DE-102024110996-B4 - Lastgabel eines Flurförderzeugs
Abstract
Lastgabel (1) eines Flurförderzeugs, wobei an oder in der Lastgabel (1) ein Modul (2) angeordnet ist, welches zur Durchführung einer Maßnahme ausgebildet ist, wobei das Modul (2) mittels einer Haltevorrichtung (3) an oder in der Lastgabel (1) gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (3) umfasst: - mindestens zwei Befestigungslaschen (4, 5, 6, 7), die am Modul (2) angeordnet sind, - mindestens zwei Halteleisten (8, 9) mit einer Längsrichtung (L), die an oder in der Lastgabel (1) befestigt sind, wobei die Halteleisten (8, 9) so ausgebildet sind, dass sie im an der Lastgabel (1) befestigten Zustand eine Anzahl Aufnahmeräume (10, 11, 12, 13) für die Befestigungslaschen (4, 5, 6, 7) sowie eine Anzahl Durchtrittsöffnungen (14, 15, 16, 17) für die Befestigungslaschen (4, 5, 6, 7) bilden, und - Verriegelungsmittel (18, 19), mit denen das Modul (2) im Zustand, in welchem die Befestigungslaschen (4, 5, 6, 7) in die Aufnahmeräume (10, 11, 12, 13) eingeschoben sind, in Richtung der Längsrichtung (L) fixiert ist.
Inventors
- Arnold Vetter
- Christof Berg
- Tobias Weyl
- Ingo Ghira
Assignees
- Vetter Industrie GmbH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20240419
- Priority Date
- 20230421
Claims (15)
- Lastgabel (1) eines Flurförderzeugs, wobei an oder in der Lastgabel (1) ein Modul (2) angeordnet ist, welches zur Durchführung einer Maßnahme ausgebildet ist, wobei das Modul (2) mittels einer Haltevorrichtung (3) an oder in der Lastgabel (1) gehalten wird, dadurch gekennzeichnet , dass die Haltevorrichtung (3) umfasst: - mindestens zwei Befestigungslaschen (4, 5, 6, 7), die am Modul (2) angeordnet sind, - mindestens zwei Halteleisten (8, 9) mit einer Längsrichtung (L), die an oder in der Lastgabel (1) befestigt sind, wobei die Halteleisten (8, 9) so ausgebildet sind, dass sie im an der Lastgabel (1) befestigten Zustand eine Anzahl Aufnahmeräume (10, 11, 12, 13) für die Befestigungslaschen (4, 5, 6, 7) sowie eine Anzahl Durchtrittsöffnungen (14, 15, 16, 17) für die Befestigungslaschen (4, 5, 6, 7) bilden, und - Verriegelungsmittel (18, 19), mit denen das Modul (2) im Zustand, in welchem die Befestigungslaschen (4, 5, 6, 7) in die Aufnahmeräume (10, 11, 12, 13) eingeschoben sind, in Richtung der Längsrichtung (L) fixiert ist.
- Lastgabel (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass sie bei bestimmungsgemäßer Benutzung als nach unten offenes hohles Bauteil ausgebildet ist, wobei das Modul (2) im Hohlraum (20) der Lastgabel (1) angeordnet ist.
- Lastgabel (1) nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass die Längsrichtung (L) der Halteleisten (8, 9) und die Längsachse der Lastgabel (1) parallel zueinander verlaufen.
- Lastgabel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , dadurch gekennzeichnet , dass die Verriegelungsmittel (18, 19) einen Haken (18) umfassen, der verschwenkbar am Modul (2) angeordnet ist, wobei der Haken (18) mit einem Befestigungsbolzen (19) zusammenwirken kann, der an einer der Halteleisten (8, 9) angeordnet ist.
- Lastgabel (1) nach Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet , dass der Haken (18) federvorgespannt am Modul (2) angeordnet ist.
- Lastgabel (1) nach Anspruch 5 , dadurch gekennzeichnet , dass die Federvorspannung durch eine Schraubenfeder (21) realisiert ist.
- Lastgabel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 , dadurch gekennzeichnet , dass die Halteleisten (8, 9) mittels einer Schraubverbindung an der Lastgabel (1) befestigt sind.
