DE-102024125697-B4 - Liegevorrichtung für eine Nutzfahrzeugkabine, Nutzfahrzeugkabine mit einer solchen Liegevorrichtung und Nutzfahrzeug
Abstract
Die Erfindung betrifft eine Liegevorrichtung (1) für eine Nutzfahrzeugkabine eines Nutzfahrzeugs, aufweisend: - eine Matratze (3), die einen mehrlagigen Matratzenkern (7) aufweist, und - ein Matratzenaufnahmeelement (5), das einen Grundkörper (9) und zwei textile Decklagen (11) aufweist, wobei die textilen Decklagen (11) an zwei gegenüberliegenden Seiten des Grundkörpers (9) befestigt sind, wobei - die Matratze (3) und das Matratzenaufnahmeelement (5) einen Vorrichtungswerkstoff aufweisen oder aus einem Vorrichtungswerkstoff gebildet sind, wobei der Vorrichtungswerkstoff ein Kunststoff ist. Außerdem betrifft die Erfindung eine Nutzfahrzeugkabine mit einer solchen Liegevorrichtung (1) und ein Nutzfahrzeug mit einer solchen Nutzfahrzeugkabine.
Inventors
- David Bücheler
Assignees
- Daimler Truck AG
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20240906
Claims (15)
- Liegevorrichtung (1) für eine Nutzfahrzeugkabine eines Nutzfahrzeugs, aufweisend: - eine Matratze (3), die einen mehrlagigen Matratzenkern (7) aufweist, und - ein Matratzenaufnahmeelement (5), das einen Grundkörper (9) und zwei textile Decklagen (11) aufweist, wobei die textilen Decklagen (11) an zwei gegenüberliegenden Seiten des Grundkörpers (9) befestigt sind, wobei - die Matratze (3) und das Matratzenaufnahmeelement (5) einen Vorrichtungswerkstoff aufweisen oder aus einem Vorrichtungswerkstoff gebildet sind, wobei der Vorrichtungswerkstoff ein Kunststoff ist.
- Liegevorrichtung (1) nach Anspruch 1 , wobei der Grundkörper (9) als ein Schaumstoffkörper oder als ein Wabenstrukturkörper ausgebildet ist.
- Liegevorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei - das Matratzenaufnahmeelement (5) ein Sichtflächenelement (13) aufweist, das an einer Decklage (11) der zwei Decklagen (11) befestigt ist, wobei - das Sichtflächenelement (13) als ein Textil oder als eine Folie ausgebildet ist, wobei - das Sichtflächenelement (13) den Vorrichtungswerkstoff aufweist oder aus dem Vorrichtungswerkstoff gebildet ist.
- Liegevorrichtung (1) nach Anspruch 3 , wobei die Decklage (11) mit dem Sichtflächenelement (13) bespannt oder das Sichtflächenelement (13) mit einem Klebstoff auf der Decklage (11) festgeklebt ist.
- Liegevorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei auf dem Matratzenaufnahmeelement (5) eine Mehrzahl von Federelementen (29) angeordnet ist, auf denen die Matratze (3) aufliegt.
- Liegevorrichtung (1) nach Anspruch 5 , wobei die Federelemente (29) an dem Matratzenaufnahmeelement (5) befestigt sind.
- Liegevorrichtung (1) nach Anspruch 6 , wobei das Matratzenaufnahmeelement (5) eine Mehrzahl von Ausnehmungen aufweist, in die die Federelemente (29) eingesteckt sind.
- Liegevorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Matratzenkern (7) mehrere aufeinander angeordnete Matratzenteilkerne (19) aufweist.
- Liegevorrichtung (1) nach Anspruch 8 , wobei ein Matratzenteilkern (19) der Matratzenteilkerne (19) eine Oberschicht (21) und eine Unterschicht (23) aufweist, die mittels dazwischen angeordneter und mit der Oberschicht (21) und der Unterschicht (23) verbundener Verbindungsfäden (25) beabstandet sind.
- Liegevorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Matratzenkern (7) in einer Matratzenhülle (15) angeordnet ist, wobei die Matratzenhülle (15) ein textiles Gestrick, ein textiles Gewebe, ein textiles Vlies oder eins textilen Gewirk aufweist, oder aus einem textilen Gestrick, einem textilen Gewebe, einem textilen Vlies oder einem textilen Gewirk besteht.
- Liegevorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Liegevorrichtung (1) ein zusätzliches Dämpfungselement aufweist.
- Liegevorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die eine Temperierungsvorrichtung aufweist, die eingerichtet ist, um die Matratze (3) wahlweise zu heizen und zu kühlen.
- Liegevorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Liegevorrichtung (1) mehrere durch die Matratze (3) hindurchreichende Zugelemente (31) aufweist, wobei die Zugelemente (31) mit einem ersten Ende (33.1) an einer Matratzenoberseite (35) oder an einer Matratzenseitenseite (37) befestigt sind, wobei die Zugelemente (31) derart angeordnet sind, dass durch Ziehen an einem zweiten Ende (33.2) der Zugelemente (31) die Matratze (3) komprimiert wird.
- Nutzfahrzeugkabine für ein Nutzfahrzeug, wobei die Nutzfahrzeugkabine eine Liegevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 aufweist, wobei die Liegevorrichtung (1) klappbar an einer Kabinenrückwand der Nutzfahrzeugkabine befestigt ist.
- Nutzfahrzeug mit einer Nutzfahrzeugkabine nach Anspruch 14 .
