DE-102024131967-A1 - Schutzhelm mit reversibel verschließbarer Aussparung zur Kabeldurchführung
Abstract
Die Erfindung betrifft Schutzhelm (1), sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Schutzhelms (1), sowie ein Verfahren zur Ausstattung eines solchen Schutzhelms (1) mit einem Kommunikationssystem, und schließlich ein System mit einem Schutzhelm (1) sowie mit einem Kommunikationssystem. Dabei ist vorschlagsgemäß eine Aussparung (18) zur Durchführung eines Kabels (12) eines Kommunikationssystems vorgesehen, welche mit einem Formteil (17) reversibel verschließbar eingerichtet ist.
Inventors
- Sven Krinowsky
Assignees
- SCHUBERTH GMBH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241103
Claims (15)
- Schutzhelm (1), insbesondere Motorradschutzhelm, mit: - einer Außenschale (9) zur Verteilung von Aufprallkräften, wobei die Außenschale (9) der äußeren Umgebung zugewandt eine Außenseite (9a) aufweist und wobei die Außenschale (9) gegenüberliegend zur Außenseite (9a) und einem Helminnenraum (8) zugewandt eine Innenseite (9i) aufweist; und - einer Innenschicht (10) zur Dämpfung von Aufprallkräften, wobei die Innenschicht (10) innenliegend von der Innenseite (9i) der Außenschale (9) angeordnet ist; dadurch gekennzeichnet , dass der Schutzhelm (1) eine Aussparung (18) zur Durchführung eines Kabels (12) eines Kommunikationssystems aufweist, welche Aussparung (18) derart mit einem Formteil (17) reversibel verschließbar eingerichtet, bzw. in einem verschlossenen Zustand der Aussparung (18) verschlossen, ist, dass, mithilfe eines händischen Entnehmens und erneuten Einsetzens des Formteils (17), das Kabel (12) des Kommunikationssystems händisch sowie hinsichtlich struktureller Komponenten des Schutzhelms (1) zerstörungsfrei bestimmungsgemäß mit dem Schutzhelm (1) verbindbar bzw. von dem Schutzhelm (1) lösbar ist, wobei nach dem erneuten Einsetzen des Formteils (17) der mittels des Formteils (17) verschlossene Zustand der Aussparung (18) beibehalten bleibt.
- Schutzhelm (1) nach Anspruch 1 , wobei die Aussparung (18) an einer Unterseite (4) des Schutzhelms (1) angeordnet ist.
- Schutzhelm (1) nach Anspruch 1 oder 2 , wobei ein unterseitiges Abschlusskantenprofil des Schutzhelms (1) die Aussparung (18) aufweist.
- Schutzhelm (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , wobei das Formteil (17) ein Gummiformteil ist.
- Schutzhelm (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , wobei das Formteil (17) an seiner Oberseite einen, vorzugsweise teilweise umlaufenden, Rastvorsprung (22) aufweist, welcher Rastvorsprung (22) derart dimensioniert ist, dass der Rastvorsprung (22) zumindest in einer Richtung eine lichte Öffnungsweite der Aussparung (18) derart überragt, dass der Rastvorsprung (22) in dem mittels des Formteils (17) verschlossenen Zustand der Aussparung (18) einen Rand (19) der Aussparung (18) hintergreift und das Formteil (17) in der Aussparung (18) hält.
- Schutzhelm (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 , wobei die Aussparung (18) umgebend ein abgesetzter Stufenbereich (27) angeordnet ist, in welchem abgesetzten Stufenbereich (27) eine Unterseite (17u) des Formteils (17) in dem mittels des Formteils (17) verschlossenen Zustand der Aussparung (18) versenkt ist; wobei, vorzugsweise, die Unterseite (17u) in dem mittels des Formteils (17) verschlossenen Zustand der Aussparung (18) im Wesentlichen bündig mit einem die Unterseite (17u) umgebenden Bereich abschließt.
- Schutzhelm (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 , wobei das Formteil (17) zwischen einer/der Unterseite (17u) und einem in Vertikalrichtung des Formteils (17) betrachtet nach oben hin anschließenden seitlichen Vorsprung, insbesondere dem Rastvorsprung (22), einen freien Abstand (28) aufweist, wobei eine Vertikalerstreckung des freien Abstands (28) derart kleiner als eine Dicke eines in dem mittels des Formteils (17) verschlossenen Zustand der Aussparung (18) korrespondierenden Randbereichs der Aussparung (18) dimensioniert ist, dass der Randbereich der Aussparung (18) in dem mittels des Formteils (17) verschlossenen Zustand der Aussparung (18) zwischen der Unterseite (17u) und dem seitlichen Vorsprung, insbesondere dem Rastvorsprung (22), des Formteils (17) eingeklemmt ist.
