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DE-102023115178-B4 - Verfahren zum Aktivieren eines Steuerbefehlssatzes in einem Nutzerkraftfahrzeug

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Abstract

Verfahren zum Aktivieren eines Steuerbefehlssatzes in einem Nutzerfahrzeug zum Bereitstellen zumindest einer vorbestimmten Funktion, wobei die zumindest eine vorbestimmte Funktion ein Fahrzeuginnenraumerlebnis betrifft und das Verfahren umfasst: - Authentifizieren einer Person (100; 200, 300), die ein Recht an der Nutzung des Steuerbefehlssatzes hat, und bei erfolgreichem Authentifizieren: zunächst - Deaktivieren des Steuerbefehlssatzes an einem anderen Kraftfahrzeug (1) und erst bei erfolgreichem Deaktivieren, sodann - Aktivieren des Steuerbefehlssatzes an dem Nutzerfahrzeug (1'), wobei eine zu den Kraftfahrzeugen (1, 1') externe Datenverarbeitungseinrichtung (40) genutzt wird, an der sich die Person (100, 200; 300) authentifizieren kann, und über welche das Deaktivieren und das Aktivieren erfolgt, wobei die externe Datenverarbeitungseinrichtung (40) zum Deaktivieren einen Befehl (Deakt.) an das andere Fahrzeug (1) sendet, das den Befehl umsetzt und die Nutzung der zumindest einen vorbestimmte Funktion widerruft und sodann eine Rückmeldung (R1) an die externe Datenverarbeitungseinrichtung (40) sendet, und wobei die externe Datenverarbeitungseinrichtung (40) nach Erhalt der Rückmeldung (R1) einen Befehl (Akt.) zum Aktivieren an das Nutzerfahrzeug (1') sendet, das den Befehl umsetzt und die zumindest eine vorbestimmte Funktion freigibt.

Inventors

  • Frank Henecker
  • Johannes Lang

Assignees

  • AUDI AKTIENGESELLSCHAFT

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20230612

Claims (3)

