DE-102024132000-A1 - Fahrzeugsitz mit verstellbarer Konsole
Abstract
Die Erfindung zeigt einen Fahrzeugsitz (1), umfassend ein in einer Längsrichtung (X) vor und zurück verschiebbares Sitzteil (2) und umfassend eine in Längsrichtung (X) vor und zurück verschiebbare erste Konsole (3a) sowie einen Fahrzeugsitzunterbau (4), wobei der Fahrzeugsitzunterbau (4) mindestens eine Verstellschiene (5) und einen daran befestigten ersten Schlitten (11) aufweist, wobei der erste Schlitten (11) mithilfe der mindestens einen Verstellschiene 5 in Längsrichtung (X) vor und zurück verschiebbar ist und auf dem ersten Schlitten (11) mindestens ein Abstandshalter (14) angeordnet ist, der den ersten Schlitten (11) fest mit dem darüber angeordneten Sitzteil (2) verbindet, wobei der Fahrzeugsitzunterbau (4) einen zweiten Schlitten (12) aufweist, der zwischen dem Sitzteil (2) und dem ersten Schlitten (11) angeordnet ist, wobei an dem zweiten Schlitten (12) die erste Konsole (3a) befestigt ist, die sich überwiegend auch seitlich des Sitzteils (2) erstreckt und wobei der zweite Schlitten (12) in Längsrichtung (X) gleitend oder rollend, vor und zurück auf dem ersten Schlitten (11) verschiebbar ist, wodurch der zweite Schlitten (12) relativ zum ersten Schlitten (11) und damit die Konsole relativ zum Sitzteil (2) verschiebbar ist.
Inventors
- Florian SCHANDERL
- Johannes Fillep
Assignees
- GRAMMER AKTIENGESELLSCHAFT
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241104
Claims (11)
- Fahrzeugsitz (1), umfassend ein in einer Längsrichtung (X) vor und zurück verschiebbares Sitzteil (2) und umfassend eine in Längsrichtung (X) vor und zurück verschiebbare erste Konsole (3a) sowie einen Fahrzeugsitzunterbau (4), wobei der Fahrzeugsitzunterbau (4) mindestens eine Verstellschiene (5) und einen daran befestigten ersten Schlitten (11) aufweist, wobei der erste Schlitten (11) mithilfe der mindestens einen Verstellschiene (5) in Längsrichtung (X) vor und zurück verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet dass auf dem ersten Schlitten (11) mindestens ein Abstandshalter (14) angeordnet ist, der den ersten Schlitten (11) fest mit dem darüber angeordneten Sitzteil (2) verbindet, wobei der Fahrzeugsitzunterbau (4) einen zweiten Schlitten (12) aufweist, der zwischen dem Sitzteil (2) und dem ersten Schlitten (11) angeordnet ist, wobei an dem zweiten Schlitten (12) die erste Konsole (3a) befestigt ist, die sich überwiegend auch seitlich des Sitzteils (2) erstreckt und wobei der zweite Schlitten (12) in Längsrichtung (X) gleitend oder rollend, vor und zurück auf dem ersten Schlitten (11) verschiebbar ist, wodurch der zweite Schlitten (12) relativ zum ersten Schlitten (11) und damit die Konsole relativ zum Sitzteil 2 verschiebbar ist.
- Fahrzeugsitz (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass auf dem ersten Schlitten (11) mindestens zwei vordere Abstandshalter (14) und mindestens zwei hintere Abstandshalter (14) angeordnet sind, die den ersten Schlitten (11) mit dem Sitzteil (2) verbinden, wobei die Abstandshalter (14) als zylinderförmige Buchsen (14) ausgebildet sind, wobei die mindestens zwei vorderen Abstandshalter (14) in Längsrichtung (X) vor dem zweiten Schlitten (12) angeordnet sind und die mindestens zwei hinteren Abstandshalter (14) in Längsrichtung (X) hinter dem zweiten Schlitten (12) angeordnet ist.
- Fahrzeugsitz (1) nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass der zweite Schlitten (12) zwischen den vorderen und den hinteren Abstandshaltern (14) verschiebbar ist, wobei mindestens ein vorderen Abstandshalter (14) ein vorderer Anschlag und mindestens ein hinterer Abstandshaltern (14) ein hinterer Anschlag für eine Verschiebung der Konsole in Längsrichtung (X) ist.
- Fahrzeugsitz (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der erste Schlitten (11) ein trapezförmiges Plattenelement (13) umfasst, das sich im Wesentlichen parallel zu einer Ebene aus der Breitenrichtung (Y) und der Längsrichtung (X) erstreckt, wobei sich mindestens zwei parallelen Seiten des Plattenelements (13) parallel zur Längsrichtung (X) erstrecken.