- Schutzhelm (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 , wobei die Aussparung (18) zu einer Seite hin, vorzugsweise in Richtung einer Helmmitte hin, wenigstens teilweise offen ist.
- Schutzhelm (1) nach Anspruch 8 , wobei ein die Aussparung (18) umgebender Rand (19) an der teilweise offenen Seite wenigstens einen Vorsprung (29), vorzugsweise zwei gegenüberliegende Vorsprünge (29), aufweist, wobei der Vorsprung (29), insbesondere die Vorsprünge (29), eingerichtet ist/sind, eine Aufweitung eines Schaftabschnitts (23) des Formteils (17) in dem mittels des Formteils (17) verschlossenen Zustand der Aussparung (18) zu hintergreifen und damit das Formteil (17) gegen ein seitliches Lösen in Richtung der teilweise offenen Seite der Aussparung (18) sichert.
- Schutzhelm (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 , wobei die Innenschicht (10) einen Kanal (11) zur Führung des Kabels (12), insbesondere zur anschließenden Führung anschließend an ein bestimmungsgemäßes Durchführen des Kabels (12) durch die Aussparung (18) des Schutzhelms (1), aufweist, vorzugsweise an einer dem Helminnenraum (8) zugewandten Innenseite (10i) der Innenschicht (10); und/oder wobei die Innenschicht (10) eine Vertiefung (13) zur Aufnahme eines Lautsprechers, vorzugsweise an einer dem Helminnenraum (8) zugewandten/der Innenseite (10i) der Innenschicht (10), aufweist; wobei, vorzugsweise, der Kanal (11) zur Führung des Kabels (12) in der Vertiefung (13) zur Aufnahme des Lautsprechers mündet.
- Verfahren zur Herstellung eines Schutzhelms (1), vorzugsweise eines Schutzhelms (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 , wobei eine Außenschale (9) sowie eine Innenschicht (10), innenliegend von einer Innenseite (9i) der Außenschale (9) angeordnet, bereitgestellt werden, dadurch gekennzeichnet , dass der Schutzhelm (1) mit einer Aussparung (18) zur Durchführung eines Kabels (12) eines Kommunikationssystems ausgestattet wird, wobei die Aussparung (18) derart mit einem Formteil (17) reversibel verschließbar eingerichtet, bzw. in einem verschlossenen Zustand der Aussparung (18) verschlossen, wird, dass, mithilfe eines händischen Entnehmens und erneuten Einsetzens des Formteils (17), das Kabel (12) des Kommunikationssystems händisch sowie hinsichtlich struktureller Komponenten des Schutzhelms (1) zerstörungsfrei bestimmungsgemäß mit dem Schutzhelm (1) verbunden bzw. von dem Schutzhelm (1) gelöst werden kann, wobei nach dem erneuten Einsetzen des Formteils (17) der mittels des Formteils (17) verschlossene Zustand der Aussparung (18) beibehalten bleibt.
- Verfahren zur Ausstattung eines Schutzhelms (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 mit einem Kommunikationssystem, wobei der Schutzhelm (1) in dem mittels des Formteils (17) verschlossenen Zustand der Aussparung (18) vorliegt, mit den folgenden Schritten: - Entfernen des Formteils (17) aus der Aussparung (18); - Führen des Kabels (12), vorzugsweise mitsamt Stecker, durch die Aussparung (18); und - Verschließen der Aussparung (18) mit dem Formteil (17).
- Verfahren nach Anspruch 12 , dadurch gekennzeichnet , dass das Kabel (12) zu einer/der Vertiefung (13) zur Aufnahme eines/des Lautsprechers geführt wird.
- System mit einem Schutzhelm (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 sowie mit einem Kommunikationssystem, wobei das Kommunikationssystem ein Kabel (12), vorzugsweise mitsamt einem Stecker, umfasst.
