DE-102024131492-B4 - Mobile Skisprunganlage
Abstract
Mobile Skisprunganlage (100) mit - einem aus lösbar miteinander verbindbaren Einzelteilen bestehenden Hauptturm (1), und - einem aus lösbar miteinander verbindbaren Einzelteilen bestehenden Aufsprunghügelelement (20), wobei sich das Aufsprunghügelelement (20) in Sprungrichtung von einem ersten Ende des Aufsprunghügelelements (20) zu einem zweiten Ende (21) des Aufsprunghügelelements (21) erstreckt, wobei das Aufsprunghügelelement (20) in einer liegenden Aufbauposition aus seinen Einzelteilen zusammenbaubar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Ende des zusammengebauten Aufsprunghügelelements (20) an einer Aufsprunghügelseite des aufgebauten Hauptturms (1) hochziehbar und in einer hochgezogenen Position mit dem Hauptturm (1) verbindbar ist.
Inventors
- Paul Stöckl
- Kirsten Erichsen
Assignees
- Kirsten Erichsen
- Paul Stöckl
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241029
- Priority Date
- 20240516
Claims (14)
- Mobile Skisprunganlage (100) mit - einem aus lösbar miteinander verbindbaren Einzelteilen bestehenden Hauptturm (1), und - einem aus lösbar miteinander verbindbaren Einzelteilen bestehenden Aufsprunghügelelement (20), wobei sich das Aufsprunghügelelement (20) in Sprungrichtung von einem ersten Ende des Aufsprunghügelelements (20) zu einem zweiten Ende (21) des Aufsprunghügelelements (21) erstreckt, wobei das Aufsprunghügelelement (20) in einer liegenden Aufbauposition aus seinen Einzelteilen zusammenbaubar ist, dadurch gekennzeichnet , dass das erste Ende des zusammengebauten Aufsprunghügelelements (20) an einer Aufsprunghügelseite des aufgebauten Hauptturms (1) hochziehbar und in einer hochgezogenen Position mit dem Hauptturm (1) verbindbar ist.
- Mobile Skisprunganlage (100) nach Anspruch 1 , mit einem aus lösbar miteinander verbindbaren Einzelteilen bestehenden Anlaufturmelement (33), wobei sich das Anlaufturmelement (33) in Sprungrichtung von einem ersten Ende (42) des Anlaufturmelements (33) zu einem zweiten Ende des Anlaufturmelements (33) erstreckt, wobei das Anlaufturmelement (33) in einer liegenden Aufbauposition aus seinen Einzelteilen zusammenbaubar ist, wobei das zweite Ende des zusammengebauten Anlaufturmelements (33) an einer der Aufsprunghügelseite des aufgebauten Hauptturms (1) gegenüberliegenden Anlaufturmseite des aufgebauten Hauptturms (1) hochziehbar ist, wobei das erste Ende (42) des zusammengebauten Anlaufturmelements (33) hochschwenkbar und das zweite Ende des zusammengebauten Anlaufturmelements (33) in einer hochgeschwenkten Position des ersten Endes (42) des zusammengebauten Anlaufturmelements (33) mit dem Hauptturm (1) verbindbar ist.
- Mobile Skisprunganlage (100) nach Anspruch 1 oder 2 , wobei der Hauptturm (1) vier oder mehr vertikale Masten (2) und mindestens eine horizontale Aussteifungsebene (3, 4, 5, 6, 7) aufweist.
- Mobile Skisprunganlage (100) nach Anspruch 3 , wobei die Masten (2) als selbstkletternde Masten ausgeführt sind.
- Mobile Skisprunganlage (100) nach einem der Ansprüche 2 bis 4 , wobei das erste Ende (42) des zusammengebauten Anlaufturmelements (33) in einer hochgezogenen Position des zweiten Endes des zusammengebauten Anlaufturmelements (33) hochschwenkbar ist.
