DE-102024129239-B4 - STECKVERBINDERANORDNUNG
Abstract
Die vorliegende Erfindung umfasst eine Steckverbinderanordnung (1) aufweisend, ein Steckverbindergehäuse (2), das an einer Steckseite (3) mit einem Gegensteckverbinder verbindbar ist, ein Kabel (4), das zumindest einen Lichtwellenleiter (5.1; 5.2) aufweist, der von einem Kabelmantel (6) umschlossen ist, eine Befestigungseinheit (7), die an einem Kabelende (8) mit dem Kabel (4) verbunden ist, eine Dämpfungseinheit (9), die innerhalb des Steckverbindergehäuses (2) angeordnet ist, und eine Kontakteinheit (10), die zumindest eine Kontaktseite (11.1; 11.2) aufweist, wobei der Lichtwellenleiter (5.1; 5.2) an dem Kabelende (8) aus dem Kabelmantel (6) herausragt, die Dämpfungseinheit (9) einen Aufnahmeraum (12) aufweist, in dem die Kontakteinheit (10) zumindest abschnittsweise angeordnet ist, sich der Lichtwellenleiter (5.1; 5.2) durch die Kontakteinheit (10) zu der Kontaktseite (11.1; 11.2) erstreckt, an der der Lichtwellenleiter (5.1; 5.2) mit dem Gegensteckverbinder signalleitend verbindbar ist, die Befestigungseinheit (7) zumindest ein erstes Rastelement (13.1; 13.2) aufweist, das mit einem ersten Gegenrastelement (14.1; 14.2) am Steckverbindergehäuse (2) verbunden ist, zwischen der Dämpfungseinheit (9) und der Befestigungseinheit (7) zumindest ein erstes Federelement (15.1; 15.2) angeordnet ist, das die Dämpfungseinheit (9) in Richtung der Steckseite (3) gegen eine Anschlagfläche (16) des Steckverbindergehäuses (2) vorspannt, die Kontakteinheit (10) durch federelastische Lagerelemente (17; 18) innerhalb des Steckverbindergehäuses (2) und/oder des Aufnahmeraums (12) gelagert ist, die Lagerelemente (17; 18) dazu ausgebildet sind, die Kontakteinheit (10) in einer Ausgangsstellung zu halten und mit einer Kraft zu beaufschlagen, die die Kontakteinheit (10) zurück in die Ausgangsstellung zwingt, wenn die Kontakteinheit (10) radial zu einer Steckachse (19) aus der Ausgangsstellung bewegt wird.
Inventors
- Thomas Halbig
- Stefan Fuchs
- Rudolf Engl
Assignees
- MD ELEKTRONIK GMBH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241010
Claims (19)
- Steckverbinderanordnung (1) aufweisend, ein Steckverbindergehäuse (2), das an einer Steckseite (3) mit einem Gegensteckverbinder verbindbar ist, ein Kabel (4), das zumindest einen Lichtwellenleiter (5.1; 5.2) aufweist, der von einem Kabelmantel (6) umschlossen ist, eine Befestigungseinheit (7), die an einem Kabelende (8) mit dem Kabel (4) verbunden ist, eine Dämpfungseinheit (9), die innerhalb des Steckverbindergehäuses (2) angeordnet ist, und eine Kontakteinheit (10), die zumindest eine Kontaktseite (11.1; 11.2) aufweist, wobei der Lichtwellenleiter (5.1; 5.2) an dem Kabelende (8) aus dem Kabelmantel (6) herausragt, die Dämpfungseinheit (9) einen Aufnahmeraum (12) aufweist, in dem die Kontakteinheit (10) zumindest abschnittsweise angeordnet ist, sich der Lichtwellenleiter (5.1; 5.2) durch die Kontakteinheit (10) zu der Kontaktseite (11.1; 11.2) erstreckt, an der der Lichtwellenleiter (5.1; 5.2) mit dem Gegensteckverbinder signalleitend verbindbar ist, die Befestigungseinheit (7) zumindest ein erstes Rastelement (13.1; 13.2) aufweist, das mit einem ersten Gegenrastelement (14.1; 14.2) am Steckverbindergehäuse (2) verbunden ist, zwischen der Dämpfungseinheit (9) und der Befestigungseinheit (7) zumindest ein erstes Federelement (15.1; 15.2) angeordnet ist, das die Dämpfungseinheit (9) in Richtung der Steckseite (3) gegen eine Anschlagfläche (16) des Steckverbindergehäuses (2) vorspannt, die Kontakteinheit (10) durch federelastische Lagerelemente (17; 18) innerhalb des Steckverbindergehäuses (2) und/oder des Aufnahmeraums (12) gelagert ist, die Lagerelemente (17; 18) dazu ausgebildet sind, die Kontakteinheit (10) in einer Ausgangsstellung zu halten und mit einer Kraft zu beaufschlagen, die die Kontakteinheit (10) zurück in die Ausgangsstellung zwingt, wenn die Kontakteinheit (10) radial zu einer Steckachse (19) aus der Ausgangsstellung bewegt wird.
