DE-102024117180-B4 - Vorrichtung mit Akustikhutze und aktiver Absperrklappe
Abstract
Vorrichtung mit einer Akustikhutze (13), welche die Akustikhutze (13), eine Absperrklappe (12) mit Aktuator (11), mindestens einen Sensor, eine Steuerung und einen Zwangsentlüftungsaufsatz (14) umfasst und dazu ausgelegt ist, eine Zwangsentlüftung eines Fahrzeuginnenraums (18) bei reduziertem Geräuscheintrag zu gewährleisten, wobei in einer zum Fahrzeuginnenraum (18) geöffneten Seite der Akustikhutze (13) die Absperrklappe (12) angeordnet ist, wobei der Aktuator (11) dazu ausgestaltet ist, mittels der Absperrklappe (12) einen Fahrzeuginnenraum-Luftaustausch (16) durch die Akustikhutze (13) gemäß der Steuerung freizugeben oder mediendicht zu verschließen, wobei der mindestens eine Sensor als ein Drucksensor ausgestaltet ist und dazu ausgelegt ist, in ständiger Ausführung ein Druckverhältnis zwischen Fahrzeuginnenraum (18) und Umgebung (17) mit einem Messwert festzustellen und den Messwert der Steuerung zu übermitteln, wobei die Steuerung dazu konfiguriert ist, gemäß dem Messwert bei gleichem Druckverhältnis oder bei einem im Fahrzeuginnenraum (18) vorherrschenden Unterdruck mittels des Aktuators (11) und der Absperrklappe (12) die Akustikhutze (13) gegenüber dem Fahrzeuginnenraum (18) zu verschließen.
Inventors
- Marius Merkel
- Stefan Kraiss
Assignees
- DR. ING. H.C. F. PORSCHE AKTIENGESELLSCHAFT
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20240619
Claims (10)
- Vorrichtung mit einer Akustikhutze (13), welche die Akustikhutze (13), eine Absperrklappe (12) mit Aktuator (11), mindestens einen Sensor, eine Steuerung und einen Zwangsentlüftungsaufsatz (14) umfasst und dazu ausgelegt ist, eine Zwangsentlüftung eines Fahrzeuginnenraums (18) bei reduziertem Geräuscheintrag zu gewährleisten, wobei in einer zum Fahrzeuginnenraum (18) geöffneten Seite der Akustikhutze (13) die Absperrklappe (12) angeordnet ist, wobei der Aktuator (11) dazu ausgestaltet ist, mittels der Absperrklappe (12) einen Fahrzeuginnenraum-Luftaustausch (16) durch die Akustikhutze (13) gemäß der Steuerung freizugeben oder mediendicht zu verschließen, wobei der mindestens eine Sensor als ein Drucksensor ausgestaltet ist und dazu ausgelegt ist, in ständiger Ausführung ein Druckverhältnis zwischen Fahrzeuginnenraum (18) und Umgebung (17) mit einem Messwert festzustellen und den Messwert der Steuerung zu übermitteln, wobei die Steuerung dazu konfiguriert ist, gemäß dem Messwert bei gleichem Druckverhältnis oder bei einem im Fahrzeuginnenraum (18) vorherrschenden Unterdruck mittels des Aktuators (11) und der Absperrklappe (12) die Akustikhutze (13) gegenüber dem Fahrzeuginnenraum (18) zu verschließen.
- Vorrichtung nach Anspruch 1 , wobei die Steuerung dazu konfiguriert ist, gemäß dem Messwert bei einem im Fahrzeuginnenraum (18) vorherrschenden Überdruck die Absperrklappe (12) zu öffnen.
- Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei der Zwangsentlüftungsaufsatz (14) nach außen passiv selbstöffnende flexible Lamellen (19) aufweist, wobei die Lamellen (19) dazu ausgestaltet sind, einen gegenüber der Umgebung (17) in der Akustikhutze (13) vorherrschenden Überdruck nach außen abzuleiten.
- Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, welche als weiteren Sensor des mindestens einen Sensors einen Gassensor aufweist, wobei der Gassensor an einer Innenseite der Akustikhutze (13) angeordnet ist und dazu ausgelegt ist, in ständiger Ausführung ein Messergebnis über aktuell gemessene giftige Gase an die Steuerung zu übermitteln, und wobei die Steuerung zusätzlich dazu konfiguriert ist, gemäß dem Messergebnis die Absperrklappe (12) der Akustikhutze (13) geschlossen zu halten.
- Vorrichtung nach Anspruch 4 , wobei die giftigen Gase durch Abgase eines Verbrennungsmotors gebildet sind.
- Vorrichtung nach Anspruch 4 , wobei die giftigen Gase durch Verbrennungsprodukte eines Batteriebrandes gebildet sind.
- Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, welche als weiteren Sensor des mindestens einen Sensors einen Partikelsensor aufweist, wobei der Partikelsensor an einer Außenseite des Zwangsentlüftungsaufsatzes (14) angeordnet ist und dazu ausgelegt ist, in ständiger Ausführung ein Messergebnis über aktuell gemessene Partikelgrößen an die Steuerung zu übermitteln, und wobei die Steuerung zusätzlich dazu konfiguriert ist, gemäß dem Messergebnis die Absperrklappe (12) der Akustikhutze (13) geschlossen zu halten.
- Vorrichtung nach Anspruch 7 , wobei die Steuerung bei einem Messergebnis oberhalb einer vorgegebenen Partikelgröße die Absperrklappe (12) geschlossen hält.
- Vorrichtung nach Anspruch 7 , wobei die Steuerung bei einem Messergebnis unterhalb einer vorgegebenen Partikelgröße die Absperrklappe (12) geschlossen hält.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9 , bei dem die vorgegebene Partikelgröße gemäß Feinstaub-Korngrößen aus folgender Liste gewählt ist: PM1, PM2,5, PM10.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit einer Akustikhutze, welche für eine Zwangsentlüftung eines Fahrzeuginnenraums bei reduziertem Geräuscheintrag angeordnet ist und eine aktive Absperrklappe aufweist. In Fahrzeugen angeordnete Zwangsentlüftungen dienen einem Druckausgleich zwischen einem Fahrzeuginnenraum und einem Umgebungsdruck. Um einen Geräuscheintrag von außen durch die Zwangsentlüftung in den Fahrzeuginnenraum zu reduzieren, ist aus dem Stand der Technik eine Akustikhutze auf der Zwangsentlüftung (innen oder außen) bekannt. Durch bei Überdruck im Fahrzeuginnenraum passiv öffnende Lamellen der Zwangsentlüftung kann die Luft von innen nach außen gelangen. Von außen sollte, insbesondere bei fatalen Ereignissen wie bspw. einem Ausgasen einer Traktionsbatterie, auch als TPOPA (abgekürzt für Englisch „thermal propagation“) bezeichnet, bei identischen Druckverhältnissen oder Unterdruck im Fahrzeuginnenraum, keine Luft durch die Lamellen gelangen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die Lamellen nicht komplett abdichten. Die Druckschrift DE 20 2019 106 262 U1 offenbart einen Fahrzeugkabinen-Entlüfter mit einer aktiv gesteuerten Absperrklappe, welche im geschlossenen Zustand das Eindringen von Staub oder Schadgasen verhindert. Eine Anordnung mit passiven selbstöffnenden Lamellen ist nicht offenbart. Die Druckschrift JP H03- 143 728 A offenbart eine aktiv betätigbare Vorrichtung, welche zwei verschiedene Öffnungen zwischen Fahrzeugkabine und Umwelt je nach ihrer Stellung öffnen und verschließen kann, um insbesondere Luft aus dem Fahrzeug nach außen zu leiten. In einer Stellung