DE-102024131975-A1 - Schneidwerkzeug
Abstract
Die Offenbarung beschreibt eine Schneidvorrichtung zum reproduzierbaren Schneiden von Auslässen von Kartuschen. Die Schneidvorrichtung hat ein Gehäuse mit einer Schneide auf einer Seite und einer Öffnung auf der anderen Seite, durch die die Kartusche gesteckt wird und der Auslass der Kartusche an der Schneide durch eine Drehung geschnitten wird.
Inventors
- Christian Ritt
Assignees
- BAYERISCHE MOTOREN WERKE AKTIENGESELLSCHAFT
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241104
Claims (10)
- Schneidvorrichtung (1) für Auslässe von Kartuschen mit einem Gehäuse (6), wobei das Gehäuse (6) eine Schneide (2) auf der einen Seite des Gehäuses (6) und einen Durchlass (5) auf der anderen Seite zum Einführen eines Auslasses einer Kartusche hat, und wobei die Schneide (2) auf einer radialen Ebene (3) senkrecht zur Längsachse (4) des Gehäuses (6) angeordnet ist und auf der Innenseite des Gehäuses (6) ein Anschlag (7) axial beabstandet zur Schneide (2) ist.
- Schneidvorrichtung (1) nach Anspruch 1 , wobei das Gehäuse (6) zylindrisch ist.
- Schneidvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2 , wobei der Anschlag (7) ein radial nach innen vorstehender Vorsprung ist.
- Schneidvorrichtung (1) nacheinem der Ansprüche 1 bis 3 , wobei das Gehäuse (6) zweiteilig ist und ein erster Teil (8) den Durchlass (5) zum Einführen eines Auslasses einer Kartusche und den Anschlag (7) umfasst und ein zweiter Teil (9) die Schneide (2) umfasst.
- Schneidvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , wobei die Schneide (2) mit einem Winkel W° von 0,5 bis 3° in der radialen Ebene (3) liegt.
- Schneidvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 , wobei das Gehäuse (6) aus Aluminium ist.
- Schneidvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 , wobei das Gehäuse (6) aus Kunststoff ist.
- Verfahren zum Schneiden von Auslässen einer Kartusche mit folgenden Schritten: Einführen eines Auslasses einer Kartusche in einen Durchlass (5) einer Schneidvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7 Drehen der Kartusche oder der Schneidvorrichtung (1) oder der Kartusche und Schneidvorrichtung (1) gleichzeitig in entgegengesetzte Richtung zueinander
- Verfahren nach Anspruch 7 , wobei die Kartusche in einem Automaten befestigt ist und die Schneidvorrichtung (1) gedreht wird.
- Set umfassend mindestens zwei erste Teile (8, 81) mit einem Durchlass (5) zum Einführen eines Auslasses einer Kartusche mit einem Anschlag (7,71) und einem zweiten Teil (9) mit einer Schneide (2) bereitgestellt, wobei jedes erste Teil 8 und 81 lösbar mit dem zweiten Teil (9) verbindbar ist und wobei die ersten Teile 8 und 81 unterschiedliche Längen zwischen Schneide (2) und Anschlag (7, 71) aufweisen.
Description
Die vorliegende Offenbarung betrifft eine Schneidvorrichtung für Kartuschen. Die Offenbarung betrifft gleichermaßen eine Schneidvorrichtung für Kartuschen und/oder ein Verfahren zum reproduzierbaren Einstellen der Auslassgröße von Kartuschen. In vielen Produktionsabläufen gibt es mehrere Produktionsschritte, in denen hochviskose Materialien wie z.B. Kleber oder Filler aufgetragen werden müssen. Oft müssen diese zunächst angemischt werden. Üblicherweise werden dazu Statikmischer verwendet. Die Kartuschen und die Mischervorrichtung eines Statikmischers können getrennt voneinander bezogen und vor Ort zusammengefügt werden. Um die Kartuschen für verschiedene Anwendungen und Materialien brauchbar zu machen ist der Auslass konisch oder gestuft ausgestaltet Der Auslass wird an unterschiedlichen Stufen oder Positionen eines Konus abgeschnitten, um zu unterschiedlichen Auslassgrößen zu gelangen. Üblicherweise geschieht dies mit einem Messer oder einer Schere. Beim Schneiden mit einem Messer oder einer Schere wird der Auslass gestaucht, so dass es zu einer ovalen Verformung des Auslasses kommen