DE-102020209556-B4 - Verfahren zum Herstellen von Kraftstofftanks und eine Anlage zum Durchführen eines entsprechenden Verfahrens
Abstract
Verfahren zum Herstellen von Kraftstofftanks (100), umfassend mehrlagige Tanks (101) und einlagige Tanks (102), aufweisend folgende Schritte: 1) Co-Extrudieren eines mehrschichtigen Materials (M1) für mindestens einen mehrlagigen Tank (101) in einer Co-Extrusionsanlage (Coex), 2) Formen des mindestens einen mehrlagigen Tanks (101) aus dem mehrschichtigen Material (M1) in einem ersten Formwerkzeug (F1) der Co-Extrusionsanlage (Coex), 3) Bereitstellen eines Abfallmaterials (A) aus dem mehrschichtigen Material (M1) der Co-Extrusionsanlage (Coex) an eine Mono-Extrusionsanlage zum Extrudieren eines einschichtigen Materials (M2) für mindestens einen einlagigen Tank (102), wobei das Abfallmaterial (A) im Schritt 3) in einem Auffangbehälter (120) aufbewahrt und nach Bedarf der Co-Extrusionsanlage (Coex) und/oder der Mono-Extrusionsanlage zugeführt wird.
Inventors
- Claudia Mientkewitz
- Ralf Berlin
Assignees
- VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20200729
Claims (9)
- Verfahren zum Herstellen von Kraftstofftanks (100), umfassend mehrlagige Tanks (101) und einlagige Tanks (102), aufweisend folgende Schritte: 1) Co-Extrudieren eines mehrschichtigen Materials (M1) für mindestens einen mehrlagigen Tank (101) in einer Co-Extrusionsanlage (Coex), 2) Formen des mindestens einen mehrlagigen Tanks (101) aus dem mehrschichtigen Material (M1) in einem ersten Formwerkzeug (F1) der Co-Extrusionsanlage (Coex), 3) Bereitstellen eines Abfallmaterials (A) aus dem mehrschichtigen Material (M1) der Co-Extrusionsanlage (Coex) an eine Mono-Extrusionsanlage zum Extrudieren eines einschichtigen Materials (M2) für mindestens einen einlagigen Tank (102), wobei das Abfallmaterial (A) im Schritt 3) in einem Auffangbehälter (120) aufbewahrt und nach Bedarf der Co-Extrusionsanlage (Coex) und/oder der Mono-Extrusionsanlage zugeführt wird.
- Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass im Schritt 1) das mehrschichtige Material (M1) folgende Schichten aufweist: a1) eine erste polyethylenhaltige Basisschicht, die insbesondere Polyethylen (PE) hoher Dichte aufweist, a2) eine erste Haftvermittlerschicht, die insbesondere Polyethylen (PE), vorzugsweise einen gepfropften Polyethylen, aufweist, a3) eine Sperrschicht, insbesondere umfassend Ethylen-Vinylalkohol-Copolymer (EVOH) und/oder Polyamid (PA) und/oder Polyethylen (PE), a4) eine zweite Haftvermittlerschicht, die insbesondere Polyethylen (PE), vorzugsweise einen gepfropften Polyethylen, aufweist, und/oder a5) eine zweite polyethylenhaltige Basisschicht, die insbesondere Polyethylen (PE) hoher Dichte aufweist.
- Verfahren nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass einem Neumaterial der Schicht a1) und/oder einem Neumaterial der Schicht a5) das Abfallmaterial (A) aus dem mehrschichtigen Material (M1) der Co-Extrusionsanlage (Coex) beigemischt wird.