- Lastgabel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 , dadurch gekennzeichnet , dass das Modul (2) eine Stromversorgung (22) umfasst.
- Lastgabel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 , dadurch gekennzeichnet , dass die Lastgabel (1) als Gabelverlängerung und/oder manuelle bzw. hydraulische Teleskopgabelzinke ausgebildet ist, in welcher bzw. in welchem das Modul (2) angeordnet ist.
- Lastgabel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 , dadurch gekennzeichnet , dass das Modul (2) einen Laser und/oder Sensor und/oder eine Kamera umfasst.
- Lastgabel (1) eines Flurförderzeugs, wobei an oder in der Lastgabel (1) ein Modul (2) angeordnet ist, welches zur Durchführung einer Maßnahme ausgebildet ist, wobei das Modul (2) mittels einer Haltevorrichtung (3) an oder in der Lastgabel (1) gehalten wird, dadurch gekennzeichnet , dass die Haltevorrichtung (3) umfasst: - einen Aufnahmebehälter (33), der an oder in der Lastgabel (1) befestigt ist und der zur Aufnahme des Moduls (2) ausgebildet ist, wobei der Aufnahmebehälter (33) eine offene Seite (34) aufweist, über die das Modul (2) in Richtung einer Längsachse (L') in den Aufnahmebehälter (33) eingeschoben werden kann, - Verriegelungsmittel (35, 36), mit denen das Modul (2) im Zustand, in welchem es in den Aufnahmebehälter (33) eingeschoben ist, im Aufnahmebehälter (33) in Richtung der Längsachse (L') fixiert werden kann.
- Lastgabel (1) nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet , dass sie bei bestimmungsgemäßer Benutzung als nach unten offenes hohles Bauteil ausgebildet ist, wobei das Modul (2) im Hohlraum (20) der Lastgabel (1) angeordnet ist.
- Lastgabel (1) nach Anspruch 11 oder 12 , dadurch gekennzeichnet , dass die Verriegelungsmittel (35, 36) einen Verriegelungsstift (35) umfassen, welcher am Modul (2) oder am Aufnahmebehälter (33) angeordnet ist und welcher zum Eingriff in eine Ausnehmung (36) ausgebildet ist, welche im Aufnahmebehälter (33) oder im Modul (2) ausgebildet ist.
- Lastgabel (1) nach Anspruch 13 , dadurch gekennzeichnet , dass der Verriegelungsstift (35) federvorgespannt ist, insbesondere durch eine Schraubenfeder (21).
- Lastgabel (1) nach einem der Ansprüche 11 bis 14 , dadurch gekennzeichnet , dass das Modul (2) eine Stromversorgung (22) umfasst, wobei das Modul (2) insbesondere weiterhin einen Laser und/oder einen Sensor und/oder eine Kamera umfasst.
Description
Die Erfindung betrifft eine Lastgabel eines Flurförderzeugs, wobei an oder in der Lastgabel ein Modul angeordnet ist, welches zur Durchführung einer Maßnahme ausgebildet ist, wobei das Modul mittels einer Haltevorrichtung an oder in der Lastgabel gehalten wird. Lastgabeln, an bzw. in denen gattungsgemäße Module integriert sind, sind im Stand der Technik bekannt. In der EP 3 034 452 B1 ist eine solche Lastgabel beschrieben, bei der ein Modul integriert wird, bei dem es sich - wie auch bei der vorliegenden Erfindung - beispielsweise um einen Scheinwerfer, um eine Kamera, um einen Scanner für einen optischen Code, um eine Blinkleuchte, um eine Signalleuchte, um eine Projektionsleuchte, um einen Sensor oder um einen Umgebungsscanner handeln kann. Ähnliche bzw. weitere Lösungen zeigen die DE 10 2018 110 915 A1, die DE 10 2016 102 652 A1 und die CN 107289904 A. Dabei ist es vorteilhaft bzw. nötig, das Modul, welches die entsprechende Komponente für die Ausführung der Funktion enthält (beispielsweise den Sensor oder die Kamera), mit einer entsprechenden Energieversorgungs- bzw. Signalübertragungseinheit zu versehen. Oft und insbesondere bei Lastgabeln in Hohlraumbauweise ist es dabei mitunter problematisch, das Verlegen einer Kabelverbindung zu einer Batterie bzw. zu einem