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DE-102024120893-B4 - Planetengetriebe mit über Hohlniete in einem Planetenträger fixierten Planetenbolzen

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Abstract

Planetengetriebe (1) für einen Kraftfahrzeugantrieb, mit einem Planetenträger (2) und einem an dem Planetenträger (2) befestigten Planetenbolzen (3), wobei der Planetenbolzen (3) mittels eines quer zu ihm ausgerichteten sowie in einem in ihm eingebrachten Aufnahmeloch (4) aufgenommenen Stiftes (5) an dem Planetenträger (2) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift (5) den hohl ausgebildeten Planetenbolzen (3) radial durchdringt und durch einen in den Planetenbolzen (3) eingepressten Ringkörper (6) in eine den Planetenbolzen (3) relativ zu dem Planetenträger (2) sichernde Lage gedrückt ist.

Inventors

  • David Pembroke
  • Rastislav Mičko
  • Michael Ferber

Assignees

  • Schaeffler Technologies AG & Co. KG

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20240723

Claims (10)

  1. Planetengetriebe (1) für einen Kraftfahrzeugantrieb, mit einem Planetenträger (2) und einem an dem Planetenträger (2) befestigten Planetenbolzen (3), wobei der Planetenbolzen (3) mittels eines quer zu ihm ausgerichteten sowie in einem in ihm eingebrachten Aufnahmeloch (4) aufgenommenen Stiftes (5) an dem Planetenträger (2) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet , dass der Stift (5) den hohl ausgebildeten Planetenbolzen (3) radial durchdringt und durch einen in den Planetenbolzen (3) eingepressten Ringkörper (6) in eine den Planetenbolzen (3) relativ zu dem Planetenträger (2) sichernde Lage gedrückt ist.
  2. Planetengetriebe (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass der Ringkörper (6) eine konische, sich mit einem Ende (7a) des Stiftes (5) in Anlage befindliche Kontaktfläche (8) aufweist.
  3. Planetengetriebe (1) nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass der Ringkörper (6) mehrere in einer Umfangsrichtung des Planetenbolzens (3) verteilte Stifte (5) beaufschlagt.
  4. Planetengetriebe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , dadurch gekennzeichnet , dass mehrere Ringkörper (6) in den Planetenbolzen (3) eingepresst sind, unter jeweiliger Sicherung zumindest eines Stiftes (5).
  5. Planetengetriebe (1) nach Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet , dass die Ringkörper (6) einen einheitlichen Innendurchmesser aufweisen.
  6. Planetengetriebe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 , dadurch gekennzeichnet , dass ein dem Ringkörper (6) abgewandtes Ende (7b) des Stiftes (5) in ein Material des Planetenträgers (2) eingedrückt ist.
  7. Planetengetriebe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 , dadurch gekennzeichnet , dass der Stift (5) an einem Stegbereich (9) des Planetenträgers (2) anliegt.
  8. Planetengetriebe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 , dadurch gekennzeichnet , dass der Ringkörper (6) als Teil eines Hohlnietes (10) ausgebildet ist.
  9. Verfahren zur Montage eines Planetengetriebes (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 , wobei zunächst ein Planetenbolzen (3) in seiner beabsichtigten Endlage in einem Planetenträger (2) angeordnet wird und ein Stift (5) in ein den Planetenbolzen (3) radial durchdringendes Aufnahmeloch (4) eingelegt wird, und daran im Anschluss ein Hohlniet (10), aufweisend einen Ringkörper (6), axial in ein Durchgangsloch (11) des Planetenbolzens (3) eingedrückt oder eingezogen wird, unter gleichzeitigem Einpressen des Stiftes (5) in den Planetenträger (2).
  10. Verfahren nach Anspruch 9 , dadurch gekennzeichnet , dass ein Schaftabschnitt (12) des Hohlnietes (10) bei dem Einpressvorgang des Ringkörpers (6) selbständig von diesem abgetrennt wird und im Anschluss aus dem Planetenbolzen (3) entnommen wird.

