DE-102023200019-B4 - Verfahren zum Zuweisen von Transportaufträgen zu elektrisch betriebenen Transportfahrzeugen sowie elektronisches Transportzuweisungssystem
Abstract
Verfahren zum Zuweisen von Transportaufträgen (1, 1a, ..., 1i) zu elektrisch betriebenen Transportfahrzeugen (2, 2a, ..., 2e), aufweisend die Schritte: - Bereitstellen von Transportinformationen (3) über eine Vielzahl von Transportaufträgen (1, 1a, ..., 1i) an eine elektronische Auswerteeinheit (7), wobei die Transportinformationen (3) jeweils einen Startpunkt (8, 8a, ..., 8i) und einen Zielpunkt (9, 9a, ..., 9i) zu transportierender Objekte (10, 10a, ..., 10i) aufweisen; - Bereitstellen von Zustandsinformationen (4) über zumindest zwei elektrisch betriebene Transportfahrzeuge (2, 2a, ..., 2e) an die elektronische Auswerteeinheit (7), wobei die Zustandsinformationen (4) einen Standort (11, 11a, ..., 11e) und einen Zustand (12, 12a, ..., 12e) eines elektrischen Energiespeichers eines jeden Transportfahrzeuges (2, 2a, ..., 2e) der elektrisch betriebenen Transportfahrzeuge (2, 2a, ..., 2e) aufweisen, wobei die Transportinformationen (3) und/oder die Zustandsinformationen (4) in Echtzeit bereitgestellt werden; - Zuweisen der Vielzahl von Transportaufträgen (1, 1a, ..., 1i) zu den zumindest zwei Transportfahrzeugen (2, 2a, ..., 2e) abhängig von den Transportinformationen (3) und den Zustandsinformationen (4) mittels der elektronischen Auswerteeinheit (7), wobei das Zuweisen der Vielzahl von Transportaufträgen (1, 1a, ..., 1i) abhängig von den in Echtzeit erfassten Transportinformationen (3) und/oder Zustandsinformationen (4) dynamisch angepasst wird, wobei das Zuweisen der Vielzahl von Transportaufträgen (1, 1a, ..., 1i) als Ausgangsdaten einer maschinell trainierten Funktion der elektronischen Auswerteeinheit (7) erzeugt werden, wobei die trainierte Funktion zumindest auf die Transportinformationen (3) und die Zustandsinformationen (4) angewendet wird, sodass die Vielzahl von Transportaufträge (1, 1a, ..., 1i) zeitoptimiert zugewiesen werden.
Inventors
- Sören Scherler
- Tom Lichtenberg
Assignees
- VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20230103
Claims (8)
- Verfahren zum Zuweisen von Transportaufträgen (1, 1a, ..., 1i) zu elektrisch betriebenen Transportfahrzeugen (2, 2a, ..., 2e), aufweisend die Schritte: - Bereitstellen von Transportinformationen (3) über eine Vielzahl von Transportaufträgen (1, 1a, ..., 1i) an eine elektronische Auswerteeinheit (7), wobei die Transportinformationen (3) jeweils einen Startpunkt (8, 8a, ..., 8i) und einen Zielpunkt (9, 9a, ..., 9i) zu transportierender Objekte (10, 10a, ..., 10i) aufweisen; - Bereitstellen von Zustandsinformationen (4) über zumindest zwei elektrisch betriebene Transportfahrzeuge (2, 2a, ..., 2e) an die elektronische Auswerteeinheit (7), wobei die Zustandsinformationen (4) einen Standort (11, 11a, ..., 11e) und einen Zustand (12, 12a, ..., 12e) eines elektrischen Energiespeichers eines jeden Transportfahrzeuges (2, 2a, ..., 2e) der elektrisch betriebenen Transportfahrzeuge (2, 2a, ..., 2e) aufweisen, wobei die Transportinformationen (3) und/oder die Zustandsinformationen (4) in Echtzeit bereitgestellt werden; - Zuweisen der Vielzahl von Transportaufträgen (1, 1a, ..., 1i) zu den zumindest zwei Transportfahrzeugen (2, 2a, ..., 2e) abhängig von den Transportinformationen (3) und den Zustandsinformationen (4) mittels der elektronischen Auswerteeinheit (7), wobei das Zuweisen der Vielzahl von Transportaufträgen (1, 1a, ..., 1i) abhängig von den in Echtzeit erfassten Transportinformationen (3) und/oder Zustandsinformationen (4) dynamisch angepasst wird, wobei das Zuweisen der Vielzahl von Transportaufträgen (1, 1a, ..., 1i) als Ausgangsdaten einer maschinell trainierten Funktion der elektronischen Auswerteeinheit (7) erzeugt werden, wobei die trainierte Funktion zumindest auf die Transportinformationen (3) und die Zustandsinformationen (4) angewendet wird, sodass die Vielzahl von Transportaufträge (1, 1a, ..., 1i) zeitoptimiert zugewiesen werden.
- Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die Transportinformationen (3) jeweils ein Transportzeitintervall für die zu transportierenden Objekte (10, 10a, ..., 10i) aufweisen, wobei die Transportaufträge (1, 1a, ..., 1i) abhängig von dem Transportzeitintervall zugewiesen werden.
- Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass der elektronischen Auswerteeinheit (7) Verfügbarkeitsinformationen (5) von Ladepunkten (13, 13a, ..., 13c) zum Laden des elektrischen Energiespeichers bereitgestellt werden, wobei mittels der elektronischen Auswerteeinheit (7) abhängig von den Verfügbarkeitsinformationen (5) und den Zustandsinformationen (4) den Transportfahrzeugen (2, 2a, ..., 2e) jeweils ein Ladehalt an einem verfügbaren Ladepunkt (13, 13a, ..., 13c) zugewiesen wird.
- Verfahren nach Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet , dass der Ladehalt beim Zuweisen des Transportauftrages (2, 2a, ..., 2e) und/oder derzugewiesene Transportauftrag (2, 2a, ..., 2e) beim Zuweisen des Ladehaltes berücksichtigt wird.
- Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Transportinformationen (3) zumindest jeweils eine Parameterangabe der zu transportierenden Objekte (10, 10a, ..., 10i) und/oder jeweils eine Anzahl der zu transportierende Objekte (10, 10a, ..., 10i) aufweisen, und die Zustandsinformationen (4) eine Transportkapazität eines jeden Transportfahrzeuges (2, 2a, ..., 2e) aufweisen.
- Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der elektronischen Auswerteeinheit (7) Verkehrsinformationen (6) über eine Verkehrslage bereitgestellt werden, wobei mittels der elektronischen Auswerteeinheit (7) abhängig von den Verkehrsinformationen (6) den Transportfahrzeugen (2, 2a, ..., 2e) die Transportaufträge (1, 1a, ..., 1i) zugewiesen werden.
- Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass ein Ausfall zumindest eines Transportfahrzeuges (2, 2a, ..., 2e), welchem zumindest ein Transportauftrag (1, 1a, ..., 1i) zugewiesen ist, durch ein Zuweisen des zumindest einen Transportauftrages (1, 1a, ..., 1i) zu zumindest einem weiteren Transportfahrzeug der zumindest zwei Transportfahrzeuge (2, 2a, ..., 2e) kompensiert wird.