Anzeigemedium im Fahrerstand innerhalb der Lastgabel zu bewerkstelligen, da die Blechwandstärke der Lastgabel zu dünn ist, um einen Kabelkanal zu fräsen. Die in der Druckschrift US 2020/0207597 A1 beschriebenen Ausführungsformen beziehen sich auf ein Robotersystem zum Transportieren eines Behälters. Das Robotersystem umfasst einen Hebemechanismus und eine mit dem Hebemechanismus verbundene Behälteraufbewahrungsvorrichtung. Die Behälteraufbewahrungsvorrichtung umfasst mindestens eine Halterungsvorrichtung, die ferner ein längliches Halterungselement umfasst. Das längliche Halterungselement umfasst eine Oberfläche mit mindestens einem Schlitz und einem Verriegelungsmechanismus innerhalb des mindestens einen Schlitzes. Der mindestens eine Schlitz und der Verriegelungsmechanismus sind so konfiguriert, dass sie mindestens ein Verriegelungselement des Behälters verschiebbar aufnehmen und formschlüssig verriegeln. Der in der Druckschrift DE 30 17 164 C2 beschriebene Lasttransportmechanismus ist für einen Stapler vorgesehen, der ein Regalsystem bedient, insbesondere an zwei oder drei Seiten. Er ist seitlich auf einer Schiene ausfahrbar, die sich an einem Mast auf und ab bewegt. Der Mechanismus ist so auf der Gleitschiene montiert, dass er horizontal in alle Richtungen gleiten kann. Er kann an der Gleitschiene aufgehängt werden, sodass er sich unter der Wirkung eines Antriebsmechanismus in der Gleitschiene in einer horizontalen Ebene koordiniert bewegen kann und eine Einheit bildet, die unabhängig vom Antrieb des Wagens selbst eine präzise Positionierung ermöglicht. Er kann mit einem Sensor ausgestattet sein, der mit Führungseinheiten an der Lagerposition zusammenarbeitet. Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lastgabel eines Flurförderzeugs der eingangs genannten Art so fortzubilden, dass es möglich ist, das Modul in einfacher Weise an bzw. in der Lastgabel anzubringen und auch wieder zu entnehmen. Die Anbringung bzw. das Wechseln des Moduls soll dabei insbesondere ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen möglich sein. Die Lösung dieser Aufgabe durch die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung umfasst:- mindestens zwei Befestigungslaschen, die am Modul angeordnet sind,- zwei Halteleisten mit einer Längsachse, die an oder in der Lastgabel befestigt sind, wobei die Halteleisten so ausgebildet sind, dass sie im an der Lastgabel befestigten Zustand eine Anzahl Aufnahmeräume für die Befestigungslaschen sowie eine Anzahl Durchtrittsöffnungen für die Befestigungslaschen bilden, und- Verriegelungsmittel, mit denen das Modul im Zustand, in welchem die Befestigungslaschen in die Aufnahmeräume eingeschoben sind, in Richtung der Längsachse fixiert ist. Die Lastgabel ist bevorzugt bei bestimmungsgemäßer Benutzung als nach unten offenes hohles Bauteil ausgebildet ist, wobei das Modul im Hohlraum der Lastgabel angeordnet ist. Die Längsachse der Halteleisten und die Längsachse der Lastgabel verlaufen bevorzugt parallel zueinander. Die Verriegelungsmittel umfassen bevorzugt einen Haken, der verschwenkbar am Modul angeordnet ist, wobei der Haken mit einem Befestigungsbolzen zusammenwirken kann, der an einer der Halteleisten angeordnet ist. Der Haken ist dabei bevorzugt federvorgespannt am Modul angeordnet. Die Federvorspannung wird bevorzugt durch eine Schraubenfeder realisiert. Die Halteleisten können mittels einer Schraubverbindung an der Lastgabel befestigt sein. Das Modul umfasst bevorzugt eine Stromversorgung. Die Lastgabel kann auch eine Gabelverlängerung und/oder einen manuellen oder hydraulischen Teleskopgabelzinken umfassen, in welcher bzw. in welchem das Modul angeordnet ist. Das Modul umfasst besonders bevorzugt einen Sens