DE-102024130492-B4 - Gelenkgabel für eine Hinterachslenkung
Abstract
Eine Gelenkgabel (1) für eine Hinterachslenkung eines Kraftfahrzeugs umfasst einen asymmetrisch gestalteten Grundkörper (2), welcher eine Öffnung (6) zum Einsetzen einer normal zu einer Bezugsebene (BE) des Grundkörpers (2) ausgerichteten Zentralschraube (7) aufweist, wobei eine zur Bezugsebene (BE) schräg gestellte Anschlussebene (AE) des Grundkörpers (2) zu den Mittelachsen (A11, A12) zweier in den Grundkörper (2) eingesetzter Stifte (11, 12) parallel ist, und wobei sich ein U-förmiges Blech-Anschlussstück (13), dessen U-Schenkel (8, 9) als zueinander parallele Wangen, welche miteinander fluchtende Öffnungen (18, 19) aufweisen, ausgebildet sind, mit einer die U-Schenkel (8, 9) miteinander verbindenden U-Basis (14), welche die Anschlussebene (AE) tangiert, am Grundkörper (2) abstützt, wobei zugleich die beiden Stifte (11, 12), welche jeweils am Übergang zwischen der U-Basis (14) und einem der U-Schenkel (8, 9) angeordnet sind, jegliche Verschiebungen des Blech-Anschlussstücks (13) längs einer mittig durch die genannten Öffnungen (18, 19) gelegten Bezugsachse (BA) blockieren.
Inventors
- Mario Arnold
Assignees
- Schaeffler Technologies AG & Co. KG
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241021
Claims (8)
- Gelenkgabel (1) für eine Hinterachslenkung eines Kraftfahrzeugs, mit einem asymmetrisch gestalteten Grundkörper (2), welcher eine Öffnung (6) zum Einsetzen einer normal zu einer Bezugsebene (BE) des Grundkörpers (2) ausgerichteten Zentralschraube (7) aufweist, wobei eine zur Bezugsebene (BE) schräg gestellte Anschlussebene (AE) des Grundkörpers (2) zu den Mittelachsen (A11, A12) zweier in den Grundkörper (2) eingesetzter Stifte (11, 12) parallel ist, und wobei sich ein U-förmiges Blech-Anschlussstück (13), dessen U-Schenkel (8, 9) als zueinander parallele Wangen, welche miteinander fluchtende Öffnungen (18, 19) aufweisen, ausgebildet sind, mit einer die U-Schenkel (8, 9) miteinander verbindenden U-Basis (14), welche die Anschlussebene (AE) tangiert, am Grundkörper (2) abstützt, wobei zugleich die beiden Stifte (11, 12), welche jeweils am Übergang zwischen der U-Basis (14) und einem der U-Schenkel (8, 9) angeordnet sind, jegliche Verschiebungen des Blech-Anschlussstücks (13) längs einer mittig durch die genannten Öffnungen (18, 19) gelegten Bezugsachse (BA) blockieren.
- Gelenkgabel (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass der Krümmungsradius (R) auf der Innenseite des U-förmigen Blech-Anschlussstücks (13) im Übergangsbereich zwischen der U-Basis (14) und dem U-Schenkel (8, 9) dem Radius des Stiftes (11, 12) entspricht.
- Gelenkgabel (1) nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass das Blech-Anschlussstück (13) eine einheitliche Wandstärke (d) aufweist.
- Gelenkgabel (1) nach Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet , dass der Durchmesser (2 · R) des Stiftes (11, 12) größer als die Wandstärke (d) des Blech-Anschlussstücks (13) ist.
- Gelenkgabel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , dadurch gekennzeichnet , dass die beiden U-Schenkel (8, 9) gleich lang sind.
- Gelenkgabel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 , dadurch gekennzeichnet , dass die Stifte (11, 12) in den Grundkörper (2) eingepresst sind.
- Gelenkgabel (1) nach Anspruch 6 , dadurch gekennzeichnet , dass diejenigen, als Flachstücke (3, 4) ausgebildeten Bereiche des Grundkörpers (2), in welche die Stifte (11, 12) eingepresst sind, Verlagerungen des Blech-Anschlussstücks (13) in Längsrichtung der Stifte (11, 12) blockieren.
- Hinterachslenkung (10), umfassend mindestens eine Gelenkgabel (1) nach Anspruch 1 .
