DE-102022112847-B4 - Vorrichtung zur Bereitstellung einer Flüssigkeit für Nutzgeflügel
Abstract
Vorrichtung zur Bereitstellung einer Flüssigkeit für Nutzgeflügel, bestehend aus einer Tränke (1), die an einer die Flüssigkeit führenden Versorgungsleitung (2) fixiert ist, wobei: -die Versorgungsleitung (2) ein zur Entnahme der Flüssigkeit ausgeführtes Ventil (3) mit einem Ventilnippel (4) aufweist, der durch Berührungskontakt von einer Schließstellung in eine Offenstellung überführbar ist, -zwischen dem Ende (7) des Ventilnippels (4) und dem unteren Begrenzungsrand (8) des horizontal um das Ventil (3) umlaufend ausgeführten Schutzringes (6) eine Höhendifferenz (h) besteht, sodass der Ventilnippel (4), in vertikaler Richtung betrachtet, nicht über den unteren Begrenzungsrand (8) des Schutzringes (6) hinausragt, sondern innerhalb des Schutzringes (6) endet, -das Ventil (3) durch eine Öffnung (5) der mit dem den Ventilnippel (4) umgebenden Schutzring (6) ausgestatteten Tränke (1) hindurchgeführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass -unterhalb des Ventils (3) eine Auffangschale (10) an der Tränke (1) ausgebildet ist, -die Tränke (1) eine Klammer (11) aufweist, die lösbar an der Versorgungsleitung (2) fixiert ist und -die Tränke (1) zusammen mit dem Schutzring (6), der Klammer (11) und der Auffangschale (10) als ein einstückiges Kunststoff-Formteil ausgebildet ist.
Inventors
- Markus Mechelhoff
- Weitere(r) Erfinder auf Antrag nicht genannt.
Assignees
- German Farm Tec GmbH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20220523
Claims (10)
- Vorrichtung zur Bereitstellung einer Flüssigkeit für Nutzgeflügel, bestehend aus einer Tränke (1), die an einer die Flüssigkeit führenden Versorgungsleitung (2) fixiert ist, wobei: -die Versorgungsleitung (2) ein zur Entnahme der Flüssigkeit ausgeführtes Ventil (3) mit einem Ventilnippel (4) aufweist, der durch Berührungskontakt von einer Schließstellung in eine Offenstellung überführbar ist, -zwischen dem Ende (7) des Ventilnippels (4) und dem unteren Begrenzungsrand (8) des horizontal um das Ventil (3) umlaufend ausgeführten Schutzringes (6) eine Höhendifferenz (h) besteht, sodass der Ventilnippel (4), in vertikaler Richtung betrachtet, nicht über den unteren Begrenzungsrand (8) des Schutzringes (6) hinausragt, sondern innerhalb des Schutzringes (6) endet, -das Ventil (3) durch eine Öffnung (5) der mit dem den Ventilnippel (4) umgebenden Schutzring (6) ausgestatteten Tränke (1) hindurchgeführt ist, dadurch gekennzeichnet , dass -unterhalb des Ventils (3) eine Auffangschale (10) an der Tränke (1) ausgebildet ist, -die Tränke (1) eine Klammer (11) aufweist, die lösbar an der Versorgungsleitung (2) fixiert ist und -die Tränke (1) zusammen mit dem Schutzring (6), der Klammer (11) und der Auffangschale (10) als ein einstückiges Kunststoff-Formteil ausgebildet ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass der Schutzring (6) als ein in sich geschlossener und vollständig um das Ventil (3) umlaufender Ring ausgeführt ist.
- Vorrichtung nach einem der vorstehend genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Schutzring (6) einen konisch verlaufenden Innendurchmesser mit einem sich zur Ausgangsseite vergrößernden Durchmesser aufweist.
- Vorrichtung nach einem der vorstehend genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Schutzring (6) an mindestens einem Steg (9) der Tränke (1) ausgebildet ist.
- Vorrichtung nach einem der vorstehend genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Schutzring (6) über mehrere Stege mit der Tränke (1) verbunden ist, die entlang des Umfanges des Schutzringes (6) ausgebildet sind.
- Vorrichtung nach einem der vorstehend genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Abstand zwischen der Auffangschale (10) und dem Ende (7) des Ventilnippels (4) mindestens 45 mm beträgt.
- Vorrichtung nach einem der vorstehend genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Klammer (11) um die Versorgungsleitung (2) herum angeordnet ist und aus zwei formschlüssig miteinander koppelbaren Klammerhälften (12, 13) besteht, die die Versorgungsleitung (2) umgreifen und miteinander verrastbar sind.
- Vorrichtung nach Anspruch 7 , dadurch gekennzeichnet , dass die Klammerhälften (12, 13) stufenweise miteinander verrastbar sind.
- Vorrichtung nach einem der vorstehend genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Tränke (1) aus einem verschleißfesten Polyethylen (PE-HD) besteht.