- Mobile Skisprunganlage (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sämtliche Einzelteile des Hauptturms (1), des Aufsprunghügelelements (20) und/oder des Anlaufturmelements (33) Abmessungen unterhalb folgender Maximalwerte aufweisen: - eine Maximallänge von 13,716m, vorzugsweise von 12,192m oder 6,058 m, - eine Maximalbreite von 2,438m, und - eine Maximalhöhe von 2,896m, vorzugsweise von 2,591m.
- Mobile Skisprunganlage (100) nach einem der Ansprüche 2 bis 6 , wobei das Anlaufturmelement (33) in einer hochgezogenen und hochgeschwenkten Position mit Abspannseilen (43) am Hauptturm (1) abgespannt ist.
- Mobile Skisprunganlage (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das zweite Ende (21) des Aufsprunghügelelements (20) einen bodenseitigen Schwenkpunkt (25) aufweist, der auf den Hauptturm (1) zu beweglich gelagert ist.
- Mobile Skisprunganlage (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Hauptturm (1) eine oberste horizontale Aussteifungsebene (3, 4, 5, 6, 7) mit einem Hubschrauberlandeplatz aufweist.
- Mobile Skisprunganlage (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 9 , wobei das Anlaufturmelement (33) einen Schanzentisch (9) aufweist, der sich in einer hochgezogenen und hochgeschwenkten Position des Anlaufturmelements (33) bis zur ersten Seite des aufgebauten Hauptturms (1) erstreckt und oberhalb des hochgezogenen ersten Endes des Aufsprunghügelelements (20) angeordnet ist.
- Mobile Skisprunganlage (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Hauptturm (1), das Aufsprunghügelelement (20) und/oder das Anlaufturmelement (33) eine Nottreppe aufweist.
- Mobile Skisprunganlage (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Hauptturm (1), das Aufsprunghügelelement (20) und/oder das Anlaufturmelement (33) einen Aufzug (8, 31, 39) aufweist.
- Mobile Skisprunganlage (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei am zweiten Ende (21) des Aufsprunghügelelements (20) und/oder am ersten Ende des Anlaufturmelements (42) ein Kettenlaufwerk (26, 38) angeordnet ist.
- Mobile Skisprunganlage (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Aufsprunghügelelement (20) mindestens drei Aufsprunghügelelementabschnitte (20a,b,c) aufweist, die mittels mindestens zwei Gelenkverbindungen (45, 47) miteinander gelenkig verbunden sind.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine mobile Skisprunganlage, insbesondere mit einer Größe, die den Anforderungen einer internationalen Sportveranstaltung, beispielsweise einem Weltcup-Skisprungwettbewerb oder einem Freestyle-Skiing-Event mit den Disziplinen Aerials oder Big Air, genügt. Mit den Begriffen „Skispringen“ oder „Skisprung“ sind hier sowohl klassische Skisprungdisziplinen gemeint als auch Freestyle-Skiing-Disziplinen, wie Aerials und Big Air, oder andere Arten des Skisprungs auf Skiern oder Snowboards. Skisprungwettbewerbe werden üblicherweise in bergigen Regionen mit traditionell hoher Schneesicherheit durchgeführt, wo eine stationäre Skisprunganlage errichtet wurde. Dies schränkt die Möglichkeiten der Austragungsorte für Skisprungwettbewerbe stark ein. Da Skispringen auch zu den olympischen Disziplinen gehört, ist die Auswahl der Ausrichtungsorte für olympische Spiele unter anderem davon abhängig, ob bereits eine entsprechende Infrastruktur mit einer Skisprunganlage existiert oder nicht. Die Neuerrichtung einer Skisprunganlage ist oft mit erheblichen Kosten und einem ökologischen Ressourcenverbrauch verbunden, der in keinem Verhältnis zur Nutzung der Skisprunganlage steht. Viele stationäre Skisprunganlagen werden nicht mehr regelmäßig betrieben und verfallen ungenutzt, wobei sie die Berglandschaft