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DE-102022100210-B4 - Zweiteilige Schraubenmutter und Set mit einer solchen Schraubenmutter

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Abstract

Schraubenmutter (1) mit einem Innengewinde und zwei Mutterteilen (2, 3), wobei jedes der Mutterteile (2, 3) einen Abschnitt (4, 5) des Innengewindes aufweist, der in radialer Richtung auf ein Außengewinde (30) aufschiebbar ist, und wobei die Mutterteile (2, 3) miteinander zusammenwirkende Verbindungselemente aufweisen, welche eine relative Verschiebung der Mutterteile (2, 3) in einer radial zur Achse des Innengewindes verlaufenden Richtung bis in eine Verwendungsposition ermöglichen, in der das Innengewinde der Schraubenmutter (1) das Außengewinde (30) mit geringem Spiel umgreift, wobei die Verbindungselemente Führungsflächen (14 - 25) aufweisen, die die Mutterteile (2, 3) der Schraubenmutter (1) beim Verschieben in die Verwendungsposition in einer Rotationsbewegung um eine quer zur Achse des Innengewindes verlaufende Rotationsachse führen, wobei jedes Mutterteil (2, 3) mindestens einen ersten Verriegelungsarm (10, 13) aufweist, der auf einer Seite eine Führungsfläche (14, 17) aufweist, welche die Rotationsbewegung beim Verschieben der Mutterteile (2, 3) bewirkt und gegen eine komplementäre Führungsfläche (16, 15) an einem zweiten Verriegelungsarm (12, 11) des anderen Mutterteils (3, 2) anliegt, und wobei die Schraubenmutter (1) in der Verwendungsposition der Mutterteile im Bereich eines ersten Endes des Innengewindes eine sich zur Achse des Innengewindes hin erstreckende Schulterfläche (26) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schulterfläche (26) von einer zur Achse des Innengewindes radial verlaufenden Ebene abweicht und derart verläuft, dass der radial äußere Bereich der Schulterfläche (26) mit dem größten Abstand zur Achse des Innengewindes den größten axialen Abstand vom zweiten Ende des Innengewindes aufweist und der innere Bereich der Schulterfläche (26) mit dem geringsten Abstand zur Achse des Innengewindes den kleinsten axialen Abstand vom zweiten Ende des Innengewindes aufweist.

Inventors

  • Erfinder gleich Patentinhaber

Assignees

  • Dietmar Schnier

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20220105

Claims (7)

