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DE-102024130204-A1 - Rohr und Verfahren zur Montage einer Dichtung in einem Rohr

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Rohr, beispielsweise Spaltrohr (14), beispielsweise für einen elektrischen Traktionsantrieb (10), bei dem an einem ersten Ende (18) eine innenseitige Verjüngung (20) des Innendurchmessers (d2) des Rohrs ausgebildet ist, wobei die Verjüngung (20) eine zu einem dem ersten Ende (18) gegenüberliegenden zweiten Ende (26) des Rohrs gerichtete Fase (24) aufweist. Ein solches Rohr kann besonders sicher mit einer Dichtung (22, 26) abgedichtet werden, selbst wenn es nur von einem seiner Enden (18, 26) zugänglich ist. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren (1000) zur Montage einer Dichtung (22, 26) in einem Rohr.

Inventors

  • Florian Braunbeck
  • Tobias Engelhardt
  • Jochen Schmid

Assignees

  • DR. ING. H.C. F. PORSCHE AKTIENGESELLSCHAFT

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20241017

Claims (9)

  1. Rohr, beispielsweise Spaltrohr (14), bei dem an einem ersten Ende (18) eine innenseitige Verjüngung (20) des Innendurchmessers (d2) des Rohrs ausgebildet ist, wobei die Verjüngung (20) eine zu einem dem ersten Ende (18) gegenüberliegenden zweiten Ende (26) des Rohrs gerichtete Fase (24) aufweist.
  2. Rohr nach dem vorhergehenden Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet , dass das Rohr an dem zweiten Ende (26) eine vom Rohr wegweisende, innenseitige Einführfase (30) aufweist.
  3. Rohr nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Rohr aus einem Kunststoff, insbesondere einem Duromer, gebildet ist.
  4. Rohr nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Rohr zur Verwendung in einem elektrischen Traktionsantrieb (10) ausgebildet ist.
  5. Rohre nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Rohr ein Spaltrohr (14) eines Traktionsantriebs (10) ist.
  6. Verfahren (1000) zur Montage einer Dichtung (22, 26) in einem Rohr nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei ein Rohr nach einem der vorhergehenden Patentansprüche bereitgestellt wird, wobei eine erste Dichtung (22) am zweiten Ende (26) in das Rohr bewegt wird und die erste Dichtung (22) bis zur Verjüngung (20) bewegt wird.
  7. Verfahren (1000) nach dem vorhergehenden Patentanspruch, wobei eine zweite Dichtung (28) am zweiten Ende (26) in das Rohr bewegt wird.
  8. Verfahren (1000) nach einem der beiden vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die zweite Dichtung (28) einen größeren Durchmesser (d3, d4) aufweist als die erste Dichtung (22).
  9. Verfahren (1000) nach einem der Patentansprüche 6 bis 8 , dadurch gekennzeichnet der Durchmesser (d3) der ersten Dichtung (d3) kleiner als ein kleinster Durchmesser (d2) innerhalb des Innenraums (16) des Rohres ist.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Rohr für eine Maschine, umfassend wenigstens eine erste Dichtung, sowie ein Verfahren zur Montage einer Dichtung in einem Rohr. Stand der Technik DE 102021120993 A1 beschreibt eine elektrische Maschine mit topfartigem Gehäuse und direktgekühltem Stator. Der Ringspalt zwischen Rotor und Stator ist mit einer hülsenartigen Wandung mit Dichtungen an beiden Stirnseiten ausgekleidet, die den Stator gegenüber dem Rotor abdichten. Das Gehäuse ist an einer Seite fest verschlossen und an der gegenüberliegenden Seite mit einem Deckel verschließbar. Die Dichtung, die zur fest verschlossenen Seite des Gehäuses hin angeordnet ist, hat einen kleineren Dichtradius als die Dichtung auf der gegenüberliegenden Seite. DE 102022117850 A1 beschreibt eine elektrische Maschine, bei der ein Spaltrohr jeweils über eine Dichtung an beiden Enden am Gehäuse anliegt. DE 102022125595 B3 beschreibt ein Wandungselement, das als Liner oder Spaltrohr ausgebildet sein kann und gegenüber dem Gehäuse abgedichtet ist. An den axialen Enden des Wandungselements