Description

Die Erfindung betrifft ein Planetengetriebe, welches vorzugsweise als Differentialgetriebe ausgebildet ist, für einen Kraftfahrzeugantrieb, das heißt einen Antrieb / Antriebsstrang eines Kraftfahrzeuges, wie eines Pkws, Lkws, Busses oder sonstigen Nutzfahrzeuges. Das Planetengetriebe weist einen Planetenträger und einen an dem Planetenträger befestigten Planetenbolzen auf. Der Planetenbolzen ist mittels eines Stiftes an dem Planetenträger befestigt, welcher Stift quer zu dem Planetenbolzen ausgerichtet ist und in einem in den Planetenbolzen eingebrachten Aufnahmeloch aufgenommen. Gattungsgemäße Planetengetriebe sind aus dem Stand der Technik bereits hinlänglich bekannt. Beispielsweise offenbart die US 2005 / 0130790 A1 ein Planetengetriebe mit Planetenträger und bolzenartigen Lagerelementen zur Aufnahme von Planetenrädern. Diese Sicherung der Planetenbolzen durch separate Elemente führt gegenüber herkömmlichen Befestigungsarten, wie denen des Verstemmens von Bereichen des Planetenbolzens und / oder des Planetenträgers, dazu, dass für jene Befestigung keine speziellen Werkzeugmaschinen zur Verfügung gestellt werden müssen, jedoch wird die Komplexität der Herstellung und Montage erhöht. Die DE 10 2014 225 340 A1 zeigt ein Planetengetriebe mit mehreren Planetenrädern, die mit einem zentralen Sonnenrad zusammenwirken. Jedes dieser Räder ist über ein zugeordnetes Planetenlager drehbar an einem Planetenzapfen eines einwandigen Planetenträgers gelagert, wobei der Planetenzapfen in eine entsprechende Aufnahmebohrung des Planetenträgers eingepresst ist. Der eingepresste Planetenzapfen weist mindestens eine Querbohrung auf, die in die Innenwandung der Aufnahmebohrung mündet und Spannmittel zur Fixierung des Planetenzapfens am Planetenträger aufnimmt. Die DE 10 2015 209 254 A1 zeigt ein Zahnradwellenrückhalte- und -schmiersystem, bestehend aus einer Zahnradwelle, die entlang einer Achse verläuft und ein Zahnrad trägt. Die Zahnradwelle verfügt über eine erste Wellenradialbohrung, die von der Außenfläche der Zahnradwelle in radialer Richtung zumindest teilweise durch die Welle läuft. Ebenso besitzt die Zahnradwelle eine zweite Wellenradialbohrung, die ebenfalls von der Außenfläche der Welle in radialer Richtung verläuft und axial auf das Zahnrad ausgerichtet ist. Zudem enthält die Zahnradwelle eine Wellenaxialbohrung mit einem bestimmten Durchmesser, welche in axialer Richtung durch die Zahnradwelle und durch die erste und/oder zweite Radialbohrung verläuft. Das System umfasst auch eine Befestigungsfläche, die teilweise in axialer Richtung eine Öffnung zur Aufnahme der Zahnradwelle und eine erste Befestigungsflächenradialbohrung enthält, die koaxial zur ersten Wellenradialbohrung ist und von der Öffnung durch mindestens einen Teil der Befestigungsfläche verläuft. Ein Befestigungselement, bestehend aus einem Kopf und einem Schaft, ist teilweise innerhalb der Wellenaxialbohrung angeordnet. Zudem ist ein ringförmiger Spaltdurchgang zwischen der Wellenaxialbohrung und dem Befestigungselementschaft radiale Richtung und zwischen der ersten und zweiten Wellenradialbohrung in axialer Richtung ausgebildet. Die DE 29 25 964 A1 zeigt eine Vorrichtung zur Schmiermittelzufuhr, die dazu dient, unter Druck stehendes Schmiermittel von einem Schmiermittelzufuhrsystem zu empfangen und es zu einem zu schmierenden Gerät zu liefern. Diese Vorrichtung zur Schmiermittelzufuhr umfasst: eine Zuführeinrichtung zum Empfangen des unter Druck stehenden Schmiermittels vom Schmiermittelzufuhrsystem; eine um eine Drehachse rotierbare Kammer, die funktional mit der Zuführeinrichtung verbunden ist und über diese Schmiermittel unter Druck empfängt; eine Verteilerstruktur, die zusammen mit der Kammer rotierbar ist und radial außerhalb der Zuführeinrichtung liegt; einen Durchgang zwischen der Zuführeinrichtung und der Verteilerstruktur zur Übermittlung des unter Druck stehenden Schmiermittels von der Zuführeinrichtung zur Verteilerstruktur; eine Austrittsstruktur, die von der Verteilerstruktur ausgeht und das Schmiermittel zu dem zu schmierenden Gerät liefert; und eine Kammerauslassdosierung zwischen der Kammer und der Verteilerstruktur, die dafür sorgt, dass ein geringer Anteil der gesamten Menge des von der Zuführeinrichtung gelieferten Schmiermittels der Verteilerstruktur zugeführt wird, während das Schmiermittel unter Druck von der Zuführeinrichtung in die Kammer und den Durchgang gelangt. Die Kammerauslassdosierung ist in der Kammer radial außerhalb der Drehachse und radial außerhalb des Durchgangs angeordnet, sodass bei Beendigung der Schmiermittelzufuhr unter Druck zur Zuführeinrichtung jegliches Schmiermittel in der Kammer durch Zentrifugalkraft durch die Kammerauslassdosierung zur Verteilerstruktur und weiter zur Austrittsstruktur gepumpt wird. Die DE 37 06 212 A1 zeigt einen in den Umlaufträger eines Planetengetriebes einsetzbaren Planetenradbolzen, der am Ende über eine rotationssymmetrische Öffnung verfügt, die sich konisch nach außen erweitert