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DE-102024131980-A1 - Sonnenschutzanordnung für ein Fahrzeugfenster

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Sonnenschutzanordnung (1) für ein Fahrzeugfenster (31), welches sich in einer horizontalen Breitenrichtung (B) sowie einer senkrecht hierzu verlaufenden Höhenrichtung (H) erstreckt, mit einer ersten (3) und zweiten Basiseinheit (5), die sich jeweils in Breitenrichtung (B) erstrecken, einem die Basiseinheiten (3,5) in Höhenrichtung (H) verbindenden flächigen Schutzelement (7), sowie in Breitenrichtung (B) beiderseits und innenseitig des Fahrzeugfensters (31) angeordneten Führungselementen (20), wobei die Basiseinheiten (3, 5) über Läuferelemente (17) mit den Führungselementen (20) zusammenwirken, so dass sie geführt bezüglich der Höhenrichtung (H) verstellbar sind. Um einen bedarfsgerechten Sonnenschutz für verschiedenartig geformte Windschutzscheiben von Kraftfahrzeugen zur Verfügung zu stellen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass wenigstens ein Läuferelement (17) wenigstens in Breitenrichtung (B) gegenüber den Basiseinheiten (3, 5) verstellbar ist, wodurch ein entlang der Höhenrichtung (H) variierender Abstand der Führungselemente (20) in Breitenrichtung (B) ausgleichbar ist.

Inventors

  • Jan Rittmann
  • Hanno Doeden
  • Thomas Rochulus
  • Thorsten Kämper
  • Mark Drewe

Assignees

  • FORD GLOBAL TECHNOLOGIES LLC

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20241104

Claims (10)

  1. Sonnenschutzanordnung (1) für ein Fahrzeugfenster (31), welches sich in einer horizontalen Breitenrichtung (B) sowie einer senkrecht hierzu verlaufenden Höhenrichtung (H) erstreckt, mit einer ersten (3) und zweiten Basiseinheit (5), die sich jeweils in Breitenrichtung (B) erstrecken, einem die Basiseinheiten (3,5) in Höhenrichtung (H) verbindenden flächigen Schutzelement (7), sowie in Breitenrichtung (B) beiderseits und innenseitig des Fahrzeugfensters (31) angeordneten Führungselementen (20), wobei die Basiseinheiten (3, 5) über Läuferelemente (17) mit den Führungselementen (20) zusammenwirken, so dass sie geführt bezüglich der Höhenrichtung (H) verstellbar sind, dadurch gekennzeichnet , dass wenigstens ein Läuferelement (17) wenigstens in Breitenrichtung (B) gegenüber den Basiseinheiten (3, 5) verstellbar ist, wodurch ein entlang der Höhenrichtung (H) variierender Abstand der Führungselemente (20) in Breitenrichtung (B) ausgleichbar ist.
  2. Sonnenschutzanordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass das Fahrzeugfenster (31) als Windschutzscheibe (32) ausgebildet ist, wobei die Breitenrichtung (B) parallel zu einer Fahrzeugquerachse (Y) verläuft und die Höhenrichtung (H) wenigstens anteilig entlang einer Fahrzeughochachse (Z) verläuft.
  3. Sonnenschutzanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass wenigstens ein Läuferelement (17) mit einem Führungselement (20) einen Formschluss in Breitenrichtung (B) bildet und/oder in Breitenrichtung (B) gegen ein Führungselement (20) vorgespannt ist.
  4. Sonnenschutzanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Schutzelement (7) wenigstens teilweise flexibel ausgebildet ist und die Basiseinheiten (3, 5) bezüglich der Höhenrichtung (H) gegeneinander verstellbar sind zwischen einer Kompaktposition, in welcher ihr Abstand in Höhenrichtung (H) minimal ist, und einer Ausbreitungsposition, in welcher ihr Abstand sowie eine Erstreckung des Schutzelements (7) in Höhenrichtung (H) maximal sind.
  5. Sonnenschutzanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass wenigstens eine Basiseinheit (3, 5) eine Ausnehmung (4, 6) aufweist, in welcher das Schutzelement (7) wenigstens teilweise aufnehmbar ist.
  6. Sonnenschutzanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Schutzelement (7) zur Änderung seiner Erstreckung in Höhenrichtung (H) nach Art eines Plissees zickzackförmig faltbar ist.
  7. Sonnenschutzanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass zwischen wenigstens einem Läuferelement (17) und einer Basiseinheit (3, 5) ein Ausgleichselement (8, 9) zwischengeordnet ist, das gegenüber der Basiseinheit (3, 5) wenigstens anteilig in Breitenrichtung (B) verstellbar ist.
  8. Sonnenschutzanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass wenigstens ein Ausgleichselement (8, 9) gegenüber einer Basiseinheit (3, 5) wenigstens anteilig in Breitenrichtung (B) verschiebbar geführt ist.
  9. Sonnenschutzanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass in Breitenrichtung (B) beiderseits der Basiseinheiten (3, 5) Sekundärführungselemente (15) angeordnet sind, die mit der ersten Basiseinheit (3) verbunden sind und an denen die zweite Basiseinheit (5) gegenüber der ersten Basiseinheit (3) verschiebbar geführt ist.
  10. Sonnenschutzanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass wenigstens ein Sekundärführungselement (15) flexibel, insbesondere elastisch, ausgebildet ist.