kann. Zudem ist die Reproduzierbarkeit der Auslassgeometrie nicht gegeben. Dies ist besonders problematisch, wenn die Kartusche in einer Anlage montiert ist und das zu bearbeitende Gut unter der Kartusche in zwei Richtungen bewegt wird. Hier kann es zu unterschiedlichen Dicken beim Auftragen des Materials in den beiden Bewegungsrichtungen kommen. Ungleiche Materialdicken wegen ungenauer Kartuschenauslässe führen zu Ausschuss. In der EP1172154A2 wird ein Mischer für zwei Komponenten Aufsatzelemente beschrieben, welche eine Manschette hat, deren Innenfläche abdichtend mit der Außenflasche der Mündungsdüse der Kartusche ineinander steckbar ist, so dass die Auslässe getauscht und für die Anwendung spezifisch hergestellt wird. Vor dem Hintergrund dieses Standes der Technik besteht eine Aufgabe der vorliegenden Offenbarung darin, eine Vorrichtung und ein Verfahren anzugeben, welche Kartuschen mit gleichbleibend geformten Auslässen zur Verfügung stellt. Insbesondere ist es die Aufgabe der Offenbarung, eine Vorrichtung und ein Verfahren bereitzustellen, um Kartuschenauslässe reproduzierbar zu schneiden. Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche. Die Unteransprüche haben Weiterbildungen der Offenbarung zum Inhalt. Danach wird die Aufgabe gemäß einem Aspekt der Offenbarung durch eine Schneidvorrichtung (1) für Auslässe von Kartuschen mit einem Gehäuse (6), wobei das Gehäuse (6) eine Schneide (2) auf der einen Seite des Gehäuses (6) und einem Durchlass (5) auf der anderen Seite zum Einführen eines Auslasses einer Kartusche hat, und wobei die Schneide (2) auf einer radialen Ebene (3) senkrecht zur Längsachse (4) des Gehäuses (6) angeordnet ist und auf der Innenseite des Gehäuses (6) ein Anschlag (7) axial beabstandet zur Schneide (2) ist. Ebenso wird die Aufgabe gemäß einem Aspekt der Offenbarung durch ein Verfahren gelöst, bei dem eine Kartusche mit dem Auslass in eine Schneidvorrichtung geschoben wird bis ein Anschlag (7) erreicht ist. Danach wird die Schneidvorrichtung (1) oder die Kartusche gedreht oder Kartusche und Schneidvorrichtung (1) werden gleichzeitig in entgegengesetzte Richtung zueinander gedreht. Gemäß einem Aspekt der Offenbarung ist das Gehäuse (6) zylindrisch. Die Zylindrische oder auch leicht konische Form ermöglicht vorteilhaft ein Führen des Auslasses einer Kartusche und gewährleistet damit einen geraden Schnitt. Gemäß einem Aspekt der Offenbarung ist der Anschlag (7) ein radial nach innen vorstehender Vorsprung. Im Allgemeinen sind Auslässe von Kartuschen zumindest in direkter Nähe zu Spitze konisch gestaltet. Ein Anschlag einer erfindungsgemäßen Schneidvorrichtung kann daher ebenfalls über einen dazu angepassten konischen Bereich gestaltet sein. Auslässe von Kartuschen können aber ebenso einen gestuften Bereich in der Nähe der Spitze haben. Dies ermöglicht es dem Anwender, die Spitze an verschiedenen Stufen zu Schneiden. In der Schneidvorrichtung (1) kann ein Anschlag (7) auf die Stufen einer Kartusche angepasst sein. Der Anschlag (7) einer Schneidvorrichtung garantiert das Schneiden an der gleichen Stelle des Auslasses und damit eine Reproduzierbarkeit in der Generierung einer gleichbleibend großen Öffnung. Gemäß einem Aspekt der Offenbarung ist das Gehäuse (6) zweiteilig ausgeführt. Ein erster Teil (8) umfasst dabei den Durchlass (5) zum Einführen eines Auslasses einer Kartusche und den Anschlag (7) und ein zweiter Teil (9) umfasst die Schneide (2). Eine zweiteilige Ausführung ermöglicht es, die Schneidvorrichtung anzupassen auf verschiedene Längen zwischen Anschlag (7) und Schneide (2). Damit können die Auslässe von gleichen Kartuschen mit unterschiedlichen Öffnungspositionen und Öffnungsgrößen geschnitten werden. Erster Teil (8) und zweiter Teil (9) der Schneidvorrichtung (1) sind an einer Verbindungsstelle (10) lösbar miteinander verbindbar zum Beispiel mittels einer Schraubverbindun