- Steckverbinderanordnung (1) gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Kontakteinheit (10) zumindest ein Ferrulengehäuse (20) und zumindest eine in dem Ferrulengehäuse (20) gelagerte Kontaktferrule (21.1; 21.2) aufweist, an der die Kontaktseite (11.1; 11.2) angeordnet ist.
- Steckverbinderanordnung (1) gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Kontaktferrule (21.1; 21.2) gegenüber dem Ferrulengehäuse (20) parallel zur Steckachse (19) beweglich ist und durch ein zweites Federelement (22.1; 22.2), das parallel zur Steckachse (19) und in Steckrichtung wirkt, gegen eine Ferrulengehäusewand (23) vorgespannt ist.
- Steckverbinderanordnung (1) gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Kontaktferrule (21.1; 21.2) in einem Bewegungsweg entgegen der Steckrichtung, durch ein Anschlagelement (24) begrenzt ist.
- Steckverbinderanordnung (1) gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Anschlagelement (24) lösbar mit dem Ferrulengehäuse (20) verbunden ist.
- Steckverbinderanordnung (1) gemäß einem der Ansprüche 4 oder 5 , wobei das zweite Federelement (22.1; 22.2) zwischen dem Anschlagelement (24) und der Kontaktferrule (21.1; 21.2) angeordnet ist.
- Steckverbinderanordnung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kontakteinheit (10) zumindest durch drei Lagerelemente (17; 18), die um die Steckachse (19) herum angeordnet sind, innerhalb des Steckverbindergehäuses (2) und/oder dem Aufnahmeraum (12) gelagert ist.
- Steckverbinderanordnung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zumindest ein Teil der Lagerelemente (17; 18) durch erste Federstege (16) ausgebildet ist, die an der Dämpfungseinheit (9) angeordnet sind, in den Aufnahmeraum (12) hineinragen und an der Kontakteinheit (10) anliegen.
- Steckverbinderanordnung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zumindest ein Teil der Lagerelemente (17; 18) durch zweite Federstege (17) ausgebildet ist, die an der Kontakteinheit (10) angeordnet sind und an einer Gehäusewandung (25) und/oder einer Innenwandung des Aufnahmeraums (12) anliegen.
- Steckverbinderanordnung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kontakteinheit (10) mit der Dämpfungseinheit (9) lösbar verbunden ist.
- Steckverbinderanordnung (1) gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Dämpfungseinheit (9) die Kontakteinheit (10) in einer Bewegungsrichtung parallel zur Steckachse (19) fixiert.
- Steckverbinderanordnung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Dämpfungseinheit (9) zumindest ein zweites Rastelement (26.1; 26:2) aufweist, das mit einem zweiten Gegenrastelement (27.1; 27.2) am Steckverbindergehäuse (2) verbunden ist.
- Steckverbinderanordnung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das erste Federelement (15.1; 15.2) monolithisch mit der Dämpfungseinheit (9) ausgebildet ist.
- Steckverbinderanordnung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Lichtwellenleiter (5.1; 5.2) entlang seiner Längserstreckungsrichtung relativ zum Kabelmantel (6) beweglich ist.
- Steckverbinderanordnung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Kabel (4) am Kabelende (8) eine Stützhülse (28) aufweist, die zwischen dem Lichtwellenleiter (5.1; 5.2) und dem Kabelmantel (6) angeordnet ist.
- Steckverbinderanordnung (1) gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Stützhülse (28) an einem dem Kabelmantel (6) abgewandten Ende einen, insbesondere trichterförmigen, Kragen (29) aufweist.
- Steckverbinderanordnung (1) gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei sich die Stützhülse (28) durch eine Zugangsöffnung (30) in einen Zwischenraum (31) der Dämpfungseinheit (9) erstreckt, der Kragen (29) in dem Zwischenraum (31) angeordnet ist und die Zugangsöffnung (30) einen Innendurchmesser aufweist, der kleiner ist als der Außendurchmesser des Kragens (29).
- Steckverbinderanordnung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Befestigungseinheit (7) als Spritzgussbauteil ausgebildet und der Kabelmantel (6) mit einer Kunststoffmatrix der Befestigungseinheit (7) verbunden und/oder in die Kunststoffmatrix eingebettet ist.
- Steckverbinderanordnung (1) gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Kabel (4) Verstärkungsfasern (32) aufweist, die in der Kunststoffmatrix der Befestigungseinheit (7) eingebettet sind.