- System nach Anspruch 14 , wobei das Kabel (12) durch die Aussparung (18) des Schutzhelms (1) zur Durchführung des Kabels (12) des Kommunikationssystems verlaufend angeordnet ist; wobei, vorzugsweise, das Kabel (12) an einem Ende mit einem Lautsprecher und an seinem gegenüberliegenden Ende mit einer Steuereinheit und/oder einer Energieversorgungseinheit des Kommunikationssystems verbunden ist.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schutzhelm, wie er insbesondere für Motorradfahrer vorgesehen ist. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung eines Schutzhelms, sowie ein Verfahren zur Ausstattung eines Schutzhelms mit einem Kommunikationssystem, sowie ein System aus einem Schutzhelm und einem Kommunikationssystem. Auf dem Gebiet der Schutzhelme, insbesondere bei Motorradschutzhelmen, ist es von zentraler Bedeutung, dass die strukturellen Komponenten über die Nutzung des Helms hinweg intakt bleiben und so der Schutz vor Aufprallkräften für den Helmträger dauerhaft gewährleistet ist. Bei bekannten Systemen sind hierfür insbesondere eine Außenschale zur Verteilung der Aufprallkräfte und eine Innenschicht zur Dämpfung dieser Kräfte zuständig. Moderne Schutzhelme sind zudem oft mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet, wie z.B. integrierten Kommunikationssystemen, die es dem Träger ermöglichen, während der Fahrt zu kommunizieren oder Anweisungen zu erhalten. Bislang werden Kommunikationssysteme in Schutzhelmen entweder werkseitig bereits vorgesehen und somit ein System aus einem Schutzhelm und einem Kommunikationssystem zur Verfügung gestellt, wobei dabei häufig fest installierte, beispielsweise stoffschlüssig angebundene bzw. verklebte, Kabel und Lautsprecher vorgesehen sind. Diese Systeme erfordern bei der Herstellung oft eine aufwändige Installation und können die strukturelle Integrität des Helms beeinträchtigen, wenn nachträglich Änderungen vorgenommen werden müssen. Die Verbindungsstellen, insbesondere etwa Klebestellen, können bei einem gewünschten Austausch des Kommunikationssystems bzw. dessen Komponenten, nämlich zerstört werden, worunter auch strukturelle Komponenten, an denen jene Verbindungsstellen häufig vorgesehen sind, leiden können. Dies kann die Sicherheit des Schutzhelms beeinträchtigen. Zudem gibt es noch solche Schutzhelme, welche werkseitig nicht mit einem Kommunikationssystem ausgestattet sind. Hier statten Helmträger häufig eigenmächtig die Schutzhelme mit Kommunikationssystemen aus, wobei es auch Kabel dieser Kommunikationssysteme zu verlegen gilt. Dabei werden regelmäßig Öffnungen, Durchbrüche, Aussparungen und dergleichen durch den Helmträger eigenmächtig an dem Schutzhelm vorgenommen, beispielsweise auch Innenschichten von Schutzhelmen sowie alternativ oder ebenfalls Helmabschlusskantenprofile eingeschnitten oder durchbrochen. Dieses Vorgehen schädigt allerdings strukturellen Komponenten des Schutzhelms, die dem Verteilen bzw. Dämpfen von Aufprallkräften bzw. dem sonstigen Schutz struktureller Komponenten vor mechanischen Einwirkungen dienen. Dadurch wird die Sicherheit des Schutzhelms beeinträchtigt. Wenn der Helmträger keiner solcher schädigenden Maßnahmen am Schutzhelm durchführt, um das Kabel zu verlegen, so wird das Kabel meist den Helmträger selbst oder das Zusammenspiel der Komponenten des Schutzhelms (wie etwa innenliegende Polster und die Innenschicht) störend verlegt. So ist es nachteilig, auch für die Betriebssicherheit des ergänzten Kommunikationssystems selbst, wenn das Kabel lose an einer Innenseite der Innenschicht herumliegt oder gar bis innenliegend der Polster bzw. zum Helminnenraum ragt. Auch ein eigenmächtiges Festkleben oder sonstiges Fixieren der Kabel an irgendwelchen bestehenden strukturellen Schutzhelm-Komponenten ist nicht wünschenswert, um die Integrität der Komponenten zu erhalten. Es ist daher eine der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, einen Schutzhelm bzw. ein System aus Schutzhelm und Kommunikationssystem bereitzustellen, der bzw. das wenigstens einen der zuvor ausgeführten Nachteil bekannter Systeme zumindest teilweise überwindet. Insbesondere sollten eine einfache und zerstörungsfreie Integration und Entfernung von Kommunikationssystemen möglich sein. Insbesondere gibt es einen Bedarf an Schutzhelmen, die es erlauben, Kabel von Kommunikationssystemen einfach und ohne Beeinträchtigung der strukturellen Integrität des Helms zu verlegen und zu entfernen. Darüber hinaus sollten solche Lösungen sicherstellen, dass die Schutzfunktion des Helms nicht beeinträchtigt wird und dass die Installation und Wartung der Kommunikationssysteme benutzerfreundlich und effizient gestaltet ist. Entsprechende Herstellungsverfahren des Schutzhelms bzw. des Systems mit Schutzhelm und mit Kommunikationssystem sollten möglichst effizient mit wenigen Produktionsschritten ablaufen können. Diese Aufgabe wird für einen Schutzhelm mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils von Anspruch 1 gelöst. Zudem wird diese Aufgabe für ein Verfahren zur Herstellung eines Schutzhelms mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 11 durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils von Anspruch 11 gelöst. Weiterhin wird diese Aufgabe für ein Verfahren zur Ausstattung eines Schutzhelms mit einem Kommunikationssystem durch ein Verfahren mit den Merkmalen von Anspruch 12 gelöst. Schließlich wird diese Aufga