Description
Die Erfindung betrifft eine Hinterachslenkung sowie eine für den Einbau in eine Hinterachslenkung eines Kraftfahrzeugs konzipierte Gelenkgabel. Die DE 10 2016 204 568 A1 offenbart eine Schraubverbindung zwischen einem ersten, gabelförmigen Bauteil und einem zweiten, stabförmigen Bauteil mittels eines Schraubbolzens. Die Schraubverbindung nach der DE 10 2016 204 568 A1 soll in einer Radaufhängung eines Kraftfahrzeugs zum Einsatz kommen und sieht vor, dass an den genannten Bauteilen zylindrische Passflächen ausgebildet sind. Die DE 10 2017 201 352 A1 offenbart einen für die Verwendung in einer Hinterachslenkung eines Kraftfahrzeugs vorgesehenen Aktuator, welcher eine mit einer Spindel verbundene Gelenkgabel umfasst. Die Gelenkgabel nach der DE 10 2017 201 352 A1 ist mehrteilig aufgebaut und weist zwei parallel zueinander angeordnete Wangen sowie einen die Wangen miteinander verbindenden Steg auf. Hierbei ist eine der beiden Wangen einstückig mit dem Steg verbunden, wogegen die andere Wange als separates Bauteil ausgebildet ist. Ein in der DE 100 37 866 A1 beschriebener Flanschmitnehmer für ein Kardangelenk umfasst zwei Gelenkgabelhälften, wobei jede Gelenkgabelhälfte ein Fußteil und ein Lagerteil aufweist. Im Bereich ihres Fußteils sind die Gelenkgabelhälften unter Bildung eines Flanschteils miteinander verbindbar. Die DE 10 2018 129 288 A1 offenbart eine Hinterachslenkung eines Fahrzeugs mit einer Spurstangenanordnung. Hierbei ist ein Verbindungsabschnitt eines Gabelelementes mit Hilfe eines Schraubbolzens an einer Gabelanbindung der Spurstangenanordnung gehalten. Ein Winkel zwischen dem Gabelelement und der Gabelanbindung ist variierbar und mittels des Schraubbolzens fixierbar. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gegenüber dem genannten Stand der Technik weiterentwickelte, besonders robuste und zugleich fertigungsfreundlich gestaltete, für die Verwendung in einer Hinterachslenkung eines Kraftfahrzeugs geeignete Gelenkgabel anzugeben. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Gelenkgabel mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Die Gelenkgabel ist gemäß Anspruch 8 insbesondere für die Verwendung in einer Hinterachslenkung geeignet. Die für den Einbau in eine Hinterachslenkung eines Kraftfahrzeugs konzipierte Gelenkgabel umfasst einen asymmetrisch gestalteten Grundkörper, welcher eine Öffnung zum Einsetzen einer normal zu einer Bezugsebene des Grundkörpers ausgerichteten Zentralschraube aufweist. Eine zur Bezugsebene schräg gestellte Anschlussebene des Grundkörpers ist parallel zu den Mittelachsen zweier in den Grundkörper eingesetzter Stifte ausgerichtet. Ein ebenfalls der Gelenkgabel zuzurechnendes U-förmiges Blech-Anschlussstück weist zwei U-Schenkel in Form zueinander paralleler Wangen auf. In den beiden Wangen befinden sich miteinander fluchtende Öffnungen. Ferner weist das U-förmige Blech-Anschlussstück eine die U-Schenkel miteinander verbindenden U-Basis auf, welche die Anschlussebene tangiert und sich hierbei am Grundkörper abstützt. Die genannten Stifte sind jeweils am Übergang zwischen der U-Basis und einem der U-Schenkel angeordnet und blockieren jegliche Verschiebungen des Blech-Anschlussstücks längs einer mittig durch die genannten Öffnungen gelegten Bezugsachse. Der Krümmungsradius auf der Innenseite des U-förmigen Blech-Anschlussstücks im Übergangsbereich zwischen der U-Basis und dem U-Schenkel kann dem Radius des Stiftes entsprechen. Insbesondere sind exakt aufeinander abgestimmte Konturen in diesem Bereich durch eine Passmaßbearbeitung herstellbar. Das gesamte U-förmige Blech-Anschlussstück kann eine einheitliche Wandstärke aufweisen. Der Durchmesser der Stifte, welche das U-förmige Blech-Anschlussstück in definierter Position halten, kann größer als die Wandstärke des Blech-Anschlussstücks sein. In verschiedenen möglichen Ausgestaltungen der Gelenkgabel sind deren gabelförmig angeordnete U-Schenkel gleich lang. Was die Befestigung des Blech-Anschlussstücks einschließlich der U-Schenkel am Grundkörper betrifft, kommt insbesondere ein Einpressen in Betracht. Hierbei können diejenigen Bereiche des Grundkörpers, in welche die Stifte eingepresst sind, Verlagerungen des Blech-Anschlussstücks in Längsrichtung der Stifte blockieren. Die Längsachsen der beiden Stifte liegen in einer Ebene, zu der die genannte Bezugsachse parallel ist. Was mögliche Verfahren zur Herstellung des Grundkörpers der Gelenkgabel betrifft, kann auf verschiedenste bekannte Fertigungsverfahren zurückgegriffen werden. Insbesondere ist eine spanabhebende Bearbeitung oder Nachbearbeitung des Grundkörpers möglich. Der Grundkörper und das U-förmige Blech-Anschlussstück, welches unter Nutzung umformender Verfahren herstellbar ist, können aus demselben Werkstoff oder aus unterschiedlichen Werkstoffen gefertigt sein. In allen Ausführungsformen zeichnet sich die Gelenkgabel durch ein robustes Design aus, das Fehlmontagen praktisch komplett ausschließt. Die Gelenkgabel ist nicht nur für die Verwendung in einer elektrome