Description
Technisches Gebiet Die Erfindung betrifft eine Steckverbinderanordnung für optische Signalleitungen. Stand der Technik Zur Übertragung von großen Signal- und Datenmengen haben sich in der Praxis bereits seit Jahrzehnten optische Signalleitungen, wie zum Beispiel Glasfaserleitungen, etabliert. Im Zuge der Digitalisierung und Automatisierung und den damit verbundenen erforderlichen Datenmengen, werden optische Signalleitungen zunehmend in Bereichen genutzt, in denen lange Zeit elektrische Signalleitungen vorherrschend waren. Dies begründet sich vor allem darin, dass die geforderten Übertragungsmengen immer schwieriger mit elektrischen Signalleitungen bereitgestellt werden können. Mit dem Einzug der optischen Signalleitungen in neue Anwendungsbereiche, verändert sich jedoch ebenso das Anforderungsprofil von optischen Signalleitungen und von Steckverbindersystemen, mit denen optische Signalleitungen verbunden werden können. Entsprechend wächst ein zunehmender Bedarf an wirtschaftlichen Stecksystemen für optische Signalleitungen, die sowohl widerstandsfähig gegenüber Umwelteinflüssen als auch widerstandsfähig gegenüber mechanischen Belastungen sind, die während des Steckvorgangs oder im gesteckten Zustand auf die Steckverbindung einwirken können. Bei kabelseitigen Steckverbindern besteht insbesondere das Erfordernis, dass eine verlässliche optische Signalverbindung zwischen dem Steckverbinder und einem mit dem Steckverbinder verbundenen Gegensteckverbinder bestehen bleibt, auch wenn Zugkräfte auf den Steckverbinder oder das Kabel wirken. DE 102021104175 A1 offenbart ein zur Befestigung einer optischen Faser in einer Ferrule Dabei wird zuerst Klebstoff in einen durchgängigen Kanal der Ferrule gefüllt. Anschließend wird die Faser vollständig von einem Ende des Kanals durch den Klebstoff hindurch zum anderen Ende geschoben. Der Klebstoff tritt am hinteren Ende der Faser aus bildet zusammen mit der Faser am hinteren Ende des Kanals austritt und dort mit ein Materialvolumen bildet. DE 102023130824 A1 offenbart einen Steckverbinder zur Übertragung von Datensignalen. Der Steckverbinder weist ein zweiteiliges Steckergehäuse, wobei die Teile des Steckergehäuses relativ zueinander verschoben werden können und ein Signalleiterelement an einem der Teile befestigt ist. Ein Verriegelungsmechanismus im Steckergehäuse blockiert diese Verschiebung jedoch, solange der Stecker nicht zumindest teilweise in das Gegensteckergehäuse eingeführt ist. Erst wenn eine gewisse Einstecktiefe erreicht wurde, gibt der Mechanismus die Bewegung der Steckergehäuseteile frei. DE 60112140 T2 offenbart ein Anschlusssystem für Lichtwellenleiter. Das Anschlusssystem besteht aus einem Kabel, einem Stecker und einer Buchse. Der Stecker nimmt das Kabel auf und enthält zwei gefederte Ferrulenhalter, die in Kanälen eines Steckergehäuses des Steckers gleiten. Jeder Ferrulenhalter besitzt eine Hülse, die die Ferrulen umgibt. Das Steckergehäuse weist Ausnehmungen auf, durch die diese Hülsen sichtbar werden. Die Hülsen sind farbkodiert, um auf einfache Weise die Art der verwendeten Lichtwellenleiter direkt am Stecker identifizieren zu können. EP 1566674 A1 offenbart ein Gehäuse für einen optischen Stecker, beispielsweise für einen SC-RJ Stecker. Das Gehäuse ist dafür vorgesehen, mindestens ein Ferrulengehäuse aufzunehmen, welches die optischen Fasern enthält. Das Steckergehäuse verfügt über Befestigungsmittel, um es mit einer Steckverbinderkapsel zu verbinden. Beschreibung der Erfindung Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Steckverbinderanordnung bereitzustellen, die widerstandsfähig gegen einwirkende mechanische Belastungen ist und eine zuverlässige Signalverbindung gewährleistet. Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch eine Steckverbinderanordnung mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst, weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung lassen sich den Unteransprüchen, der Beschreibung sowie den Zeichnungen entnehmen. Eine erfindungsgemäße Steckverbinderanordnung weist ein Steckverbindergehäuse, ein Kabel, eine Befestigungseinheit, eine Dämpfungseinheit und eine Kontakteinheit auf. Das Steckverbindergehäuse ist an einer Steckseite mit einem Gegensteckverbinder verbindbar. Das Kabel weist zumindest einen Lichtwellenleiter auf, der von einem Kabelmantel umschlossen ist. Die Befestigungseinheit ist an einem Kabelende mit dem Kabel verbunden. Vorzugsweise wird das Kabel von der Befestigungseinheit umschlossen. Hierbei ist besonders bevorzugt, dass die Befestigungseinheit stoff- und/oder formschlüssig mit dem Kabelmantel verbunden ist. Die Dämpfungseinheit ist innerhalb des Steckverbindergehäuses angeordnet. Die Kontakteinheit weist zumindest eine Kontaktseite auf. Unter der Kontaktseite kann eine Seite verstanden werden, an der die Kontakteinheit mit dem Gegensteckverbinder signalleitend verbindbar ist. Der Lichtwellenleiter ragt an dem Kabelende aus dem Kabelmantel heraus. Die Dämpfungseinheit weist einen Aufnahmeraum auf, in de