Description
Die Erfindung betrifft eine Liegevorrichtung für eine Nutzfahrzeugkabine, eine Nutzfahrzeugkabine mit einer solchen Liegevorrichtung und ein Nutzfahrzeug mit einer solchen Nutzfahrzeugkabine. Nutzfahrzeuge weisen in ihrer Nutzfahrzeugkabine üblicherweise eine Liegevorrichtung auf, auf der eine Person liegen kann, beispielsweise um sich auszuruhen oder um in dem Nutzfahrzeug zu schlafen. Eine solche Liegevorrichtung weist üblicherweise eine Matratze und ein Matratzenaufnahmeelement, insbesondere einen Lattenrost mit einem Holzrahmen und einer Aluminiumverkleidung, auf. Um einen hohen Komfort zu gewährleisten, weist der Lattenrost häufig eine zusätzliche Federung auf. Als Matratze wird oft eine vergleichsweise dicke Kaltschaummatratze aus einem duroplastischen Kunststoff verwendet. Die Liegevorrichtung weist somit eine vergleichsweise hohe Masse auf. Da Nutzfahrzeuge von verschiedenen Personen genutzt werden, wird üblicherweise auf der Kaltschaummatratze ein Topper angeordnet, der einer Person individuell zugeordnet ist und der nach der Fahrt aus der Nutzfahrzeugkabine entnommen wird. Kaltschaummatratzen können mit der Zeit Feuchtigkeit aufnehmen, was zu Schädlingsbefall, insbesondere Milbenbefall, führen kann. Der Schädlingsbefall kann Allergien hervorrufen oder begünstigen, was zu Unwohlsein bei den Personen führen kann, die das Nutzfahrzeug verwenden. Insgesamt kann eine solche Liegevorrichtung verschiedene Werkstoffe aufweisen, wie beispielsweise Furnierholz, Kunststofffasern, Aluminium, Polyurethanschaum, Stahl und eine Lackierung. Ist eine solche Liegevorrichtung abgenutzt oder beschädigt, muss diese aufwendig zerlegt werden. Ebenfalls ist eine solche Liegevorrichtung nur aufwendig recycelbar. Aufgrund der verschiedenen Werkstoffe wird eine wirtschaftliche Verwendung von rezyklierten Werkstoffen momentan nicht umgesetzt. Dabei ist aus der DE 10 2015 004 217 A1 eine Liegevorrichtung bekannt, die im Fahrerhaus eines Nutzfahrzeugs angeordnet ist. Deren Liegefläche ist für eine Person durch eine Matratze gebildet, die auf einem Matratzenunterbau mit einer Klimatisierungseinrichtung zur aktiven Klimatisierung der Liegefläche aufliegt. Der Matratzenunterbau beinhaltet einen Matratzenrahmen mit einem Lattenrost, unter dem drei Lüfter angeordnet sind. Die Lüfter sind über eine Leitung mit der Fahrzeugklimaanlage verbunden. Des Weiteren zeigt die DE 10 2006 044 410 B4 ebenfalls eine Liegevorrichtung in der Kabine eines Nutzfahrzeugs. Die Liegevorrichtung ist klappbar ausgebildet, wobei deren Liegefläche im aufgeklappten Zustand mit einem Rand auf dem Armaturenbrett aufgelegt werden kann. Schließlich ist der DE 102 37 783 A1 eine klappbare Nutzfahrzeugliege mit Matratze entnehmbar, wobei die Liege im aufgeklappten Zustand mittels zweier an der freien Längsseite der Liege befestigen Gurte gehalten ist, die mit ihrem jeweils anderen Ende am Kabinendach des Nutzfahrzeugs angebracht sind und dabei die Lieg in einer waagrechten Position halten. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Liegevorrichtung für eine Nutzfahrzeugkabine, eine Nutzfahrzeugkabine mit einer solchen Liegevorrichtung und ein Nutzfahrzeug mit einer solchen Nutzfahrzeugkabine zu schaffen, wobei die genannten Nachteile reduziert sind, vorzugsweise nicht auftreten. Die Aufgabe wird gelöst, indem die vorliegende technische Lehre bereitgestellt wird, insbesondere die Lehre der unabhängigen Ansprüche sowie der in den abhängigen Ansprüchen und der Beschreibung offenbarten bevorzugten Ausführungsformen. Die Aufgabe wird insbesondere gelöst, indem eine Liegevorrichtung für eine Nutzfahrzeugkabine eines Nutzfahrzeugs geschaffen wird. Die Liegevorrichtung weist eine Matratze und ein Matratzenaufnahmeelement auf. Die Matratze weist einen mehrlagigen Matratzenkern auf. Das Matratzenaufnahmeelement weist einen Grundkörper und zwei textile Decklagen auf, wobei die textilen Decklagen an zwei gegenüberliegenden Seiten des Grundkörpers befestigt sind. Die Matratze und das Matratzenaufnahmeelement weisen einen Vorrichtungswerkstoff auf oder sind aus einem Vorrichtungswerkstoff gebildet, wobei der Vorrichtungswerkstoff ein Kunststoff ist. Vorteilhaft weist die Liegevorrichtung eine vergleichsweise geringe Masse auf. Der mehrlagige Matratzenkern ist vorteilhaft besonders luftdurchlässig ausgebildet, wodurch die Matratze vergleichsweise wenig Feuchtigkeit aufnimmt und aufgenommene Feuchtigkeit relativ gut wieder an die Umgebungsluft abgeben kann. Ferner stellt die Kunststoffmatratze einen vergleichsweise schlechten Lebensraum für Schädlinge, insbesondere Milben, dar. Dabei kann die Liegevorrichtung nach dem Ausbauen - wenn diese beispielsweise abgenutzt ist - besonders einfach wiederverwertet, insbesondere geschreddert, insbesondere recycelt, werden, da keine unterschiedlichen Materialien sortiert werden müssen. Ebenfalls ist es möglich, die gesamte Liegevorrichtung aus einem bereits recycelten Kunststoff herzustellen. In einer Ausführungsform weist der mehr