- Fahrzeugsitz (1) nach Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet , dass der zweite Schlitten (12) mindestens ein erstes Halteelement (16a) aufweist, das eine der parallelen Seiten des Plattenelements (13) zumindest teilweise umschließt und mittels welchem der zweite Schlitten (12) an dem ersten Schlitten (11) befestigt wird und mittels welchem der zweite Schlitten (12) gleichzeitig entlang des ersten Schlitten (11) rollend oder gleitend verschiebbar ist.
- Fahrzeugsitz (1) nach Anspruch 5 , dadurch gekennzeichnet , dass der zweite Schlitten (12) mindestens ein zweites Halteelement (16b) aufweist, das eine der sich parallel erstreckenden Seiten des Plattenelements (13) zumindest teilweise umschließt, wobei das erste Halteelement (16a) die gegenüberliegende Seite des Plattenelements (13) zumindest teilweise umschließt und das mindestens erste und das mindestens zweite Halteelement (16b) einen halben Formschluss mit dem Plattenelement (13) bilden.
- Fahrzeugsitz (1) nach einem der vorangegangene Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass eine Arretiervorrichtung vorgesehen ist, wobei durch die Arretiervorrichtung der zweite Schlitten (12) in einer Position zum ersten Schlitten (11) arretierbar ist.
- Fahrzeugsitz (1) nach Anspruch 7 , dadurch gekennzeichnet , dass die Arretiervorrichtung ein Rastelement (20) und eine Klinke (19) umfasst, wobei das Rastelement (20) am zweiten Schlitten (12) und die Klinke (19) am ersten Schlitten (11) oder das Rastelement (20) am ersten Schlitten (11) und die Klinke (19) am zweiten Schlitten (12) angeordnet ist, wobei durch ein Einrasten der Klinke (19) in das Rastelement (20) der zweite Schlitten (12) gegenüber dem ersten Schlitten (11) arretierbar ist.
- Fahrzeugsitz (1) nach einem der vorangegangene Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Fahrzeugsitz (1) eine zweite Konsole (3b) umfasst, wobei sich die zweite Konsole (3b) überwiegend auch seitlich neben dem Sitzteil (2) erstreckt, gegenüberliegend zur ersten Konsole (3a) angeordnet ist und die zweite Konsole (3b) am zweiten Schlitten (12) befestigt ist und die beide Konsolen (3a, 3b) gemeinsam und gleichzeitig verschiebbar sind.
- Fahrzeugsitz (1) nach einem der vorangegangene Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass bei einer Verstellung des Sitzteils (2) vor oder zurück die erste Konsole (3a) ihre Position relativ zum Sitzteil (2) beibehält, wobei bei einer Verstellung der ersten Konsole vor oder zurück das Sitzteil (2) seine Position in Längsrichtung (X) beibehält.
- Fahrzeugsitz (1) nach einem der vorangegangene Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die erste Konsole (3a) eine Armlehne (6a) und/oder eine Bedieneinrichtung (9) aufweist und die Armlehne (6a) und/oder die Bedieneinrichtung (9) oberseitig auf der Konsole angeordnet sind.