- Elektronisches Transportzuweisungssystem (14) mit einer elektronischen Auswerteeinheit (7), wobei das elektronische Transportzuweisungssystem (14) dazu ausgebildet ist, ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7 durchzuführen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zuweisen von Transportaufträgen zu elektrisch betriebenen Transportfahrzeugen, sowie ein elektronisches Transportzuweisungssystem. Es sind Ansätze von Tourenplanungen für Transportdienste bekannt, welche Algorithmen zum Auffinden optimaler Routen mit mehreren Zwischenzielen beliebiger Reihenfolge umfassen. Die Fahrzeugflotten bestehen hierbei in der Regel aus Fahrzeugen mit Verbrennungsantrieben. Hierbei wird eine begrenzte Reichweite der Verbrennungskraftfahrzeuge nicht berücksichtigt, da zum einen die Reichweiten gegenüber elektrisch betriebenen Transportfahrzeugen sehr hoch sind und zum anderen die Tankzeiten gegenüber Ladezeiten relativ kurz sind. Die WO 2019/ 046 114 A1 beschreibt eine dynamische Lkw-Routenplanung zwischen automatisierten Anlagen. Die US 2017 / 0 115 666 A1 zeigt eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Gruppierung von Fahrzeugen für kooperatives Fahren. Die US 2016 / 0 247 106 A1 offenbart eine Verwaltung einer Flotte von autonomen Elektrofahrzeugen für den Transport auf Abruf und Zusatzdienste für das Stromnetz. Die DE 10 2019 216 182 A1 offenbart ein Verfahren zum Betreiben von elektrischen Transportfahrzeugen, wobei ein virtuelles Simulationsprogramm durchlaufen und dabei erfasst wird, ob ein Arbeitsauftrag durch das Transportfahrzeug mit dessen Ladezustand erfüllbar ist. Die DE 10 2014 225 122 A1 beschreibt ein Verfahren zur Bereitstellung von Informationen zur Verfügbarkeit von Ladestationen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und ein elektronisches Transportzuweisungssystem bereitzustellen, bei welchem beziehungsweise mit welchem ein verbessertes Transportmanagement mit einer Elektrofahrzeugflotte erreicht wird. Die Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die abhängigen Patentansprüche, die folgende Beschreibung sowie die Figuren beschrieben. Ein Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zuweisen von Transportaufträgen zu elektrisch betriebenen Transportfahrzeugen. Das Verfahren weist insbesondere die folgenden Schritte auf:- Bereitstellen von Transportinformationen über zumindest einen Transportauftrag an eine elektronische Auswerteeinheit, wobei die Transportinformationen einen Startpunkt und einen Zielpunkt zumindest eines zu transportierenden Objektes aufweisen;- Bereitstellen von Zustandsinformationen über zumindest zwei elektrisch betriebene Transportfahrzeuge an die elektronische Auswerteeinheit, wobei die Zustandsinformationen einen Standort und einen Zustand eines elektrischen Energiespeichers eines jeden Transportfahrzeuges der elektrisch betriebenen Transportfahrzeuge aufweisen;- Zuweisen des zumindest einen Transportauftrages zu zumindest einem der zumindest zwei Transportfahrzeuge abhängig von den Transportinformationen und den Zustandsinformationen mittels der elektronischen Auswerteeinheit. Dadurch ist das Transportmanagement von Transportaufträgen, die mit einer Elektrofahrzeugflotte mit zumindest zwei Transportfahrzeugen erledigt werden sollen, verbessert. Durch die Erfindung ergibt sich zumindest auch der Vorteil, dass die Eigenschaften, insbesondere vollständig, elektrisch betriebener Transportfahrzeuge, insbesondere der Zustand des elektrischen Energiespeichers bei der Zuweisung des Transportauftrages berücksichtigt wird. Dadurch kann beispielsweise vorteilhaft eine geschätzte, restliche Reichweite des Transportfahrzeuges, welches bei rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen gegenüber Verbrennungskraftfahrzeugen begrenzter ist, in der Zuweisung berücksichtigt werden. Beispielsweise kann es vorgesehen sein, dass demjenigen Transportfahrzeug der Transportauftrag zugewiesen wird, dessen geschätzte, restliche Reichweite für eine Route von dem Standort des Transportfahrzeuges, über den Standpunkt zu einem Zielpunkt ausreichend ist. Dadurch kann vorteilhaft ein Zwischenladen auf dieser Route vermieden werden, sodass eine Effizienz des Transportes erhöht wird. Insbesondere können in dem Verfahren Transportaufträge in einem örtlich begrenzten Gebiet an in dem örtlich begrenzten Gebiet vorhandene Transportfahrzeuge zugewiesen werden. Unter dem örtlich begrenzten Gebiet kann beispielsweise eine Stadt, beispielsweise eine Metropole, eine Region wie ein Landkreis, oder dergleichen verstanden werden. Unter einem Transportauftrag kann insbesondere eine Auftrag von einem Dritten an ein Transportunternehmen verstanden werden, ein Objekt von einem Startpunkt zu einem Zielpunkt zu transportieren. Das Transportunternehmen kann beispielsweise über zumindest zwei Transportfahrzeuge verfügen. Der Transportauftrag kann insbesondere von einem Transportfahrzeug ausgeführt werden, welchem der Transportauftrag zugewiesen ist, wobei das Objekt am Startpunkt durch das Transportfahrzeug aufgenommen bzw. abgeholt, entlang einer Route transportiert und an dem Zielpunkt ausgeladen bzw. ausgeliefert werden kann. Insbesondere kann es sich bei