- Verfahren nach Anspruch 2 oder 3 , dadurch gekennzeichnet , dass zwischen der Schicht a1) und der Schicht a2) und/oder zwischen der Schicht a4) und der Schicht a5) mindestens eine weitere Schicht gebildet wird: a*) eine Coextrusions-Regranulat-Schicht, die insbesondere das Abfallmaterial (A) aus dem mehrschichtigen Material (M1) der Co-Extrusionsanlage (Coex) aufweist.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Abfallmaterial (A) im Schritt 3) in Form eines Coextrusions-Regranulats bereitgestellt wird, und/oder dass das Abfallmaterial (A) im Schritt 3) zerkleinert, geschreddert, geschnitten, gerissen, granuliert gemahlen und/oder durch einen separaten Extrusionsprozess aufbereitet wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Abfallmaterial (A) im Schritt 3) auf einem Wiederaufbereitungsband (110), durch Rohrleitungen, durch ein mechanisches und/oder pneumatisches Fördersystem und/oder durch Transportfahrzeuge der Co-Extrusionsanlage (Coex) bereitgestellt wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Abfallmaterial (A) im Schritt 3) auf einem Fließband (200), durch Rohrleitungen, durch ein mechanisches und/oder pneumatisches Fördersystem und/oder Transportfahrzeuge der Mono-Extrusionsanlage bereitgestellt wird, welches die Co-Extrusionsanlage (Coex) und die Mono-Extrusionsanlage produktionstechnisch verbindet, um insbesondere einen fließenden Herstellungsprozess von mehrlagigen Tanks (101) und einlagigen Tanks (102) zu ermöglichen.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Verfahren mindestens einen von den folgenden Schritten aufweist: 4) Extrudieren eines einschichtigen Materials (M2) für mindestens einen einlagigen Tank (102) in der Mono-Extrusionsanlage , zumindest zu einem Teil oder zu 100 % aus dem Abfallmaterial (A) der Co-Extrusionsanlage (Coex), 5) Formen des mindestens einen einlagigen Tanks (102) aus dem einschichtigen Material (M2) in einem zweiten Formwerkzeug (F2) der Mono-Extrusionsanlage , und/oder 6) Wiederverwenden eines Abfallmaterials aus dem einschichtigen Material (M2) in der Mono-Extrusionsanlage zum Extrudieren des einschichtigen Materials (M2) für den mindestens einen einlagigen Tank (102).
- Anlage (1) zum Herstellen von Kraftstofftanks (100), umfassend mehrlagige Tanks (101) und einlagige Tanks (102), aufweisend: eine Co-Extrusionsanlage (Coex) zum Co-Extrudieren eines mehrschichtigen Materials (M1) für mindestens einen mehrlagigen Tank (101) und eine Mono-Extrusionsanlage zum Extrudieren eines einschichtigen Materials (M2) für mindestens einen einlagigen Tank (102), wobei die Co-Extrusionsanlage (Coex) und die Mono-Extrusionsanlage produktionstechnisch, insbesondere durch ein Fließband (200), Rohrleitungen, ein mechanisches und/oder pneumatisches Fördersystem und/oder Transportfahrzeuge, miteinander verbunden und derart ausgebildet sind, um ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche durchzuführen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Kraftstofftanks nach dem unabhängigen Verfahrensanspruch und eine Anlage zum Durchführen eines entsprechenden Verfahrens nach dem unabhängigen Vorrichtungsanspruch. Kraftstofftanks, bspw. Benzintanks, für Fahrzeuge sind grundsätzlich bekannt. Oft werden Benzintanks aus einem mehrschichtigen Material ausgeformt und somit mehrlagig ausgebildet. Bei der Herstellung von solchen Kraftstofftanks, bspw. Benzintanks, fällt relativ viel Abfallmaterial an. Dieses Abfallmaterial kann nur begrenzt bei der Herstellung dergleichen Kraftstofftanks wiederverwendet werden. Über 50% vom Abfallmaterial wird zumeist entsorgt. Verfahren zum Herstellen von Kraftstofftanks sind bspw. aus den Druckschriften DE 696 18 272 T2, DE 10 2004 009 365 A1 oder US 5 186 875 A bekannt. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren zum Herstellen von Kraftstofftanks bereitzustellen. Insbesondere ist es die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Herstellen von Kraftstofftanks bereitzustellen, welches die Entsorgung vom unverwertbaren Abfallmaterial reduziert und nahezu verhindert. Ferner ist es die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Herstellen von Kraftstofftanks bereitzustellen, welches eine verbesserte Aufbereitung und/oder Wiederverwendung vom Abfallmaterial von mehrlagigen Kraftstofftanks ermöglicht. Zudem ist es die Aufgabe der Erfindung, eine Anlage zum Herstellen von Kraftstofftanks bereitzustellen, welche speziell dazu ausgeführt ist, ein entsprechendes Verfahren gemäß der Erfindung durchzuführen. Die erfindungsgemäße Aufgabe wird gelöst durch ein verbessertes Verfahren zum Herstellen von Kraftstofftanks, umfassend mehrlagige Tanks und einlagige Tanks, mit den Merkmalen des unabhängigen Verfahrensanspruches. Zudem wird die erfindungsgemäße Aufgabe gelöst durch eine Anlage zum Herstellen von Kraftstofftanks mit den Merkmalen des unabhängigen Vorrichtungsanspruches. Dabei gelten Merkmale, die im Zusammenhang mit einzelnen Ausführungsformen sowie Aspekten der Erfindung beschrieben sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang mit den anderen Ausführungsformen sowie Aspekten der Erfindung und jeweils umgekehrt, sodass bezüglich der Offenbarung zu den einzelnen Ausführungsformen sowie Aspekten der Erfindung stets wechselseitig Bezug genommen wird bzw. werden kann. Die Erfindung stellt ein Verfahren zum Herstellen von Kraftstofftanks, umfassend mehrlagige Tanks und einlagige Tanks, bereit, aufweisend folgende Schritte:1) Co-Extrudieren eines mehrschichtigen Materials für mindestens einen mehrlagigen Tank in einer Co-Extrusionsanlage,2) Formen des mindestens einen mehrlagigen Tanks aus dem mehrschichtigen Material in einem ersten Formwerkzeug der Co-Extrusionsanlage,3) Bereitstellen (zumindest eines Teils) eines Abfallmaterials aus dem mehrschichtigen Material der Co-Extrusionsanlage (der bspw. innerhalb der Co-Extrusionsanlage selbst nicht verwertbar ist) an eine Mono-Extrusionsanlage zum Extrudieren eines einschichtigen Materials für mindestens einen einlagigen Tank, wobei das Abfallmaterial im Schritt 3) in einem Auffangbehälter aufbewahrt und nach Bedarf der Co-Extrusionsanlage und/oder der Mono-Extrusionsanlage zugeführt wird. Kraftstofftanks im Sinne der Erfindung können im Nachfolgenden einfach als Tanks bezeichnet werden. Die mehrlagigen Tanks im Sinne der Erfindung können vorteilhafterweise zur Speicherung von Kohlenwasserstoff-Kraftstoffen, wie z. B. Benzin, verwendet werden. Solche Tanks umfassen zumeist mehrere Lagen, wobei zumindest eine Lage von den mehreren Lagen als eine Sperrlage für den flüchtigen Kohlenwasserstoff ausgeführt sein kann. Die einlagigen Tanks im Sinne der Erfindung können vorteilhafterweise zur Speicherung von Kohlenwasserstoff-Kraftstoffen, wie z. B. Diesel, verwendet werden. Das Abfallmaterial entsteht im Sinne der Erfindung durch Zuschneiden, Abtrennen und/oder Abreißen der Kraftstofftanks (oder kurz ausgedrückt Tanks) in oder außerhalb von den Formwerkzeugen der Co-Extrusionsanlage und der Mono-Extrusionsanlage, mit oder ohne separate Werkzeuge (bspw. zum Entbutzen), und/oder durch fehlerhafte Tanks. Die Formwerkzeuge können bspw. als Blasformwerkzeuge bzw. Blaswerkzeuge ausgebildet sein. Der erfindungsgemäße Gedanke liegt dabei darin, den Teil des Abfallmaterials aus dem mehrschichtigen Material der Co-Extrusionsanlage, der in der Co-Extrusionsanlage selbst nicht verwertet bzw. wiederverwendet werden kann, der Mono-Extrusionsanlage zuzuführen, um daraus Dieseltanks aus einem bis zu 100% recycelbaren Coextrusions-Regranulat zu fertigen. Dabei ist es lediglich denkbar, dass dem Coextrusions-Regranulat in der Mono-Extrusionsanlage geringe Mengen an Neumaterial hinzugefügt werden können. Auf diese Weise werden die abfallenden Zuschnitte aus dem ersten Formwerkzeug der Co-Extrusionsanlage innerhalb derselben gemeinsamen Anlage (mit der Co-Extrusionsanlage und der Mono-Extrusionsanlage) für mehrlagige und einlagige Tank