wird eine erste Öffnung blockiert und eine zweite Öffnung freigegeben, während in der anderen Stellung die erste Öffnung freigegeben und die zweite Öffnung blockiert wird. Die Druckschrift DE 198 45 196 B4 offenbart eine Zwangsentlüftungsvorrichtung für ein Kraftfahrzeug mit wenigstens einer zur Außenseite des Kraftfahrzeuges führenden Belüftungsöffnung, in der eine Verschließeinrichtung angeordnet ist, die in Abhängigkeit einer Druckdifferenz zwischen einem Druck in einem Karosserieinnenraum und einem Umgebungsdruck öffnet, wobei der Zwangsentlüftungsvorrichtung eine schallabsorbierende Dämpfungsmatte zugeordnet ist. Die Zwangsentlüftungsvorrichtung weist ein passiv betätigtes Schließorgan, beispielsweise in Form einer Klappe auf. Eine Geräuschreduktion wird durch eine Dämpfungsmatte realisiert. Die DE 10 2010 012 087 A1 beschreibt eine Entlüftungsvorrichtung für einen Fahrzeuginnenraum, welche einen Rahmen mit mindestens einer Öffnung und mindesten einer Rückschlagklappe aufweist. Abhängig von einer Druckdifferenz verschließt die mindestens eine Rückschlagklappe die mindestens eine Öffnung. Die DE 10 2011 015 026 A1 betrifft ein Entlüftungsgehäuse für einen Kraftwagen, welches im Bereich einer Rohbauöffnung eines Kraftwagenrohbaus anordnenbar ist. In das Entlüftungsgehäuse ist ein Leitungsabschnitt für eine Entwässerungsleitung integriert. Die US 7 517 280 B2 befasst sich mit einer Luftkanalanordnung für ein Fahrzeug, bei der ein erstes Kanalelement und ein zweites Kanalelement miteinander verbunden sind. Zwischen erstem Kanalelement und zweitem Kanalelement ist ein Türelement mit mehreren Klappen angeordnet, welche den Luftstrom durch das zweite und erste Kanalelement steuern. Die JP H04- 110 540 A erörtert eine Lüftungsvorrichtung, welche ein Einströmen verunreinigter Außenluft verhindert. Hierzu umfasst eine Rahmenstruktur der Lüftungsvorrichtung ein Ventilsitzteil und ein Einwegventil, beide über jeweils angeordnete Permanentmagneten zusammengehalten. Zusätzlich ist ein Elektromagnet vorhanden, der bei Stromfluss einer Magnetwirkung der Permanentmagneten entgegenwirkt und somit eine Öffnung der Lüftungsvorrichtung ermöglicht. Der Stromfluss wird nur dann geschaltet, falls ein Sensor keine Verunreinigung einer Außenluft erkennt. Die JP S64- 16 413 U beschäftigt sich mit einer Innenluftauslassöffnung an einer Rückseite eines Fahrzeuges, welche zwei Rückschlagventile mit zungenförmigen dünnen Platten aufweist. Die Richtung des ersten Rückschlagventils und des zweiten Rückschlagventils ist so gewählt, dass eines von ihnen bei Auftreten einer Zentrifugalkraft geschlossen ist. Vor diesem Hintergrund ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung mit einer Akustikhutze vorzustellen, welche ein Eindringen von Umgebungsluft in einen Fahrzeuginnenraum verhindert. Zur Lösung der voranstehend genannten Aufgabe wird eine Vorrichtung mit einer Akustikhutze vorgeschlagen, welche die Akustikhutze, eine Absperrklappe mit Aktuator, mindestens einen Sensor, eine Steuerung und einen Zwangsentlüftungsaufsatz umfasst und dazu ausgelegt ist, eine Zwangsentlüftung eines Fahrzeuginnenraums bei reduziertem Geräuscheintrag zu gewährleisten. In einer zum Fahrzeuginnenraum geöffneten Seite der Akustikhutze ist die Absperrklappe angeordnet. Der Aktuator ist dazu ausgestaltet, mittels der Absperrklappe einen Fahrzeuginnenra