DE-102024003639-A1 - Befestigungsvorrichtung für einen Anschlussstecker in einem Kraftfahrzeug, Befestigungsanordnunq sowie Kraftfahrzeug
Abstract
Beschrieben wird eine Befestigungsvorrichtung für einen Anschlussstecker in einem Kraftfahrzeug, wobei der Anschlussstecker eine Anschlussgeometrie für eine Kraftfahrzeugkomponente aufweist, wobei der Anschlussstecker einen seitlich zur Anschlussgeometrie angeordneten Steckschlitz aufweist, wobei die Befestigungsvorrichtung eine Grundplatte aufweist, wobei an der Grundplatte auf der einen Seite eine Verbindungsanordnung zur Festlegung der Befestigungsvorrichtung am Kraftfahrzeug sowie auf der anderen Seite der Grundplatte eine Steckaufnahme für den Steckschlitz des Anschlusssteckers vorgesehen ist.
Inventors
- Remon Barsoum
- Joerg Angelmaier
- Ralph Moch
- Hannah Alt
- Nebil Frih
Assignees
- Mercedes-Benz Group AG
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241107
Claims (10)
- Befestigungsvorrichtung (2; 2'; 2") für einen Anschlussstecker in einem Kraftfahrzeug, wobei der Anschlussstecker eine Anschlussgeometrie für eine Kraftfahrzeugkomponente aufweist, wobei der Anschlussstecker einen seitlich zur Anschlussgeometrie angeordneten Steckschlitz aufweist, dadurch gekennzeichnet , dass die Befestigungsvorrichtung (2; 2'; 2") eine Grundplatte (4; 4') aufweist, wobei an der Grundplatte (4; 4') auf der einen Seite eine Verbindungsanordnung (6; 6'; 6") zur Festlegung der Befestigungsvorrichtung (2; 2'; 2") am Kraftfahrzeug sowie auf der anderen Seite der Grundplatte (4; 4') eine Steckaufnahme (8) für den Steckschlitz des Anschlusssteckers vorgesehen ist.
- Befestigungsvorrichtung (2; 2'; 2") nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die Steckaufnahme (8) eine parallel zur Grundplatte (4; 4') ausgerichtete und dazu beabstandete Halteplatte (8.1) aufweist, wobei zwischen Grundplatte (4; 4') und Halteplatte (8.1) beiderseits Einfuhrschlitze (8.6) vorgesehen sind, wobei die Einfuhrschlitze (8.6) durch einen stirnseitigen Anschlag (8.2) begrenzt sind.
- Befestigungsvorrichtung (2; 2'; 2") nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass an der Grundplatte (4) ein flexibler Arm (4.1) mit wenigstens einem Rastvorsprung (4.2) ausgebildet ist.
- Befestigungsvorrichtung (2; 2'; 2") nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass an der Grundplatte (4') eine Zunge (4.1') ausgebildet ist.
- Befestigungsvorrichtung (2; 2'; 2") nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Halteplatte (8.1) diametral gegenüberliegend vom stirnseitigen Anschlag (8.2) eine Stützwand (8.3) vorgesehen ist, die quer zu einer Einschubrichtung (Z) weniger breit ist als der stirnseitige Anschlag (8.2).
- Befestigungsvorrichtung (2; 2'; 2") nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Halteplatte (8.1) durch eine mittige, in Einschubrichtung (Z) verlaufende Wand (8.4) abgestützt ist.
- Befestigungsvorrichtung (2; 2'; 2") nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Verbindungsanordnung (6) einen Einfuhrschlitz (6.1) mit in dem Einfuhrschlitz (6.1) angeordneten, quer zu einer Einfuhrrichtung (Z) auslenkbaren Rastarm (6.7, 6.8) vorgesehen ist.
- Befestigungsvorrichtung (2; 2'; 2") nach einem der Ansprüche 1 bis 6 , dadurch gekennzeichnet , dass die Verbindungsanordnung (6'; 6") einen Tannenbaumclip, einen Rippenclip, einen Kabelbinder (6.14, 6.15) oder einen Wickelverbinder (6.10) aufweist.
- Befestigungsanordnung mit Befestigungsvorrichtung (2; 2'; 2") nach einem der vorangegangenen Ansprüche und einem Anschlussstecker.
- Kraftfahrzeug mit wenigstens einer Befestigungsanordnung nach Anspruch 9 .