Description
Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz, umfassend ein in einer Längsrichtung vor und zurück verschiebbares Sitzteil und umfassend eine in Längsrichtung vor und zurück verschiebbare erste Konsole sowie einen Fahrzeugsitzunterbau, wobei der Fahrzeugsitzunterbau mindestens eine Verstellschiene und einen daran befestigten ersten Schlitten aufweist, wobei der erste Schlitten mithilfe der mindestens einen Verstellschiene in Längsrichtung vor und zurück verschiebbar ist. Nutzfahrzeuge, wie Landmaschinen, Baumaschinen oder auch Transportfahrzeuge, haben üblicherweise sich neben dem Sitzteil erstreckende Konsolen, die als Träger für Armlehnen und Bedieneinrichtungen, wie Joysticks oder Bedienpulten, dienen. Dabei müssen vor allem Joysticks für den Insassen beim Sitzen greifbar sein, weshalb es notwendig ist, dass die Konsole mit dem Joystick verschiebbar ist, um so in Ihrer Position an die Größe eines Insassen angepasst werden zu können. Bei bisherigen Fahrzeugsitzen wurde auf dem Fahrzeugsitzunterbau eine erste Verstellschiene installiert und darauf eine Adapterplatte. Auf dieser Adapterplatte wurde nun eine zweite Verstellschiene und darauf das Sitzteil befestigt. Dies hatte einerseits zur Folge, dass bei einer Verstellung der Konsole auch das Sitzteil mitverstellt wird, wodurch ein Nachjustieren der Entfernung zwischen Sitzteil und Pedalen bzw. Lenkrad notwendig wird. Zur Einstellung der Entfernung muss dabei eine bestimmte Reihenfolge eingehalten werden. Zunächst muss die Entfernung zwischen Sitzteil und Konsole und daraufhin zwischen Konsole und Lenkrad eingestellt werden, da eine Verschiebung der Konsole ebenfalls zu einer Verschiebung des Sitzteils führt. Ferner können die zwei Verstellschienen einen langen Hebelarm bilden, der sich negativ auf Sicherheitsgurt-Zugtests auswirkt. Deswegen und wegen möglicher Kollisionen des Fahrzeugsitzes mit der Kabinenwand des Nutzfahrzeuges müssen die Verstellwege der beiden Verstellschienen eingeschränkt werden. Demzufolge ist es Aufgabe der Erfindung einen Fahrzeugsitz bereitzustellen, bei dem durch ein verbessertes Verstellsystem der Platzbedarf des Verstellsystems, insbesondere in Höhenrichtung, reduziert sowie der Komfort und die Sicherheit erhöht werden. Zur Lösung der Aufgabe wird ein erfindungsgemäßer Fahrzeugsitz bereitgestellt, umfassend ein in einer Längsrichtung vor und zurück verschiebbares Sitzteil und umfassend eine in Längsrichtung vor und zurück verschiebbare erste Konsole sowie einen Fahrzeugsitzunterbau, wobei der Fahrzeugsitzunterbau mindestens eine Verstellschiene und einen daran befestigten ersten Schlitten aufweist, wobei der erste Schlitten mithilfe der mindestens einen Verstellschiene in Längsrichtung vor und zurück verschiebbar ist, wobei auf dem ersten Schlitten mindestens ein Abstandshalter angeordnet ist, der den ersten Schlitten fest mit dem darüber angeordneten Sitzteil verbindet. Der Fahrzeugsitzunterbau weist einen zweiten Schlitten auf, der zwischen dem Sitzteil und dem ersten Schlitten angeordnet ist. An dem zweiten Schlitten ist die erste Konsole befestigt, die sich überwiegend auch seitlich des Sitzteils erstreckt. Der zweite Schlitten ist in Längsrichtung, gleitend oder rollend, vor und zurück auf dem ersten Schlitten verschiebbar, wodurch der zweite Schlitten relativ zum ersten Schlitten und damit die Konsole relativ zum Sitzteil verschiebbar ist. Längs-, Breiten- und Höhenrichtung beschreiben ein kartesisches Koordinatensystem X, Y, Z, das sich an den Haupterstreckungsrichtungen des Fahrzeugsitzes orientiert. So erstreckt sich das Sitzteil im Wesentlichen in Längs- und Breitenrichtung, wohingegen sich die Höhenrichtung senkrecht zu der Längs- und Breitenrichtung erstreckt. Als Konsole wird ein Bauteil bezeichnet, das seitlich am Fahrzeugsitz angeordnet und als Tragestruktur für verschiedene andere Bauteile dient. Insbesondere werden an der Konsole Bedieneinrichtungen, wie Joysticks oder Bedienhebel oder Bedienknöpfe, angebracht, die zur Steuerung des Fahrzeuges oder angehängter Arbeitsgeräte oder Arbeitsmaschinen dienen. Um bequem erreichbar zu sein kann die Konsole sowohl in Längsrichtung als auch in Höhenrichtung verstellt werden. Die Verstellung entlang der Längsrichtung in Vorrichtung und Rückrichtung dient dabei der Anpassung der Entfernung des Oberkörpers eines Insassen zur Konsole. Für kleinere Insassen kann es notwendig sein, bedingt durch die Armlänge des Insassen, die Konsole und damit eine eventuell vorhandene Steuereinheit näher an den Oberkörper heran, also zurückschieben zu müssen, um die Konsole und die eventuelle Steuereinheit bequem nutzen zu können. Für große Insassen kann, bedingt durch längere Arme, das Gegenteil der Fall sein, also die Notwendigkeit bestehen, die Konsole weit weg vom Oberkörper also vorschieben zu müssen. Üblicherweise weist der Fahrzeugsitz einen Fahrzeugsitzunterbau auf, der mit einer Karosserie eines Fahrzeuges verbunden ist. Der Fahrzeugsitzunterbau verfügt meistens über ein Federsystem, mi