  1. Schraubenmutter (1) mit einem Innengewinde und zwei Mutterteilen (2, 3), wobei jedes der Mutterteile (2, 3) einen Abschnitt (4, 5) des Innengewindes aufweist, der in radialer Richtung auf ein Außengewinde (30) aufschiebbar ist, und wobei die Mutterteile (2, 3) miteinander zusammenwirkende Verbindungselemente aufweisen, welche eine relative Verschiebung der Mutterteile (2, 3) in einer radial zur Achse des Innengewindes verlaufenden Richtung bis in eine Verwendungsposition ermöglichen, in der das Innengewinde der Schraubenmutter (1) das Außengewinde (30) mit geringem Spiel umgreift, wobei die Verbindungselemente Führungsflächen (14 - 25) aufweisen, die die Mutterteile (2, 3) der Schraubenmutter (1) beim Verschieben in die Verwendungsposition in einer Rotationsbewegung um eine quer zur Achse des Innengewindes verlaufende Rotationsachse führen, wobei jedes Mutterteil (2, 3) mindestens einen ersten Verriegelungsarm (10, 13) aufweist, der auf einer Seite eine Führungsfläche (14, 17) aufweist, welche die Rotationsbewegung beim Verschieben der Mutterteile (2, 3) bewirkt und gegen eine komplementäre Führungsfläche (16, 15) an einem zweiten Verriegelungsarm (12, 11) des anderen Mutterteils (3, 2) anliegt, und wobei die Schraubenmutter (1) in der Verwendungsposition der Mutterteile im Bereich eines ersten Endes des Innengewindes eine sich zur Achse des Innengewindes hin erstreckende Schulterfläche (26) aufweist, dadurch gekennzeichnet , dass die Schulterfläche (26) von einer zur Achse des Innengewindes radial verlaufenden Ebene abweicht und derart verläuft, dass der radial äußere Bereich der Schulterfläche (26) mit dem größten Abstand zur Achse des Innengewindes den größten axialen Abstand vom zweiten Ende des Innengewindes aufweist und der innere Bereich der Schulterfläche (26) mit dem geringsten Abstand zur Achse des Innengewindes den kleinsten axialen Abstand vom zweiten Ende des Innengewindes aufweist.
  2. Schraubenmutter (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die Schulterfläche (26) konisch geneigt ist.
  3. Schraubenmutter (1) nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass durchschnittliche Neigung der Schulterfläche (26) in einer axialen Schnittebene mindestens 30° beträgt.
  4. Schraubenmutter (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Schulterfläche (26) entlang eines Rings einer Kegelmantelfläche verläuft.
  5. Schraubenmutter (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Führungsfläche (14, 17) und die komplementäre Führungsfläche (16, 15) miteinander zusammenwirkende Halteelemente umfassen, welche die Mutterteile (2, 3) in teilweise zusammengeschobener Stellung aneinander fixieren.
  6. Schraubenmutter (1) nach Anspruch 5 , dadurch gekennzeichnet , dass die Halteelemente von Halteflächen (27) gebildet werden, welche Diskontinuitäten der Führungsflächen (14, 15, 16, 17) bilden.
  7. Set mit einer Schraubenmutter (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass es ein erstes Bauelement (32) mit einem Schaftabschnitt (34) umfasst, der von der zusammengesetzten Schraubenmutter (1) umgreifbar ist, wobei an den Schaftabschnitt (34) eine nach außen vorspringende Stützfläche (36) für die Schulterfläche (26) der Schraubenmutter (1) angrenzt, die entsprechend der Schulterfläche (26) der Schraubenmutter (1) zur radialen Ebene derart geneigt ist, dass die Schulterfläche (26) im zusammengeschobenen Zustand der den Schaftabschnitt (34) umgreifenden Schraubenmutter (1) komplanar zur Stützfläche (36) verläuft.

