoten, die nicht der letzte unadressierte Busknoten sind und Übernahme der an den letzten unadressierten Busknoten übermittelten Busknotenadresse durch den letzten unadressierten Busknoten, der dadurch über eine gültige Busknotenadresse verfügt und der dadurch kein betreffender Busknoten mehr ist und dadurch an weiteren Adressierungszyklen bis auf Weiteres nicht mehr teilnimmt, wobei dadurch der Adressierungszyklus beendet ist; Schritt 11: Beginn des nächsten Adressierungszyklus und erneutes Durchführen der Schritte 1 bis 10 bis alle nicht adressierten und am Adressierungsverfahren teilnehmenden Busknoten eine gültige Busknotenadresse erhalten haben oder eine andere Abbruchbedingung erfüllt ist.
  4. Verfahren nach Anspruch 3 mit den dem Schritt 1 vorausgehenden Schritten: Schritt A: Signalisierung durch den Bus-Master an alle oder zumindest einen Teil der am Adressierungsverfahren beteiligten Busknoten, dass ihre Busknotenadressen ungültig sind; Schritt B: Markieren der dem jeweiligen Busknoten zugehörigen Busknotenadresse als ungültig durch alle am Adressierungsverfahren teilnehmenden Busknoten.

Description

Feld der Erfindung Die Erfindung richtet sich auf ein Verfahren zur Zuweisung gültiger Busknotenadressen zu Busknoten (SL1 bis SLn) eines Zweidrahtdatenbussystems. Allgemeine Einleitung Aus der DE 10 2018 104 852 A1 ist ein Verfahren zur Vergabe von Busknotenadressen bekannt. Es handelt sich um ein Verfahren zum Adressieren der Busknoten eines seriellen, bidirektionalen, differentiellen Zweidraht-Kommunikationsbusses, mit einem Busmaster, einem von dem Busmaster ausgehenden seriellen, bidirektionalen, differentiellen Zweidraht-Kommunikationsbus und mehreren adressierbaren Busknoten. Die Busknoten sind an dem seriellen, bidirektionalen, differentiellen Zweidraht-Kommunikationsbus angeschlossen. Der serielle, bidirektionale, differentielle, Zweidraht-Kommunikationsbus besteht aus einem ersten Eindrahtbus und einem zweiten Eindrahtbus. Bei dem Verfahren speist jeder noch nicht adressierte Busknoten der Busknoten zum Identifizieren einen Adressierstrom in zumindest einen Eindrahtbus der Eindrahtbusse, im Folgenden mit Adressierungs-Eindrahtbus bezeichnet, ein. Alle anderen noch nicht adressierten Busknoten speisen ebenfalls in den Adressierungs-Eindrahtbus einen Adressierungsstrom ein. Sämtliche Adressierungsströme fließen durch den seriellen, bidirektionalen, differentiellen Zweidraht-Kommunikationsbus in Richtung Busmaster (ECU). Jeder noch nicht adressierte Busknoten detektiert den durch den Adressierungs-Eindrahtbus des seriellen, bidirektionalen, differentiellen Zweidraht-Kommunikationsbusses fließenden Strom. Lediglich derjenige noch nicht adressierte Busknoten, der keinen Strom oder lediglich einen Strom detektiert, der betragsmäßig kleiner als ein vorgebbarer erster Schwellwert ist, wird als ein noch nicht adressierter Busknoten identifiziert. Dem so identifizierten Busknoten wird zwecks Adressierung eine Adresse als gültige Busknotenadresse zugeordnet. Die zuvor genannten Schritte werden ohne den jeweils zuletzt adressierten Busknoten durchgeführt, bis sämtliche noch nicht adressierte Busknoten adressiert sind. Ein Nachteil des Verfahrens ist, dass Widerstände in die Eindrahtdatenbusleitungen eingefügt werden müssen. Der wesentliche Nachteil ist aber, dass entsprechend der technischen Lehre der DE 10 2018 104 852 A1 spezielle Adressierungsstromquellen benötigt werden. Dies erhöht die Kosten. Außerdem ist ein Analog-zu-Digital-Wandler erforderlich, der erhebliche Chip-Fläche beansprucht. Die Druckschrift DE 10 2016 125 290 A1 beschreibt ein Verfahren zur Initialisierung eines Zweidrahtdatenbusses, zwischen einer ersten Teilvorrichtung, dem Bus-Master (BM), und mindestens zwei weiteren Teilvorrichtungen, den Busknoten (BS1, BS2, BS3). Dabei wird der Zweidrahtdatenbus (b1, b2, b3), der durch die mindestens zwei Busknoten (BS1, BS2, BS3) in mindestens zwei Zweidrahtdatenbusabschnitte (b1, b2, b3) unterteilt. Das Verfahren umfasst als ersten Schritt das Ermitteln einer neuen Busknotenadresse durch den Bus-Master (BM). Dies kann beispielsweise durch einfaches Hochzählen eines Bus-Master (BM) internen Wertes erfolgen. Es folgt als zweiter Schritt das Ablegen dieser Busknotenadresse in einem Busknotenadressregister (BKADRn) eines Busknotens (BS1, BS2, BS3), des betreffenden Busknotens (BSn), durch den Bus-Master (BM). Dabei sind der Bus-Master (BM) und der betreffende Busknoten (BSn) durch einen oder mehrere Zweidrahtdatenbusabschnitte (b1, b2, b3) miteinander datenmäßig verbunden. Die Druckschrift DE 601 06 929 T2 bezieht sich auf Busse, die ein verdrahtetes-UND-Protokoll verwenden, und genauer gesagt auf Verfahren und Vorrichtungen zum Verbinden von Einrichtungen bzw. Geräte in einem Bussystem mit mehreren Bus-Mastern. Die Druckschrift DE 10 2018 116 540 A1 zeigt einen Signalaufwärts-Sendeempfänger zur Kopplung mit einer Signalaufwärts-Verbindung eines Busses eines Kommunikationssystems; und Schaltungstechnik zur Kopplung mit der Signalaufwärts-Verbindung des Busses und mit einer lokalen Leistungsversorgung, wobei die Schaltungstechnik zum Umschalten von der Bereitstellung der lokalen Leistungsversorgung zur Versorgung der Slave-Vorrichtung mit Leistung auf Bereitstellung von durch die Signalaufwärts-Verbindung des Busses gelieferter Busleistung zur Versorgung der Slave-Vorrichtung mit Leistung dient. Aufgabe Dem Vorschlag liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Lösung zu schaffen, die die obigen Nachteile des Stands der Technik nicht aufweist und weitere Vorteile aufweist. Diese Aufgabe wird durch Verfahren nach Anspruch 1 und 3 gelöst. Lösung der Aufgabe Die Erfindung betrifft ein erstes Verfahren zur Zuweisung gültiger Busknotenadressen zu Busknoten (SL1 bis SLn) eines Zweidrahtdatenbussystems. Das Zweidrahtdatenbussystem umfasst einen Busmaster (BM), n Busknoten (SL1 bis SLn) mit n als ganzer positiver Zahl größer 1, einen ersten Eindrahtdatenbus (KMH, K1H, K2H bis KnH, KTH) und einen zweiten Eindrahtdatenbus (KML, K1L, K2L bis KnL, KTL). Der Busmaster (BM) umfasst einen Bus-Master-High-Side-Treiber (IMH,