- Vorrichtung nach einem der vorstehend genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Tränke (1) aus einem verschleißfesten Polyethylen (PE-HD) besteht, das Silberionen als anti-mikrobiologisch wirkendes Additiv enthält.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bereitstellung einer Flüssigkeit für Nutzgeflügel nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. Bei der Stallhaltung von Nutzgeflügel ist es von entscheidender Bedeutung, den Flüssigkeitsbedarf der Tiere ausreichend zu decken. Bei der zum Einsatz kommenden Flüssigkeit kann es sich im einfachsten Fall um Wasser handeln. Darüber hinaus ist es selbstverständlich auch möglich, dem Nutzgeflügel mittels der Vorrichtung Nahrungsflüssigkeiten oder Flüssigkeiten mit medizinischen Bestandteilen zuzuführen. Eine derartige Vorrichtung wird überwiegend in Ställen eingesetzt, in denen zahlreiche Tiere untergebracht sind, wobei es sich bei dem Nutzgeflügel um Hühner, aber zum Beispiel auch um Enten, Gänse oder anderes Geflügel handeln kann. Aus der DE 7131073 U ist hierfür beispielsweise eine Vorrichtung zur Bereitstellung einer Flüssigkeit für Nutzgeflügel bekannt, die aus einer Tränke besteht, die an einer die Flüssigkeit führenden Versorgungsleitung fixiert ist. Die Versorgungsleitung weist ein zur Entnahme der Flüssigkeit ausgeführtes Ventil mit einem Ventilnippel auf, wobei der Ventilnippel das Ventil durch Berührungskontakt von einer Schließstellung in eine Offenstellung überführt. Das Ventil ist bei dieser Lösung durch eine Öffnung der mit einem Schutzring ausgestatteten Tränke hindurchgeführt. Das Tier kann mit seinem Schnabel den Ventilnippel betätigen, sodass sich das Ventil öffnet und die in der Versorgungsleitung enthaltene Flüssigkeit abgegeben wird. In der Druckschrift wird als problematisch herausgestellt, dass die Tiere unter dem Ventilnippel hindurch laufen können und diesen dabei ungewollt betätigen, sodass die Flüssigkeit über das Ventil abgegeben wird, ohne dass das Tier diese aufnehmen kann. Vielmehr werden durch die somit unkontrolliert auslaufende Flüssigkeit beispielsweise auch die im Stall vorhandenen Ausscheidungen der Tiere befeuchtet, wodurch es einerseits zu einer verstärkten Keimbildung kommen kann und andererseits durch das damit entstehende Ammoniak eine unangenehme Geruchsentwicklung zu verzeichnen ist. Ein weiterer, negativer Aspekt der unkontrolliert auslaufenden Flüssigkeit besteht darin, dass die Ausscheidungen der Tiere bevorzugt im trockenen Zustand als Dünger zum Einsatz kommen und somit einer Weiterverwendung zugeführt werden. Bei einer permanenten Befeuchtung erhöht sich das Gewicht der Ausscheidungen, was sich hinsichtlich der Transportkapazitäten ungünstig auswirkt und die Qualität der als Dünger vorgesehenen Ausscheidungen erheblich beeinträchtigt. Als Lösung der geschilderten Probleme wird in der DE 7131073 U vorgeschlagen, einen Schutzring um das Ventil herum anzuordnen, der aus einem senkrechten Schutzbügel besteht. Der Schutzring ist dabei mit Klemmflanschen an der Versorgungsleitung festgeklemmt. Die in der Druckschrift offenbarte Lösung beschreibt einen bügelartigen Schutzring aus Kunststoff, der in einer von dem Ventilnippel abgekehrten Richtung konisch verläuft. Ein derartiger Schutzring verhindert jedoch lediglich, dass erwachsene Tiere unter dem Ventilnippel hindurchlaufen können. Es besteht jedoch weiterhin die Möglichkeit, dass insbesondere erwachsene Tiere ihren Kopf in diesen Schutzring hinein stecken und dadurch mit ihrem Gefieder oder mit dem Kamm an den Ventilnippel stoßen, sodass das unerwünschte Auslaufen der Flüssigkeit weiterhin gegeben ist. Dieser Umstand liegt darin begründet, dass der Ventilnippel innerhalb des weit ausbauchenden Schutzringes frei zugänglich ist. Ein anderer, negativer Aspekt einer derartigen Ausführung des Schutzringes ist darin zu sehen, dass sich kleine Tiere, also beispielsweise Jungtiere, wie Küken, auf den Schutzring setzen und so mit dem Kopf an den Ventilnippel anstoßen können, der damit ebenfalls in unerwünschter Weise betätigt wird. In der FR 2 704 722 A1 wird eine Vorrichtung zur Bereitstellung einer Flüssigkeit für Nutzgeflügel beschrieben, bei der eine Versorgungsleitung ein zur Entnahme der Flüssigkeit ausgeführtes Ventil mit einem Ventilnippel aufweist, der durch Berührungskontakt von einer Schließstellung in eine Offenstellung überführbar ist und zwischen dem Ende des Ventilnippels und dem unteren Begrenzungsrand des horizontal um das Ventil umlaufend ausgeführten Schutzringes eine Höhendifferenz besteht, sodass der Ventilnippel, in vertikaler Richtung betrachtet, nicht über den unteren Begrenzungsrand des Schutzringes hinausragt, sondern innerhalb des Schutzringes endet. Dabei ist das Ventil durch eine Öffnung der mit dem den Ventilnippel umgebenden Schutzring ausgestatteten Tränke hindurchgeführt. Die DE 20 2014 008 421 U1 offenbart demgegenüber eine Vorrichtung zur Bereitstellung einer Flüssigkeit für Nutzgeflügel, bei der eine Tränke an einer Versorgungsleitung fixiert ist, an der ein Ventil vorhanden ist, welches mit einer Betätigungsstange geöffnet oder geschlossen werden kann. Die frei hängende Betätigungsstange muss hierzu von dem Nutzgeflügel seitlich bewegt werden. Unte