Description

Die Erfindung betrifft eine Schraubenmutter mit einem Innengewinde und zwei Mutterteilen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Mehrteilige Schraubenmuttern sind schon lange bekannt. So beschreibt die DE 1 144 542 A aus dem Jahr 1963 eine Schraubenmutter gemäß dem Oberbegriff. Sie spricht bei der Beschreibung des vorveröffentlichten Standes der Technik geteilte Schraubenmuttern an, die konische oder zylindrische Ansätze aufweisen, welche von entsprechenden Ansenkungen geschlossener Ringe oder der zu verschraubenden Gegenstände selbst umfasst werden. Die US 2 789 458 A beschreibt eine solche zweiteilige Schraubenmutter, die hülsenförmig mit konischer Außenfläche ausgebildet ist, wobei die Außenfläche in axialer Verlängerung des konischen Abschnitts einen Gewindeabschnitt aufweist, auf den eine Gewindehülse aufgeschraubt wird, deren ringförmige Innenfläche gegen die konische Außenfläche anliegt und die zwei Mutterteile zusammendrückt. Die DE 25 46 831 A1 beschreibt eine Schraubenmutter, deren Mutterteile einen zunächst zylindrisch und zum axialen Ende hin konischen Ansatz aufweisen. Dieser Ansatz wird in eine Bohrung eingeschraubt, welche die Mutterteile zusammendrückt. Die DE 1 144 542 A strebt an, derartige konische Außenflächen zu vermeiden. Eine derartige zweiteilige Schraubenmutter ist bekannt aus dem europäischen Patent EP 1 982 082 B1. Die Offenbarung dieser Patentschrift wird durch Bezugnahme in die vorliegende Anmeldung aufgenommen. Die in dieser Patentschrift beschriebene Schraubenmutter wird nachfolgend im Detail beschrieben An den zwei Mutterteilen der Schraubenmutter sind miteinander zusammenwirkende Verbindungselemente mit Führungsflächen angeordnet, welche in der Verwendungsposition der Mutterteile derart zusammenwirken, dass eine radiale Verschiebung der Mutterteile, die aus der Verwendungsposition heraus und von dem Außengewinde fort gerichtet ist, blockiert ist. Um in die blockierende Verwendungsposition zu gelangen, werden die Mutterteile der Schraubenmutter nicht nur in radialer Richtung verschoben, sondern um eine quer zur Achse des Innengewindes verlaufende Rotationsachse rotiert bzw. verschwenkt. Diese Rotationsbewegung ist nur bei gelöster Schraubverbindung möglich. Bei angezogener Schraubverbindung stützt sich die Schraubenmutter mit einer Anlagefläche oder mehreren Anlagepunkten auf einer gegenüberliegenden Stützfläche ab, die in axialer Richtung unverschiebbar mit dem Außengewinde verbunden ist. Mindestens ein Mutterteil weist mindestens einen Verriegelungsarm auf. Der Verriegelungsarm hat zwei Seiten, die in Bezug auf die Gewindeachsen in entgegengesetzte Richtungen orientiert sind. Diese Seiten können auch als Oberseite und Unterseite bezeichnet werden, wenn davon ausgegangen wird, dass die Gewindeachse von oben nach unten verläuft. Nur eine dieser zwei Seiten des Verriegelungsarms weist eine die Rotationsbewegung bewirkende Führungsfläche auf, welche gegen eine komplementäre und entgegen gesetzt orientierte Führungsfläche des anderen Mutterteils anliegt. Die andere Seite des Verriegelungsarms kann in der Praxis die Außenseite bzw. axiale Endfläche des Mutterteils (Oberseite oder Unterseite) bilden und sich gegen eine Stützfläche eines Bauteils abstützen, gegen die die Schraubenmutter gespannt wird. Der Verriegelungsarm mit der Führungsfläche am ersten Mutterteil sowie der damit zusammenwirkende Materialabschnitt des zweiten Mutterteils können große Materialstärken aufweisen. Es ist möglich, dass die Materialstärke dieser Materialabschnitte jeweils der Hälfte der gesamten Dicke der Mutter entspricht. Hierdurch lässt sich eine hohe Stabilität und Belastbarkeit dieser Materialabschnitte und damit der Mutter insgesamt erzielen. Ferner kann sich die Führungsfläche des Verriegelungsarms sowie die damit zusammenwirkende Führungsfläche über die gesamte Länge der Mutter erstrecken. Hierdurch ergibt sich eine große tragende Fläche und daher eine hohe Belastbarkeit. Wenn die Anlagefläche der Schraubenmutter, welche beim Aufschrauben auf ein vertikales Außengewinde mit unten liegender Stützfläche von ihrer Unterseite gebildet wird, sich im verschraubten Zustand gegen die Stützfläche abstützt, ist das Verschwenken der Mutterteile blockiert und die Mutter kann nur durch Losschrauben von dem Außengewinde der Schraube oder Gewindestange gelöst werden. Wenn dagegen die Schraubenmutter nach dem Losschrauben um einige Umdrehungen einen gewissen Abstand zur Stützfläche aufweist, ist das Rotieren oder Verschwenken der Mutterteile möglich, die anschließend voneinander in radialer Richtung des Gewindes getrennt werden können. Es sei darauf hingewiesen, dass die quer zur Achse des Innengewindes verlaufende Rotationsachse nicht notwendigerweise rechtwinklig zur Achse des Innengewindes verlaufen muss. Sie kann auch schräg oder windschief in Bezug auf die Achse des Innengewindes verlaufen. In der Praxis wird die Rotationsachse aber meist in etwa radial zur Innengewindeachse liegen. Anders ausgedrückt