Description
Beschrieben werden eine Befestigungsvorrichtung für einen Anschlussstecker in einem Kraftfahrzeug, eine Befestigungsanordnung sowie ein Kraftfahrzeug. Befestigungsvorrichtungen für einen Anschlussstecker in einem Kraftfahrzeug, Befestigungsanordnungen sowie Kraftfahrzeuge der eingangs genannten Art sind im Stand der Technik bekannt. In modernen Kraftfahrzeugen kommt eine Vielzahl unterschiedlicher Steckverbinder zum Einsatz, die oft am Kraftfahrzeug festgelegt werden müssen. Diese Steckverbinder werden jedoch teilweise von ihren Herstellern mit unterschiedlichen Anschlüssen an das Kraftfahrzeug ausgerüstet. Unterschiedliche Ausstattungsvarianten von Kraftfahrzeugen benötigen unter Umständen an der gleichen Stelle unterschiedliche Steckverbinder, zum Beispiel wenn eine Ausstattungsvariante einen elektrisch betriebenen Spiegel, eine andere Variante einen elektrisch betriebenen Spiegel mit einer Kamera aufweist. Das bringt mit sich, dass die unterschiedlichen Steckverbinder unterschiedliche Befestigungsanschlüsse besitzen können und demnach unterschiedliche Befestigungsgeometrien am oder im Kraftfahrzeug vorgesehen werden müssten, was den konstruktiven Aufwand erheblich erhöhen würde. Gleichzeitig kann dies bedingen, dass unterschiedliche Werkzeuge für unterschiedliche Ausstattungsvarianten vonnöten sein könnten, was die Fertigungskomplexität steigert. Aus der DE 20 2015 100 360 U1 ist ein Kabelhalter zur Befestigung von Kabeln an der Struktur eines Fahrzeugs bekannt, insbesondere eines Flugzeugs oder Kraftfahrzeugs, mit einer Basisplatte zur Anordnung an der Struktur des Fahrzeugs, insbesondere Flugzeugs oder Kraftfahrzeugs und einer Kabelklemme zur Aufnahme mindestens eines Kabels, wobei die Kabelklemme formschlüssig und werkzeugfrei mit der Basisplatte verbindbar ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kabelklemme und die Basisplatte mittels einer linearen Zwangsführung aufeinander aufschiebbar ausgebildet sind. Somit stellt sich die Aufgabe, Befestigungsvorrichtungen für einen Anschlussstecker in einem Kraftfahrzeug, Befestigungsanordnungen sowie Kraftfahrzeuge der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass eine bessere Kompatibilität zwischen unterschiedlichen Anschlusssteckern zur Festlegung im Kraftfahrzeug gegeben ist, wobei kraftfahrzeugseitig keine Änderungen der Befestigungsstrukturen erforderlich sein sollten. Die Aufgabe wird gelöst durch eine Befestigungsvorrichtung für einen Anschlussstecker in einem Kraftfahrzeug gemäß Anspruch 1, eine Befestigungsanordnung gemäß dem nebengeordneten Anspruch 9 sowie ein Kraftfahrzeug gemäß dem nebengeordneten Anspruch 10. Weiterführende Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche. Beschrieben wird eine Befestigungsvorrichtung für einen Anschlussstecker in einem Kraftfahrzeug, wobei der Anschlussstecker eine Anschlussgeometrie für eine Kraftfahrzeugkomponente aufweist, wobei der Anschlussstecker einen seitlich zur Anschlussgeometrie angeordneten Steckschlitz aufweist, wobei die Befestigungsvorrichtung eine Grundplatte aufweist, wobei an der Grundplatte auf der einen Seite eine Verbindungsanordnung zur Festlegung der Befestigungsvorrichtung am Kraftfahrzeug sowie auf der anderen Seite der Grundplatte eine Steckaufnahme für den Steckschlitz des Anschlusssteckers vorgesehen ist. Die Befestigungsvorrichtung kann insbesondere aus Kunststoff gefertigt sein, insbesondere durch Spritzguss. Ein mögliches Material ist Polyamid (PA), das sich durch hohe Festigkeit, Zähigkeit und gute thermische Stabilität auszeichnet. Polyamid hat zudem gute elektrische Isolationseigenschaften und ist resistent gegen Chemikalien und Feuchtigkeit. Daneben kommt Polybutylenterephthalat (PBT) in Frage. PBT bietet eine hohe Steifigkeit und gute Dimensionsstabilität, während es gleichzeitig eine geringe Feuchtigkeitsaufnahme hat und flammhemmend ist. Auch Polycarbonat (PC) kann verwendet werden. Polycarbonat ist besonders stoßfest und wärmebeständig, was es für steckbare Verbindungen geeignet macht, die häufig mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt sind. Für flexible Komponenten kann unter anderem thermoplastisches Elastomer (TPE) in Frage kommen, das sich durch seine gummiartigen Eigenschaften und Beständigkeit gegenüber Chemikalien und Umwelteinflüssen auszeichnet. Mit Hilfe der Befestigungsvorrichtung ist es möglich, einen Anschlussstecker sicher an dem Kraftfahrzeug anzuordnen, ohne die Anbindungsstrukturen des Kraftfahrzeugs anpassen zu müssen und ohne neue Werkzeuge einsetzen zu müssen, was die Produktionskosten und die Plattformkompatibilität erheblich erhöht. Durch das Vorsehen einer Grundplatte, die einerseits zur Anbindung an dem Kraftfahrzeug und andererseits zu der Anbindung an dem Anschlussstecker verwendet wird, ist es zudem möglich, eine kostengünstige einsatzspezifische Kompatibilität zu gewährleisten. In einer ersten weiterführenden Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Steckaufnahme eine parallel zur Grundplatte ausgeri