  1. Verfahren zum Aktivieren eines Steuerbefehlssatzes in einem Nutzerfahrzeug zum Bereitstellen zumindest einer vorbestimmten Funktion, wobei die zumindest eine vorbestimmte Funktion ein Fahrzeuginnenraumerlebnis betrifft und das Verfahren umfasst: - Authentifizieren einer Person (100; 200, 300), die ein Recht an der Nutzung des Steuerbefehlssatzes hat, und bei erfolgreichem Authentifizieren: zunächst - Deaktivieren des Steuerbefehlssatzes an einem anderen Kraftfahrzeug (1) und erst bei erfolgreichem Deaktivieren, sodann - Aktivieren des Steuerbefehlssatzes an dem Nutzerfahrzeug (1'), wobei eine zu den Kraftfahrzeugen (1, 1') externe Datenverarbeitungseinrichtung (40) genutzt wird, an der sich die Person (100, 200; 300) authentifizieren kann, und über welche das Deaktivieren und das Aktivieren erfolgt, wobei die externe Datenverarbeitungseinrichtung (40) zum Deaktivieren einen Befehl (Deakt.) an das andere Fahrzeug (1) sendet, das den Befehl umsetzt und die Nutzung der zumindest einen vorbestimmte Funktion widerruft und sodann eine Rückmeldung (R1) an die externe Datenverarbeitungseinrichtung (40) sendet, und wobei die externe Datenverarbeitungseinrichtung (40) nach Erhalt der Rückmeldung (R1) einen Befehl (Akt.) zum Aktivieren an das Nutzerfahrzeug (1') sendet, das den Befehl umsetzt und die zumindest eine vorbestimmte Funktion freigibt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1 , bei dem ein Zugriff auf die externe Datenverarbeitungseinrichtung (40) über einen Personalcomputer und/oder einen Laptop-Rechner erfolgt und/oder über eine Anwendung auf einem Smartphone, auf einer Smartwatch und/oder auf einem sonstigem Wearable und/oder auf einem Tablet-Computer erfolgt.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 , bei dem mit dem ersten Aktivieren des Steuerbefehlssatzes für ein bestimmtes Nutzerfahrzeug dieser auch an das Nutzerfahrzeug übertragen wird.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aktivieren eines Steuerbefehlssatzes in einem Nutzerfahrzeug zum Bereitstellen zumindest einer vorbestimmten Funktion. Die Erfindung nutzt vorzugsweise ein vorliegend nicht gesondert beanspruchtes System zum Übertragen des Nutzungsrechts zu zumindest einem Steuerbefehlssatz zwischen einem ersten Nutzerfahrzeug und einem zweiten Nutzerfahrzeug. Die genannte vorbestimmte Funktion soll Fahrzeuginnenraumerlebnisse betreffen, sie kann auch zusätzlich Fahrzeugfunktionen für dessen Betrieb beim Fahren betreffen, wie einen Parkassistenten, einen Spurhalteassistenten, eine Temporegelung, Nutzung der Karten eines Navigationssystems, eine Infotainment-Funktion und vieles andere mehr. Insofern, als hier Steuerbefehlssätze aktiviert werden, ist damit ein Stück Software zu verstehen, bei dessen Betrieb (Ablaufen eines Programms in einem Prozessor und Dgl.) Steuerbefehle abgegeben werden. Diese Steuerbefehle müssen nicht notwendigerweise vorab festgelegt sein, sondern können von eingehenden Sensordaten abhängig sein, etwa auch zum Zwecke der Verwirklichung einer Regelung. Im Zusammenhang mit einem Aktivieren von Funktionen im Kraftfahrzeug wird regelmäßig ein Freischaltcode benutzt. Die Thematik, dass eine vorbestimmte Funktion mit einem Recht verknüpft ist, das von einem Kraftfahrzeug auf ein anderes Kraftfahrzeug übertragen werden soll, wird etwa in der DE 10 2016 215 628 A1 angesprochen. Hier werden personenbezogene Nutzungsrechte für ein einzelnes Fahrzeug oder etwa im Rahmen eines Car-Sharings für eine Gruppe von Fahrzeugen vergeben. Die Rechte werden durch den Besitz des elektronischen Fahrzeugschlüssels nachgewiesen, wobei dieser Fahrzeugschlüssel ein Kommunikationsmodul aufweist. Der elektronische Fahrzeugschlüssel ist nicht fest an ein bestimmtes Fahrzeug gebunden, und der Fahrzeugführer kann unter Nutzung von Zwei-Faktor-Authentisierung eine Anmeldung beim Einsteigen vornehmen. Nachteilig ist hieran, dass ein Nutzer, der ein Kraftfahrzeug öfter verwendet, sich jedes Mal neu anmelden muss. Auch die Notwendigkeit des Besitzes des Schlüssels und dessen Verknüpfung mit bestimmten Fahrzeugen stellt Anforderungen an deren Steuergeräte, die nicht ohne Weiteres umsetzbar sind, etwa schwer nachrüstbar sind. Aus der US 2022 / 0 291 648 A1 ist es bekannt, dass ein Fahrzeugnutzer, der zunächst ein erstes Fahrzeug nutzt und dort über Rechte verfügt, bei späterer Nutzung eines zweiten Fahrzeugs zumindest einen Teil seiner Rechte auch bei dem zweiten Fahrzeug benutzt. Hierbei wird eine zentrale Datenverarbeitungseinrichtung als Vermittler genutzt. Die DE 10 2014 224 769 A1 offenbart die Nutzung eines virtuellen Schlüssels, mithilfe dessen der Öffnungsmechanismus für Fahrzeuge in einer Flotte (etwa bei Car-Sharing) aktivierbar ist. Die DE 10 2016 203 715 A1 beschreibt, dass für Landmaschinen einzelne Nutzer über individuelle Funktionsberechtigungen verfügen können, die von einer Landmaschine auch auf eine andere übertragbar sind. Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Aktivieren eines Steuerbefehlssatzes in einem Nutzerkraftfahrzeug zum Bereitstellen zumindest einer vorbestimmten Funktion zu verbessern, wenn mehrere Fahrzeuge wechselnd genutzt werden sollen, wobei die zumindest eine vorbestimmte Funktion ein Fahrzeuginnenraumerlebnis betrifft. Die Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen nach Anspruch 1 gelöst. Das erfindungsgemäße Verfahren zum Aktivieren eines Steuerbefehlssatzes in einem Nutzerkraftfahrzeug zum Bereitstellen zumindest einer vorbestimmten Funktion, wobei die zumindest eine vorbestimmte Funktion ein Fahrzeuginnenraumerlebnis betrifft, umfasst:- Authentifizieren einer Person, die ein Recht an der Nutzung des Steuerbefehlssatzes hat, und bei erfolgreichem Authentifizieren: Zunächst- Deaktivieren des Steuerbefehlssatzes an einem anderen Kraftfahrzeug und erst bei erfolgreichem Deaktivieren,- Aktivieren des Steuerbefehlssatzes an dem Nutzerfahrzeug. Gegenüber der Vorgehensweise gemäß der DE 10 2016 215 628 A1 ist der Vorteil, dass der elektronische Fahrzeugschlüssel überflüssig ist. Im Vergleich zur US 2022 / 0 291 648 A1 gibt es eine zuverlässige Überwachung dafür, dass die Funktion nicht doppelt genutzt wird, weil zunächst das Deaktivieren an dem einen Kraftfahrzeug erfolgreich geschehen sein muss. Insbesondere ist es auch ein Vorteil der Erfindung, dass die Rechteübertragung von dem einen Kraftfahrzeug an das andere Kraftfahrzeug auch im Backend, etwa über eine gesicherte Mensch-Maschine-Schnittstelle, erfolgen kann, etwa durch einen Fahrzeugflottenbetreiber. Im Rahmen der Erfindung ist nämlich vorgesehen, dass eine zu den Kraftfahrzeugen externe Datenverarbeitungseinrichtung genutzt wird, an der sich die Person authentifizieren kann, und über welche das Deaktivieren und das Aktivieren erfolgt. Des Weiteren sieht die Erfindung dann vor, dass die externe Datenverarbeitungseinrichtung zum Deaktivieren einen Befehl an das andere Fahrzeug sendet, das den B