verunstalten. Im Zuge des Klimawandels fehlt es zudem oft an Schnee an den herkömmlichen Austragungsorten, so dass Schnee bei ausreichend tiefen Temperaturen teils künstlich hergestellt oder aus Gletscherregionen per LKW antransportiert wird. Manche Skisprungwettbewerbe werden bereits auf Kunststoffmatten durchgeführt. Da man für das Skispringen keinen Schnee mehr braucht, muss der Skisprungwettbewerb auch nicht mehr in einer traditionell schneereichen Region stattfinden. Eine mobile Skisprunganlage eröffnet Möglichkeiten, den Skisprungsport auch in Regionen der Erde durchführen zu können, in denen dies traditionell nicht möglich war. Die DE 10 2012 102 074 A1 beschreibt eine mobile Skisprungschanze, mit der sich keine internationalen Skisprungwettbewerbe durchführen lassen. Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Offenbarung, eine mobile Skisprunganlage bereitzustellen, mit der sich internationale Skisprungwettbewerbe an Orten durchführen lassen, an denen dies bislang nicht möglich war. Gelöst wird diese Aufgabe mit einer mobilen Skisprunganlage nach Anspruch 1. Vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen mobilen Skisprunganlage sind den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Figuren zu entnehmen. Erfindungsgemäß wird eine mobile Skisprunganlage bereitgestellt mit- einem aus lösbar miteinander verbindbaren Einzelteilen bestehenden Hauptturm, und- einem aus lösbar miteinander verbindbaren Einzelteilen bestehenden Aufsprunghügelelement, wobei sich das Aufsprunghügelelement in Sprungrichtung von einem ersten Ende des Aufsprunghügelelements zu einem zweiten Ende des Aufsprunghügelelements erstreckt,wobei das Aufsprunghügelelement in einer liegenden Aufbauposition aus seinen Einzelteilen zusammenbaubar ist, wobei das erste Ende des zusammengebauten Aufsprunghügelelements an einer Aufsprunghügelseite des aufgebauten Hauptturms hochziehbar und in einer hochgezogenen Position mit dem Hauptturm verbindbar ist. Eine solche mobile Skisprunganlage kann beispielsweise in Einzelteilen an einen beliebigen Ort der Erde transportiert und dort aufgebaut werden. Es muss dazu noch nicht einmal dort gebirgig sein, wo die mobile Skisprunganlage aufgebaut wird. Sie kann auf ebenem oder gebirgigem Gelände aufgebaut werden. Die aufgebaute mobile Skisprunganlage kann eine Sprungweite (Hillsize) von bis zu HS 150 m oder mehr aufweisen. Da die derzeit im Skisprung-Weltcup größte benutzte stationäre Großschanze in Willingen (Mühlenkopfschanze) eine Hillsize von HS 147 m aufweist, lässt sich mit der erfindungsgemäßen mobilen Skisprunganlage ein internationaler Skisprungwettbewerb durchführen. Für Freestyle-Skiing-Disziplinen, wie Aerials und Big Air, oder andere Arten des Skisprungs auf Skiern oder Snowboards müssen solche Höhen nicht erreicht werden. Das Aufsprunghügelelement kann dabei auch für den Anlauf genutzt werden. Für klassische Skisprungwettbewerbe kann optional die mobile Skisprunganlage ein aus lösbar miteinander verbindbaren Einzelteilen bestehendes Anlaufturmelement aufweisen, wobei sich das Anlaufturmelement in Sprungrichtung von einem ersten Ende des Anlaufturmelements zu einem zweiten Ende des Anlaufturmelements erstreckt, wobei das Anlaufturmelement in einer liegenden Aufbauposition aus seinen Einzelteilen zusammenbaubar ist, wobei das zweite Ende des zusammengebauten Anlaufturmelements an einer der Aufsprunghügelseite des aufgebauten Hauptturms gegenüberliegenden Anlaufturmseite des aufgebauten Hauptturms hochziehbar ist, wobei das erste Ende des zusammengebauten Anlaufturmelements hochschwenkbar und das zweite Ende des zusammengebauten Anlaufturmelements in einer hochgeschwenkten Position des