sind zwischen dem Gehäuse und dem Wandungselement Dichtungselemente angeordnet. DE 102022132077 A1 beschreibt einen Prozess, bei dem ein Trägerelement zusammen mit einem Dichtelement in ein Spaltrohr eingeschoben wird. Dies geschieht durch eine Relativbewegung des Trägerelements, des Dichtelements und des Spaltrohrs in bestimmten Bewegungsrichtungen. DE 102023201099 A1 beschreibt eine Baugruppe aus einem Statorgrundkörper und einem Spaltrohr, das den Statorraum vom abgedichteten Rotorraum abgrenzt. Der Dichtungsträger hat eine Spaltrohraufnahme, in der ein axialer Endbereich des Spaltrohrs aufgenommen ist. Offenbarung der Erfindung Für elektrische Traktionsantriebe, beispielsweise für batterieelektrische Fahrzeuge, können elektrische Maschinen mit einem Spaltrohr zum Einsatz kommen. Das Spaltrohr kann einen beispielsweise flüssigkeitsgekühlten Stator von einem innen liegenden Rotor trennen, sodass der Rotor trocken laufen kann, selbst wenn Kühlflüssigkeit durch den Stator fließt. Zur Trennung des Rotors kann das Spaltrohr zwei Dichtungen aufweisen. Die beiden Dichtungen befinden sich innenseitig an den beiden Stirnseiten des Spaltrohrs. Je nach Montagebedingung und / oder je nach geometrischen Verhältnissen bei dem elektrischen Traktionsantrieb kann es erforderlich sein, dass die Dichtungen von einer der beiden Stirnseiten montiert werden müssen, beispielsweise weil die andere der beiden Stirnseiten nicht hinreichend zugänglich ist. Dann muss zumindest eine der beiden Dichtungen über die gesamte axiale Länge des Spaltrohrs geschoben werden. Dabei kann es zu Beschädigungen und / oder Verformungen der derart geschobenen Dichtung kommen. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Rohr sowie ein Verfahren zur Montage einer Dichtung in einem Rohr anzubieten, die eine sichere Abdichtung des Rohres ermöglichen. Darüber hinaus soll ein besonders vorteilhafter Anwendungsfall für ein solches Rohr und / oder das Verfahren aufgezeigt werden. Gelöst wird die Aufgabe zunächst durch ein Rohr, bei dem an einem ersten Ende eine innenseitige Verjüngung des Innendurchmessers des Rohrs ausgebildet ist, wobei die Verjüngung eine zu einem dem ersten Ende gegenüberliegenden zweiten Ende des Rohrs gerichtete Fase aufweist. Die Verjüngung kann insbesondere eine Verdickung der Wandung im Bereich des ersten Endes sein. Um nun am ersten Ende eine erste Dichtung zu montieren, kann die erste Dichtung vom zweiten Ende aus durch das gesamte Rohr axial bis zum ersten Ende, also bis zur Verjüngung geschoben werden. Dabei kann die erste Dichtung einen geringeren Durchmesser aufweisen als das Rohr außerhalb der Verjüngung. Dann können Kontakte der ersten Dichtung mit dem Rohr während der Bewegung durch das Rohr vermieden werden. An der Fase kann die erste Dichtung entlang gleiten und innerhalb der Verjüngung zentriert werden. Reibung und insbesondere Beschädigungen der ersten Dichtung während der Bewegung können vermieden werden. Die erste Dichtung kann somit die Verjüngung und damit das abzudichtende erste Ende des Rohres ohne Beschädigungen erreichen. Sie kann dort ordnungsgemäß positioniert werden. Somit kann die erste Dichtung das Rohr am ersten Ende sicher abdichten. Der Innendurchmesser der Verjüngung kann geringer sein als der geringste Durchmesser des übrigen Rohres. Die erste Dichtung kann besonders einfach und ohne Beschädigungen in das Rohr am zweiten Ende eingeführt werden, wenn das Rohr an dem zweiten Ende eine vom Rohr wegweisende, innenseitige Einführfase aufweist. Die Einführfase kann auch zur Zentrierung der ersten Dichtung im Rohr hilfreich sein. Die Einführfase kann insbesondere die gleiche Ausrichtung aufweisen wie die Fase im Bereich der Verjüngung. Ist das Rohr aus einem Kunststoff, insbesondere einem Duromer, gebildet ist, so kann das Rohr, insbesondere die Verjüngung, mit besonders geringen Toleranzen ausgebildet sein. Dies kann für die erste Dichtung, i