Description

Die Erfindung betrifft eine Sonnenschutzanordnung für ein Fahrzeugfenster, mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1. Bei modernen Kraftfahrzeugen können dank entsprechender Materialien und Fertigungsmethoden Windschutzscheiben unterschiedlichster Form und Größe verbaut werden. Hierzu zählen beispielsweise auch Windschutzscheiben, die sich bis ins Fahrzeugdach erstrecken, um den Insassen einen weiteren Blick nach oben zu ermöglichen. Unabhängig von der Art der Windschutzscheibe besteht für die Insassen, namentlich den Fahrer, das Bedürfnis nach Sonnenschutz. D.h. bei entsprechendem Sonnenstand sollte eine Sonnenblende so positionierbar sein, dass sie das Gesicht des Fahrers vor direktem Sonnenlicht schützt. Hierzu muss die Sonnenblende je nach Sonnenstand unterschiedlich positionierbar sein. Bei Windschutzscheiben, die in den Dachbereich übergehen, sollte ein Sonnenschutz nicht nur nach vorne, sondern auch nach oben hin möglich sein. Auch soll die entsprechende Sonnenblende bei Nichtverwendung möglichst unauffällig verstaubar sein. All diese Anforderungen sind bei großen und/oder komplex geformten Windschutzscheiben schwer zu erfüllen. Die EP 1 285 794 A1 zeigt eine Sonnenrollovorrichtung zur Anordnung unter einem transparenten Dachbereich eines Fahrzeugs, insbesondere einer Limousine oder eines Coupés, wobei eine Sonnenrolloeinheit eine an seitlichen Führungen des Fahrzeugdaches verschiebbar geführte Wickelwelle aufweist, die zwischen einer heckseitigen Ablagestellung und zumindest einer von der Ablagestellung beabstandeten Funktionsstellung unter dem transparenten Dachbereich verstellbar ist. Aus der US 7 469 960 B2 ist ein Kraftfahrzeugdach bekannt, mit einer unterhalb eines transparenten Dachabschnitts angeordneten Beschattungseinrichtung. Diese weist vordere und hintere Aufnahmewellen auf, die in Längsrichtung des Daches hintereinander angeordnet sind, eine Beschattungsbahn, die sich zwischen den Aufnahmewellen erstreckt, wobei Enden der Beschattungsbahn auf jeweils eine Aufnahmewelle aufgerollt werden können. Beiden Aufnahmewellen sind in einer Aufnahmerichtung vorgespannt sind in Längsrichtung des Daches beweglich, um die Beschattung auf beide Aufnahmewellen auf- und von ihnen abzurollen. Die US 2006 / 0 082 192 A1 zeigt ein Fenster- und Sonnenschutzmodul für ein Fahrzeug, mit einem Rahmenteil, der für die Montage an einem Fahrzeug konfiguriert ist, wobei der Rahmenteil eine Fensterscheibe umfasst und mindestens einen Kanal aufweist, der sich mindestens teilweise entlang und im Allgemeinen parallel zu der Fensterscheibe erstreckt. Ein Sonnenschutzschirm ist entlang des mindestens einen Kanals bewegbar, um die Fensterscheibe zumindest teilweise abzuschirmen, wenn er zumindest teilweise entlang des mindestens einen Kanals bewegt wird. Die US 9 650 830 B1 offenbart eine Plissee-Anordnung zwischen den A-Säulen eines Kraftfahrzeugs, mit zwei faltbaren Plissees, die zwischen den A-Säulen an den Seiten einer Frontscheibe angebracht sind sowie zwei oberen Endhalterungen, die jeweils an einem oberen Abschnitt einer Außenseite der beiden Plissees angebracht sind und an einem oberen Rand der A-Säulen befestigt sind. Zwei Schiebegriffe sind jeweils an einem mittleren Abschnitt einer Innenseite der beiden Plissees angebracht, und zwei Zwischenhalterungen sind jeweils auf einem mittleren Abschnitt einer Außenseite der beiden Plissees angebracht sind, so dass die beiden Zwischenhalterungen mit den beiden Schiebegriffen verbunden sind, wenn die beiden Plissees gefaltet sind. Angesichts des aufgezeigten Standes der Technik bietet ein bedarfsgerechter Sonnenschutz für verschiedenartig geformte Windschutzscheiben von Kraftfahrzeugen noch Raum für Verbesserungen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen bedarfsgerechten Sonnenschutz für verschiedenartig geformte Windschutzscheiben von Kraftfahrzeugen zur Verfügung zu stellen. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Sonnenschutzanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, wobei die Unteransprüche vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung betreffen. Dabei ist auch zielführend, dass mit der Erfindung einhergehende Vorteile beispielsweise einer Panoramawindschutzscheibe, wie z.B. Leichteintrag, Blick nach oben und Kopffreiheit - wenn überhaupt - lediglich geringfügig beeinträchtigt werden. Es ist darauf hinzuweisen, dass die in der nachfolgenden Beschreibung einzeln aufgeführten Merkmale sowie Maßnahmen in beliebiger, technisch sinnvoller Weise miteinander kombiniert werden können und weitere Ausgestaltungen der Erfindung aufzeigen. Die Beschreibung charakterisiert und spezifiziert die Erfindung insbesondere im Zusammenhang mit den Figuren zusätzlich. Durch die Erfindung wird eine Sonnenschutzanordnung für ein Fahrzeugfenster zur Verfügung gestellt. Dabei bezieht sich der Begriff „Fahrzeug“ im engeren Sinne auf ein Kraftfahrzeug, insbesondere ein Straßenfahrzeug, also ein für den Straßenverkehr geeignetes und zugelassenes Fahrzeug. Insbesondere ka